Apple erklärt Fertigungsprozess des iPad Pro und nennt Toleranzen für Krümmungen


Ihr erinnert Euch sicher noch an die News, die neuen Apple iPad Pro seien nicht immer plan. Eine leichte Biegung tritt bei machen auf, gerade die LTE-Versionen der Tablets sind betroffen. Apple hat recht schnell erklärt, dass dies am Fertigungsprozess liege, die Krümmung aber nicht die Stabilität des Gehäuses beeinträchtigt. Nun erklärt Apple den Fertigungsprozess noch einmal genauer und gibt auch an, mit welchen Toleranzen man als Nutzer eines iPads leben muss.

Bis 400 Mikron Abweichung auf die Länge einer Seite findet Apple akzeptabel. Apple stellt noch heraus, dass dies weniger als 4 Blatt Papier sind, was für mich aber schon wieder gar nicht so wenig klingt. 0,4 mm eben, das kann durchaus auffallen. Sollte es laut Apple nicht, wohl aber könnten die Kunststofftrennungen für die Antennen dafür sorgen, dass solche Krümmungen sichtbarer sind.

Ist man nun der Meinung, dass man ein iPad Pro besitzt, das diesen Toleranzen nicht entspricht, soll man sich mit Apple in Verbindung setzen. Apple verweist zudem noch einmal auf das 14-tägige Rückgaberecht für direkt bei Apple gekaufte Produkte. Wer sich für den Fertigungsprozess interessiert, der kann in das Apple-Dokument schauen. Kurzfassung: Aluminium trifft auf Kunststoff trifft auf CNC-Maschine.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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38 Kommentare

  1. apple und toleranzen in einem satz. steve jobs dreht sich im grab um 😀

    • Kann man den Steve einfach nicht dort lassen, wo er gerade ist.
      Unter Steve war auch nicht alles Apfel.

      • Ihn haben wir immerhin zu verdanken, dass wir unsere teuren Handys in minderwertige Kunststoffhüllen stecken. Anstatt das Problem der schlechten Materialwahl zu lösen, wird der Kunde dazu genötigt Zubehör zu kaufen. Eben die Lösung eines eiskalten Geschäftsmann.

        • Nö. Ich hab noch nie Hüllen benutzt. Mein 5s, 6 und X sehen aus wie am ersten Tag.

          Wenn du übrigens Schwachsinnsbegriffe wie Nötigung verwendest, weiss doch jeder gleich dass du nur ein dummer Troll bist. Mach es etwas subtiler.

    • Ich stelle mir gerade vor, mein teurer Neuwagen hätte eine Delle in der Karosserie. Und der Premium-Hersteller erklärt mir, dass das innerhalb der Toleranz der chinesischen Billigproduktion sei und weder die Stabilität noch die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen würde. Und dass ich das schon verstehen müsse, weil sie das Auto halt billig in China fertigen lassen und damit weiterhin die größte Gewinnspanne in der Branche haben wollen.

      You’re holding it wrong.

      • Auch der teuerste Neuwagen hat Fertigungstolleranzen.

        • Ja, aber hier versucht einem ein Premiumhersteller eine Beule in der Tür als Fertigungstoleranz (ich lach mich immer noch kaputt) zu verkaufen. Merkste selber, oder? Netter Versuch vom Apfel, mehr aber auch nicht. SOFORT zurück mit dem „Premiummüll“!

          • Audionymous says:

            Es geht hier um keine Delle, sondern um eine leichte Biegung von 0,4mm.
            Auf diese Länge und gerade bei dem weichen Material ist das einfach eine logische Toleranz!
            Hört doch auf mit euren Autoverleihen, das kann man einfach nicht vergleichen weil
            1. das Material anders ist
            2. der Fertigungsprozess komplett unterschiedlich ist.

      • Auch der teuerste Neuwagen hat Fertigungstolleranzen. Er hat Spaltmaße und kein Wagen gleich zu 100% dem anderen.

        Das hier ist doch mal wieder etwas, was für alle Hersteller gilt und nur bei Apple plötzlich am Pranger steht.

        Natürlich darf ein iPad aus der Box nicht verbogen sein. 100% gerade ist es aber auch nie.
        Und alle technischen Geräte werden „billig“ in Asien hergestellt. Auch ein 4000€ Surface Book 2.

