Apple HomePod Stromverbrauch

Seit Mitte Juni gibt es Apples smarten Lautsprecher, den HomePod, auch in Deutschland für 349 Euro zu kaufen. Und bei allen Geräten, die man so in diesem Bereich nutzt, vergisst man ganz gerne eine Sache: Den Stromverbrauch. Viele haben früher ganz gerne schaltbare Steckdosen genutzt, so Geräte komplett abgeschaltet, die nicht immer laufen müssen. Aber in vielen Haushalten läuft es mittlerweile anders.

Router, Repeater, Set-Top-Boxen, Security-Kameras, Sicherheits-Systeme, smarte Lautsprecher und Assistenten. Vieles läuft 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche zumindest im Standby. Die Energieversorger reiben sich die Hände, denn der Strom will bezahlt werden. Und so mancher wundert sich am Ende des Jahres, wenn die Abrechnung kommt – denn auch wenn ein Gerät vergleichsweise „wenig“ im Jahr kostet, so läppert sich das schon unter Umständen.

Ich messe gerne mal nach und teile meine Ergebnisse, wobei man natürlich bedenken muss, dass das bei jedem unterschiedlich sein kann: Art der Nutzung, Dauer der Nutzung – ja selbst Uhrzeit der Nutzung, wenn man unter Umständen günstigen Nachtstrom nutzt.

Und wie schaut das beim Apple HomePod aus? Den habe ich mal in unterschiedlichen Szenarien getestet. So verbraucht er bei einer Lautstärke-Einstellung von 50 Prozent im Schnitt einen Verbrauch von 6 bis 7 Watt. Und hierbei ist festzuhalten, dass diese 50 Prozent in meinem Arbeitszimmer eine Lautstärke darstellen, die ich kaum aktivieren würde – einfach zu laut. Würde ich diesen Zustand nun rund um die Uhr ein Jahr lang aushalten und dabei einen Grundpreis von 30 Cent pro Kilowattstunde zugrunde legen, dann wären dies bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Watt 17,04 Euro im Jahr.

Im Leerlauf verbraucht der Apple HomePod bei mir so um die 1,7 bis 1,9 Watt, würde man ihn so das ganze Jahr angeschlossen haben und nicht nutzen, dann würde man beim Mittelwert 1,8 Watt dafür bei 30 Cent pro Kilowattstunde gesamt 4,72 Euro bezahlen.

Apple selber nennt auch den Stromverbrauch auf seinen Seiten, spricht von einem Standby von 1,76 Watt und einem Verbraucht von 9,25 Watt bei der Wiedergabe von Musik. Nimmt man Apple Werte, dann würde man beim Dauerlauf jährlich 4,61 Euro, bzw. 24,24 Euro bezahlen.

Interessant übrigens: Bei einer Siri-Anfrage und der darauffolgenden Beantwortung springt der Verbrauch auf 6,5 bis 7 Watt, springt am Ende aber nicht sofort in den Standby-Betrieb, stattdessen wird noch für 3-4 Minuten ungefähr 4,4 Watt Leistung verbraucht.

Ebenfalls gemessen:

Stromverbrauch Amazon Echo Spot

Stromverbrauch und Stromkosten Amazon Echo Show

Stromverbrauch von Amazon Echo Plus, Echo zweite Generation und Sonos One

Stromverbrauch von Google WiFi

Stromverbrauch von Amazon Echo, Echo Dot und Google Home

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Das Thema Stromverbrauch ist aktuell bei mir Zuhause auch ein Thema. Ich hab mich damit noch nie wirklich beschäftigt, meine Freundin aber schon. Meine Frage, wie misst du den Stromverbrauch der einzelnen Geräte? Gibt es einen Adapter den man dazwischen steckt?

    • Gibt Messdosen, die kann man einfach davor setzen.

    • Sparbrötchen says:

      Wie Caschy bereits schrieb, gibt es Meßdosen.
      Bitte nicht einen Conrad 5 Euro Zwischenstecker nehmen, der mag für „Großverbraucher“ hinreichend genau sein, bei Kleinverbrauchern bzw. Messung des Standbys, der bei IoT Geräten <1 Watt sein kann, empfiehlt es sich bei der Energieberatung Deines Stromversorgers anzurufen, denn dort kannst Du i.d.R. kostenlos -evtl. Pfand- qualitativ hochwertigere Meßgeräte ausleihen, die auch bei Kleinverbrauchern korrekt (bzw. korrekter) messen. Am besten sagst Du denen, was genau Du messen willst, denn es gibt unterschiedliche Lastarten und die Mitarbeiter dort können Dich beraten, wie man die Ergebnisse einzuordnen hat.

