1Password 7: Kein Einmalkauf im App Store möglich, nur noch für Abonnenten

Nutzer von 1Password haben es sicherlich schon lange mitbekommen: Es gibt nicht mehr nur die Stand-alone-Version mit Einmalkauf des Passwort-Managers, man bietet auch ein Abo-Modell an. Nutzer zahlen monatlich Summe X und synchronisieren dabei auf all ihren Geräten über den Anbieter direkt, ähnlich LastPass. Viele ziehen allerdings das Synchronisieren über irgendeinen anderen Anbieter, beispielsweise Dropbox, vor.

Da wird es natürlich etwas tricky für 1Password. Es stellte sich lange die Frage, ob man nach der Einführung des Abo-Modells überhaupt noch neue Versionen für die klassischen Einmal-Zahler weiterführt. Das hat man nun geklärt, auch diese Versionen wird man weiter über die Webseite von 1Password kaufen können. Mit Erscheinen von 1Password 7 wird sich allerdings im App Store von Apple etwas ändern.

Diese Version wird nur für Anwender des Abo-Modells  nutzbar sein, als Einmalzahler kann man nicht zu 1Password 7 aus dem Mac App Store greifen. Die Macher standen dabei vor dem Problem, dass der Mac App Store keine kostenpflichtigen Updates erlaubt, der Entwickler müsste in diesem Falle eine neue App einstellen. 1Passwort-Abonnements sind für kostenlose Upgrades berechtigt, d.h. die Entwickler können die gleiche Anwendung im App Store behalten und alle Benutzer nahtlos auf die neue Version aktualisieren, sobald sie herauskommt.

Wenn man Stand-alone-Lizenzen im Mac App Store verkaufen würde, hätte man dieselben Probleme noch einmal, wenn 1Password 8 veröffentlicht würde. Aus diesem Grund habe man sich entschlossen, keine Lizenzen über den Mac App Store zu verkaufen.

Weil ich immer mal gefragt werde: Ich habe so ziemlich alle relevanten Lösungen ausprobiert und immer auf dem Zettel, bin aber momentan mit macOS, iOS und Android in einem 1Password-Abo. Ganz einfach, weil es sich in einem Familien-Abo für mich gut rechnet und ich jederzeit „raus“ könnte. Aber nicht nur der Preis stimmt, sondern die App selber, die ich schon viele Jahre nutze.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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54 Kommentare

  1. Habe es schon paar mal gesagt, aus user sicht finde ich die abo modelle zum ko…. für die anbieter natürlich top.

    • Das hängt meiner Meinung nach sehr stark vom Anwendungsgebiet ab. Abo Modelle sind super für Anwendungen die einer starken Entwicklung unterliegen weil sie gerade erst am Anfang steht. So können neue Funktionen und Ansätze auch schnell an den Kunden weitergegeben werden.

      Das klassische Modell bedeutet letztendlich immer das Features für ein „großes“ kostenpflichtiges Upgrade „aufgehoben“ werden müssen, und somit der Nutzer teils 1-2 Jahre darauf wartet obwohl sie beim Entwickler eigentlich schon fertig in der Schublade liegen. Ein gutes Beispiel ist meiner Meinung nach Simplify3d im 3d Druckbereich. Ein sich schnell vorwärts entwickelnder Markt bei dem deren „klassisches“ Bezahlmodell überhaupt nicht passt und es einem als Nutzer fast so vorkommt als würde die Software nicht weiterentwickelt werden. Da wäre ein Abo-Modell deutlich vorteilhafter – für beide Seiten.

      Bei einem Password Manager schaut es natürlich etwas anders aus. Dort würde ich ein Abo Modell wohl noch am ehesten bei Dashlane rechtfertigen, weil die den Nutzer auch aktiv vor bekannt gewordenen Sicherheitslücken bei Seiten warnen die man verwendet hat.

  2. Dafür zahlen, dass man seine Passwörter bei unbekannten Leuten speichert, ist schon eine Meisterleistung.

  3. Sie werden ja verschlüsselt gespeichert.
    Weiterhin ist die Cloud aktuell aus vielen Bereichen nicht mehr weg zu denken. Wer das nicht einsieht lebt vielleicht hinterm Mond. Filme, Spiele, Software wollen und nutzen viele eben nur noch aus der Cloud.

    • Ja, das mit der „Verschlüsselung“ behaupten sie alle. Wer hat alles dann die Schlüssel?

