Passwörter in Google Chrome speichern: praktisches Feature oder unterschätzte Gefahr?

8. August 2013 Kategorie: Backup & Security, Google, Internet, geschrieben von:

Seit ein paar Tagen macht die Meldung die Runde, dass Passwörter, die mit dem Passwort-Manager in Chrome gespeichert werden, sehr einfach angezeigt werden können. Bug oder Feature? Was auch immer es ist, es ist nicht neu. Firefox führte zur Sicherheit bereits ein Master-Passwort ein, das eingegeben werden muss, bevor man die Passwörter angezeigt bekommt.

Chrome

Das Feature, sich Passwörter anzeigen lassen zu können, nutze ich seit dem Zeitpunkt, als die Passwortspeicher in die Browser Einzug hielten. Erlangt ein Fremder Zugriff auf meinen PC und somit die gespeicherten Passwörter, weil ich in Chrome noch angemeldet bin, ist dies vermutlich das kleinste Problem, das ich habe.

Aber was ist nun dran? Hat Google hier tatsächlich geschlampt? Sollte es einem nicht bewusst sein, dass Passwörter mit wenigen Klicks aus einem angemeldeten Google-Konto einsehbar sind? Für mich ist das logisch, für Euch vermutlich auch, aber ist es das für Lieschen Müller ebenfalls? Hat man erst einmal Zugriff auf einen Chrome-Account, ist es eine Sache von Sekunden, sich die gespeicherten Passwörter über „chrome://settings/passwords“ anzeigen zu lassen.

Alternativen gibt es natürlich. LastPass oder 1Password seien hier genannt. Google wird daran auch nichts ändern. Kein Master-Passwort, weil man den Nutzern kein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln will. Der Nutzer soll sich bewusst sein, in welchen Schwierigkeiten er steckt, falls jemand Zugriff auf sein System bekommt.

Nutzt Ihr das in den Browsern integrierte Passwort-Management oder setzt Ihr auf einen alternativen Dienst? Seht Ihr eine Gefahr im Verhalten des Chrome Browsers oder ist es nur ein Aufbauschen eines längst bekannten Umstandes?


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Quelle: The Guardian |

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9407 Artikel geschrieben.