Wenig Nachfrage: Paketkasten für Privathaushalte wird eingestellt


Seit 2014 konnte man als Privathaushalt einen sogenannten Paketkasten kaufen oder mieten. In diesen wurden dann Paketsendungen zugestellt, quasi ein überdimensionierter Briefkasten. Diese werden nun eingestellt – der Bedarf ist schlichtweg sehr viel geringer, als von der Post erwartet. Das erklärt Post-Chef Frank Appel in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Ein Aufruf der entsprechenden Seite bestätigt das, man kann die Kästen aktuell nicht buchen.

Einen Dämpfer gibt der Post-Chef auch diversen Zukunftstechnologien – zumindest kurzfristig. Denn Dinge wie Kofferraumzustellung oder Drohnen sieht er in absehbarer Zeit nicht. Er geht davon aus, dass es Paketzusteller auch in 20 oder 30 Jahren noch gibt. Das wiederum klingt meiner Meinung nach ziemlich blauäugig. Ebenso wie die Aussage, dass man die getesteten Begleitroboter „Postbot“ zwar testet, jene aber heute noch zu teuer seien. Immerhin werden die Packstationen ausgebaut – nicht nur praktisch für manchen Empfänger, sondern vor allem auch für den Zusteller.

Zustellung hinter die Wohnungstür? Hat man sich angeschaut und getestet. Man wisse aber nicht, wie groß der Markt dafür sei, der Kunde muss da ja mitspielen. Insgesamt klingt das alles sehr ernüchternd, was der gute Mann da von sich gibt, zumindest nicht so zukunftsorientiert, wie man es sich wünschen würde.

Klar ist, dass die Logistik-Branche vor schwierigen Aufgaben steht. Durch den Online-Handel wird es mehr und mehr Zustellungen geben, die Zustelldienste arbeiten bereits an der Kapazitätsgrenze. Logisch, dass da neue Ideen her müssen. Wenn die dann allerdings nur heißen, dass es keine Haustürzustellung mehr gibt und der Empfänger sich quasi selbst um die letzten Meter kümmern muss, obwohl die Paketpreise seit Jahren enorm steigen, läuft irgendetwas verkehrt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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64 Kommentare

  1. Der Bedarf ist nicht gering, es muss nur eine Lösung her, die mit allen Lieferdiensten funktioniert.

    • Exakt! Danke! Dachte schon, das außer mir keiner soweit denkt 😀
      Ich möchte doch nicht für jeden Lieferdienst eine eigene Lösung – also läuft es am Ende darauf hinaus, dass man jedem Dienst angibt „In der Garage“ oder „neben der Mülltonne“ ablegen zu dürfen – Auf dem Dorf klappt das. Und in der Stadt hätte man ohnehin keinen solchen Kasten (wo auch im Mehrfamilienhaus?)

    • Das hab ich mir auch gedacht – und mir von 1 Jahr sowas bestellt: https://www.besonderes-rund-ums-haus.de/Paketkaesten_c432.html

      Kann zwar „nur empfangen“, wie ein Briefkasten auch, funktioniert aber übergreifend und problemlos…

    • Außerdem ist dieser „Postkasten“ viel zu teuer gewesen.

      • Lag der nicht bei ~100€? Das wäre eigentlich ein sehr fairer Preis gewesen wenn er mit anderen Paketdiensten kompatibel gewesen wäre. Ähnliche Produkte von Burgwächter & Co sind deutlich teurer.

    • Ganz genau. Lösungen, die nur einen Paketdienst zulassen, sind nicht alltagstauglich.
      Deshalb sind mechanisch funktionierende Paketbriefkästen meiner Meinung nach die Zukunft (zumindest bis sich alle deutschen Zustelldienste aufraffen und zusammen ein Produkt entwickeln).
      Auf der Website http://www.paketbriefkasten-test.de kann man sich das passende Modell für die eigenen Anforderungen rausfiltern 🙂

  2. Kein Wunder, der Paket-Kasten war DHL-gebunden, soll ich für jeden Anbieter einen eigenen Kasten aufstellen für viel Geld?
    Ich habe eine viel einfachere Lösung gewählt, ich habe einen Paket-Kasten der einmal zu öffnen ist, damit man ein Paket einstellen kann, danach ist verriegelt, damit kann ich zwar nur von einem Anbieter pro Tag Pakete empfangen, aber idR reicht das und es ist für jeden offen! Die DHL-Lösung hab ich mir angeschaut, aber weder Preis noch Funktion haben gereizt, von daher die andere Lösung gewählt und sowohl ich als auch die Paket-Boten sind glücklich (OK, das mit dem man kann ihn nur 1x am Tag öffnen musste ich noch dick drauf schreiben, weil manche schon mit Gewalt versucht haben ihn auf zu bekommen, wenn sie 2. sind)

    • Peter Brülls says:

      auch meine Lösung. Kaninchenstall umgebaut, verschlossen wird mit einem Vorhängeschloss. Dass es mal zu einer Kollision kommt ist extremst selten.