      Und Filme, Spiele, Software aus der Cloud mit Passwörtern zu vergleichen … ist wie für so ein Service zu zahlen.

      • Wenn du einen vernünftigen Cloudspeicher hast, dann hat auch niemand anderes die Schlüssel.
        Datenschutz hast bestimmt schon mal gehört, oder?
        Also wenn du etwas gegen verschlüsselte Passwörter in der Cloud hast, dann solltest du wohl lieber ganz schnell deinen PC oder Smartphone ausschalten, du könntest ja irgendwelche Daten preisgeben, die dann zu 99,999% in einer Cloud gespeichert werden.

        • Das mit diesen geheimen Beschlüssen geheimer Richter von geheimen Gerichten in den USA hast du aber mitbekommen?
          Will sagen: Was ist das Versprechen eines Unternehmens wert, wenn Regierungen eine gesetzliche Grundlage schaffen, die ihnen auf so undurchsichtigem Wege Zugriff auf nahezu alle Daten eines US Unternehmens ermöglichen? Dem bist du als Nutzer schutzlos ausgeliefert. Und was NSA und Co von gesetzlichen Grundlagen außerhalb der USA halten, wissen wir schließlich. Und wer weiß, was andere Regierungen uns einfach nur verheimlichen?
          Weiterhin sind solche Services sicherlich ein interessantes Angriffsziel für Kriminelle. Da muss nur Mal einer Glück haben und an die Daten kommen.
          Zwar nutze ich ebenfalls Cloud, aber Vertrauen hat da kein Anbieter von mir. Nicht, wenn ich jeden Tag damit rechnen muss, dass ein Gesetz beschlossen werden kann, was ihn zur Herausgabe meiner Daten zwingt.

        • Frag mal Zuckerberg, ob er was vom Datenschutz gehört hat. Steht bei ihm auch großgeschrieben. Er hat sogar versprochen, alles noch sicherer zu machen. haha.

          Wie naiv manche sind …

    • den unterschied zwischen filme und deinen passwörtern für sensible daten erkennst du aber schon oder 😀

  4. “ Ich habe so ziemlich alle relevanten Lösungen ausprobiert und immer auf dem Zettel, bin aber momentan mit macOS, iOS und Android in einem 1Password-Abo. “

    Du hast mit dem Teil so recht, habe jetzt wirklich jede Lösung ausprobiert, aber keine lief so perfekt. Es funktioniert einfach, gerade im Apple Ecosystem. Nahezu perfekte Integration etc – glaube da muss ich nichts drüber sagen, der Preis geht meiner Meinung nach auch für die Leistung die man bekommt.
    Kostenlose Leistungen wie Keepass funktionieren zwar meiner Meinung nach sehr gut am Desktop, aber die iOS Apps sind einfach nicht wirklich vergleichbar.

    Das einzige was mich stört in dem Abomodell ist die Speicherung der Daten, aber da denke, dass man 1P vertrauen kann. Sie haben in den ganzen Jahren denke ich bewiesen, dass die Daten gut verschlüsselt sind (hoffe ich …).

  5. Maximilian says:

    Enpass macht das selbe, für einmalige (5€ ?)

  6. Und tschüss 1P

  7. Enpass „und Co.“ haben aber leider EIGENE Formate, sodass eine spätere Migration über den csv Standard zuviel Nacharbeit erfordert. Leider.

    • Pass von Wort says:

      Öhm, nein. Ich „synce“ von Zeit zu Zeit meinen EnPass Container (privat) in KeePass (Arbeit). Sind ein paar Klicks, die Migration von KP zu csv nur ein paar wenige mehr.

    • Ich hab testweise mal meine Daten von 1P zu Enpass migirert, das war eine elendige Nachbearbeitung, weil viele Einträge in den PW-Einträgen auf der Strecke geblieben sind.

      Solange ich noch die Einmalzahl-Version von 1P bekommen, egal ob über die Webseite oder sonstwoher werde ich bei 1P bleibe. Sobal der Zwnag zum Abo kommt, sag ich Tschüß

  8. derlinzer says:

    Völlig richtig, was Agilebits da macht. Nur auf diesem Weg zahlt es sich für den Entwickler aus, weiterzumachen, Fehler zu fixen und neue Features einzubauen. In all den vielen Jahren hat mich 1Password nicht ein mal im Stich gelassen.

    Die Sparefrohs sollen bitte bei irgendwelchen günstigen oder kostenlosen und werbeverseuchten Angeboten bleiben, oder bei solchen, deren Usability einfach nur grauenhaft ist. Hangelt euch ruhig von Ast zu Ast, bis es keinen mehr gibt, weil es sich einfach nicht lohnt.

