Testbericht: Bosch Smart Home Twinguard – und Verlosung von 3 Sicherheits-Starterpaketen

Schon seit einiger Zeit setze ich daheim auf das System von Bosch Smart Home und habe diesen Schritt tatsächlich kaum bereut. Nur anfangs gab es Probleme nach einem Update für die Basisstation, da musste ich alles komplett neu einrichten und die Favoriten wieder festlegen. Doch das ist Geschichte und ich habe ein weiteres Produkt der Bosch-Familie erhalten: den Twinguard, Rauchwarnmelder und Luftgütemesser in einem.

Ich hatte mir das Gerät zu Beginn doch irgendwie kleiner vorgestellt. Angesichts der integrierten Technik und dem Umstand, dass da sechs Batterien vom Typ AA für den Betrieb notwendig sind (bereits im Lieferumfang enthalten), ist aber doch nachvollziehbar, dass das Gerät dann vergleichsweise klobig daherkommt. Ihr seht es auf den Bild oben – ich habe schon recht große Pranken – da muss man sich schon genau überlegen, wo man den Twinguard am besten platziert. Optisch reiht sich die Box natürlich passend ins bestehende Bosch-System ein.

Spezifikationen:

  • Gewicht: 440 g
  • Abmessungen (B x H x T): 138 x 138 x 41 mm
  • Batterie: 6 x 1,5 V AA Alkaline Batterien (auswechselbar)
  • Batterielebensdauer: 2 Jahre (typisch)
  • Funkfrequenz: 2,4 GHz ISM-Band
  • Funk-Freifeldreichweite: ? 100 m
  • Sendeleistung: 8 dBm
  • Schutzklasse: IP20
  • Umgebungstemperatur: 5 °C … 30 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 93 % (nicht kondensierend)
  • Lagertemperatur: -5 °C … +30 °C
  • Lieferinhalt: Gerät, sechs im Melder vorinstallierte Alkaline Batterien (Typ AA), eine Installationsplatte für die Deckenmontage, zwei Schrauben und Dübel für die Deckenmontage, Installationsanleitung
  • Kernfunktionen: unterscheidet zwischen Kerzenrauch und Brandgefahr zur Vermeidung von Fehlalarmen, benachrichtigt im Alarmfall per App mit Notruf-Schnellwahl, vernetzbar mit weiteren Twinguards und Rauchmeldern, Grenzwerte der Luftqualität individuell einstellbar, speichert Raumluft-Daten im Zeitverlauf
  • Preis: 150 Euro

Klar, ihr könntet den Twinguard auch einfach stehend in einem gewünschten Zimmer platzieren. Sinn ergibt es aber erst dann, wenn das Gerät über die mitgelieferte Montageplatte an der Wand hängt und möglichst viel Fläche beaufsichtigen kann. In meinem Fall habe ich unseren Flur auserkoren, da er sämtliche Räume miteinander verbindet, die allesamt noch über ihren eigenen nicht-smarten Melder verfügen. Apropos andere Melder: Wenn ihr bereits im Bosch-Smart-Home-System unterwegs sein solltet, dann lassen sich die einzelnen Rauchwarnmelder miteinander verknüpfen. So schlägt einer beim Erkennen von Rauchentwicklung Alarm und die anderen Melder alarmieren direkt mit.

Bosch verspricht beim Twinguard höchsten Brandschutz. Dafür verwendet man hier eine „Dual-Ray-Technologie“, die bereits dann einen dezenten Voralarm auslöst, sobald sich nur leichter Rauch in der Nähe des Melders entwickelt. So soll man als Nutzer schon vor dem Ausbrechen eines großen Feuers rechtzeitig alarmiert werden und reagieren können. Wie ich herausfinden konnte, triggert auch ein ungünstig platziertes Räucherstäbchen diesen Voralarm. Dennoch soll die Technologie so pfiffig sein, Kerzenrauch von Brandrauch unterscheiden zu können.

