Disney vs. Scarlett Johansson: 100 Mio. US-Dollar gefordert, auch Russo-Brüder verunsichert

Ich hatte schon darüber gebloggt, dass es aktuell Streit zwischen der Schauspielerin Scarlett Johansson und Disney gibt. Knackpunkt ist der Film „Black Widow“. Weil Disney den Film parallel zum Kinostart zu Disney+ hievte, sieht Johansson ihren Vertrag verletzt. Ihr sei Geld entgangen, da die Premiere beim Streaming-Anbieter die Kinoeinspielergebnisse beeinträchtigt habe. Dadurch sei ihre Einnahmebeteiligung schlechter ausgefallen, als es regulär der Fall gewesen wäre. Nun gibt es mehr Details: Johanssons Anwälte sollen von Disney insgesamt 100 Mio. US-Dollar als Gage gefordert haben.

Auch die Russo-Brüder, welche für Marvel unter anderem „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“ gedreht haben, sollen den Rechtsstreit aufmerksam verfolgen und verunsichert sein. Eigentlich sollten sie für Marvel einen weiteren Film stemmen. Die Verhandlungen stagnieren nun jedoch. So wollen auch Joe und Anthony Russo nun mehr Sicherheit darüber haben, wie ihr potenzieller Film vertrieben werden würde und wie es dann mit der Bezahlung im Detail stünde, sollte Disney den Film ebenfalls verfrüht zu Disney+ schieben.

Ähnliche Deals handelte etwa auch Warner mit Schauspielern, Regisseuren und Co. aus, nachdem man 2021 parallel zum Kinostart ja alle Filme direkt zu HBO Max schiebt. Dadurch konnte man offenbar ähnliche Streitigkeiten vermeiden. Kritiker schieben den Zoff auch auf den aktuellen Disney-CEO Bob Chapek, der wenig Erfahrung im Umgang mit Kreativen habe und die Lage nicht ernst genug genommen habe.

Wie Johansson nun zur genannten Summe von 100 Mio. US-Dollar kommt? Da zog man als hypothetisches Einspielergebnis für „Black Widow“ 1,2 Mrd. US-Dollar heran und berechnete so, was der Schauspielerin zu ihrer festen Gage von 20 Mio. US-Dollar zugestanden hätte. Dass so ein Ergebnis freilich in der Corona-Krise so oder so unrealistisch erscheint, ist natürlich keine Frage. Und das ist dann auch das Argument von Disneys Anwälten: Die Situation des Kinos werde von Johansson und ihren Anwälten ausgeblendet.

Disney reagierte allerdings auch nie mit einem Gegenangebot auf die 100 Mio. US-Dollar als Forderung von Johansson. So heißt es, dass man die Situation letzten Endes nicht beachtete, was dann zur Eskalation führte. Marvel Entertainment soll von der ganzen Angelegenheit deswegen nicht sehr angetan sein. Der Chef jener Sparte, Kevin Feige, enthielt sich da allerdings bisher diplomatisch eines Kommentars. Jetzt heißt es abwarten, was da das Ergebnis sein wird. Ich vermute, es wird irgendwann noch eine Einigung geben.

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46 Kommentare

  1. Sie hat auf jedenfall zwei gute Argumente.

  2. naja nochmal die Taschen vollmachen. Ihre „Rolle“ bei Marvel ist ja eh beendet

  3. Da will Frau Johansson noch einmal richtig Kasse machen, bevor die Karriere „durch“ ist.
    Die 100 Mio sind schlicht gierig, und das werden sich andere Studios ganz genau überlegen, ob man diese
    Schauspielerin nochmal besetzt.
    In Hollywood ist man sehr schnell „unten durch“ und wird ersetzt.
    Und ja….das geht auch mit einer Scarlett Johanson….soooo ein Weltstar ist sie jetzt auch nicht.