  3. Man schaut halt bei DHL nicht über den Tellerrand. Der Paketkasten ging nur für die DHL-Zustellung, nicht jedoch für DPD, GLS, Hermes, UPS oder was es sonst noch so gibt. Soll ich mir da noch eine zweite Kiste hinstellen? Die DHL-Mitbewerber haben eine andere und zwar gemeinsame Kiste basteln lassen, da geht dann aber DHL wieder nicht heran. So kann das nichts werden. Wie bringt man DHL das Wort Kundenorientierung bei und setzt dann auch noch das Angebot entsprechend um?

  4. Der Paketkasten wäre auch gar nicht notwendig, wenn (für alle Lieferdienste nutzbare) Packstationen in einer vernünftigen Frequenz mit passenden Vorteilen angeboten würden. Würde die Lieferdienste entlasten und das ewige Problem der Zustellung während den typischen Arbeitszeiten lösen.

  5. Hans Günther says:

    Hm, wozu brauche ich sowas, wenn ich Nachbarn habe?
    Ach so, in der Stadt lebt man zu anonym für sowas…

    • Naja, weil meine Nachbarn in der Stadt möglicherweise auch arbeiten…
      Ist ja nicht so, dass ich der einzige im Haus bin der arbeiten geht.
      Man kann ja nicht davon ausgehen, dass der Paketbote 10 Häuser weiter klingelt.

    • Weil man den Nachbarn vielleicht nicht auf die Nüsse gehen will? Und auch nicht will, dass die einem auf selbige gehen?

    • Peter Brülls says:

      Also, ich wohne in einem Vorort am Stadtrand und kenne so ziemlich alle angrenzenden Nachbarn, erst recht die, die sich die direkte Straße mit uns teilen.

      Und wo sind diese Nachbarn, wenn wir arbeiten sind?

      Richtig! Auch arbeiten!

      Und da, wo wir früher gewohnt haben und die Hälfte der Nachbarn einen Hof hatten, wurde die Anwesenheit nicht gebraucht. Weil die Pakete dann einfach unter das Vordach gestellt wurden, weil nur einmal in der Woche mal ein Spaziergänger vorbeiging, geschweige denn marodierende Vandalen.

  6. Jetzt würde es mich ja brennend interessieren was aus dem PaketSACK geworden ist.
    Also dem „Ablageort“ in Form aeines Sacks der in der Tür eingeklemmt wird oder wurde…

  7. Was mir bei Dhl fehlt ist eine Wunschfiliale wo alle meine Pakete hin gehen wenn Sie Ansicht adressiert sind. Wenn man wie ich öfter im Ausland bestellt, weiß man meist vorher nicht mit wem geliefert wird. Da gibt man also seine Adresse an und wenn man dann nicht zuhause ist, landet das Paket in einer Filiale die von 8-18 Uhr auf hat. Doof nur, wenn man schon vor 8 Uhr auf dem Weg zur Arbeit ist und erst nach 18 Uhr wieder Zuhause. Von daher eine Wunschfiliale oder z.b. ein Paketshop welcher für alle Dienste annimmt, gerne auch für z.b. 1€ pro Tag, wenn ein Paket da liegt

    • Diese Wunschfiliale heisst bei uns Nachbar, genauer die Nachbarn die Zuhause sind, die sollten mittlerweile Stundenlohn oder Entschädigung von DHL bekommen, denn die Pakete von allen arbeitenden Nachbarn landen dort. Mal macht man das ja gern, aber ich kann verstehen wenn die irgendwann mal nein sagen würden. Ist ja nicht deren Job 😉

      • Bei mir gehen nun aber mal alle Nachbarn arbeiten.

