iPad Pro 2018: Apple bestätigt verbogene Tablets, sieht aber keinen Handlungsbedarf


Apple hat dieses Jahr neue Modelle des iPad Pro veröffentlicht. Dünn, leicht und offenbar auch anfällig für leichte Biegungen, wie Apple gegenüber The Verge nun bestätigt. Demnach kann es vorkommen, dass iPad Pro bereits frisch aus der Packung mit einer leichten Biegung versehen sind. Das ist zwar nicht gewollt, aber wohl ein Produkt des Herstellungsprozesses.

Apple sieht das Ganze auch nicht als Defekt, funktional sind die iPad Pro dennoch. Wohl aber dürfte es den ein oder anderen, wenn nicht sogar alle, Käufer stören. Hier hat man dann letztendlich keine große Wahl. Entweder man gibt das iPad direkt wieder zurück oder man lässt es über eventuell vorhandenes Apple Care+ tauschen, das kostet dann allerdings die normale Service-Gebühr.

Die Biegung soll durch das Zusammenspiel von Aluminium und Kunststoff entstehen, beim Abkühlungsprozess der beiden Materialien. Das dürfte auch der Grund sein, warum sie bei Modellen mit LTE häufiger auftritt als bei den Modellen ohne. Ebenso taucht der Fehler gleichermaßen beim 11 Zoll wie beim 12,9 Zoll Modell auf.

Was hingegen nicht passieren sollte: Dass sich die Biegung im Laufe der Zeit verschlimmert. Denn die Stabilität des „fertigen“ iPad Pro soll durch die Biegung nicht beeinträchtigt sein. Was natürlich nicht heißen soll, dass sich so ein iPad nicht mit Gewalt verbiegen lässt. Eine neues Bendgate wie seinerzeit beim iPhone 6? Glaube ich nicht, aber mal sehen, ob sich die Beschwerden über verbogene iPad Pro noch häufen, nun da es bekannt ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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26 Kommentare

  1. Irgendwie ist das schon lustig.
    Hätte Apple aber auch schon vorher merken können.
    Jeder weiss, was passiert, wenn man 2 Materialien mit verschiedenem Ausdehnungskoeffizienten so grossflächig miteinander verklebt.

  2. Ich hatte mir auch eines geholt und war echt erschrocken. Hatte einmal getauscht und siehe da nochmal. Ich habe seit gestern ein Surface Pro 6 und keine Probleme. Nun die Erfahrung ist subjektiv da ich nur zwei Geräte in den Händen hielt aber es hat gereicht. Dann lieber 2mm dicker und stabil.

  3. Curved ist doch eigentlicj kein Trend mehr 🙂

  4. Paul Schrader says:

    Unglaublicher Pfusch und absolut inakzeptabel. Wie kann so etwas passieren? Ein auf dem Tisch wackelndes iPad will doch keiner haben.

  5. Wenn man bedenkt, in welchem Preissegment sich Apple selbst positioniert und dann aber keinen Handlungsbedarf sieht. Naja, das spricht eigentlich für sich selbst…

    Und dabei denkt man doch eigentlich, dass Apple ausreichend Erfahrung hat, um solche Dinge zu vermeiden und auch entsprechende Qualitätsansprüche an sich selbst hat.
    Aber nein, wenn da kein Handlungsbedarf ist…

    • Steve Jobs war der Qualitätsbeauftragte dieser Firma. Jetzt wird die CashCow nur noch durchs Dorf getrieben. Wie damals. Nur gibt es jetzt keinen Jobs mehr, der dieser Firma wieder ihre Seele einhauchen könnte.

    • Solange die Schafherde weiter brav kauft, wird sich da nichts ändern. Warum sollten sie auch?

  6. Bei sowas denke ich eher an Chinaschrott und nicht an Premiumprodukte.
    It’s not a bug, it’s a feature.

    • iPads und iPhones SIND Chinaschrott, der billig von Auftragsfertigern in Shenzhen (China) zusammengeklebt wird. Nur weil sie teuer verkauft werden, heißt ja nicht, dass sie teuer produziert werden. Im Gegenteil, Apple hat die höchste Gewinnspanne pro Gerät, was gegenüber Aktionären auch gern hervorgehoben wird. Das bedeutet übersetzt: billig produziert und teuer verkauft.