      • Die Toleranzen der Vorgänger waren merklich höher. Gabs da Aufregung? Nein. An wem mag das liegen, dämlichen Nutzern oder Apple?

      • Genau das macht z.B. Samsung. So ist dann z.B. sichtbares Clouding bei einem 2000,- TV-Gerät „innerhalb der Tolrenzen“.

    • Lustig, wie sich hier alle aufregen, inkl. und vor allem solche gewissen „Hans“-Fanboys.
      Aber hey, für Mängel wie solche Krümmungen gilt doch wie immer: „It’s Not a Bug, It’s a Feature!“

  2. Bartenwetzer says:

    0,4 mm – und ihr regt euch auf. Allein eine etwas einseitige Erwärmung kann so etwas verstärken und ausgleichen. Legt doch mal ein iPad auf eine ebene Fläche und zeigt was 0,4 mm Abweichung bedeuten.

    Als fein gilt in Europa ein Haar, das einen Durchmesser von 0,04 bis 0.06 mm hat. Normal ist ein Haar zwischen 0,06 und 0,08 mm und als dick wird es zwischen 0,08 und 0,1 mm bezeichnet. ( Aus dem Haar Lexikon eines Haarpflegemittel-produzenten )

    Das ist ein Gebrauchsgegenstand mit Abnutzungserscheinungen. Geht doch gleich mit einer Lupe auf die Suche.

    • Also die Bilder und Videos die man so im Netz sieht, sehen nicht nach 4 Blatt Papier aus. Und diese wollten Sie auch nicht umtauschen. Von einem neuen Gerät erwarte ich Perfektion, gerade in diesem Preissegment. Ob dass dann zu einem Gebrauchsgegenstand mit Abnutzungserscheinungen wird, sollte man dem Nutzer überlassen. Meine bisherigen Ipads sahen auch nach einem Jahr noch immer aus wie neu. Und das ohne Schutzhülle. Kommt eben auch darauf an, wie man die Dinger behandelt.

      • Eventuell sind das aber mal wieder diejenigen gewesen, die an einem iPad herumgebogen haben und sich dann öffentlich bei Apple beschweren. Jeder weiß doch, wie das heute läuft.
        Man will Aufmerksamkeit um jeden Preis.

      • Wahrscheinlich amerikanische 400 Mikron, das wären dann ca. 1mm

    • Ich glaube den wenigsten geht es darum dass man damit nicht Leben kann.
      Aber ich kauf mir doch kein Produkt im Wert von 1000€ damit ich dann so einen Fehler finde (nicht anderes ist das) und mir dann der Hersteller mit der größten Gewinnspanne erzählt ich müsse das so akzeptieren.

      (Ich kaufe sowieso keine Apple-Produkte, aber gleiches würde ich auch bei Google, Microsoft, Samsung, etc. schreiben).

      • Ich glaube die Leute, die sowieso keine Apple Produkte kaufen, beschweren sich seit jeher am meisten über irgendwelche #Gates.

        Solltest du tatsächlich ein gekrümmteste iPad aus der Verpackung nehmen, wird es garantiert ausgetauscht.
        Kommst du damit nach 2 Wochen an, wohl eher nicht. Man geht einfach pfleglich damit um und dann passiert damit auch nichts.

        Aufmerksamkeitsgeile Leute, die dann natürlich völlig schuldlos kaputte Geräte haben, gibt es genug.

        • Pfleglich damit umgehen darf aber auch nicht bedeuten dass es wie ein rohes Ei behandelt werden muss. Letztendlich ist es ein Gebrauchsgegenstand der auch dafür gemacht wurde viel transportiert zu werden – da müssen interne Tests auch entsprechende Bedingungen simulieren und das Produkt so designed werden dass es diesen standhält.

          Hier wurde offenbar wieder im Produktdesign mehr Priorität auf ein noch dünneres Gehäuse gelegt und die Stabilität im Alltag stark vernachlässigt. Solch physische Schwachstellen sind ja leider nicht neu und gab es bereits bei einigen Macbooks und dem iPhone. Irgendwann müsste man auch mal aus solchen Designfehlern lernen. Eine etwas stabilere Konstruktion und das Problem hätte es nicht gegeben.

    • Zahlen sind nur Zahlen.

