Huawei P40 Pro im Test

Meinen Einstand mit Huawei-Smartphones „feierte“ ich seinerzeit mit dem Huawei P9, das mich nicht nur optisch, sondern vor allem auch aufgrund seiner tollen Kamera total überzeugt hatte. Seitdem ist eine Menge Zeit vergangen und Huawei hat zahlreiche weitere Geräte vorgestellt, unter anderem auch das Huawei Mate Xs, das ich mir hier genauer angeschaut habe. Seitens der P-Serie hatte das Unternehmen zuletzt mit dem P30 Pro das absolute Flaggschiff am Start, vor allem was dessen Kamera anging. Nun sind sowohl das neue Huawei P40 als auch das P40 Pro vorgestellt worden. Wieder einmal wirft das Unternehmen mit technischen Superlativen um sich. Hier sind noch einmal alle Spezifikationen der beiden Geräte:

Technische Daten zum Huawei P40 (Pro)
Modell P40 P40 Pro
Betriebssystem Android 10 (AOSP, keine Google-Dienste)
Bildschirm 6,1 Zoll, OLED, 2.340 × 1.080 Pixel, 6,58 Zoll, OLED, 2.640 × 1.200 Pixel
90 Hertz
CPU Kirin 990 OctaCore CPU, 2x Cortex-A76 2,86 GHz, 2x Cortex-A76 2,36 GHz, 4x Cortex A55 1,95 GHz
Speicher 8 GB RAM, 128 GB Flash, Nano Memory Card 2 8 GB RAM, 256 GB, Nano Memory Card 2
Hauptkamera 50 Megapixel UltraVision, f/1.9, 16 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera, 8 Megapixel Telephoto mit OIS 50 Megapixel UltraVision, f/1.9, OIS, 40 Megapixel Ultraweitwinkel-Video-Kamera, 12 Megapixel SuperSensing Telephoto, f/3.4, Tiefensensor
Frontkamera 32 Megapixel, f/2.2 32 Megapixel, f/2.2 (Haupt- und Tiefensensor), IR-Sensor
Netzwerk GSM, HSPA, LTE, 5G, Bluetooth 5.1, Wi-Fi 6 Plus, NFC
Satelliten GPS, AGPS, GLONASS, Galileo, QZSS
Sensoren Fingerprintsensor, Annäherungssensor, Umgebungslicht, Kompass, Beschleunigungssensor
Besonderheiten USB-Typ-C, Dual-SIM (2x Nano-SIM), NanoMemory, Wireless Charging (nur P40 Pro mit 27 Watt), IP68
Akku 3.800 mAh (22,5-Watt-Aufladung) 4.200 mAh (40-Watt-Aufladung)
Maße 148,9 × 71,06 × 8,5 mm 158,2 × 72,6 × 8,95 mm
Gewicht 175 Gramm 209 Gramm

Innerhalb der letzten zwei Wochen hatte ich nun seit Caschys Ersteindruck ein wenig Zeit, mich mit dem neuen 999 Euro teuren P40 Pro vertraut zu machen und will euch an dieser Stelle einen umfangreicheren Blick auf das Gerät geben, das bekanntlich leider ohne Google Play Services auskommen muss. Ich hatte bereits damit gerechnet, dass ich von der Technik angetan sein werde und dass die Kamera wohl wieder einmal alles bisherige schlägt, aber womit ich nicht rechnete, war, wie gut dieses Phone in der Hand liegt. Da hat Huawei bei der Materialwahl und Verarbeitung, vor allem aber beim Design, alles richtig gemacht. Zumal das Display zwar so wirkt, als sei es an den Rändern wie viele andere Smartphones recht stark abgerundet, dieses am Ende aber erfreulich flach ausfällt und somit Fehleingaben am Rand im Test nicht ein einziges Mal aufgetreten sind.

Huaweis Quad-Curved-Display lässt das Gerät so erscheinen, als sei es aus einem Guss, der eigentliche Rahmen ist nur noch minimal wahrzunehmen. Außerdem sorgt der OLED-Bildschirm für überzeugende Farben und hervorragenden Kontrast. In Verbindung mit den unterstützten (flüssigen) 90 Hz bei der Bildwiederholfrequenz macht das Bild tatsächlich ordentlich was her, wobei hier 120 Hz dann meinem Empfinden nach doch noch für ein spürbar flüssigeres Erlebnis sorgen.