    • Von 100 Millionen geht dann einiges an Anwälte und Steuern ab. Und wer sagt, dass sie unbedingt auf das Geld scharf ist? Wenn sie laut ihrem Vertrag im Recht ist, dann steht ihr auch mehr Geld zu. Und das soll jetzt vor Gericht geklärt werden. Dann hätte sie immer noch die Möglichkeit das Geld für einen guten Zweck zu spenden.

      • Genau so ist es, ein Vertrag ist nun mal ein Vertrag. Und diesen hat Disney hier in ihrer Arroganz ohne jegliche Rücksprache mit den Beteiligten gebrochen.

    • „Johanssons Anwälte sollen von Disney insgesamt 100 Mio. US-Dollar als Gage gefordert haben.“ … die 100 Mio wurden von den Anwälten veranschlagt. Nicht von Johansson selbst.

    • Da gibt es wenig zu verlieren und viel zu gewinnen. In der Sphäre ist doch niemand auf den nächsten Job angewiesen.
      Die Außenwirkung ist klar, aber ganz im Ernst. Hättest du einen Vertrag und die Bedingungen für deinen Bonus werden plötzlich massiv beeinflusst, gäbe es auch eine Reaktion.

    • Immer diese lächerliche Gutmenschen Doppelmoral.
      Johansson steht dieses Geld zu. Egal wie hoch diese Summe ist, Disney hat sie abgenickt und sie mit der Disney+ Aktion faktisch um das Geld beschissen.

      Aber du hättest dich ihrer Stelle natürlich nicht darüber aufgeregt und das ganze einfach so akzeptiert. Schön zu sehen, dass es im Netz so viele selbstlose Menschen gibt die freiwillig für andere verzichten…

      • Die freiwillig zu Gunsten eines Milliarden Konzerns, der mit der eigenen Arbeit sehr viel Geld verdient hat, auf die eigene zugesicherte Vergütung verzichten.

        So muss es richtig heißen, und es gibt wohl kaum etwas das noch dümmer wäre.

    • Was man auch nicht unbeachtet lassen sollte, ist das Johansson ausführende Produzentin des Films ist und das dieser Film nur aufgrund des „Wunsches“ von ihr überhaupt gedreht wurde – denn ihre Rolle war generell ja nur eine Nebenfigur um „irgendwie“ eine Frau in das MCU der Anfangszeit zu bekommen, die „nicht nur herumsteht“ (war mal ein böser Kommentar zu Pepper Potts Rolle – von wem sag ich nicht, kam in einer US-Talkshow)

      PS: die super gute Schauspielerin ist sie nicht (vor allem in genau diesen Film) – wie auch viele ihrer Kolleginnen, die manche Preise eher weniger wegen ihres überragenden Schauspiels bekamen!

    • Quatsch, wenn sich jemand durch das Attribut Gier auszeichnet, dann steht da das Disney der letzten Jahrzente ganz vorne in der 1. Reihe.

  4. palisadesberlin says:

    Liebe Scarlett Johansson, man kann sich nur einmal satt essen.

  5. Die Zahlen sind unfassbar. Wenn man überlegt was eine Putzfrau verdient, die müsste tausend Jahre alt werden um soviel zu verdinen.

    • Auch wenn es vielleicht nicht bewusst so gewählt wurde, finde ich den Putzfrauenvergleich bei einer Schauspielerin unpassend. Klingt fast so als wäre es bei männlichen Schauspielern okay. Oder bei Fußballspielern, Basketballspielern?

    • Die Putzfrau erwirtschaftet halt auch erheblich weniger Wert, und die Arbeit kann noch dazu relativ einfach von jemand anderem erbracht werden.

      Aus dem Grund verdient eine erfolgreiche Schauspielerin, Fußballer usw. halt entsprechende Summen.

  6. Die gute Frau hat sich 20 Mio. fix und weitere 100 Mio. umsatzbeteiligt ausgerechnet, das sind 83% auf Risiko.
    Die Summe ist groß genug, da mal genauer drüber nachzudenken.