      • Die sollten sie eher gelegentlich mal von denen bekommen die bestellen 🙂 DHL kann ja schließlich auch nichts dafür wenn die nicht zu Hause sind 🙂

      • Wie bist du drauf? Was ist das für ne Einstellung? Ich bin Zusteller bei DHL, jeder der nette Nachbarn in nem 10geschosser hat sollte sich glücklich schätzen. Mir als Zusteller ist es egal ob ich dich in eine Filiale benachrichtigte, die nur von 15-18 Pakete raus gibt. Warum sollte dhl da Nachbarn bezahlen? (Rhetorische Frage)

        Das ist genauso ne falsche Ansicht wie: „da haben sie aber Glück dass sie mich antreffen, ich wollte gerade los“

        Meine Antwort an diese Kunden: „Sie haben Glück, ist Ihr Paket“

        Denk mal drüber nach…

        Wenn du deine Nachbarn nicht nerven willst, dann schliesse eine Nachbarschftszustellung kategorisch aus. Oder bestelle Filiale Direkt.

        • Wenn du mir nun erklärst, wie ich sicherstelle das ein Paket definitiv über DHL kommt, ja dann bestelle ich nur noch in die Packstation. Ach, es gibt sogar Händler die Lieferungen an die Packstation ausschließen obwohl es mit DHL kommen soll. Also Als Zusteller wirst Du doch sicher erklären können wie ich das hin bekomme.

    • Jörg Ledergerber says:

      Das nennt sich Postnummer und funktioniert i.d.R. ohne Probleme. Damit kann man Pakete eben auch in eine Filiale umleiten.

      • Bringt Dir nix, wenn Du nicht weist wer der Zusteller sein wird und Du deshalb deine Privatadresse angibst. Zudem im Ausland wissen die meist nicht mal was eine Postnummer ist und wo die hin muss. Da will ich das Risiko nicht eingehen das es nicht ankommt.

  8. Der_Hanseat says:

    „Klar ist, dass die Logistik-Branche vor schwierigen Aufgaben steht. Durch den Online-Handel wird es mehr und mehr Zustellungen geben, die Zustelldienste arbeiten bereits an der Kapazitätsgrenze. “

    Ich verstehe es nicht: Die Logistik-Branche ist scheinbar die einzige Branche, die sich über Wachstum beschwert. Eigentlich wäre es doch ganz einfach: Wenn die Anzahl der Lieferungen aufgrund des boomenden Online-Handles steigen, dann steigen auch die Umsätze und ich kann die Kapazitäten ausbauen (Mitarbeiter, Autos, was weiß ich). Scheinbar nimmt man aber gerne die Mehreinnahmen, versucht aber die Mehrarbeit auf die bestehenden Mitarbeiter abzuwälzen. Kann man machen – aber dann bitte nicht über die Arbeit an der Kapazitätsgrenze jammern.

    • Oder kriegen die schwer Personal, ich weis auch nicht.

      • Sascha Ostermaier says:

        So hört man auch von aktiven Fahrern, ja.

        • Wer geht denn auch unter den Bedingungen für diese lächerlichen Gehälter arbeiten? Mindestlohn erreichen nur die wenigsten Paketzusteller, Rentenalter ebenso…
          Bei ALDI verdient man 3x so viel wie bei Hermes, falls man bei Hermes ein Super-Liefergebiet hat.

          • Das ist korrekt, entsprechend qualifiziert sind halt auch die meisten Fahrer – gerade bei Hermes. Da kann man oft schon froh sein, wenn man sich auf englisch mit dem Fahrer verständigen kann.

            Und mit der Qualifikation kriegt man halt auch keinen Job bei Aldi und Co mit dem Ergebnis, dass gerade in der Logistikbranche meistens nur die arbeiten, die sonst absolut nichts anderes gefunden haben.

            • Korrekt.

              „You get what you pay for“

              Sollen die Logistiker vernünftige Gehälter zahlen, dann bekommen sie auch vernünftiges Personal. Als Deutscher bist du im Lager in der Unterzahl. Und das nicht erst seit gestern.

              Ist halt alles eine Spirale: Bessere Gehälter für die Lagerarbeiter? Dann kostet das Paket aber auch 9 € statt 4,90 €. Amazon & Co. könnten ihren „kostenlosen Premium-Versand“ nicht mehr anbieten. Wir armen Endkunden müssten mehr für den Transport zahlen. Usw Usw Usw

              Also? Lassen wir es lieber wie es ist und gehen bisschen auf Amazon Frust-Shoppen darüber, wie ungerecht die Welt doch ist. Wer kommt mit?