Doch keine Sorge: Performance-Probleme hat das P40 Pro nun absolut nicht. In das P40 Pro passen zwei Nano-SIM-Karten, wobei ihr auch eine einzelne Nano-SIM mit einer NM-Karte (Huaweis Nano-Memory-Card) kombinieren könnt, um den internen Speicher des Geräts zu erweitern. Geladen wird über USB-Typ-C mit maximal 40 Watt oder aber kabellos mit maximal 27 Watt. Neben dem Ladeanschluss befindet sich der Lautsprecher, der allerdings nur Mono-Sound wiedergeben kann, Stereo wird gar nicht erst angeboten.

In Sachen Hardware ist das P40 Pro mit absoluter Premium-Technik ausgestattet. Als SoC werkelt im Inneren ein Kirin 990, dessen acht Kerne mit bis zu 2,86 GHz takten. Gestützt wird der SoC von 8 GB RAM und 256 GB UFS-3.0-Speicher. Außerdem mit an Bord: Bluetooth 5.1, NFC, Wi-Fi 6 und natürlich 5G-Unterstützung, denn das Gerät soll ja schließlich zukunftstauglich sein. Ich habe wirklich gar keine Software-Aussetzer oder -Hänger feststellen können, hier überzeugt das Gerät dann wirklich mit bester Performance. Benchmark-Ergebnisse habe ich natürlich auch welche für euch, wobei diese meiner Meinung nach für den Otto Normalverbraucher aufgrund der spürbaren Leistung ziemlich irrelevant sein dürften:

4.200 mAh, so viel Kapazität bietet der Akku, außerdem kann jener mit bis zu 40 Watt ziemlich schnell wieder aufgeladen werden. Ist der Akku komplett leer, kostet es mich maximal anderthalb Stunden bis das Gerät wieder voll geladen ist. Ebenfalls wieder unterstützt, wird das Reverse Wireless Charging vom Vorgänger und kabelloses Laden mit bis zu 27 Watt, was meinem Empfinden nach immer noch ausreichend flott für den Alltag ist.

Ich komme in meinem Nutzungsszenario mit dem P40 Pro hervorragend durch den Tag und könnte mit etwas Verzicht auf YouTube-Videos am zweiten Tag sogar noch den Abend erreichen. Dies ist natürlich einzig und allein von eurem Nutzungsverhalten abhängig, doch der (erzwungene) Verzicht auf die Google-Play-Dienste macht sich hier sicherlich auch positiv bemerkbar. Warum der Akku aber der einzige sein dürfte, der sich darüber freut, dazu komme ich etwas später noch.

Zum Sound hatte ich mich eingangs schon ein wenig geäußert, der unten am Gerät verbaute Lautsprecher liefert leider nur Mono, Stereo ist keine Option. Zum Musikhören eignet sich jener Lautsprecher daher nur bedingt, auch wenn er bei weitem nicht so blechern klingt, wie ich zunächst erwartet hatte. In Verbindung mit den Shure Aonic 215 kommt dann hier aber beispielsweise dennoch ein sehr satter Klang zutage, was dann aber natürlich vor allem den Ohrhörern geschuldet ist. Die mitgelieferten USB-C-Kabelkopfhörer von Huawei sind eine nette Dreingabe, mehr dann meiner Meinung nach aber auch nicht. Beim Telefonieren hatte ich keine Probleme, mein Gegenüber war immer klar und deutlich zu verstehen – das ist aber nun bei einem 1.000-Euro-Smartphone auch eine Grundvoraussetzung.