      Was die Zahlen in der Realität bedeuten und ausmachen etwas anderes. Du brauchst dir nur mal Bilder von betroffenen Besitzern ansehen. Dann siehst du, was diese ach so kleinen Zahlen bewirken. Wir reden hier von einem sichtbaren Mangel, den ich als Kunde nicht hinnehmen würde bei dem Preis, selbst wenn sie es als „akzeptabel“ bezeichnen. Oder würdest du eine Delle in der Tür deines Neuwagens hinnehmen, weil der Hersteller sagt: „Das liegt im Toleranzbereich“?

      Ich wäre nicht bereit, mehrere hunderte Euro für etwas auszugeben, das offensichtlich nicht dem Preis gerecht wird. Selbst die Billighersteller und die vorherigen Modelle waren nicht in diesem Umfang betroffen. Schon traurig, dass sich scheinbar viele von den Firmen so an der Nase herumführen lassen und alles so hinnehmen.

      Würden wir hier von einem Billigtablet für 200 Euro reden, dann hätte ich noch Verständnis dafür. Aber wir reden hier von 900 Euro aufwärts. Lächerlich ist das.

      • Du sollst es doch nicht hinnehmen. Tausch es aus. Aber bitte direkt.

        Jeder kennt diese Bilder und jeder weiß auch, dass so ein Bild um die Welt geht.

        • Nur im freien lokalen Handel muss man auf die Kulanz des Händlers hoffen. Und diese müssen darauf hoffen, dass Apple ihnen die Verluste ersetzt und auch die Reklamation annimmt.

          • Wenn es ein Mangel ist, muss auch der „freie Händler“ reagieren.
            Um damit dann keine Probleme zu haben, sollte man sich, wie immer und überall, seinen Händler gut aussuchen. Bei Apple direkt gibt es zumindest bei sowas nie Probleme.

            Letztlich wird hier doch noch immer nicht richtig zwischen Tolleranzen in der Fertigung und tatsächlich verbogenen Geräten unterschieden.

  3. Mir alles egal. Ein so teures Gerät ist entweder perfekt oder nicht. Wenn nicht, kommen auch andere Hersteller bei der Kaufentscheidung in Betracht.

    Meine Apple-Erfahrungen der letzten Jahren waren zu oft negativ, als dass ich diese Apothekerpreise weiter zahlen werde. Mittelmäßige Produkte können andere Hersteller günstiger.

    Miese Tastaturen beim MacBook, fehlende Schnittstellen und fehlende Aufrüstmöglichkeiten, schneller Akkuverschleiß bei iPhone 6 und 7, „Mondsichel“ vor der Kamera und eine zerfallene sauteure Handyhülle nach wenigen Monaten. Apple hat in der Qualität merklich nachgelassen. Von den ständigen Software-Nachbesserungen ganz zu schweigen, weil man nur noch unfertige Software veröffentlicht. Statt jedes Jahr ne neue Version zu veröffentlichen, sollten sie sich lieber länger Zeit lassen. Die Produktlebenszyklen sind viel zu kurz für eine Qualitätsmarke.

  4. Das Problem ist doch eher der Tisch, der der Krümmung nicht folgt.

  5. Apple verweist zudem noch einmal auf das 14-tägige Rückgaberecht für direkt bei Apple gekaufte Produkte.

    Das hat man in Europa überall. Zudem gibts ja noch die Gewährleistung, die wesentlich länger gilt und die Apple verpflichtet ein wirklich verbogenes iPad auch zurückzunehmen.

    • Biff Tannen says:

      Nein, man kann Waren nicht zwangsläufig zurückgeben. Wenn man im Ladengeschäft kauft, gibt es zumindest in Deutschland kein generelles Rückgaberecht. Das machen Händler dann aus Kulanz.

  6. Typisches Ingenieurs Blabla in der originalen Pressemitteilung, anscheinend wird das neue iPad auch kein Bestseller. Ich lese darin nur das alles super – willenlos wie immer, ach was, sogar viel viel besser als jemals zuvor ist und tatsächlich die Aussage kommt, dass man es falsch betrachtet, wie seinerzeit das iPhone 4, das man falsch gehalten hat.

