LG V30: Smartphone-Kamera im Vergleich mit der 8K RED Weapon für 50.000 US-Dollar

Mittlerweile sind Smartphone-Kameras auf einem recht hohen Niveau angelangt – das zeigt ja beispielsweise auch die DxOMark-Bewertung des Apple iPhone 8 Plus (auch wenn man deren Tests nicht überbewerten sollte). LG hat mit dem V30 ebenfalls ein Smartphone vorgestellt, das sich mit seinen Kamera-Features von der Konkurrenz absetzen soll. Insbesondere gilt das hier aber für die Video-Fähigkeiten mit vielen, manuellen Bearbeitungsoptionen. In einem Video stellt der YouTuber und Filmemacher Parker Walbeck die Versprechungen auf die Probe und vergleicht das LG V30 mit der Kamera RED Weapon für 50.000 US-Dollar.

Das Video sollte man natürlich mit etwas Vorsicht genießen, denn es wurde durch LG gesponsert. Allerdings finde ich den Clip trotzdem ganz spannend, da die Kameras direkt verglichen werden und man auch ein paar kleine Einblicke in die Nachbearbeitung bekommt. Denn da soll das LG V30 ja durch seinen Cine-Video-Modus punkten. Denn dank Cine-Log-Unterstützung ergeben sich mehr Optionen für die Bearbeitung in professioneller Software. Aber seht selbst.

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Video-Link: https://youtu.be/nAth8g05tfs

Dabei haben die Macher die Longboard-Szene aus dem Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ nachgestellt. Man filmte auf einem Rig zeitgleich mit dem LG V30 und der besagten RED Weapon. Natürlich sieht man beim Resultat, dass die RED Weapon eindeutig Kameraschwenks sauberer darstellt und auch der Detailgrad im Feinbereich höher ist. Allerdings ist das Ergebnis insgesamt doch extrem beeindruckend und fällt recht positiv für das V30 aus.

Klar, man darf nicht vergessen, dass die Macher genau wissen was sie tun und abseits des Smartphones auf hochwertiges Equipment setzen, das sonst auch für Kinofilme zum Einsatz kommt. Sehr spannend ist der Vergleich aber in jedem Fall.

Auch der Kameramann von „Game of Thrones“, David Franco hat übrigens mit dem LG V30 herumgespielt und ebenfalls recht beeindruckende Ergebnisse erzielt – das Video namens „A Day in the Life“ findet ihr hier. Auch hier sollte man im Kopf behalten, dass Franco mit LG zusammenarbeitet und ein wenig Skepsis walten lassen.

Trotzdem bin ich insgesamt doch sehr beeindruckt. Schließlich kann man schon eine Weile mit Smartphones großartige Fotos knipsen. Ich hatte bisher aber immer den Eindruck, dass die Videofunktionen eben nicht den gleichen Fortschritt hinlegen, wie die Foto-Features. Sicherlich wird LG nicht der einzige Hersteller bleiben, der mit dem V30 nun versucht sich über diesen Aspekt von der Konkurrenz abzusetzen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Die Cam scheint echt sehr gut zu sein. Werde jetzt mal darauf warten.. 🙂

  2. Videos drehen mit dem Smartphone bleibt qualitativ relativ minderwertig, solange es keinen guten optischen Stabilisator und Zoom gibt. Ich habe eine einigermaßen gute Videokamera, mit der man freihändig ein recht ruhiges Bild noch bei 30-fach Zoom hinbekommt.

  3. eindrucksvolle bilder. ich glaube aber nicht, dass diese neuen funktionen unter normalen menschen etwas bringen. log und 10bit sind für filmer extrem wichtig, aber auch nur relevant, wenn man das footage danach graded. trotzdem steckt dahinter auch mein argument, dass smartphones „in vielen situationen“ an die performance von dslr kameras heranreichen.

  4. Florian Rott says:

    Mein untrainiertes Auge erkennt auf dem Smartphone keinen Unterschied im side by side. Das ist schon beeindruckend, ich wäre gespannt, wie das der Kinoleinwand ist.

  5. Zitat: „trotzdem steckt dahinter auch mein argument, dass smartphones „in vielen situationen“ an die performance von dslr kameras heranreichen.“

    *räusper*..

    Es gibt da so einen Spruch im Bezug auf die lächerlich kleinen „Objektive“, deren Öffnung und die Sensoren von Smartphones, insbesondere deren „Megapixel“:

    „Man muss der Physik auch eine Chance lassen“

    In modernen Systemkameras und Smartphones, sind teilweise derart kleine Sensoren verbaut das alleine schon das thermische Rauschen im Standby elektrisch weggefiltert werden muss. Und alleine das geht schon von der Bildqualität ab.

    Megapixel sind nicht alles.

    Durch ein Stecknadelgroßes Licht kann weniger Licht in der gleichen Zeit durch als durch die Öffnung eines APS-C Sensors (Wobei der schon „klein“ ist). Da sind wir uns doch wohl sicherlich einig.

    Spätestens wenn die Lichtverhältnisse nicht mehr optimal sind (und dazu zählt zuviel Licht genauso wie zuwenig), trennt sich die Spreu vom Weizen…

    Ich nutze mein Note 8 auch im Alltag, einfach weil ich keine 5kg Glas mit mir rumschleppen will. Aber sobald es auf Qualität ankommt, kommt das Glas eben doch mit, weil es eben immernoch unschlagbar ist.

  6. Auch wenn an der einen oder anderen Stelle nachgeholfen wurde und vielleicht etwas mehr Hand angelegt wurde, als es das Video preisgibt, bin ich dennoch erstaunt was hier möglich ist. Ich gehe davon aus, dass die Videoqualität sich nicht vor den aktuellen Konkurrenten verstecken muss und das ist glaub ich die Message die man getrost mitnehmen kann. Super gemacht und von mir einen Daumen nach oben.

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