    • deine Schadenfreude wird dir noch schlecht bekommen. Denn du sitzt mit allen anderen in einem Boot. Wenn zuwenig beim Abo mitmachen, stirbt Anglebit evtl. noch früher…

      • derlinzer says:

        wenn AgileBit, dann geht es ein. Dies würde ohne Abo aber fix schneller passieren. Sollte der Fall eintreten, dann hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt einen Service, den mir niemand anderer geboten hat und war rundum zufrieden. Exporte meinen Kram und gut ist.

    • Bin ein bisschen verwundert, was das mit „Sparefrohs“ zu tun hat, wenn man eine Lösung möchte, die kein Abo-Modell enthält und auch noch zukunftssicher, weil kein proprietäres Format verwendet, landet man zwangsläufig bei Opensource. Auch da kann man gerne Entwickler zahlungskräftig unterstützen, die freuen sich sehr.

      Ich für mich habe 1PW nach Jahren den Rücken gekehrt und seit zwei Monaten bei MacPass gelandet. Funktioniert wunderbar, auch ohne Browsererweiterung, man muss es nur ab und an feinjustieren. Das ist mittlerweile bei mir erledigt. Dazu kommt noch, dass man mit dem KeyFile noch eine Sicherung mehr hat. Bei iOS läuft MiniKeepass, bei Android Keepass2Android. Die Oberflächen mögen nicht so poliert sein, wie bei 1PW, aber von der Funktionsweise sehe ich keinerlei Einschränkungen. Sicher und plattformunabhängig obendrein.

      • Klingt interessant. Wenn ich recht darüber nachdenke, schätze ich, dass KeePass vmtl. die zukunftssichere Lösung ist, weil von iwelchen Geschäftsmodellen unabhängig. War mir bislang wirklich zu hässlich und ich gehöre nicht zu den Geizhälsen oder Cloudgegnern, die es deshalb verfechten. Aber die Tragfähigkeit für die Zukunft scheint mir tatsächlich ein Argument zu sein…

  9. johnappleseed says:

    Also erstens kann man sehr wohl noch eine Lizenz erwerben ohne Abo.
    Zweitens kann man auch die Password Container ausserhalb der 1Password cloud speichern

  10. Wenn man mal 1 Stunde in die Einrichtung investiert ist KeePass die Lösung meiner Wahl. Erweiterbar, transparent, kostenlos und vor allem mit riesigem Funktionsumfang. Enpass zum Beispiel hat es noch immer nicht auf die Kette bekommen Passwort und Benutzername über eine Benachrichtigung unter Android kopieren zu können. Ich gebe zu, es gibt hübschere Programme von der Oberfläche als KeePass, egal ob Windows oder Android… aber seid mal ehrlich Leute. Ein Passwort-Manager hat doch im Endeffekt genau eine Funktion. Einfach, sicher und bequem überall die Passwörter für einen bereithalten.

  11. Michael Wünsche says:

    Für mich ist Bitwarden seit geraumer Zeit die Lösung und der Ersatz für 1Password!

    • Bei Bitwarden stört mich, daß ich nicht schnell mal den Account wechseln kann. Man muss sich erst komplett abmelden und danach wieder die kompletten Anmeldedaten eingeben.

      Wenn man einfach den Account auswählen könnte und dann nur noch das Passwort zum anmelden eingeben müsste, wäre es besser.

  12. Kleiner Muck says:

    Dann lieber Enpass einmalig pro User 10,99€ bezahlen und die Möglichkeit sich den Speicherort selbst auszuwählen finde ich besser.

  13. Wer die App schwarz aus dem Netz lädt (Mac OS) ist wieder einmal stark im Vorteil.
    Ich kritisiere dieses Model zu tiefst. Wie es scheint, wird es von der Masse angenommen und wird vermutlich die Zukunft sein.

  14. Also ich muss ja zugeben, dass ich meine Meinung seit dem letzten 1PW Artikel geändert habe. Hatte damals noch geschrieben, dass ein Abo für mich nicht in Frage kommt. Was soll ich sagen, nach testen der Windows Version habe ich nun auch eines abgeschlossen. Ich habe mindestens 4 Geräte, auf denen 1 PW läuft. Und bei 4 Einzellizenzen komme ich auf mindestens 160 Euro. Dafür bekomme ich über 4 Jahre im Abo und immer die neueste Version etc. Und innerhalb von 4 Jahren ist wohl damit zu rechnen, dass nochmal für ein Upgrade zu zahlen ist.