    Ich bin vom Fach in bearbeite viele Materialien auch Aluminium, so extrem dünnes Aluminium ist extrem schwer zu fertigen ohne es zu verspannen, das könnte auch in der Fertigung passieren, eine Lasche, eine Schraube, ein Schraubstock zu fest gespannt und schon ist das Gehäuse krumm, lässt man es fallen ist es auch krumm. Man kann so ein Gehäuse nicht bearbeiten ohne es aufzuspannen! Man müsste es theoretisch wie ein rohes Ei behandeln und aufspannen, es könnte auch bei der Nachbearbeitung passieren, da muss das Gehäuse nochmal aufgespannt werden, zum fräsen der Überstände, 0,4mm ist optisch eine ganze Menge und aufgrund von meinem Beruf, würde ich das immer sehen, ich arbeite im 0.01-0,2mm Bereich. Sowas erwarte ich auch von einem Premium Produkt, ansonsten muss ich mich nach Alternativen umsehen, sowas geht garnicht! Mich würde das total stören.

    Das es über Jahre die Form behält, bezweifele ich auch sehr stark. Der gearschte ist der, der das iPad zum Release gekauft hat und nur 14 Tage Zeit hatte das iPad zurück zu geben, die ersten Meldungen kamen erst Wochen später.

    Mich beeindruckt die neue Pressemitteilung in keinster weise und ich würde weiterhin von einem Kauf abraten! Das Ding ist Murks! Meiner Meinung nach hätte man die Leute in der Fertigung fragen sollen, die wissen was man machen kann und was nicht, die Theorie ist meist ganz anders, wie man es dann tatsächlich machen kann.

    • Ich kann dir nur zustimmten. Wenn wir Alu bearbeiten verzieht es die Teile des öfteren. Vorallem bin ich gespannt wie die Dinger in einem, zwei oder mehr Jahren aussehen. Besonders wenn es mal im Sommer in der Sonne liegt und richtig warm wird.
      Man weiß einfach das Alu arbeitet. Aber so wie es aussieht trifft es nicht so viele Geräte wie hier immer behauptet wird. Daher denke ich es kommt er durch schlechte Nachbearbeitung oder falsche Montage.

  7. Mein letztes Tablet war absolut plan. War ein FireHD8 für nicht einmal 100 €. Schon klar dass Apple Kunden bei dem Aufpreis Abstriche machen müssen. Irgendwo muss man ja auch was verdienen…

  8. Für Curved-Produkte zahlt man bei Samsung doch einen dicken Aufpreis und Apple Kunden geben sich mit so einem kostenlosen Feature nicht zufrieden? Also heutzutage kann man es keinen mehr Recht machen …

    Ich schätze dass sich die Geräte bei normaler Nutzung eh verbiegen werden, da sich die Geräte bei der Nutzung erwärmen und wieder abkühlen. Desto intensiver das Gerät genutzt wird, desto schneller wird es sich verbiegen. Einfach unvorstellbar wie sowas in einer Testphase nicht auffällt.

  9. Also ich habe zwei iPad Pro 1. Generation hier. Laufen super und sind beide plan. Eins davon ist sogar ein refurbished iPad. Sieht aus wie gerade gekauft. Da kann ich nicht meckern.

    Nun werde ich 2019 beide durch die aktuellen Pros ersetzen. Falls eines oder beide eine sichtbare Krümmung haben sollten, dann tausche ich die Dinger um oder gebe sie eben zurück. (Achtung: 14 Tage Widerrufsrecht nur im Fernabsatz)

    Wenn die iPads plan sind, dann kommen sie in stabile Hüllen. Die halten die Geräte dann in Form. 🙂

    So einfach ist das…

  10. Das ironische an TC Erklärungsversuch ist, dass bei seinen neuen iPads von Toleranzen gesprochen wird. Bei allen Vorgänger iPads war davon nie etwas zu hören, zu fühlen oder zu sehen.
    Für jemanden der so hochpreisige Pseudo-Prestige-Produkte verkauft klingt das eher nach chinesischem Billigheimer. Dem würde man das Argument sogar sofort abkaufen. Finde das nicht OK.

  11. Der Qualitätsstandard von Jobs ist weg, nun nutzt man den mindest Qualitätsstandard in den USA. Also keinen! Betrifft nicht nur Apple.

    • Bartenwetzer says:

      Wenn man kommentiert, dass man den Mindest Qualitätsstandard der USA verwendet:

      Welcher Standard ist gemeint ? Was schreibt der vor ?

      Gibt es einen solchen überhaupt und was gibt es sonst noch zu mäkeln ?

      Gegen sachliche Kritik ist nichts einzuwenden. Aber hier und in vielen anderen Kommentaren, nicht nur in diesem Blog, ist diese nicht zu finden.

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