Canonical präsentiert Ubuntu für Android

Mal ’ne Frage zu Beginn: Gibt es hier Leser, die Ubuntu auf dem heimischen Rechner nicht missen möchten, mobil aber mit einem Android-Gerät unterwegs sind? Dann hat Canonical wohl bald die eierlegende Wollmilchsau schlechthin für euch am Start. Wie ihr auf der Ubuntu-Seite sehen könnt, steht Ubuntu für Android in den Startlöchern und wird uns wohl schon zum MWC in Barcelona vorgeführt.

Als ich in meinem Reader eben erstmals über diese Schlagzeile stolperte, versuchte ich mir den Ubuntu-Desktop auf meinem Galaxy S2 vorzustellen, aber da war ich völlig auf dem Holzweg. Habt ihr das Motorola Atrix noch auf dem Schirm? Ein Smartphone, welches ihr mittels Lapdock auch als Netbook-Ersatz nutzen könnt. In die Richtung geht auch die Ubuntu-Geschichte für Android – mit einem nicht ganz unwichtigen Unterschied: Ihr kauft nicht extra ein Device zum Andocken, sondern schließt euren Laptop, Desktop-PC oder Fernseher an das Smartphone an.

Ähnlich wie beim Atrix wird auch in diesem Fall automatisch erkannt, dass ein anderes Gerät angeschlossen ist und auf dem gewünschten Device erscheint dann nicht euer Android-Screen, sondern die volle Ubuntu-Experience. Canonical hat hier aber noch ein kleines Highlight für uns parat: Schließt ihr euer Android-Smartphone oder -Tablet nämlich an einen Fernseher an, startet nicht das übliche Ubuntu, sondern die ebenfalls frisch vorgestellte Anwendung Ubuntu-TV.

Ubuntu für Android kann auf den Android-Kernel zugreifen und somit öffnet ihr als auch Android-Apps, könnt weiterhin SMS und E-Mails empfangen und auch telefonieren. Einen Termin für den Start gibt es noch nicht, aber ich bin doch ziemlich sicher, dass wir dort beim MWC mehr erfahren werden.

Ich persönlich bin sehr gespannt: darauf, wie sich diese Lösung im Alltag bewährt – und auch, wie sie bei den Käufern angenommen wird. Es ist praktisch der Gegenentwurf zu einem ASUS Eee Pad Transformer, wo man versucht, mit einem Betriebssystem sowohl Tablet als auch Netbook zu sein und ich glaube, dass beide ihre Lebensberechtigung haben und dass sich hier viele Fans finden lassen in Zukunft.

Quelle: TechCrunch via Netbooknews.de

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29 Kommentare

  1. Der Checker says:

    Ubuntu selbst wird ja von Version zu Version unbrauchbarer (deshalb hat es ja auch nach Schätzungen im letzten Jahr ca. die Hälfte der aktiven Nutzer verloren), jetzt verzetteln sie sich auch noch mit solch einem Blödsinn.

    Nun ja, dann kann Lieschen Müller halt in Zukunft AngryBirds auf einem großen Bildschirm spielen. Wow, ganz großer Sprung nach vorne.

  2. bald wird man wirklich keinen desktop pc mehr benötigen… atrix war ein guter anfang aber hier hat man dann wirklich ein vollständiges betriebssystem.

    das im video ist das atrix mit ubuntu oder gibt es sonst noch was mit so einem dock?

  3. Ich finde die Idee nicht schlecht, aber ich würde es mir nich zulegen 😉 Und mein Android soll auch net weichen, das läuft echt flüssig und alles funzt so wie ich es brauche.

  4. hirnschwund says:

    Und Ubuntu läuft dann auf dem PC oder auf dem Smartphone?
    Braucht der PC vllt schon Ubuntu vorinstalliert um dann die Persönlichen Einstellungen vom Smartphone zu nutzen?

    Das wäre mal interessant zu erfahren.

  5. @hirnschwund

    Das alles funktioniert ohne PC. Gebraucht wird nur das Smartphone das man dann in die Dockingstation steckt. Ein (der) Gerät als Smartphone, PC, Mediacenter.

  6. hirnschwund says:

    Das ist aber blöd, denn auf den 512 mb ram und dem wenn man glück hat 4x1ghz prozessor laufen doch schon firefox und thunderbird parallel nicht wirklich performant…

  7. Fkt. im Prinzip schon lange mit dem SGS2, Emulation heißt das Zauberwort, einzig der HDMI–Ausgang des SGS2 wird meines Wissens nach nicht unterstützt. Interessiert halt niemanden…

  8. Alexander Schmitt says:

    Ja, hier. Für mich ist der Anwendungsfall interessant, das mit ins Büro zu nehmen und neben der Windows Büchse anzuschließen. Ich stelle mir, dass so ein Lösung auf dem Smartphone, dass ich eh mit mir rumtrage, reibungsloser Funktioniert also z.B. VMs auf einem USB Stick.

  9. Das Galaxy Nexus hat schon 1GB RAM, wenn sich die Smartphones in der Richtung weiter entwickeln, sollte es kein Problem sein das Ubuntu flüssig drauf läuft. Sieht man ja auch im Video das alles eigentlich relativ gut am laufen ist.

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