Facebook gibt Ergebnis der Abstimmung über Regeländerungen bekannt

Vor etwa einer Woche hat Facebook eine Umfrage gestartet, bei dem Facebook seine Nutzer über eine Umfrage zu den Neuregelungen verschiedener Rechte und Pflichten befragt hat. Unter anderem wollte man auch die seit 2009 eingeführte Praxis der Benutzerbefragung zu Änderungen bei der Privatsphäre wieder abschaffen.

Facebook

Inzwischen hat Facebook auch die offiziellen Endergebnisse bekannt gegeben. 668.872 Personen haben lediglich an der Abstimmung teilgenommen, dabei waren 589.141 für die Beibehaltung der bisherigen Regelungen.

Wie man erwarten konnte, hat man die 30% notwendig gewesene Beteiligung meilenweit verfehlt, bei der mal eben um die 300 Millionen Nutzer notwendig gewesen wären. Die Konsequenz ist, dass das Ergebnis nun lediglich beratenden Charakter hat und Facebook problemlos die geplanten Änderungen umsetzen kann.

Die Facebook-Mitglieder haben sich demzufolge ein wenig selbst entmachtet, wobei man diskutieren kann, ob die von Facebook gesetzte Grenze von 30% jemals realistisch war in einer Woche aufzutreiben. Dennoch sollen Nutzer weiterhin über Änderungen zu Datenschutz und Privatsphäre informiert werden.

Neben der Kritik an der Informationspolitik (die ich Facebook in diesem Fall nicht unbedingt vorwerfen würde) scheint es aber auch, dass es die Benutzer solche Umfragen entweder nicht interessiert, sie Facebook allgemein vertrauen oder diese gleich resigniert waren, wenn man an die vorherigen Abstimmungen denkt, und es eh als aussichtslos ansahen.

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17 Kommentare

  1. 1’000’000’000 potentielle wähler aber nur 700’000 haben gewählt. nicht ganz so krass aber durchaus vergleichbar, fällt auch in deutschland die wahlbeteiligung an politischen ereignissen aus. der glaube an die eigene stimme und daran etwas bewirken zu können, scheint also nicht nur in deutschland äußerst gering zu sein sondern auch quer auf der ganzen welt verteilt.

  2. man muss auch sagen die Abstimmung wurde nicht gerade Anwenderfreundlich gestaltet. Und ich denke FB ist froh über die geringe Beteiligung.

  3. Ich habe resigniert… Warum setzen die die Abstimmung nicht viel attraktiver in die FB Pinnwand oder als Benachrichtigung? Dann ist viel schneller geklickt. ICh gehe aber mal davon aus, das FB keinen Bedarf daran hat, weil somit vielleicht doch die 300 Mio in der WOche zusammengekommen wären.

  4. DerHansemann says:

    wann lag denn die wahlbeteiligung bei innerdeutschen wahlen das letzte mal bei 70% o_0

  5. DerHansemann says:

    achja, zum thema: den meisten fb-usern geht doch eh fast alles am wertesten vorbei…bzw es wird sich nicht für sowas interessiert…lieber zum 70ten mal den „ich wiederspreche der fb-agb blabla sch***“ auf die imaginäre wand geworfen…

  6. Also Ich habe auch nicht mit abgestimmt, da Ich ersten die Mindestbeteiligung als sehr unrealistisch eingeschätzt habe und zweitens denke, dass FB solche Abstimmungen einen feuchten Dreck interessieren und die eh machen was Sie wollen. Daher hilft einfach nur aufpassen was man FB anvertraut und sich bewusst sein, dass alles was man preis gibt auch missbraucht wird (Ja wird(!) und nicht werden kann!).

  7. @sam … 1,000,000,000 potentielle Wähler? Entweder das war jetzt nicht ernst gemeint oder du bist einfach nur dumm.

  8. Die Nutzer haben sich das selbst zu zu schreiben, genau genommen jene Nutzer, die einfach Copy&Paste machen weil irgendwer ihnen sagt, das sei besser so. Facebook hat die Demokratie eingeführt und die Nutzer haben versuch die demokratische Macht Facebooks mit ein paar wenigen Führern zu stürzen. Kaum schreit einer auf „kopiert das hier rein, sonst sterben wir!!!“ folgen tausende Idioten ohne jemals auch nur ein Wort der Bestimmungen gelesen zu haben. Eben jene Nutzer haben keinerlei Interesse an einer demokratischen Wahl bei der es darum geht die Inhalte zu kennen über die man abstimmt. Es geht, wie z.B. im US-Wahlkampf und langsam auch bei uns, nur um Populismus, die Nutzer folgen einer Führungsperson ohne zu hinterfragen was diese Person sagt.

    JEDER der jetzt laut aufschreit hat diese Entwicklung SLEBST zu verantworten.