    Hinzukommt, dass 1PW von meiner Frau akzeptiert und benutzt wird. Es mag sein, dass Keepass 1PW in nichts nachsteht was den Funktionsumfang angeht. Die Usability ist bei 1PW aber unschlagbar. Und dafür zahle ich dann gerne.

    • In Wirklichkeit ist es doch nur der Anfang vom Ende solcher Entwickler. Die fetten Zeiten sind definitiv vorbei und niemals werden ausreichend viele der bisherigen Nutzer auf ein 5 Euro-Abo umsteigen. Wie stellen die sich ihren Otto-Normal-Nutzer denn eigentlich vor? 10-20 Apps auf den Geräten, die zukünftig 5-10 Euro pro Monat wollen. Die lacht doch jeder Unternehmensberater aus. Private Equity-Gelder bekommen in diesem Geschäftsmodell die allerwenigsten noch. Ergo versuchen sie, noch ein paar Jahre ihre Hardcore-Fans auszupressen, bis ganz Schicht im Schacht ist. Bestenfalls übernimmt Apple oder Google die Reste für einen Appel und ein Ei. Dort wo sich ein Abomodell trägt und Sinn macht (umfangreiche Software mit fortlaufend nennenswerter Entwicklung), ist es ziemlich zu Beginn eingeführt. Bei so Apps wie 1P ist es ähnlich wie bei Wetter- oder Kalenderapps: riesige Konkurrenz und wenig Potential zur Abgrenzung.

  15. Mac Buddy says:

    Verwirrender Artikel irgendwie…

    Lt. verlinktem Artikel gibt es weiterhin eine „Standalone“ Version – jedoch auf deren Website (was ich übrigens dort nirgends finden kann??!!).

    Wie schaut es mit dem WLAN-Server aus? Wird der noch erhalten bleiben?

    Gegen ein Abo-Modell habe ich nichts, aber ich mag/muss meine Passwörter weiterhin lokal speichern (meine Firma untersagt ein Speichern von Passwörtern in der Cloud).

    • Du musst auf der deren Seite bis nach unten scrollen, dann auf Downloads und los gehts. 🙂

      • Mac Buddy says:

        ? Und was kostet es dann? Bisher gibt es auch noch nicht die Version 7 zum Download.

        Sehr merkwürdiges Vorgehen. Über Preise sollte doch der Hersteller mal „aktiv“ etwas schreiben? Mein Vertrauen schwindet leider ein wenig… Dabei ist 1PW schon immer auf meinem Mac/iPhone mit dabei.

  16. Ich bleibe bei Version 6. Läuft doch wunderbar mit Mac und Ipad/Iphone im WLAN Netzwerk Sync. Kein Bedarf in eine andere Version upzugraden.
    Man wird durch Abo-Modelle immer mehr in die „permanent Konsumer“ schiene gedrückt. Das ist vergleichbar mit Dauerleasing. Nein Danke

    • Korrekt. Am schlimmsten ist ja die Mainstream-Meute, die mit Kommentaren wie „gute Software muss bezahlt werden“ oder „ICH zahle ja liebend gern das Maximum-Abo-Paket und Spende auch regelmäßig“ versucht, Zustimmung einzufahren, ohne den Gesamtüberblick zu haben. Developers Welcome!

      • Wer den „Gesamtüberblick“ hat, weiss was für ihn selbst am besten ist. Mit 1Password Families bekommen 5 Leute die Apps auf allen Plattformen und dazu 1 GB für Dokumente. Wer das nicht braucht ist offensichtlich mit Einmalkauf besser beraten.

  17. Ich werde wohl Kunde. Als ich kürzlich gesehen habe, dass es 1password auch für EU gab, hab ich mir den Dienst nochmal angeschaut und da ich es persönlich satt hatte, bei 100 Diensten verschiedene Passwörter ständig zu simpel einzurichten und trotzdem andauernd nachschauen zu müssen…mir 1password eingerichtet. Ich will halt dass das auf möglichst jedem Gerät verfügbar ist und nutze das auch nur für nicht kommerzielle Aspekte. Wichtige Passwörter für Finanzen oder gar Kreditkarten und Co. würde ich dort nicht hinterlassen. Aber alles andere möchte ich mir halt nicht mehr merken müssen weshalb ich im vergangenen Monat seit einer Ewigkeit kein Passwort mehr zurücksetzen musste. Etwas was ich mit Verlaub viel zu oft in den letzten Jahren tun musste.

