iOS 12: „Digital Health“-Funktion für weniger iPhone-Nutzung und AR-Upgrades sollen stehen

Am Montag wird Apple zur Eröffnung-Keynote der diesjährigen WWDC einen Ausblick auf das geben, was Apple-Nutzer dieses Jahr zumindest in Sachen Software noch erwarten können. Traditionell gibt es zu diesen Terminen eher weniger Hardware, auch wenn diese natürlich nicht ausgeschlossen ist. Dass Apple für den Nutzer attraktive Hardware fertigt, steht außer Frage, gar bedenklich soll die Zeit sein, die wir mit Smartphones verbringen.

Während dabei oft außer Acht gelassen wird, wie viele unterschiedliche Dinge ein Smartphone ersetzt, ist allerdings auch das durchaus ein Streitpunkt. Klar, wer sich den ganzen Tag nur Videos reinzieht oder durch Social Networks kriecht, der verbringt vielleicht etwas zu viel Zeit damit, aber das lässt sich eben nicht pauschalisieren.

Jedenfalls soll iOS 12, das am Montag vorgestellt werden wird, auch diesen Bereich angehen. Mit neuen „Digital Health“-Funktionen. Das Ganze könnte durchaus ein Resultat einer Beschwerde sein, Anfang des Jahres wurde kritisiert, dass eine elterliche Kontrolle zur Begrenzung der Nutzungszeiten fehle. Das wollte Apple abstellen.

Generell kann es für den Nutzer schon interessant sein, sein Nutzungsverhalten einmal aufgeschlüsselt zu bekommen. Oftmals merkt man selbst gar nicht, wie viel Zeit man eigentlich mit etwas verbringt. Google hat auf der I/O auch so einen Ansatz vorgestellt, um die Nutzung von Diensten besser im Blick haben zu können. Laut Bloomberg soll die Apple-Lösung sehr ähnlich sein.

Darüber hinaus soll es auch Neuerungen im Bezug auf Augmented Reality geben. ARKit 2.0 soll demnach Multiplayer-Games ermöglichen. Auch soll es möglich sein, virtuelle Gegenstände wo abzulegen und diese verbleiben dann dauerhaft dort. Details dazu werden sicher ganz interessant. Wobei ich nach wie vor glaube, dass diese AR-Spielereien einfach nur Vorbereitung auf AR-Brillen sind, weil das Smartphone ist nach wie vor nicht die beste Lösung für AR-Inhalte, da können noch so tolle Demos gezeigt werden.

Sonst sollen die Neuerungen eher dünner ausfallen, einige Funktionen gar direkt auf nächstes Jahr verschoben worden sein, um das Betriebssystem stabiler zu gestalten, anstatt es mit neuen Funktionen vollzustopfen. Montag sind wir dann aus offizieller Quelle schlauer, wir werden Euch natürlich auf dem Laufenden halten, was Apple so zeigt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Es ist auf jeden Fall gut, dass hier mal System-Tools für die Nutzungsüberwachung entwickelt werden, das ganze lässt sich mit Drittanbieter-Apps zwar ebenfalls realisieren (z.B. Moment), eine systeminterne Funktion ist aber wahrscheinlich was Zuverlässigkeit und Datenschutz angeht besser… Dass Apple und Google fast zeitgleich ähnliche Features bringen, zeigt ja dass das Thema durchaus wichtig ist, oftmals realisiert man gar nicht wie häufig man das Handy doch nutzt.
    Klar kann man jetzt sagen, dass Apple hier nur von Google abgeschaut hat, ich glaube aber dass das eher zeitgleiche Entwicklungen waren, Google hat ihr Digital Wellbeing Anfang Mai an der I/O vorgestellt, die Features bei iOS 12 dürften länger in Entwicklung sein…
    Aber lassen wir uns mal überaschen, was Apple am Montag zeigt und wie sie das Thema angehen.

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