Google Subscribe: Leichter Premium-Inhalte auf Websites abonnieren

Google hat einen neuen Service namens Subscribe vorgestellt. Im Grunde handelt es sich dabei um eine zentralisierte Möglichkeit, die es euch erleichtern soll, mit einem einzigen Konto Premium-Inhalte von mehreren Websites zu abonnieren. So kommt euer Google-Konto zum Einsatz, um die Abonnements abzuschließen und zu verwalten. Entsprechend wird auch die Zahlung über euer Google-Konto abgewickelt. Anschließend dient euer Account dann auch als Zugang für die hinter einer Paywall verborgenen Inhalte.

Zum Start kooperiert Google für Subscribe international mit folgenden Partnern: Les Échos, Fairfax Media, Le Figaro, The Financial Times, Gannett, Gatehouse Media, Grupo Globo, The Mainichi, McClatchy, La Nación, The New York Times, NRC Group, Le Parisien, Reforma, la Republica, The Telegraph und The Washington Post. Mehr Verlage sollen aber bald hinzustoßen. Für euch ist der Vorteil klar: Ihr müsst nicht mehr viele einzelne Konten verwalten, sondern könnt eure abonnierten Inhalte auf allen Websites ansehen, solange ihr über das zentrale Google-Account angemeldet bleibt.

Google selbst verspricht sich davon natürlich auch etwas und bandelt mit seinen Partnern für Subscribe auf interessante Weise an: Abonniert ihr eine Website via Google Subscribe, soll jene für euch in den Suchergebnissen künftig besonders hervorgehoben werden. Das dürfte die Verlage unter Druck setzen Googles Initiative beizutreten. Ob die Wettbewerbshüter der EU hier eventuell schon argwöhnisch herüberblicken?

Google ruft nun natürlich international Verlage auf sich an Google Subscribe zu beteiligen. Ob die Begeisterung allerorts groß ist? Das ist sicherlich schwer zu sagen.Vielleicht wird es so möglich sein, die Abonnentenzahlen zu erhöhen. Allerdings gibt man auch einen Teil seiner Kontrolle an Google ab und das ist speziell in Deutschland bei Verlagen bekanntermaßen weniger beliebt – siehe die Debatte um das Leistungsschutzrecht.

Laut Google sehe man in Subscribe with Google die Zukunft für journalistische Premium-Inhalte im Web, die sich über Werbung hinaus finanzieren sollen. Was haltet ihr von der Initiative?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Philipp Schneider says:

    Grundsätzlich gute Idee, mir gefällt aber nicht, dass ich dann trotzdem noch ein Abo bei jedem Dienst machen muss. Gut wäre ein News Abo ähnlich bei der streaming Dienste. Wenn ich dann Inhalte konsumiere, bekommen sie ihren Teil von Kuchen ab. Ich zahle also 10€ pro Monat und kann damit journalistische Inhalte vieler Portale konsumieren statt bei jedem einzelnen Portal eine eigene Monatsgebühr zu zahlen.

  2. Gute Sache. Optimal wäre, wenn man damit nicht nur Abos bezahlen könnte, sondern auch mal einzelne Artikel für kleine Beträge.

  3. Die abonniere ich lieber bei dem Verlag direkt; so oft mache ich das nicht, dass das komfortabel über Google laufen muss. Wie viel des Abobetrags bleibt denn bei Google?

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