Homey Pro (2023) vorgestellt: Mit Thread und Matter für die Zukunft gewappnet

Bei Homey handelt es sich um eine Smart-Home-Zentrale. Die Bridge zeichnet sich dadurch aus, dass man diverse Funkstandards vereint: ZigBee, Z-Wave, aber auch Infrarot sowie 433 MHz. Mit dem neuen Homey Pro hat der Hersteller die Bridge für die Zukunft gewappnet: Der Nachfolger unterstützt nun Thread als weiteres Funkprotokoll und spricht mit Matter.

Als Herzstück setzt der neue Homey Pro auf das Raspberry Pi Compute Module. Durch den neuen ARMv8 mit Quad-Core-Architektur ist der Homey Pro (2023) bis zu 3,5-fach schneller als der Vorgänger aus 2019. Aufgestockt wurde auch der Arbeitsspeicher: Verbaut sind hier nun 2 GB Arbeitsspeicher (LPDDR4) sowie ein vergrößerter Speicherplatz von 8 GB (eMMC). Der neue Chipsatz erlaubt zudem auch den Einsatz eines moderneren Wi-Fi-Standards. Unterstützt wird WLAN ac im 5-Ghz-Netz sowie Bluetooth Low Energy 5.0. ZigBee hat man auf das standardisierte ZigBee 3.0 aufpoliert und auch Z-Wave Plus wird auf die 700er-Serie angehoben. Neue Antennen sowie Chipsätze erlauben größere Reichweiten.

Der Homey Pro ist vorbereitet für Matter. Da soll die Unterstützung aber erst im 2. Quartal 2023 erfolgen. Die Unterstützung für das passende Funkprotokoll Thread lässt noch bis zum 3. Quartal 2023 auf sich warten. Eventuell sind Funktionen im experimentellen Stadium schon früher verfügbar.

Sonstiges? Man bietet mit Homey Bridge einen Satelliten-Modus an. Der Satelliten-Modus wird ebenfalls „nachgereicht“, bzw. erscheint erst im 1. Quartal 2023, wenn Homey Pro (2023) großflächiger verfügbar sein wird. Hierzu wird ein Homey Pro zusammen mit mehreren Homey Bridges gekoppelt, um die Reichweite von Zigbee, Z-Wave sowie 433 Mhz und Infrarot zu erweitern. Bei Zigbee und Z-Wave handelt es sich um Mesh-Netzwerke, da springt die Homey Bridge als weiterer Repeater in die Bresche. Die Homey Bridge ist mit 69 Euro zudem deutlich kostengünstiger.

Nicht mehr vorhanden ist ein integrierter Lautsprecher. Da will man künftig auf dedizierte Lautsprecher, wie ein Sonos-System für Text-to-Speech und Soundeffekte zurückgreifen. Zudem neu: Als Stromanschluss dient ein moderner USB-C-Anschluss.

Der neue Homey Pro bringt die Möglichkeit für komplexe Automationen durch das Advanced-Flow-Feature kostenlos mit. Beim Modell aus 2019 hat man dies nachgeliefert. Ist allerdings nur kostenpflichtig verfügbar, zeigt aber hervorragenden Langzeitsupport und Bestrebungen des Herstellers. Darüber hinaus unterstützt man mit HomeyScripts auch eine Web-API für komplexere Anwendungszwecke und für Entwickler und Power-User bietet man da auch allerlei (neue) Möglichkeiten. Neu mit dabei: Ein Zugriff via SSH.

Neben Cloud-Schnittstellen ist man auch zur lokalen Verarbeitung gewillt. So funktioniert auch bei einem Internetausfall alles. Im LAN kann der Homey Pro direkt mit Geräten wie dem Google Chromecast kommunizieren. Man unterstützt zudem eine Port-Weiterleitung und lokale API-Schlüssel – ganz ohne Cloud. Backups lassen sich ebenfalls lokal speichern, der Homey Pro kann zum Vornehmen von Backups und weiteren Einstellungen auch in eine Art Wartungsmodus versetzt und direkt mit PC oder Mac über USB-C verbunden werden. Alternativ gibt es für 10 Euro im Jahr Cloud-Backups.

Vorbestellbar ist der Homey Pro ab sofort. Man verfolgt hier das Motto „first come first serve“, nur Entwickler werden hier priorisiert. Die Auslieferung soll in begrenztem Umfang noch in diesem Jahr „vor Weihnachten“ erfolgen. Preislich bleibt alles wie beim Vorgänger: 399 Euro. Das ist schon eine Stange Geld, allerdings verspricht der Hersteller damit auch die eierlegende Wollmilchsau. Weitere Abo-Kosten fallen lediglich für Cloud-Services wie die Backup-Funktion an. Für 29 Euro gibt es optional einen USB-C-Ethernet-Adapter, da lässt sich sicherlich auch auf Drittanbieter-Zubehör zurückgreifen.

Übrigens: Den Homey aus 2016 bzw. 2019 und Homey Pro aus 2019 will man auch weiterhin mit Updates versorgen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Lehrer. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Sorry ich kann nur jedem raten „Never buy a Homey!“
    Ich hatte das 2019er Modell und andauernd Probleme. Und der Abschuss ist der Support, es hat mehrere Monate gedauert bis das Gerät getauscht wurde (vor Corona) und auf das Geld von der zugesicherten Kostenübernahme des Versandes (Ausland) warte ich bis heute. Außerdem unterstützt das Gerät zwar viele Standards, aber keine läuft zu 100%, war zumindest damals so.
    Also kann nur jedem abraten.

    Sorry das musste jetzt raus 😉

  2. Bei uns läuft der Homey bestens. Haben damals den Homee durch den Homey ersetzt. Seit dem konnte ich die Samrt Home Geräte einsetzen die ich wollte. Klappt bestens. Gesteuert wird bei uns über Alexa(Sprache) und Apple Home(iPad an der Wand). Zum Einsatz kommt von Roborock über Netatmo bis Nuki so ziemlich alles was es gängiges gibt.

    • Freut mich das es bei dir läuft, wie gesagt ich hatte durchweg nur Probleme.
      Bin dann auf HA umgestiegen, Unterschied wie Tag und Nacht 😉

      Ich fand damals den Grundgedanken super, wirklich nur eine Basis zu haben (Homey).
      Aber es sollte nicht sein

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