ILife Shinebot W455: Smarter Wischroboter im Test

Kürzlich habe ich im Blog den ILife Shinebot W400 getestet. In den Kommentaren verwies dann auch mancher Leser auf den höherwertigen Shinebot W455. Dieser verfügt im Gegensatz zum W400 auch über eine Begleit-App und kann zudem dank Kamera smarter navigieren. Saugkraft und Wasserkapazität sind allerdings, genau wie das generelle Design, identisch geblieben. Ob der Shinebot W455 eine lohnenswerte Anschaffung für euch sein könnte, prüfe ich im Test.

Der ILife Shinebot W455 reinigt in der Methodik grundsätzlich in den gleichen vier Schritten wie der W400: 1. Er befeuchtet den Boden mit Frischwasser. 2. Er schrubbt mit seiner Walze drüber. 3. Er saugt das schmutzige Wasser ab. 4. Mit seinem Schaber beseitigt er etwaige Rückstände. Hier ist aber eben auch eine Begleit-App, ILifeHome, vorhanden. Die erlaubt es euch, Reinigungsbereiche zu definieren, Pläne zu erstellen und auch die Saugleistung zu regulieren.

Technische Daten ILife Shinebot W455

  • Wischsauger
  • Navigation: Gyroskop plus Kamera
  • Saugstärke bis zu 1.000 pa
  • Fassungsvermögen Frischwassertank: 0,85 l
  • Fassungsvermögen Schmutzwassertank: 0,9 l
  • Akku: 2.900 mAh
  • Laufzeit: ca. 80 Min.
  • Ladezeit: ca. 300 Min.
  • Lautstärke: maximal 70 dB
  • Preis: ca. 230 Euro

Auch der Shinebot W455 verfügt über drei Reinigungsmodi: Im Pfadmodus versucht er möglichst effizient die Zimmer zu reinigen. Dann gibt es noch den Flächenmodus, bei dem er eine bis zu 25 x 25 qm große Fläche abfährt, und den Spot-Modus für die Reinigung hartnäckiger Flecken in einem spiralförmigen Muster. Der Preis beträgt in diesem Fall derzeit 230 Euro bei z. B. Geekmaxi (mit dem Code „4usfpPnr“).

Ausstattung und Verarbeitung

Dem ILife Shinebot W455 liegt auch eine Fernbedienung bei, falls ihr keine Lust habt, ihn mit der App zu verbinden. Wirkt zwar etwas retro, kann aber bei so einem Wischroboter durchaus ausreichen. Durch die erhöhte Akkukapazität kommt der W455 mit einer Ladung im Übrigen etwas länger aus als der W400. Ansonsten entdeckt ihr hier jedoch viele Gemeinsamkeiten, wie die identische Betriebslautstärke und das Design.

 

Auch hier könnt ihr den Roboter quasi zweiteilen und habt dann einmal die recht große Tank-Einheit und einmal die eigentliche Maschine vor euch stehen. Sagen euch weder die Bedienung über die App noch die Fernbedienung zu, dann könnt ihr am Shinebot W455 auch über zwei Buttons den Reinigungsvorgang starten bzw. den Modus wechseln. Nur über die App erhaltet ihr aber natürlich eine Raumkarte.

Wie der W400, so fährt auch dieser Robo mit einer Geschwindigkeit von 8 m pro Minute durch eure Bude und lässt sich über eine Fernbedienung oder die Tasten an der Oberseite bedienen. Im Lieferumfang findet ihr neben dem W455 und der genannten Fernbedienung inkl. 2 AAA-Batterien auch noch eine Ladestation mit passendem Netzteil, eine Reinigungsbürste und ein Benutzerhandbuch vor. Rolle und Filter und sind jeweils entnehm- und austausch- bzw. auswaschbar.

Auch hier erwähne ich es: Der ILife Shinebot W455 ist auf die Reinigung mit Wasser ohne Reinigungsmittel ausgelegt. Setzt ihr Putzmittel ein, kann dieses Rückstände hinterlassen und das Gerät schädigen. Im Gesamtbild bewerte ich die Verarbeitung sehr ähnlich wie beim W400: Da passt so weit zum ausgerufenen Preis alles. Der Wischroboter ist kein Designerstück, aber die Wassertanks lassen sich leicht entnehmen, befüllen bzw. leeren und sitzen sicher. Das Gehäuse wirkt stabil.