  9. Kein Wunder bei den Konditionen und vor allen Dingen dem Umstand, dass diese Box dann nur von DHL und nicht von allen Paketdiensten genutzt werden konnte. Das musste in der Form scheitern.

  10. Heiner Lauterbach says:

    Ich glaube, die 16 Kommentare über mir haben das noch nicht auf den Punkt gebracht. Das konnte nur schief gehen, da dieser Kasten nicht von allen Paketdiensten genutzt werden konnte.

  11. Schade, für mich hatte er sich allein aufgrund der kostenlosen Abholung sehr gelohnt. Und andere Anbieter als DHL / Deutsche Post kann man bei uns eh vergessen und meide ich daher so gut es geht.

  12. Ein Kollege hat sich den Paketkasten angeschafft und mittlerweile wurde das Schloss schon mehrfach ausgetauscht, da es mehrfach kaputt gegangen ist. Eventuell sind die Unzuverlässigkeit oder technische Probleme der eigentlich Grund…

  13. Der Paketkasten ist so einfach eine Totgeburt gewesen, meine ich.

    Ich habe im Garten meines Häuschens zwei Schuppen und allen Paketdiensten eine Ablagevollmacht gegeben. Wenn ich nach Hause komme warten meine Pakete schon im Schuppen auf mich, trocken und sicher. Auf meinem Grundstück haben Unbefugte nichts verloren und schon gar nicht im Gartenschuppen, das kommt einem Einbruch gleich.

    Dann gibt’s Stadtbewohner, bei denen das so nicht möglich ist. Die haben aber hingegen keinen Platz für sowas. Auch nicht im Mehrfamilienhaus im Eingangsbereich, bei den heutigen Paket-Mengen wäre der ständig überfüllt und Pakete würden doch wieder in der Filiale landen.

    Es gibt nicht viele Leute, die zwar ein eigenes Grundstück haben, aber solch Abstellgenehmigung grundsätzlich ablehnen (ob paranoid oder berechtigt ist erstmal egal), die aber auch Packstation, Postfiliale direkt und dergleichen ablehnen und lieber einen hässlichen großen Kasten in den Garten stellen, nur um Pakete zu empfangen.

    • Peter Brülls says:

      Das kommt ganz auf die Stadt und den Stadtteil vor. In allen Stadtwohnungen, in denen ich gewohnt haben, war vor dem Haus genug Platz, um so ein Ding aufzustellen.

      • Ja, aber auch so, dass es für alle Bewohner reicht? In einem Mehrfamilienhaus mit nur 4 OG hast du wohl mindestens 10 Wohnungen, 2 pro Etage sind so das Minimum. So ein kleines Kästchen reicht nicht, wenn es ein Glücksspiel ist ob die Pakete alle reinpassen kann man es auch gleich lassen.

        • Wir sind lange genug der Paketkasten des 12-Mehrfamilienhauses in der Stadt gewesen, als meine Frau in der Babypause war. Mehr als 5 Pakete hatten wir nie im Flur liegen, obwohl da einige von Schichtarbeitern dabei waren, die mehrere Tage lagen bis derjenige sie abgeholt hat. Da wäre mehr als genug Platz in dem 2 Meter tiefen Vorgarten auf gesamter Hausbreite…

        • Peter Brülls says:

          Ja. Es gibt diverse Städte, da sind Vorgärten üblich. Oder recht große Einfahrten. Da ist genug Platz.

          Als meine Eltern in Essen gebaut haben, waren das sechs Wohnungen (und ein Haus für uns), und da gibt es etwa 6 Meter abstand zum Bürgersteig. Ist auch ein deutlich angenehmeres Wohnen, insbesondere im Erdgeschoss.

      • Platz ist nicht das Problem, sondern die Erlaubnis, so einen Kasten überhaupt aufstellen zu dürfen. Nicht alle Menschen können auf dem Land oder im Speckgürtel einer Stadt in einem Häuschen wohnen und gesellschaftlich subventioniert Tag für Tag über die verstopften Straßen pendeln. So wohnen die meisten Menschen eben in urbanen Gebieten und damit entweder zur Miete oder als Eigentümer in einem Mehrparteienhaus. Und da scheitert die Aufstellung dann meist am Vermieter oder an der Einstimmigkeit der Eigentümerversammlung,

        Da stimmte die heile Welt des DHL-Marketings einfach nicht mit der Realität zusammen.