Processed with Focos

Das P40 Pro bietet unter anderem einen Fingerabdruckleser im Display, der schon ziemlich schnell entsperrt, wenn der Finger denn richtig auf die Sensorfläche aufgelegt wurde. In meinem Test (Gerät vom Tisch aufheben und flugs einhändig per Daumen entsperren) kam es hierbei in drei von zwanzig Versuchen zu Problemen, weil der Finger etwas versetzt aufgelegt worden ist. Deutlich zuverlässiger, vor allem aber viel schneller und das sogar bei schlechteren Lichtverhältnissen, reagiert da das Entsperren per Gesichtserkennung. Um das System hier von Fehlern zu überzeugen, mussten schon Kapuze, das Absetzen meiner Brille und fiese Grimassen her. Bei Nacht reichte oftmals schon das Leuchten des Display-Hintergrunds aus, damit der Sensor zur Erkennung ausreichend Licht bekommen hat.

Kommen wir zur Kamera des neuen P-Flaggschiffs. Sowohl die Hauptkamera als auch der Ultraweitwinkelsensor arbeiten mit Pixel-Binning, wo aus vier Pixeln ein größerer errechnet wird und Bilder somit noch mehr Informationen für Details und Helligkeit erhalten. Dadurch löst die Hauptkamera also eigentlich mit 12,5, der Ultraweitwinkelsensor dementsprechend mit 10 Megapixeln auf. Optional lässt sich für die Hauptkamera aber auch einstellen, dass diese mit den vollen 50 Megapixeln aufnimmt.

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Das Fotografieren macht vor allem im automatischen Modus für den Laien sehr viel Spaß, hier hilft auch der enorm schnell reagierende Octa-PDAF in Kombination mit dem Laser-Autofokus. Die Aufnahmen sind knackig scharf, sehr detailreich, leiden aber hin und wieder an einem leichten Rotstich. Wer lieber im manuellen Modus fotografiert, wird am P40 Pro seine wahre Freude haben. Besonders gut gefällt mir der Ultraweitwinkelmodus, in dem ebenso sehr scharfe Aufnahmen möglich sind, die bekanntlich eine ganze Ecke mehr vom Sichtfeld zeigen.

Der Nachtmodus ist wie schon beim P30 Pro eine echte Bereicherung, da hier tatsächlich in schlechten Lichtverhältnissen noch sehr detailreiche Aufnahmen mit wenig Bildrauschen machbar sind. Besonders nice empfinde ich die Tatsache, dass ich mit dem Ultraweitwinkelsensor beim P40 Pro nun auch Videos aufnehmen kann – sprich maximal 4K-Video bei 60 Bildern pro Sekunde.

Beim Zoomen haben mir am besten der 5-fach optische und der 10-fach Hybridzoom gefallen. Bei 50-facher Vergrößerung kann man zwar noch einigermaßen gut erkennen, wie viel Uhr es auf der Kirchturmuhr ist, aber eigentlich nutzte ich das Feature maximal ein paar Male zum Fotografieren des Monds, was schon beeindruckend gut funktioniert – selbst freihändig gehalten. Die Kamera ist also tatsächlich neben der Performance des P40 Pro wieder einmal eines der absoluten Highlights am Gerät. Doch leider gibt es auch ein großes Manko, das vielen Interessenten die Lust am Huawei P40 Pro nehmen wird: die Software.

Wofür Huawei an sich wenig kann und die USA sich schon seit langer Zeit auf die Schultern klopfen, ist, dass das Unternehmen einem Handelsembargo unterliegt, das unter anderem dafür sorgt, dass aktuelle Geräte von Huawei nicht mehr mit vorinstallierten Google-Diensten ausgeliefert werden dürfen. Nun setzt das P40 Pro genau wie zuletzt auch das Mate Xs weiterhin auf Android 10, nur eben mit der eigenen Oberfläche EMUI 10. Bei der Bedienung kommt alles noch sehr vertraut vor, das ändert sich aber sehr schnell, wenn man dann auf der Suche nach neuen zu installierenden Apps ist: Der Google Play Store ist nämlich nicht dabei.