    Wie lang ist für gewöhnlich die Kinophase an der sie beteiligt war? 6 Monate? 9?

    Wenn Disney diese 6 Monate komplett gestrichen und den Film direkt ins Streaming gebracht hat, hat Disney hier unfair gehandelt. Dann hat Disney den eigenen Verlust minimiert und die eigene Kompensation erst mal überwiegend aus den Künstleranteilen genommen bevor der erst Disney-Cent dran glauben musste. In diesem Fall hat Disney eigenmächtig die Grundlage der Umsatzbeteiligung entzogen. Das hätte Disney nicht tun sollen sondern einen Kompromiss finden.

    Wenn die 6 Monate mit der täglichen Hoffnung auf Kinobesucher verstrichen sind und Disney erst nach Ablauf der regulären Kinophase ins Streaming gegangen ist sieht die Sache völlig anders aus. Dann hat Disney innerhalb der Kinophase einen den ausgemachten Anteilen nach gleichwertigen Verlust erlitten wie die Künstler. Dass Disney anschließend eine weitere Geldquelle mit geringerem Verlust hatte war gut für Disney, dass die Künstler diese weitere Geldquelle nicht hatten war schlecht für die Künstler.

    Im ersten Fall hat Disney aktiv zum Verlust der Künstler beigetragen, die Rahmenbedingungen zu Ungunsten der Künstler verschoben und den eigenen Verlust in Teilen durch den Verlust der Künstler kompensiert. Das sollten ehrbare Kaufläute nicht tun und ein Streit ist völlig angemessen.

    Im zweiten Fall könnte Disney auch als zweites Standbein Masken aus den ungenutzten Filmrollen spinnen, das würde man sicherlich auch nicht als unfaires Handeln auslegen.

    Und natürlich gibt es einen Mittelweg. Wenn Disney die 6 Monat auf 3 reduziert hat gelten beide Perspektiven teilweise.

    Das bringt mich persönlich zu der Ansicht, dass wohl alles nicht so einfach ist.

    • Letzter Satz, das Highlight. So sieht es aus.

    • André Westphal says:

      Es geht um 100 Mio. insgesamt – also 20 (fest) +80 (hypothetische Einnahmebeteiligung). Das war ja auch erstmal nur die Verhandlungsbasis, welche die Anwälte in den Raum gestellt haben. Da ist ja üblich, dass man das bewusst hoch ansetzt, damit man Spielraum hat. Von Disney kam dann offenbar aber eben keine Reaktion, was zur aktuellen Eskalation geführt hat.

  7. Wie heißt es so schön: „Wenn man den Hals nicht voll bekommt“. Wie hier schon jemand geschrieben hat, als Studio überlegt man sich zukünftig zweimal ob man so eine Schauspielerin beschäftigt. Sie wurde ja schon durch ein täuschend echtes Double ersetzt, was einzigartiges hat sie als auch nicht zu bieten. Die Klagehöhe beruhigt einzig und allein auf Spekulationen ohne Hand und Fuß. Wenn der Film ein totaler Flop gewesen wäre, hätte sie zu ihrer festen Gage keinen weiteren Dollar gesehen. Da sollte man doch so schlau sein und Klagen, dass der vereinbarten %-Satz auf die Disey+ VIP Zahlungen erweitert wird statt einfach eine willkürlich erfundene spekulierte Summe zu nehmen. Das man mit dem ganzen dann auch noch direkt an die Öffentlichkeit geht und im Zuge dessen direkt wieder dieses leidige Thema „Frauen werden ungleich behandelt“ mit aufgreift sagt eigentlich schon alles über die Motive aus.

