YouTube stellt neue Einnahmequellen für Videoersteller vor

Videoinhalte sind sehr gefragt, nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei denen, die sie erstellen. Solche Inhalte lassen sich zu Geld machen, noch einfacher möchte YouTube dies künftig für die Nutzer seiner Plattform machen. Und das ist vielleicht auch nötig, denn mit Snapchat, Facebook und ganz frisch IGTV hat man durchaus Konkurrenten, die vor allem beim jüngeren Publikum punkten können.

YouTube stellt immer wieder neue Dinge vor, die die Monetarisierung von Videos vereinfachen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Nutzer, die so eventuell in die Tasche greifen müssen, um bestimmte Inhalte zu sehen. So gibt es zum Beispiel die Channel Memberships, quasi ein kostenpflichtiges Abo eines Kanals, das Zugriff auf zusätzliche Inhalte gibt, die nur für Zahler verfügbar sind.

Diese Channel Memberships wurden von YouTube mit Partnern getestet und werden nun für weitere Accounts (mehr als 100.000 Abos) verteilt. 4,99 Dollar pro Monat geben dann Zugriff auf die exklusiven Inhalte. Gemessen an Flat-Angeboten von Netflix und Co. sicher ein stolzer Preis, aber so richtig vergleichbar ist das nicht, man unterstützt hier schließlich einen Creator, den man wohl mag, sonst würde man ihn ja nicht unterstützen.

In den USA können ab sofort alle Kanäle mit mehr als 10.000 Abos auf einfache Weise Merchandise anbieten. Während schon jetzt einiges an Merchandise genutzt werden kann, plant YouTube auch, weitere Partner an Bord zu holen, um das Angebot zu erweitern.

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Video-Link: https://youtu.be/43o_pBtrIYw

Ebenfalls breiter verteilt werden Premieren. Vorproduziertes Material kann von Videoerstellern auf diese Weise zu einem bestimmten Termin „live“ ausgestrahlt werden. Inklusive der Möglichkeit von Super-Chats (bezahlte, hervorgehobene Comments), die bislang nur in Live-Videos verfügbar waren.

Als Nutzer von YouTube muss man sich wohl drauf einstellen, dass künftig mehr und mehr Inhalte hinter Bezahlschranken verschwinden, damit die Ersteller von Videos mehr Einnahmen generieren können. Ob diese auch immer verdient sind, wird auf lange Sicht dann der Nutzer entscheiden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Oh Mann, wenn das mal nicht der Todesstoß für YouTube ist.

  2. Ich finde das jetzt gar nicht so schlecht – entspricht halt den Twitch Abos. Ob darauf Bezahlschranken werden wir sehen, ich glaube aber eher nicht. Das richtet sich eher an Fans, die den Youtuber unterstützen wollen.

    • So ganz vergleichbar ist es nicht, bis auf Features außerhalb des Streams wie z.B. Emoticons oder Sub only chat, schaltet ein Abo auf Twitch keinen neuen Content frei. Man kann als nichtzahler weiterhin genau den gleichen Stream gucken, wie die Abonenten.

  3. Ist ja nicht so, das Content Creator jetzt schon überdimensional viel verdienen.

  4. Einerseits kommt sowas, andererseits werden immer mehr öffentliche Videos ohne wirklich ersichtlichen grund demonetarisiert, so dass diese keine Einnahmen für die Ersteller generieren. Kann man jetzt natürlich spekulieren, ob das ein unbeabsichtigter Zufall ist oder ob man auf diesem Weg auch verlässlichere Einnahmen für Youtube selbst generieren will und die Creator „überzeugen“ will. Es geht bestimmt ein Teil jedes Abos auch an Youtube. Damit hat man weniger Probleme, konstanten Umsatz zu machen, als mit den normalen Werbeclips, die Adblockern oder alternativen Youtube Apps zum Opfer fallen. Natürlich ist es auch ein Weg, gegen die Verbreitung von Patreon bei Youtubern vorzugehen. So kann man den Kanälen anbieten, das selbe halt auf der gleichen Plattform zu machen und man bekommt ein Stück vom Crowdfuning-Kuchen ab.

    Für mich persönlich jetzt ein wenig schwerer Treffer, aber besonders für Teenager und junge Erwachsene, die u.U. mehreren professionellen Youtubern folgen auch ein neuer Weg, einen guten Teil des Taschengeldes loszuwerden.
    Es motiviert die Kanalbetreiber ja auch dazu, den „freien“ Content so zu gestalten, möglichst viele Leute zu einem Abo zu verlocken. Da kann es schnell passieren, dass die gratis Videos, die ja eh keine Einnahmen mehr durch Werbung bringen, zu reinen Werbevehikeln verkommen.

    • Ja das stimmt. Ich sehe es jetzt schon kommen, dass Schüler reihenweise dieser Abos bei Leon Machere und Konsorten kaufen, nur um auf dem Schulhof überhaupt mitreden zu können. Und dann gibt es aber noch die 2-6 anderen Youtube“stars“ von denen man den Kontent kennen muss. Shit, die armen Kinder sind ihre 30 Euro im Monat alleine dafür los. :/

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