Windows 10: Microsoft Passport und Windows Hello wollen Passwörter abschaffen

Persönlich und sicher – das soll Windows 10 werden. Zwei Bestandteile, die dazu beitragen werden, sind Windows Hello und Microsoft Passport. Die beiden Sicherheitstools setzen auf biometrische Erkennung des Nutzers und bieten so nicht nur Zugriff auf Windows, ohne ein Passwort eingeben zu müssen, sondern auch Zugriff auf Webseiten. Voraussetzung für die Nutzung ist natürlich entsprechende Hardware, um Fingerabdrücke, die Iris oder das Gesicht verifizieren zu können.

Im oben eingebundenen Video wird Windows Hello und Microsoft Passport gut erklärt. Bei Windows Hello handelt es sich um eine Gesichtserkennung, die bei einem bekannten Gesicht den Nutzer automatisch bei Windows anmeldet. Das Erkennungssystem soll sich dabei nicht durch Bilder austricksen lassen. Alternativ zur Gesichtskontrolle kann auch das Auge oder der Finger als Identifikation dienen.

Microsoft Passport ist hingegen eine Art Passwortmanager. Eine Art deshalb, weil er ohne Passwörter auskommt. Um sich bei einer Seite einzuloggen, wird von Passport kein Passwort gesendet. Die Authentifizierung erfolgt über Windows Hello, also können auch hier Gesicht, Finger und Auge genutzt werden. Alternativ gibt es noch ein System mit PIN, falls die erforderlichen Hardware-Voraussetzungen nicht gegeben sind. Der Besitz eines Gerätes muss bestätigt werden, bevor Passport genutzt werden kann.

Passwörter sind schon lange keine große Sicherheit mehr. Egal ob komplex oder einfach, sind sie auf Servern gespeichert und werden nicht hochgradig verschlüsselt, läuft man Gefahr, dass sie anderen in die Hände fallen. Biometrische Zugangsverfahren sind zwar auch nicht zu 100 Prozent sicher, wenn ein etwaiger Angreifer allerdings das Gerät und ein biometrisches Zugangsmerkmal benötigt, um Zugriff auf Daten zu erhalten, ist dies wesentlich aufwändiger als eine Passwortliste nach passenden Einträgen abzuklappern.

(Quelle: Microsoft)

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. Wie auch schon ted schreib ….. ein gestohlenes Paßwort kann man immer wieder ersetzen, aber wenn ein biometrisches Kennzeichen erst einmal weg, dann ist es bis zum Lebensende weg. Bei diesem Thema wäre ich sehr sehr vorsichtig!!!!

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