Stattdessen findet ihr auf dem Gerät Huaweis AppGallery und könnt natürlich auch die AppSuche installieren. Ich hatte mich hierzu bereits beim Test des Mate Xs geäußert: Im derzeitigen Zustand ist es absolut keine vernünftige Alternative zum Google Play Store. Nicht nur, dass nicht alle Apps zu finden sind – Updates müssen größtenteils manuell vom Nutzer eingespielt werden und einer der wohl wichtigsten Punkte meiner Meinung nach ist: App-Benachrichtigungen werden aufgrund der fehlenden Google-Dienste gar nicht erst empfangen, da viele der geläufigen Apps auf Google Firebase setzen. Ja es gibt Umwege, um die Google-Dienste auch auf dem P40 und P40 Pro zu installieren, doch auch danach machen viele der Dienste weiterhin Probleme, weshalb das Ganze eigentlich überhaupt keine Lösung für den normalen Nutzer darstellen sollte. Ohne Google-Dienste wird es aber nunmal für die meisten Menschen schon echt schwer, den üblichen Android-Alltag zu bewerkstelligen.

Das bringt mich dann auch schon zu meinem Fazit. Abseits der Software-Problematik ist das P40 Pro mein derzeit persönliches Highlight in Sachen Android-Smartphones, auch wenn da sicherlich noch ein paar richtig feine Geräte in den kommenden Monaten erscheinen werden. Diese müssen sich dann aber weniger an der Performance, sondern vielmehr an der Haptik und der sehr guten Kamera des P40 Pro messen lassen. Selten schafft es ein Smartphone, dass ich ein richtig schlechtes Gewissen dabei habe, es in eine Hülle zu verpacken. Doch sicher ist sicher.

Nur leider wird es dem P40 Pro und dementsprechend auch dem P40 genauso ergehen, wie dem Mate Xs, wobei dieses dann vor allem auch preislich schon fernab der üblichen Preisliga spielt: Ohne (funktionierende) Google-Dienste sind die Geräte für die meisten Anwender einfach unbrauchbar, sofern sie nicht auf Funktionen wie App-Benachrichtigungen verzichten können. Und darum glaube ich, wird das Huawei P40 Pro trotz Premium-Kamera und moderner Hardware sicher kein Verkaufsschlager.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. „Und darum glaube ich, wird das Huawei P40 Pro trotz Premium-Kamera und moderner Hardware sicher kein Verkaufsschlager.“

    Das sehe ich genauso. Die Leute sind eben an gewisse Apps (auch von Google) gewönnt. Und wenn es gewisse Apps für das Huawai Handy nicht gibt oder sie nicht richtig funktionieren (aufgrund von fehlenden Google Services), werden die Handys wie Blei in den Regalen liegen. Zu dem oben genannten Preis sowieso…

    • Ich würde es sogar als nahezu unverkäuflich bezeichnen. Selbst für 1/3 des aktuellen Preises tut sich das abgesehen von ein paar IT Nerds mit starkem Basteldrang doch keiner an.

      • Ich finde es bedenklich, dass wir mittlerweile so denken. Unsere Abhängigkeit von Cloud und Services ist erschreckend hoch. Hoffentlich schaltet da nicht mal jemand mutwillig was ab. Wir sind mittlerweile sehr gut erpressbar.

        • Martin, ich glaube nicht, dass die Beitragsschreiber sich dieses Denken persönlich gewünscht haben. Es resultiert aus der Monokultur von einerseits nur wenigen Herstellern und andererseits der zunehmenden Abhängigkeit von Onlineservices. Steve Jobs hat zu Lebzeiten schon vorausgesehen, dass die Hardware nicht mehr das Umsatz generierende Produkt sein wird, sondern Apple nach und nach von Hardware auf Dienstleistungen umgebaut. In Zeiten, in denen Anbieter wie Amazon Bücher aus der Ferne von den Endgeräten löschen können, wenn die Lizenzrechte aus deren Sicht ungeklärt sind, sind schlechte Zeiten für Nutzer! Ich würde Huawei wünschen, dass sie mit ihrer früheren Marktmacht auftrumpfen und ein alternatives System zu Google und Apple in die Welt bringen. Dennoch bleibe ich dabei, dass es nahezu sinnlos ist, über Hardware zu berichten, die für den allerkleinsten Teil der Enthusiasten einen Nutzen bringt. Wir sind einfach noch viel zu weit von einem eigenen alternativen Ökosystem entfernt! Vielleicht sollte sich Huawei in dieser Situation mit preiswerten bzw preisgünstigen Geräten, sowie Xiaomi in den Anfangszeiten über Wasser halten und damit versuchen den Markt zu durchdringen und ihr neues Ökosystem zu etablieren . Dafür müsste aber zuerst einmal ein Äquivalent zu Google geschaffen sein, das ist aber sicherlich noch weit entfernt.