    • Wobei es in der Stadt auch Lösungen gibt. Bei uns im Haus leben 6 Parteien, da kennt, hilft und versteht sich jeder. In sofern haben die Paketdienste alle eine Abstellgenehmigung für das Treppenhaus bzw die Wohnungstür erhalten so dass sie die Pakete davor ablegen können. Die Öffnung der Eingangstür des Hauses ist elektronisch gelöst.
      Das funktioniert wunderbar. Etwas nervig ist nur dass die Paketdienste für die Beschreibung der Ablagestelle nur wenige Zeichen zulassen, was schon etwas eng werden kann wenn man Türmechanismus, Etage und Ablageort erklären muss.

      Wenn man selbst den eigenen Nachbarn nicht traut könnte man im Treppenhaus ja auch einen kleinen Stahlkasten deponieren. Also unmöglich ist es in den Städten auch nicht.

      • Freunde aus Berlin haben mir erzählt, dass sie NIEMALS nachhause bestellen. Denn falls ein Nachbar das Paket annimmt, ist es weg. Im Zweifelsfall weiß keiner etwas. Soviel zum Vertrauen. Und was den „Stahlkasten im Treppenhaus“ anbetrifft, bei uns darf man nicht einmal die Schuhe vor der Türe im Treppenhaus lassen. Da ist an etwas wie eine Paketbox gar nicht zu denken!

        Mag sein, dass manche Dinge manchmal in manchen Orten funktionieren. Damit kann die DHL aber kein flächendeckendes System aufbauen.

  14. Es ist doch eh nur eine Frage der Zeit bis die Paketlieferung an die Haustür ein kostenpflichtiges Extra wird.

  15. Ich setze nahezu völlig auf Packstationen, und das läuft seit Jahren einfach richtig gut. Andere Anbieter können gerne an die 24-h-Tankstelle unweit von der Wohnung ausliefern. Ich sehe da eigentlich kein Problem.

    • Bei uns sind die Packstationen entweder defekt oder überfüllt. Und das schon seit Jahren. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich eine Packstation das letzte Mal ohne Zwischenfall benutzen konnte…

  16. Solche Kästen stehen doch vor Eigenhäusern zu genüge in gelb, schwarz und braun. Offen zugänglich für jeden Lieferdienst. XD

  17. Die Frage ist jetzt nur ob bestehende Paketkästen weiterhin von DHL „befüllt“ werden.
    Ich habe einen vor dem Haus stehen, weil ich die Nachbarn nicht immer belästigen wollte und sehr viele Post bekomme. Langsam hat sich das auch mit den Zustellern eingespielt, die Keys gehen nicht mehr kaputt und alles klappt.

    Was nun? Werden die Zustellerinnen nun weiterhin den Chip haben um Sendungen einzulegen oder muss ich das teure Teil verschrotten? Zur Bestandssicherung ist nichts zu erfahren,

    Und warum so wenig Resonanz? Sicherlich weil es nur für einen Dienst funktioniert, ABER auch weil die Post zum Einen dafür nicht geworben hat und zum Anderen das Personal nicht geschult hat und die ersten Jahre (!) niemand so richtig damit umgehen kann.

    Ich brauche diesen Paketkasten, wie weiter?

    • @Connie
      Chips zum öffnen werden nicht mehr gebraucht. Die Öffnung geht seit geraumer Zeit per Handscanner.
      Ich denke der Bestand an Paketkästen wird weiter bedient werden.

  18. Thomas Braun says:

    Ich habe das Glück, dass ich im obersten Stockwerk wohne und auf dem obersten Treppenabsatz genügend Freiraum für eine Spieltruhe von IKEA ist, die per Schnapp-Vorhängeschloss verschlossen werden kann. Zugang zum Hausflur gibt es im Bedarfsfalle per Nello One. Zusätzlich ist der Truhendeckel mit einem Fenstersensor in mein Smarthome eingebunden und so werde ich informiert, wenn die Truhe geöffnet und ein Paket eingelegt wurde. Zugegeben, das ganze funktioniert nur für das erste Paket am Tag und bei gut gelauntem Zusteller. Die Motivation bis ins vierte OG hochzulaufen konnte ich aber durch ein kleines Trinkgeld auf dem Truhendeckel fördern. Funktioniert mittlerweile ganz ordentlich.

    • Peter Brülls says:

      Heh,. Meine Lösung, nur eben ein umgebauter Kaninchenstall, der vor der Haustür des eigenen Hauses steht. Was natürlich ein erheblicher Vorteil ist.

