Canalys: Chinesische Smartphone-Hersteller behaupteten sich 2018 in Europa, Huawei mit größtem Plus

Auch wenn es in den USA für Huawei derzeit in Sachen Ansehen nicht ganz so gut bestellt sein mag, so konnte das Unternehmen in anderen Teilen der Erde zeigen, dass man sich davon nicht unterkriegen lässt – so beispielsweise bei uns in Europa, wo Huawei im vergangenen Jahr nämlich laut der Analysten von Canalys das größte Plus an ausgelieferten Einheiten zu verzeichnen hatte.

Vergleich Q4/2018 vs. Q4/2017

Ganz im Gegensatz zu Samsung oder Apple, aber der Reihe nach. Die Schätzungen von Canalys zeigen, dass die europäischen Smartphone-Lieferungen im Jahr 2018 um 4 Prozent auf insgesamt 197 Millionen Einheiten zurückgegangen sind. Im vierten Quartal 2018 sank der Versand um 2 Prozent auf 57 Millionen, obwohl die chinesischen Hersteller deutlich zulegten. Samsung blieb natürlich auch 2018 der größte Anbieter, die Lieferungen des Unternehmens gingen aber dennoch um über 10 Prozent auf insgesamt 61,6 Millionen Einheiten zurück.

Apple verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ebenfalls einen Rückgang, hier von 6 Prozent. Die dennoch 42,8 Millionen ausgelieferten Einheiten sicherten dem Unternehmen aus Cupertino weiterhin den zweiten Platz. Huaweis Zahlen wuchsen mit 42,5 Millionen ausgelieferten Einheiten mal eben um 54 Prozent. Xiaomi, aber auch HMD Global konnten ebenfalls wachsen und belegten daher die Plätze vier und fünf.

Als einer der vielen Gründe, warum gerade die chinesischen Geräte hierzulande einen so guten Absatz verzeichnen können, liegt wohl darin, dass im Bereich der teuren Flaggschiffe bisher kaum Innovationen zu verzeichnen sind und der Kunde keinen wirklichen Bedarf hat, ein neues Modell kaufen zu müssen. Dafür habe sich in den Reihen der Einsteiger- und vor allem Mittelklassegeräte so einiges getan, so Canalys. Hier konnten vor allem Xiaomi, OPPO und Co. mit ihren verhältnismäßig günstigen Geräten ansetzen und die preisbewussten Käufer überzeugen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Ob in der Statistik die privat importierten Geräte mit einfließen?

    • Das ist doch der „Staatskonzern“, der seine Smartphone-Sparte mit dreisten iPhone/Galaxy-Kopien oder Mischwesen davon groß gemacht hat, also deutsch gesprochen: intellektuelles Eigentum im großen Stil geklaut hat.
      Darum schieben die Amis den Riegel vor, und nicht wegen „Sicherheitsbedenken“.
      Zu Recht, wie ich finde.

  2. Das ist doch der „Staatskonzern“, der seine Smartphone-Sparte mit dreisten iPhone/Galaxy-Kopien oder Mischwesen davon groß gemacht hat, also deutsch gesprochen: intellektuelles Eigentum im großen Stil geklaut hat.
    Darum schieben die Amis den Riegel vor, und nicht wegen „Sicherheitsbedenken“.
    Zu Recht, wie ich finde.

  3. „Hier konnten vor allem Xiaomi, OPPO und Co. mit ihren verhältnismäßig günstigen Geräten ansetzen und die preisbewussten Käufer überzeugen.„

    Die große Mehrheit schaut nur auf dem Preis, ist nun mal so! Das sagt nichts über die Qualität der Geräte, worauf die meisten hier, mich eingeschlossen, achten.

    • Schaute die große Mehrheit nur auf den Preis, würde die große Mehrheit die preiswertesten Handys kaufen. Das ist nun aber eindeutig nicht der Fall, sonst wären Samsung und Apple wohl kaum an der Spitze.

      • Apple und Samsung sind an der Spitze, weil Apple 2007 mit dem ersten iPhone das Smartphone neu definiert hat und Samsung dies damals dreist auf Android portierte und die Hardware imitierte. Soll heißen: die sind eben am längsten mit dabei und konnten erstmal ungestört agieren.
        Huawei machte es seit ein paar Jahren Samsung jedoch noch schlimmer nach und kopierte dreist sowohl die iPhones als auch die Galaxys. Und die Leute freut’s, weil ist ja so schön günstig …

      • Die meisten die sich teuere Handy holen, finanzieren Sie über Mobilverträge. Gekauft wird da ganz selten obwohl durch die Querfinanzierung, unterm Strich die Geräte teuerer sind.

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