    • such mal nach „VOLTCRAFT Energy Check 3000“ – Das habe ich und finde, dass das sehr gut funktioniert. Kommt in die Steckdose und das Gerät dann ans Messgerät.

      Das ist eben auch der Haken… um also den Computer oder das NAS zu messen, muss man es einmal vom Strom trennen um das Messgerät dazwischen zu klemmen – und das will man eigentlich nicht 😀 Für solche kleineren Gadgets ist das aber schon sehr praktisch.

      • Und wenn man irgendwas über längere Zeit messen möchte bieten sich dafür alternativ auch noch SonOff POW oder die TP-Link Stecker an (bei letzteren aufs Modell achten). Da muss man dann nicht bis an die Steckdose krabbeln um es abzulesen, sondern kann es auch über die App. Die lassen sich dann auch gut in eigene SmartHome Lösungen integrieren.
        Ich verwende den Sonoff POW z.B. gern am 3D Drucker, um später noch auf die Verbräuche pro Tag und pro Druckauftrag zugreifen zu können ohne ständig ein Messgerät zurücksetzen zu müssen.

  2. Sehr interessanter Beitrag, Danke dafür!

  3. Zapperlot says:

    Das Thema habe ich auch gerade auf dem Schirm, zwar nicht mit einem HomePod, aber mit meinem Sky Receiver nach dem Update auf Sky Q. Der verbraucht nämlich jetzt in dem von Sky sogenannten Eco-Modus unglaubliche 17 Watt, ein Deep-Standby gibt es nicht mehr. Mit Zweitreceiver wären das bei mir nur im Standby-Modus aufs Jahr hochgerechnet mehr als 80 €. Habe mir jetzt damit beholfen die Receiver mit den Smart Plugs von Osram vom Strom zu nehmen und per smarter Steuerung ein- und auszuschalten.

  4. Sehr schön das sich mal jemand verständlich dem Thema Energiekosten widmet.
    Was mir aus der Praxiserfahrung heraus fehlt wenn jemand das Wort „Messungen“ in die Finger nimmt, ist eine Beschreibung des Mesaufbau. Jede Messung ist nur so gut wie der zugehörige Messaufbau und auch nur dann Vergleichbar.

    Insbesondere bei den „Messdosen“ die man zwischenschalten kann ist es mit der Gnauigkeit ofmals niht weit her. Insbesondere in den unteren Messbereichen.

    Mir ist aber natürlich auch klar das nicht jeder labormäßiges Messequipment haben kann.

  5. Wow, so wenig bei lauter Musik? Das ist schon mal ein Lob wert, finde ich! Danke für den Test. Das hilft mir bei meiner Kaufentscheidung definitiv weiter. Wenn ich noch einen Testwunsch im Soundvergleich äußern dürfte: bitte HomePod, Google Home Max und Sonos 5 im Stereovergleich – denn das ist ja aktuell die sinnreichste Vergleichsgruppe in Sachen Smart-Speaker. Jedenfalls wird darunter mein neues Equipment ausgewählt werden.

  6. Für solche Beiträge fände ich es gut, wenn zusätzliche eine Vergleichstabelle mit den Konkurrenzprodukten im Beitrag mit beiliegen würde.

  7. Hallo zusammen,

    Interessanter Beitrag. Vor allem, weil schon zu Zeiten meiner Diplomarbeit in 2008 bei einem int. Hersteller das Thema Standby ein riesen Thema war – wegen der aufkommenden EU Richtlinie, die letztlich so verabschiedet wurde:

    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/datenblatt_oekodesign-richtlinie_standby-_und_schein-aus-_off-mode-verluste_und_verluste_im_vernetzten_bereitschaftsbetrieb.pdf

    Schon damals wurde diskutiert, dass Ladegeräte IM standby nicht mehr als 1W verbrauchen dürfen.
    Lt. Richtlinie dürfen Geräte ab 1.1.2017 (sog. Stufe 4) gar nicht mehr als 3W im Standby verbrauchen.

    Wenn ich hier also etwas von 6 Watt oder gar 15 Watt lese hat doch irgendwer seine Hausaufgaben nicht gemacht, oder?

  8. „So verbraucht er bei einer Lautstärke-Einstellung von 50 Prozent im Schnitt einen Verbrauch von 6 bis 7 Watt“

  9. Ich habe jetzt Sonos One als Stereo-Paar , einen Connect und ein kleines Mischpult im WZ , um neben den Sonos -Diensten auch meinen alten Vinyl-Plattenspieler über Sonos zu hören . Vorher einen über 30 Jahre alten Vollverstärker und einen sep. UKW-Tuner mit 2 Passivboxen – lief oft auch den ganzen tag für leiese Musik – und berbrauchte mehr als die neue Sonos -Konfiguration.

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