    • „Wenn man den Hals nicht voll bekommt“ passt aber genauso aufs Studio. Die Klagehöhe ist auf Grund von Corona sicher zu hoch, wenn man es aber mal mit vorherigen Marvel Filmen vergleicht: Spiderman, Captain Marvel, Black Panther alle bei 1,1 – 1,3 Milliarden. Gut, andere lagen bei 500 – 800 Millionen, aber weit entfernt von den jetzt 380 Millionen.
      Die On Demand Zahlen sind schwer zu vergleichen. Während du im Kino pro Person bezahlst, zahlst du im Heimkino pro Film, egal wie viele Leute den Film schauen. Mit Disney+ und Accountsharing wird das weiter auf die Spitze getrieben.
      Dazu hat sich beispielsweise die Kinopolis Kette dazu entschlossen keine Disney Filme mehr auszuleihen, wenn diese zeitgleich auf Streaming Diensten laufen. Disney ist bekannt für hohe Leihgebühren!
      Bereits am 10. August ging der Film dann auch schon auf Amazon online – einen Monat nach Ausstrahlung. Klar, die Abstände werden geringer, aber 1 Monat?

      Ich frage mich eher, warum Disney nicht auf die Forderungen reagiert? Man hat ja die Zahlen, kann es hochrechnen „What, if…“ und ihr ein Gegenangebot machen. Den Fehler seh ich hier schon auf Disney Seite, die aus einem kalkulierbaren Risiko ein nicht kalkulierbares für die Schauspielerin machen.

      Die Ungleichberechtigung von Frauen seh ich hier ebenfalls nicht, das sieht ja bei den Russo-Brüdern gerade ähnlich aus. Und klar hat die gute Dame genug verdient, aber das hat Disney auch. Sie hat eine Leistung erbracht und möchte dementsprechend entlohnt werden. Das Disney da jetzt „trickst“ und sie an Einnahmen nicht beteiligt ist ne Sauerei!

      • Absolut richtig!

      • Ich bestreite nicht, dass hier eine klarer Vertragsbruch besteht. Das habe ich mich wohl in meinem ersten Kommentare nicht richtig ausgedrückt bzw. habe das ganze zu knapp formuliert. Es ging mir darum, dass die Klagehöhe rein auf einer Spekulation beruht, da niemand sagen kann wie „erfolgreich“ der Film tatsächlich gewesen wäre und wie hoch die Einnahmen gewesen wären, wenn der Film tatsächlich exklusiv im Kino gelaufen wäre. Was jedoch unbestreitbar ist, ist der Fakt das die Kinos obwohl sie wieder besucht werden dürfen faktisch „leer“ sind weil die Leute einfach kein Bock haben sich das unter diesen Corona-Bedingungen anzutun. Die Kinos in meiner Umgebung z.B. fahren seit der Öffnung beispielsweise selbst am Wochenende nur 20 Uhr Vorstellungen weil die Sääle einfach leer stehen. Daher auch meine Aussage, dass die herangezogende Summe mit welcher die Gewinnbeteiligung berechnet wurde reine Spekulation ist. Aus diesen Gründen war/bin ich der Meinung, wäre die Klagesumme eine an die Corona-Situation angepasste und realistische Summe, wäre das eine Sache oder eben mit der Klage die entsprechenden Forderungen an die Corona-Situation anpassen in Form einer zusätzlichen Gewinnbeteiligung an den Disney+ VIP Einnahmen. Alles andere ist einfach Realitätsfern, fertig aus! Klar besteht weiterhin ein Vertragsbruch, Disney hat mit dieser Entscheidung ja aber nicht nur die Gewinnbeteiligung von Frau Johansson geschmälert sonder auch ihre eigenen Gewinne wenn sie darauf spekuliert hätten das die Einnahmen in den Kinos so hoch gewesen wären. Und die Tatsache, dass man nun an Zahlen festhält, die einfach nur spekulativ sind zeigt sehr wohl den Charakter „den Hals nicht voll bekommen“. Die Marktsituation hat sich nun mal drastisch geändert in der Zeit zwischen Vertragsabschluss und tatsächlichem Release des Films.