    Zum Abo: eine Jahresgebühr macht dort Sinn, wo ich von einer Firma erwarte, dass sie weiterhin alles mögliche tut, um meine Daten zu sichern. Ich persönlich finde es zwar immer besser, dem Kunden wird die Wahl gelassen. Aber ein klassisches Upgrade Modell finde ich schlechter.

    • Deliberation says:

      Ich frage mich nur, warum das Speichern der Daten in der EU noch immer ein Argument FÜR eine Anwendung ist. Ernst gemeinte Frage: warum ist das bei Dir so?

      Meine letzte Enttäuschung mit unserem Datenschutz ist die Umsetzung des DSGVO. Die Firmen haben Recht, wenn sie die neue Grundverordnung als Bürokratiemonster bezeichnen, denn außer Bürokratie wird hier nichts produziert, v.a. nichts vorteilhaftes für den Verbraucher. Beispiel: die Verordnung sieht vor, dass der Konsument ein Recht auf die Löschung seiner Daten hat. Der Händler kann der Aufforderung aber schon dann nicht nachkommen, wenn das vitale Interesse des Kunden seinem eigenen Wunsch widerspricht. D.h. eine wirksame Werbesperre ist nur möglich, wenn man die Daten weiter speichert, sie aber mit einem Flag versieht. In der Folge werden Daten dann meist nicht gelöscht, wenn der Kunde nicht nur die Löschung seiner Daten verlangt, sondern der Nutzung dieser Daten zu Werbezwecken widerspricht. Ein weiterer Fall ist der Widerspruch des Löschanspruchs zu anderen Gesetzen, z.B. dem Handelsrecht oder dem Steuerrecht. Wenn der Händler z.B. Daten aus gewerblichen Gründen zehn Jahre speichern muss, hat man lediglich ein Anrecht auf die Löschung der Daten, die hierfür nicht nötig sind. Also maximal das Geburtsjahr oder die E-Mail-Adresse. Auch bestehen in Deutschland weiterhin die Folgen der Vorratsdatenspeicherung. Zwar ist diese nach dem OVG-Urteil nicht mehr zwingend vorgeschrieben, die Vorrichtungen zur Speicherung dieser Daten existieren jedoch weiterhin, schließlich wurde diese Investition bereits getätigt.

      Ich halte einen EU-Speicherplatz daher aus diesen und vielen anderen Gründen nicht aus datenschutzrechtlichen Gründen für vorteilhaft. Vielmehr sind Performanz und Verfügbarkeit für mich Gründe, Daten in der EU zu speichern. Wenn ich meine Daten vor neugierigen Blicken sichern will, benötige ich einen zuverlässigen Anbieter, der nicht in der EU und nicht in den USA sitzt und bei dem die Daten serverseitig mit meinem eigenen Key verschlüsselt sind.

  18. Martin B. says:

    Bin mittlerweile nach einem Ausflug zu Enpass zurück bei 1Password im Abo-Modell. Leider kann man aber seine Daten aus dem Abo-Modell nicht exportieren, oder?@caschy Zumindest habe ich keine Möglichkeit dazu gefunden.

  19. Christian says:

    Was hat dir an Enpass nicht zugesagt?

    • Martin B. says:

      Ausfüllen von Kreditkarten-Daten hat selten funktioniert. Viele fehlerhaft ausgefüllte Felder. Wenn man einen Login erstellte, direkt von der Seite auf der man sich eben registriert hatte, wurden alle möglichen Daten mit in Enpass geschmissen und man musste danach erst mal aufräumen.

      Da waren mehrere Sachen die einfach nicht so smooth waren wie bei 1Password.

      • Leider muss ich dir Recht geben. Hab auch über das neue Abo abgeko***. Enpass und Bitwarden probiert. Vergiss es. Die sind gefühlt noch 5 Jahre Entwicklungszeit hinterher. Empfehle einfach Mal testweise einen Account mit OTP in der jeweiligen iPhone-App hinterlegen und danach über die App aufrufen…. Klappt nur bei 1Password ohne Umstände und wie versprochen. Kann nicht verstehen, wie man das beim Testen nicht bemerken kann @Caschy

  20. HasenZahn says:

    Wenn ich das 1Password Abo nehme muss ich dann auch deren Cloud verwenden oder kann ich es nach wie vorher bei meiner normalen Lizenz über meinen eigenen Cloud-Server synchronisieren?

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