      • Kann man wohl so sagen. Ich würde sogar soweit gehen und sagen die Produktion dieses Geräts ist eine Verschwendung von Ressourcen.
        Die paar Leute die das Gerät kaufen und ihr Zeug händisch Aktualisieren reißen da auch nix.

      • Es ist richtig, was du sagst! Auch wenn der Einstandspreis des Herstellers mehr als 200 € für Hardware und Herstellung betragen dürfte, kann dieses Gerät einfach nicht mehr kosten, wenn es verkauft werden soll. ich kann die Not von Huawei gut nachvollziehen, aber ich finde es bedenklich und überheblich, dass sie weiterhin Geräte in dieser Preislage anbieten, während zugleich die Google services nicht auf legalem Weg dazu gefügt werden können.

      • Mag vielleicht auf Deutschland zutreffen. In anderen Ländern/Regionen (u.a. Asien) sieht man das komplett anders. Daher würde ich zwar von einem leichten Rückgang, aber keineswegs von einem dramatischen Einbruch oder sogar „unverkäuflich“ sprechen.

        • Andreas, wie die Lage in anderen Regionen ist, habe ich nicht recherchieren. Ich bin ein deutscher Nutzer, der zu deutschen Bedingungen und im deutschen, bzw.westlichen Google Ökosystem befindlich ist. darüber zu spekulieren wie gut es mir ginge, wenn ich ganz woanders wäre bringt mich nicht weiter. Ich bleibe dabei, das Huawei mit dieser Strategie nichts erreichen kann. Die Telekom hat schon zu Beginn der Google Sperre als Ratschlag an ihre Mitarbeiter herausgegeben, dass sie Huawei Geräte für den Dienstgebrauch erwerben können, aber im Sinne der Investitionssicherheit davon abgeraten wird. Das ist doch sicherlich deutlich und gut nachvollziehbar…
          ich sehe daher weiterhin keine wirkliche Relevanz von Google Produkten und würde mir eine gute und kritische Auseinandersetzung mit aufstrebenden Konkurrenten wie Xiaomi wünschen. Dort ist weiß Gott nicht alles Gold, aber sie sind wenigstens nutzbar.

  2. Hab das Gerät jetzt erst mal wieder für unbestimmte Zeit zur Seite gelegt! Der fehlende Playstore und die dazu gehörenden Google Dienste waren der Grund dafür. Ansonsten ist das P40 Pro ein wunderschönes Smartphone mit einer genialen Hardware! Sicherlich kann man sich wie im Video beschrieben behelfen, aber für Leute wie mich, der schon Unmengen an Kohle für die Werbefreien Apps ausgegeben haben, sind die Apps aus anderen Stores für mich keine Lösung von Dauer! Ich werde die Baustelle erst wieder betreten, wenn’s eine einfache Lösung gibt, dieses Problem dauerhaft zu lösen. Selbst ein Firmware Update dürfte dann dieser Lösung nichts anhaben können!

    • Ja das kommt noch erschwerend hinzu. Ich habe auch schon viel Geld im Play Store für Apps gelassen, die kaufe ich ganz bestimmt nicht alle nochmal in einem anderen Store.

  3. Das ist nicht das Flagschiff! Ich warte immer noch auf das Pro Plus, weil ich in diesen Preisregionen nicht zu Kompromissen bereit bin.

  4. Wolfgang D. says:

    „Gerät vom Tisch aufheben und flugs einhändig per Daumen entsperren“

    Das machen wohl richtig viele Nutzer, deshalb gibt es auch dermaßen viele Huawei mit Sturzschäden.