  9. DerHansemann says:

    @tobias kahl: genau deswegen gehe ich nie wählen, im endeffekt gewinnen ja eh nur die großen parteien o_0

    @florian: meine rede…wer selbst seine unterhosengröße bei fb reinschreibt muss sich nicht wundern wenn diese auch gegen ihn verwendet wird 😀

    und naja vlt sollte man auch bedenken, dass es ja einige untersuchungen gibt die besagen, dass durchschnittlich jeder xte account entweder fake oder nicht mehr aktiv ist und diese mit hoher wahrscheinlichkeit ja auch nicht abstimmen werden/können…und klar gibt fb eine (unwahrscheinlich) hohe beteilung vor, die wollen ja schließlich KEINE mitbestimmung, sondern ihr monopol/diktatur beibehalten…

  10. Wenn sie keine Mitbestimmung GEWOLLT hätten, hätten sie diese auch nie eingeführt… aber wenn sich niemand beteiligt, ist der Spaß auch witzlos.
    Die meisten interessieren sich auch gar nicht für so ein Prozedere auf einer Webseite, daher macht es schon Sinn, sich gar nicht mehr damit rumzuschlagen. Wie niedrig soll man die benötigte Beteiligung denn bitte ansetzen?
    Würde man die Mindestbeteiligung gänzlich weglassen, würde doch auch nix gescheites dabei rumkommen, wenn man sich das jetzige Ergebnis mal anschaut und sich dann nochmal die ganze Herde Schafe anschaut, die einfach nur blind irgendwas copy & pasted haben.

  11. Ich frage mich wieso Facebook überhaupt diese Wahlen durchführt, wie wollen und werden sich eh nicht daran halten. Und eine Mindestbeteiligung festzuschreiben wenn nicht klar ist wie hoch der Anteil an ungenutzten und Fake-Accounts ist, macht auch keinen Sinn.
    Meiner Meinung nach muss FB auch nicht zwingend demokratisch sein. Die AGB-Änderungen gehören offen kommuniziert und dann soll jeder User selbst entscheiden ob er auf FB bleibt oder das Netzwerk verlässt. Wer mit dem Adblocker auf FB ist, nichts zahlt und dann auch noch Privatsphäre verlangt ist schlicht naiv und selber schuld. Es gibt wahrlich genug Alternativen.
    @Hansemann: Richtig, darum sollte FB ehrlich sein und die Wahlen gleich ganz abschaffen. Es interessiert sowieso niemand und dient höchstens der Imagepflege. Wer Demokratie und Anonymität will darf gerne auf Diaspora und Co. wechseln.

  12. Ich erinnere mich noch an die Zeiten von SchülerVZ / StudiVZ… Die haben auch einige male die AGBs geändert. Aber sie haben das immer transparent gemacht und man hat nach der Anmeldung unmittelbar eine Nachricht bekommen. Warum kann Facebook nicht auch so auf solche Abstimmungen aufmerksam machen? Dann würden auch vor mehr Leute mitmachen.

  13. @philip… du solltest nicht in den spiegel schauen bevor du andere versucht zu beleidigen…

    300 million wähler sind die angesprochene 30% mindestbeteiligung… ergo sind 1 milliarde wähler = 1’000’000’000 potentielle wähler…

  14. horst wonnert says:

    also ich wusste nix von der abstimmung und fb hat die sicherlich auch alles andere als prominent auf ihren seiten eingestellt…

  15. Ich habe ebenfalls resigniert. Die letzte Wahlbeteiligung habe ich noch im Kopf, daher sehe ich es als sinnlos an. Der einzige Weg der bei Facebook funktioniert ist der des Verbraucherschutz, der gegen Facebook klagt. Das ist zumindest eine Sprache die das Unternehmen versteht. Wer aber noch denkt, bei Facebook ginge es demokratisch zu, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

  16. Das ist bei jeder Abstimmung das gleiche. Selbst wenn man die Facebook Site Governance aboniert hat, bekommt man nur selten was davon mit…

  17. Traurig, dass sogar hier Leute schreiben „Ich hab nicht abgestimmt“. Wenn jeder, der das dämliche „Hiermit widerrufe bla bla Urheberrecht meiner Daten gehört mir bla bla“ geteilt hat, auch abgestimmt hätte, dann wären es nah an den 30% gewesen.

    Meine Vermutung: Facebook hat alle Beiträge mit Links zur Abstimmung sehr niedrig in den Streams anderer gewichtet und gleichzeitig den dämlichen Text bzw. das dämliche Bild sehr prominent gezeigt, quasi als Ablenkung.

    In meinem Freundeskreis hab ich immerhin knapp 5% zur Abstimmung gekriegt. Das dämliche Bild kam von circa 20% meiner „Freunde“ 🙁

    @Christoph Osterbromm: Die VZ-Gruppe musste sich ja auch an deutsche Datenschutzgesetze halten und waren gezwungen, die Nutzer über AGB-Änderungen aufzuklären.

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