      • Schmarrn. Es gibt billig produzierter Ramsch aus China, aber eben auch hochwertige Dinge wie Apple-Hardware (eigentlich). Das wie hier beim neuen iPad sollte – vor allem – bei den Preisen natürlich nicht vorkommen. Aber die Begründung passt zum neuen Apple. Schade, denn das hat Apple jahrelang von den Mitbewerbern deutlich abgegrenzt, Qualität.

  7. Es ist einfach eine Frechheit so eine Aussage wenn ich mir anschaue was die Teile kosten. Aber ich glaube nicht das es noch lange gut geht mit solchen Aktionen.

  8. Normal ist das jedenfalls nicht und wenn es normal wäre würde sich keine Firma trauen so was zu verkaufen. Apple wird immer unverschämter gegenüber seiner Kundschaft auf die sie seit diesem Jahr u. in Zukunft mehr als notwendig angewiesen sind. Die höheren Preise werden nicht mehr lange die Kundenverluste bzw. Neukaufverluste kompensieren. Und ausgerechnet jetzt verkaufen sie Schrott als normal bzw. kein Problem. Ich finde es jedenfalls interessant zuzuschauen wie sich die Firma langsam aber sicher in die Krise manövriert.

    • Da hast du vollkommen recht, der Ruf von Apple wird dadurch auf jeden Fall noch mehr Schaden nehmen, der Aktienkurs gab heute wieder nach, er wird bald auf dem Niveau sein von 2013, nach dem Release vom 5s.

  9. Hier

    https://forums.macrumors.com/threads/ipad-pros-bending-issue-merged.2052189/page-24

    wird es schon seit Release diskutiert, bei einigen ist die Biegung beim Transport entstanden. Ein totaler Murks von Apple, das reiht sich nahtlos in deine Probleme der letzten Jahre ein. Das schlechteste iPad sei 2010, zum Glück war es mir sowieso zu teuer. Solche Dinger werden Apple irgendwann den Ruf kosten!

  10. Und nächstes Jahr kommt dann ein neues iPad Pro raus, welches mit „noch stabiler als der Vorgänger“ beworben wird. Lässt sich dann nicht mehr verbiegen. Lol.

  11. Ein Austausch über AC+ kostet im übrigen nur bei selbst verschuldeten Schäden eine Service Gebühr. Es wird nur der Betrag für ein neues Gerät auf der Kreditkarte eingefroren bis das Gerät bei Apple eintrifft.

    • Ja und wie weist du später nach, dass die Verbiegung nicht selbstverschuldet ist? Dann doch lieber von seinem Widerrufsrecht gebrauch machen und gleich zurückschicken.

      Die Reservierung der Kosten für ein neues iPad auf der Kreditkarte gilt übrigens nur, wenn man den Expressaustausch in Anspruch nimmt.

  12. Bei meinem iPad Pro (2018) besteht in der Tat kein Handlungsbedarf. Es liegt perfekt plan auf einer perfekt planen Tischplatte (Kamerabuckel ausgenommen). Vielleicht ist die aktuelle Charge von Dezember betroffen?

    In jedem Fall würde mich mal interessieren, wer von den Schlaumeiern hier selbst überhaupt ein solches Teil besitzt und mitreden kann?

    • Und wieder ein Fanboy, der seine Ausgaben rechtfertigen muss, indem er bestehende Probleme relativiert und sein Gerät bzw. „sein Unternehmen“ verteidigt.

      Nebenbei bemerkt, Apple hat das Statement sicher nicht grundlos heraus gegeben.
      Kein Hersteller gibt Qualitätsprobleme freiwillig offen zu!

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Warum nochmal muss ich ein iPad besitzen, um über die Aussage von Apple zu diskutieren?

  13. Dann muss mal halt von Vertrag zurücktreten. Service ist was anderes…

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