        • Es sind sind doch tatsächlich 380 Mio eingenommen worden, ohne Disney+ wäre die Zahl höher. Zu VOD hab ich nur einen wert von Mitte Juli gefunden, der lag bei 60 Mio. Wir nähern uns den 500 Mio… Amazon hat den seit 10. August für 20 € im Programm zum kaufen, ebenso der sky store und apple haben den auch drin, sicher weltweit weitere Plattformen. Einen Monat nach Kino Start, überall verdient Disney, Scarlett nicht.
          Ich hab keine Zahlen, es ist also schwer zu beziffern ob die 1,2 Milliarde realistisch ist, ich vermute auch wir liegen weit drunter. Man darf aber auch Prestige und Aufmerksamkeit nicht vergessen. Es ist ihr letzter Marvel Film, sie will sich sicher auch für weitere Produktionen empfehlen. Ich seh es teils auch als Art Schmerzensgeld. Mit 380 Mio Boxoffice liegt der Film auf dem Niveau von frühen Marvel Werken. Ohne ihn gesehen zu haben, würde ich bezweifeln dass dies dem Film gerecht wird.
          Meist ist es doch auch so, dass ein Gegenangebot kommt und man einigt sich irgendwo. Da kam aber wohl null.
          Klar versucht Disney so viel wie möglich aus der Kuh zu holen, ist ja alles legitim, auch vor dem Hintergrund von Corona. Aber einfach den Gewinn an der Schauspielerin vorbei zu scheffeln…

  8. Am schlimmsten wäre vermutlich: Sie gewinnt!
    Dann werden zukünftig nämlich ALLE Verträge für ALLE Produktionen bei ALLEN Studios in Hollywood anders aussehen.
    Weil die Produktionsfirmen sich nicht von den Schauspielern die spätere Vermarktung diktieren lassen wollen (und können!), wird es einfach GAR KEINE Umsatzbeteiligungen mehr geben!
    Da werden sich die Studios schnell einig sein und die etablierten Schauspieler können sich ja überlegen, ob sie arbeiten wollen oder nicht.
    Das könnte ein Pyrrhussieg werden für die Schauspieler in Hollywood….
    Eine Partei sitzt nämlich am längeren Hebel, und zwar die, die Jobs zu vergeben hat….

    • Seh ich anders. Die Studios brauchen ihre Stars. Im Zweifel produzieren die Stars selbst, nicht wenige haben einen beachtlichen Berg Geld angehäuft (klar, es gibt immer Ausnahmen wie Nicolas Cage oder Johnny Depp die alles ausgegeben habe).

      • Es gibt sicherlich einige wenige Schauspieler die selbst produzieren könnten, aber dann haben die mehrere Probleme:
        Das große Geld wird heute mit Franchises verdient, und die gehören halt irgendwem.
        Man kann sich also nur im Indie-/Arthouse Segment bewegen.
        Zudem muss man den Film auch weltweit promoten, lokalisieren etc. und dazu gehört ein großes Netzwerk, das man als Schauspieler nicht hat.

        • Kleine Klarstellung betreffs Produktion: der Film wurden von ihr produziert – sie ist ausführende Produzentin. Kurz gesagt ist sie alleine (mit den anderen Personen und Banken) für diese Produktion verantwortlich. Disney ist über die Tochterfirma Marvel nur Lizenzhalter für die Figuren und für die Veröffentlichung des Films verantwortlich.

  9. DanielJackson85 says:

    Ach ja…Immer wieder diese netten Kommentare das sie gierig sei und ihre Karriere eh am Ende ist. Ein Traum.

    Jeder von uns würde natürlich auf das Geld verzichten. Ja ne is klar.

    Wenn es einen Vertrag gab womit die anteilig am Kino Erfolg beteiligt war, muss man dazu sehen das der Film knapp nach corona kommen sollte, die letzten Filme haben alle die Milliarde geknackt. Auch ihrer war ursprünglich ein Kandidat dafür.