      Wobei mir nicht klar ist, wieso sich Vermieter bei einer Paketkastenlösung anstellen. Meine Eltern – damals mit sechs Mietwohnungen in einem Haus – hätten das sofort genehmigt und was passendes beauftragt. War nur in den 80ern nicht nötig.

  19. Die POST ist halt POST, egal ob sie das P gegen ein D, das O gegen ein H und das S gegen ein L tauscht und das T heimlich verschwinden lässt. Am liebsten wieder Monopolist, der alle anderen Dienste nicht an SEINEN Kasten lässt. Zum Glück gibt es Zustelldienste die pfiffiger sind.

  20. Die Kofferraumzustellung als Zukunftstechnologie zu bezeichnen ist entweder Sascha so leicht unmotiviert aus der Feder geflossen oder die Post vermengt Dinge, die nicht zusammen gehören.

    Allerdings ist DHL den Kollegen von Hermes GLS & Co noch ein knappes Lichtjahr voraus. Mag daran liegen, dass die Zusteller vielleicht nicht bis ins Mark ausgenutzt und etwas ordentlicher bezahlt werden oder aber schlicht besser organisiert sind. Einzig UPS spielt noch auf ähnlichem (höheren) Niveau.

    Wenn ich von AMAZON mitgeteilt bekomme, dass der Versand via HERMES erfolgt, storniere und bestelle ich so lange neu, bis DHL drunter steht.

    Bevor ein Zustelldienst auf „Zukunftstechnologien“ schielt, sollten die Basics einwandfrei funktionieren – und da haben sie alle noch eine Menge zu leisten!

    • Ansichtssache. Bei mir kommen acht von zehn Pakete per DHL gar nicht an, sondern werden, egal ob ich zuhause bin oder nicht, in die Filiale gebracht. Bei Hermes funktioniert das hingegen tadellos.

  21. Also bei uns gibt es für den ganzen Hausblock einen Hausempfang, wenn man nicht da ist geben die, die Pakete da ab, echt praktisch sowas.

  22. Will hoffen das es weiterhin funktioniert, hab einen der letzten Generation, das Ding funktioniert gut, nur bei Frost hat er etwas Probleme. Naja ansonsten wird das Schloss nun für alle geöffnet falls da nix mehr geht

  23. „obwohl die Paketpreise seit Jahren enorm steigen“

    Das ist mal wieder ein echter @Sascha, also Geschwafel.

    Ein 5 Kilo Paket kostet aktuell 7,49, nach der Preiserhöhung vor ein paar Wochen. Das sind genau 50 Cent Preisverhöhung seit 2014.

    Also sind für Sascha 50 Cent mehr seit 2014 „ein enormer Preisanstieg seit Jahren“.

    Denkst du eigentlich mal nach bevor du so was schreibst? Nur ein paar Sekunden?

  24. Wolfgang D. says:

    Die Idee mit den Kästen fand ich anfangs auch gut. Dann nachgedacht:
    Nur für einen Paketdienst. In den ganzen Wohnblockstraßen ist im Haus kein Platz, dafür die Aufbruchgefahr vor der Tür recht groß. Kannste Paket gleich vor die Außentür legen… Mit nem Grundstück auf dem Land hat man regelmäßig auch nen Schuppen, der für die Ablage offen bleiben kann. Schlussendlich bekomme ich das Paket lieber vom Mitbewohner/Postler direkt in die Hand, oder hole in der Filiale ab. Nicht alles wird Packstationen geliefert.

    Eine nette Sache hat sich mittlerweile Amazon ausgedacht. Man kann bei Hermes und DHL Lieferung eine nahegelegene Annahmestelle bzw. Filiale zur Abholung der Ware aussuchen. Die Getränkeshops, Supermärkte und Tankstellen haben brauchbare Öffnungszeiten, Problem gelöst.

  25. Nicht überall kann den Nachbarn vertraut werden! Oft verschwinden (in einigen Häusern) gerne mal Sendungen, die beim Nachbarn abgegeben wurde.
    Optimal wäre (je nach Wohnsituation) ein Mix aus Paketkästen (für ALLE) Paketdienste, Packstationen (ebenfalls für ALLE Paketdienste) und die Hinterlegung der Sendung in einer Wunschfilliale wie z.B. Zeitschriftenladen, Tankstelle, Poststelle usw….

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