    Bei mir klappt nicht mal beim OP7 das Drücken vom Kameraauslöser Bildschirmknopf einhändig (ohne fallendes Phone, klar), geschweige denn dass ich mit dem Daumen an den FS komme… Smombies, die Mutation der Menschheit zu einarmigen Wesen mit extralangen Fingern und Daumen – Darwin rulez!

    Ach ja, das P40 hole ich mir zu diesem Preis und ohne entsperrbaren Bootloader ganz sicher nicht ins Haus. Hoffentlich kommt kommende Woche endlich mein P20 Pro zurück, damit ich es endlich gegen „was ordentliches“ eintauschen kann. Samsung hat gerade nette Trade-In Angebote…

  5. Kann man mit der Kamera auch Bilder im RAW Format aufnehmen?

    • Ganz ehrlich: fehlende Google Dienste sind schon ein no Go für mich, die Testfotos zu sehen sagt mir im Vergleich zu meinem Mate 20 Pro das ich eine spitzen Kamera habe!

    • Man kann mit nahezu allen aktuellen Smartphones RAW Fotos aufnehmen, daher würde ich das mal als Grundfunktion bei so einem Gerät voraussetzen.

  6. Wenn die Problematik mit den Firebase Benachrichtigungen nicht wäre, wäre das alles kein Problem für mich. APK Pure läuft perfekt und selbst die Play Dienste inkl Play Store waren in 15 min installiert. Aber ohne Benachrichtigungen Twitter, WarnWetter, Nina, DHL usw. ist es echt Mist. Offensichtlich geht es für Entwickler aber auch ohne Firebase. Benachrichtigungen von Facebook, WhatsApp, Instagram, Signal und selbst vom Google PlayStore funktionieren.

  7. Ich verstehe nicht, warum auch noch ein Jahr nach Beginn der Google Sperre über Huawei berichtet wird. Für nutze in Europa und in den USA spielen diese Geräte trotz guter Hardware momentan einfach keine Rolle. Bei den stark vernetzten Geräten, bei denen man zwar die Hardware kauft aber eigentlich nur ein nutzungsrecht an der Hardware erwirbt welche jederzeit durch den Herausgeber der Hardware einkassiert werden könnte, ist Das existieren einer betriebssoftware nun mal mehr als die halbe Miete. Schon sowieso wenn kein bootloader zur Verfügung steht. Huawei ist für die allermeisten Interessenten zur Zeit keine Option, daher bitte ich darum, dass die Berichterstattung erst fortgesetzt wird, wenn Google-Services wieder genutzt werden können. Bis dahin gibt es ja genügend interessante Alternativen….

    • Interessante Geräte, tolle Hardware, Entwicklung einer Alternative zu Google – alles Themen, die in einen Techblog gehören. Deswegen sehe ich das anders und lese die Artikel ausgesprochen gern. Bitte weite berichten! 🙂

  8. Also, ich habe privat ein iPhone und muss zu Testzwecken mit dem Huawei arbeiten. Ich hatte also vorher schon keine Google Dienste. Deswegen fällt mir das nicht negativ auf.
    Lediglich beim Autofahren greife ich nun wieder auf mein Ford-Navi zurück.
    Natürlich fehlt die ein oder andere App noch, aber da ich auch mein iPhone nur zum Surfen, für Termine, Chatten und Telefonieren nutze empfinde ich keinen Mangel.
    Statt des Huawei Browsers nutze ich den Firefox Klar. Ansonsten wächst das Angebaot an Apps doch recht flott.
    Ich hatte auch schon mal ein Windows Phone. Da gab es weniger Apps als bei Huawei

  9. ich bin sowohl mit Windows Phone als auch mit Samsung Bada wortwörtlich baden gegangen. Bei beiden Systemen habe ich in das Prinzip Hoffnung investiert und musste erleben, dass ich später nutzlose Hardware hatte weil die Software nicht aktualisiert Bruder überhaupt weitergeführt wurde. Ich kann das Windows-Nokia noch nicht mal an meine Kinder weitergeben, weil die WhatsApp Unterstützung zum Jahreswechsel gestrichen wurde. Von solchen Experimenten bin ich geheilt und betrachte zuerst mal mit skeptischem Abstand, was bei Huawei passiert.

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