Praxistest

Vor der Reinigung wählt ihr einen Modus über den Button am Sauger, die Remote oder die App: Der Pfadmodus schickt den Roboter quasi stur geradeaus. Gelangt er an eine Wand, dreht er sich um 90° und reinigt weiter. Das ist also sinnvoll, wenn ihr ein Zimmer reinigen wollt. Die restlichen Modi sind eher für isolierte Flächen bzw. Flecken zu gebrauchen. Gegenüber dem eher „dummen“ Shinebot W400 navigiert der W455 schon etwas cleverer und tastet sich auch mal durch eine Lücke, welche den W400 umkehren ließ. Ansonsten erlebte ich aber schnell ein Déjà-vu.

So knattert auch der ILife Shinebot W455 über Teppiche, außer sie weisen eine bestimmte Höhe auf. Kleinere Vorleger stören den Wischroboter also nicht – vielleicht aber euch, wenn er sie nass hinterlässt. Soll der kleine Helfer also auf Patrouille gehen, dann legt lieber alle Teppiche vorher beiseite. Auch hier ist es zudem so, dass ihr spätestens nach der Tour nachhelfen müsst. Der W455 kehrt nämlich nicht automatisch zur Ladestation zurück. Ihr müsst ihn also zurücktragen.

Hand anlegen ist aber ohnehin angesagt, denn nach jeder Reinigung solltet ihr die abnehmbaren Wassertanks und die Bürstenrolle des Roboters säubern. Sonst bilden sich sehr schnell unangenehme Gerüche. Hatte ich noch am Shinebot W400 bemängelt, dass er generell zu großzügig mit dem Frischwasser umgeht, so greift dieser Kritikpunkt nicht mehr. Denn in der App könnt ihr die Wassermenge regulieren.

Die Wischergebnisse sind ansonsten identisch zum W400. Das heißt, der ILife Shinebot W455 übertrifft deutlich Saugroboter, die nur einen nassen Lappen mitziehen. Blicke ich aber z. B. auf den Ecovacs Deebot T9 AIVI mit seinen vibrierenden Mopp-Pads, dann bin ich da nicht mehr so sicher. Allerdings spielt jenes Modell auch in einer anderen Preisklasse. Zumal der Shinebot W455 durch seine beiden getrennten Wassertanks hygienischer reinigt als übliche Saugroboter.

Da ihr jedoch kein Putzmittel einsetzen könnt, gibt es Nachteile. Zuckriger Orangensaft hinterlässt den Boden auch nach der Reinigung durch den ILife Shinebot W455 klebrig. Hier würde ich weiterhin einen Nasssauger von Tineco vorziehen, bei dem ihr eine Reinigungslösung verwenden könnt und bessere Ergebnisse erzielt. Dafür müsst ihr da aber komplett manuell ran und zahlt deutlich mehr.

Fazit

Der ILife Shinebot W455 bietet gegenüber dem günstigeren W400 einige Mehrwerte: App-Steuerung, optische Navigation und mit beiden Aspekten verbundene Features wie die Kartenerstellung. Die Verarbeitung ähnelt sehr dem W400 und die Wischergebnisse sind gut – kommen aber nicht an Nasssauger von Tineco oder auch Jimmy heran. Zumal ihr auch hier nach jedem Reinigungsvorgang den Roboter auf die Ladestation hieven müsst bzw. es an die Reinigung der Wassertanks geht.

Dennoch wischt der Shinebot W455 deutlich besser als die meisten Saugroboter und bekommt sogar Kaffeeflecken weg. Ich persönlich bleibe aber dabei, dass die Kombination aus einem Nasssauger und einem Saugroboter für mich selbst der effizientere Weg ist – wenn auch der kostspieligere. Das ist eben immer eine Frage dessen, was man investieren möchte, um seinen Haushalt möglichst unkompliziert sauber zu halten.

Gegenüber dem Shinebot W400 ziehe ich den W455 aber eindeutig vor. Wenn ihr die erwähnten Vor- und Nachteile für euch abwägt und über den Kauf nachdenkt: Der Händler Geekmaxi, der auch für diesen Test das Muster zur Verfügung gestellt hat, bietet den ILife Shinebot W455 aktuell für 230 Euro (mit dem Code „4usfpPnr“) an.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. ZACO W450 (baugleich) für €230,- bei Amazon (30€ Gutschein) mit Prime.
    Unterschied: blau-schwarz statt silber

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