    Aber jeder normale würde natürlich verzichten und sagen sein normales Gehalt reicht…

    • Ja, sie war anteilig am Erfolg an den Kinokassen beteiligt. Und…Baby….der Film kam nicht in die Kinos, weil eben Corona war. Pech gehabt! Außerdem….sie und ihre Manager sind Profis. Vielleicht hätten sie DIsney+ bedenken sollen? Sooo überraschend ist das ja nicht, das das eine 2. Vermarktungslinie ist. Dann hätte man da im Vertrag auch etwas zu reinschreiben sollen.

      Außerdem:
      Ich bin als Aktionär auch am Erfolg div. Unternehmen beteiligt. Die haben sich auch durch Corona anders entwickelt. Bekomme ich mein prognostizierten Gewinn trotzdem?

      • Du kannst deine Thesen noch so oft wiederholen, dadurch werden sie nicht richtiger.
        Johansson steht die Beteiligung zu. Disney hat durch die Verlagerung des Films auf die Platform und das umgehen der Kinos nicht nur die Margen erheblich vergrößert, sie winden sich dann auch noch ohne ein Wort um die Beteiligung die zudem noch der größte Teil der Bezahlung ihrer Darsteller ist. Die Höhe dieser Bezahlung tut absolut nichts zur Sache. Diese wurde ausgehandelt und abgenickt.

        • Ob ihr tatsächlich eine so hohe Beteiligung zusteht bestimmen ihre Verträge – und sie hat da ja mehrere „Rollen“, nicht nur Schauspielerin! Damit ist das Ganze nicht so einfach zu sehen.
          Und Disney hat gar nichts verlagert – diese Aussage wäre Unsinn! Sie haben „blos“ die fix geplante Veröffentlichung als Stream vorgezogen. Ob das auch mit über die Verträge gedeckt ist, weiß niemand außer den Anwälten, denn die Verträge sind geheim! Also sind auch alle Aussagen, dass Disney sooo böse ist oder Fr. Johansson sooo gierig generell unsinnig – wir wissen nicht, was Fr. Johansson als Schauspieler oder/und als Produzentin in ihren vielen Verträgen drinnen stehen hat!
          Und in diesen Verträgen werden kaum ungenaue Angaben stehen – so was machen Film-Anwälte nicht. Nicht umsonst haben solche Verträge oft tausende Seiten (ich durfte mehrmals als Nebendarsteller in Serien auftreten – die Verträge dafür waren zw. 300 und 600 Seiten stark, und Hauptdarsteller haben da noch mehr Details drinnen…)

      • Hattest du garantierte Gewinne? Hat die Firma aktiv etwas dafür getan, den Kurs und damit die Gewinnspanne des Depots zu minimieren?

        Genau das hat Disney hier getan! Nach US Berichten beinhaltet der Vertrag wohl nur die Beteiligung am Kino. Die Entscheidung fürs zeitgleiche Streaming wurde später einseitig getroffen. Ins Streaming geht’s nämlich sonst erst nach dem Kino und das hätte ihr egal sein können.

        Man hätte also nachverhandeln können und müssen . Nicht mehr 20 sondern 50 Millionen und dafür die Streamingklausel neu rein. Als Angebot beispielhaft.

        Aber nein, man hat einfach ohne Rücksprache diese Entscheidung getroffen und damit aktiv ihre Gewinnbeteiligung geschmälert.

        • Ich denke es wird zu einer Einigung kommen. 100 Mio. ist erstmal hoch angesetzt und die werden sich auf 20-30 Mio. einigen, sofern Disney denn zahlungspflichtig ist.
          Der Wert 100 Mio ist ja auch letztendlich schwer gerichtsfest nachzuweisen….
          Trotzdem halte ich es für fahrlässig, grade bei Disney, in dem Vertrag die Vermarktung via Streaming-Dienst nicht reinzuschreiben. Das muss sich der Agent von Frau Johannsen schon ankreiden lassen, schließlich wird er ein Profi im Business sein. Das Streaming ein großer Vermarktungskanal ist/wird, ist ja nicht neu.
          Es gab ja bestimmt auch früher Verträge, wo sich einige Schauspieler an der Zweitvermarktung (DVD) beteiligt haben…

