LG V30 bringt Kino-Videomodus und weitere Features mit

31. August 2017 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

Die technischen Daten des LG V30 haben wir heute ja schon komplett vorgestellt. Wie erwartet, bietet das Smartphone einen OLED-Bildschirm mit 6 Zoll Diagonale im Format 18:9,  Im Inneren stecken unter anderem ein Qualcomm Snapdragon 835, 4 GByte RAM und 64 GByte Speicherplatz. Doch abseits der trockenen, technische Spezifikationen hat LG nun auch mehr über die Features verraten. Der Quad DAC für Hi-Fi-Sound kommt beispielsweise dieses Mal auch nach Deutschland – beim G6 wurde er ja leider für Europa gestrichen.

Den zweiten Bildschirm der Vorgängermodelle hat man, auch das kursierte als Gerücht schon vorab, entfernt. Stattdessen bietet das Hauptdisplay nun ein Always-On-Feature. Jenes soll gemeinsam mit der neuen Floating Bar dafür sorgen, dass ihr den zweiten Screen nicht vermisst. In der halbtransparenten Floating Bar könnt ihr Schnellzugriffe für bis zu fünf Apps anlegen. Wird die Leiste nicht gebraucht, könnt ihr sie sozusagen zur Seite schieben, damit sie den Bildschirm nicht belegt. Was LG wiederum für die Hauptkamera mit 16 Megapixeln hervorhebt, ist die Blende von f/1.6 und die Möglichkeit in einem sogenannten Cine-Video-Modus besonders hochwertige Videos aufzunehmen.

Die höhere Videoqualität soll eben auch durch die große Blende erreicht werden, die mehr Licht durchlässt. Außerdem nutzt LG nun eine zweite Wide-Angle-Kamera mit 13 Megapixeln – ähnlich wie beim G6. Für seinen neuen Modus „Cine Video“ hebt LG zahlreiche Effekte hervor, die den Aufnahmen einen „Look wie bei Kinofilmen“ verleihen sollen. 15 Voreinstellungen sollen dafür zur Verfügung stehen. Auf den ersten Blick klingt das aber wenig spektakulär bzw. hört sich eher nach den üblichen Filtern an.

Spannender ist schon die Möglichkeit via Point Zoom nicht nur im Zentrum des Bildes, sondern auf jedes Objekt zu zoomen. Laut LG sei man aktuell der einzige Smartphone-Hersteller, der diese Option für Videoaufnahmen biete. Über Cine Log sollen die Aufnahmen laut LG mit Log-Gammakurven erstellt werden, damit in der Postproduktion flexibel gearbeitet werden kann.

Die Kamera des LG V30 kombiniert einen optischen mit einem elektronischen Bildstabilisator sowie eine Hybrid-Autofokus, der Laser und PDAF vereint. Über die Einbindung von Graphy können sich Hobbyfotografen zudem Bilder online ansehen und die Einstellungen automatisch übernehmen, wenn ihnen ein Schnappschuss besonders zusagt.

Ihr seht schon auf Caschys Bildern von der IFA, dass LG sich Bang & Olufsen ins Boot geholt hat. Das Unternehmen soll mit am Sound des LG V30 herumgebastelt haben. Zudem liegen im Lieferumfang des Geräts direkt Kopfhörer der Reihe Bang & Olufsen Play bei. Auch hier beansprucht LG eine Premiere für sich: Das V30 sei das erste, international erhältliche Smartphone mit MQA (Master Quality Authenticated). Dank jener soll das Streaming von High-Resolution-Audio gewährleistet sein. Auch bei den Aufnahmemöglichkeiten will LG gebastelt haben und bessere Soundqualität bieten.

Auch der Google Assistant und spezielle Ok-Google-Funktionen für etwa Cine Video sind an Bord – hoffentlich nicht mit den gleichen Problemen, die ich kürzlich schilderte. Entsperren könnt ihr das V30 unter anderem via Spracherkennung, den Fingerabdruckscanner oder sogar über Gesichtserkennung. Gegen physische Schäden soll das LG V30 dank Gorilla Glass 5 sowie dem robustem Metallrahmen einigermaßen resistent sein. Zumindest hat das Gerät 14 Kategorien des MIL-STD 810G Transit Drop Test gemeistert und darf deswegen z. B. für US-Militäroperationen theoretisch zum Einsatz kommen. Nach Schutzklasse IP68 ist auch die Resistenz gegen Schmutz und Wasser gegeben.

Im Handel soll das LG V30 in Südkorea ab dem 21. September zu haben sein. Weitere Märkte sollen laut LG zeitnah folgen. Das LG V30+ soll nur in einigen Regionen verfügbar sein – wie wir auf der IFA 2017 in Berlin erfahren haben, wird Deutschland aber dabei sein. Das LG V30 mit 64 GByte Speicherplatz soll bei uns vermutlich eine Preisempfehlung von 899 Euro tragen, wie man auf der IFA vernahm. Offiziell bestätigt ist das aber aktuell noch nicht. Wie viel ihr für das V30+ mit 128 GByte Speicherplatz berappen sollt, wissen wir leider noch nicht.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei
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