        • Erzähl das mal unserer Geschäftsleitung 😀 Wir sind Zulieferer für die großen OEM’s in Deutschland, die Auftragsbücher waren bis 2023 voll! Auf Grund aktueller Entwicklungen am Markt wurden von den OEM’s nun, obwohl vertraglich bereits festgelegt, ein Großteil der 2022/2023 Lieferungen gecancelt. Sollen wir nun diese OEM’s auch verklagen, schließlich haben Sie mit ihrem Kurswechsel sicher aktiv dazu beigetragen das wir eingeplante Gewinne nun nicht erhalten?! Könnten wir vermutlich, ja und dadurch jede weitere Zusammenarbeit für die Zukunft begraben, oder man beißt in den sauren Apfel und schaut wie man damit klar kommt. Wenn sich der Markt verändert, muss man halt mal einstecken. Die Frage ist, wie man damit umgeht!

      • Wenn der Vertrieb im Innendienst an Abschlüssen per Telefon umsatzbeteiligt ist und der Arbeitgeber einseitig beschließt, dass neuerdings nicht mehr telefoniert wird sondern nur noch per E-Mail kommuniziert hat er seinen Mitarbeitern faktisch die Grundlage für ein vertraglich umschriebenes variables Gehalt entzogen. Da wäre doch auch selbstverständlich, dass der Vertrieb auf die Barrikaden geht.

    • Ja, hier spielt bei vielen bestimmt ein bisschen der Neid mit.

      Ich überspitze ml kurz:
      „Nein, nein. ICH bin doch nicht neidisch, ich kann ihr bloß den Erfolg nicht gönnen – das ist alles.“ 😉

  10. Wenn ihr die Summe vertraglich zusteht, dann soll sie die Summe auch erhalten.
    Das Filmstudio und Scarlett sind beide reich genug. Es geht darum, was in der Geschäftsbeziehung vereinbart wurde und nicht um Gier. Ob sich das Studio nicht ordentlich verhalten hat oder ob Scarlett sich irrt wird das Gericht entscheiden.

    • Genau so ist das. Was einige Kommentatoren hier anscheinend nicht verstehen ist, dass die Streitsumme, auch wenn sie in ihrer persönlichen Lebens- und Einkommenswelt fantastisch erscheint, nichts mit Gier oder „den Hals nicht vollkriegen“ zu tun hat. Der eine Vertragspartner sieht eine Vertragsverletzung, der andere nicht – gerichtliche Klärung.

  11. Ein fader Beigeschmack an der Sache ist, dass die Disney+-Chefs am Erfolg des Dienstes beteiligt werden, wenn man es also mal genau definiert, haben sie, meiner Meinung nach, gefühlt Scarlett Johannson das Geld genommen, um es sich dann in die eigene Tasche zu stecken. Glaube ich auch nachzulesen im ersten Eintrag dazu hier auf diesem Blog.

    Natürlich hat die Schauspielerin genug Geld, aber es scheint ihr ja zuzustehen, also warum sollte sie es nicht bekommen dürfen, als würden die Meisten hier darauf verzichten, hätten sie die gleiche Chance, 100mio Euro zu bekommen.

    Dazu hatte sie ja auch mehr Risiken, da sie den Film auch produziert hat, und mit Sicherheit davon ebenfalls das Personal bezahlen muss, welche, finanziell gesehen, auch eher „kleinere Lichter“ sind, zumindest im Vergleich zu den Größen von Hollywood, .. wie wohl die Meisten hier im Block.

    Und natürlich bekommen Hollywood-Schauspieler sehr viel Geld, man muss aber auch bedenken, dass sie dafür auf vieles verzichten müssen, .. wie zB. sich frei in der Öffentlichkeit bewegen zu können, was meines Erachtens viel mehr wert ist, als Millionen auf dem Konto zu haben.

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