Nach meinem Räucherstäbchen-Erlebnis würde ich mich aber zumindest nicht durchweg darauf verlassen, dass jeder „ungefährliche“ Rauch auch wirklich als harmlos vom System erkannt wird. Aber: Meine Tests mit ausgepusteten Teelichtern in unterschiedlichen Bereichen des Stockwerks (bei geöffneten Türen) haben maximal für einen Voralarm gesorgt. Einen echten Brand habe ich mal in meiner Werkstatt mit einer alten Zeitung in einem Metalleimer ausgelöst. Hier reagierte der nebenstehende Melder umgehend und schlug einen mehr als gut hörbaren Alarm.

Nun kann der Twinguard aber nicht nur Rauch erkennen und alarmieren, er besitzt zudem einen integrierten Luftgütesensor, der rund um die Uhr das Klima (Luftqualität, Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit) in seiner Umgebung misst, aufzeichnet und euch auf Wunsch auch informiert, wenn die von euch eingestellten Optimalwerte nicht mehr eingehalten werden. Jene Informationen werden direkt in der Twinguard-Favoritenkachel der Bosch-Smart-Home-App angezeigt, wo ihr auch den Verlauf betrachten könnt und auf Wunsch Änderungen an euren Optimalwerten vornehmen dürft.

Generell lässt sich auch der Twinguard wieder sehr simpel per QR-Code mit eurer Basisstation verbinden, die Einrichtung erfolgt dabei wie immer komplett per App. Einen Unterschied zu den anderen von mir bisher getesteten Bosch-Geräten gibt es aber dennoch: Die Installation eines Firmware-Updates für das Gerät muss am Ende immer per Druck auf die mittig angebrachte Haupttaste bestätigt werden. Mal eben von unterwegs aus aktualisieren geht hier also nicht. Für das erste Einrichten des Geräts für den Voralarm, aber auch für die von euch gewählten Optimalwerte, habe ich mich an die von der App vorgegebenen Standards gehalten. Von ppm-Werten und Co. habe ich bisher wenig bis gar nichts gehört und kann daher nicht sagen, welche Werte hier für mich entscheidend wären. Das muss ich mit der Zeit ausprobieren, grundsätzlich wird hier sicherlich eh jeder Nutzer andere Präferenzen haben.

Der Vorteil, wenn man bereits andere Gerätschaften des Bosch-Ökosystems besitzt, liegt darin, dass sich diese mit dem Twinguard in Szenarien kombinieren lassen. Da das Alarmsignal des Geräts beeindruckend laut sein kann, habe ich den Twinguard direkt mal in das Szenario integriert, das bei einem Einbruch aktiv wird. Doch um noch einmal zum Thema Brand zurückzukehren: Solltet ihr eine Bosch-Außen- oder -Innenkamera besitzen, kann diese genauso mit in den Brandmeldeprozess eingebunden werden.

Das heißt, dass ihr nicht nur eine Benachrichtigung erhaltet, die informiert, dass es vermutlich brennt, sondern dass ihr auch direkt ein Livebild dazu gesendet bekommt, um euch einen Eindruck davon zu machen. Dazu muss die Kamera aber natürlich auch einigermaßen sinnig platziert sein. Meine Außenkamera konnte mir beim Test zwar ein Bild zuschicken, da die Rollos unseres Wohnzimmers aber noch geschlossen waren, wäre ein hier ausgebrochener Brand nicht wirklich zu erkennen gewesen. Aber am Ende geht es hier ja auch eher darum, dass der Melder an sich reagiert, wenn es brennt. Das tut er tadellos.

Der Twinguard ist mit einigen LEDs ausgestattet, die nicht nur für die Einrichtung notwendig sind, sondern vor allem im Ernstfall auch knallrot aufleuchten und im Falle von sehr viel Rauch dafür sorgen können, dass Fluchtwege durch die Beleuchtung besser erkannt werden können. Ich halte das Gerät jedenfalls für eine absolut sinnvolle Erweiterung des Systems. Aber: Wer noch keinen Rauchmelder von Bosch Smart Home besitzen sollte, der muss sich entscheiden, ob er lieber den günstigeren Rauchwarnmelder für knapp 80 Euro kaufen möchte oder für immerhin 70 Euro Aufpreis doch lieber den Twinguard nimmt, der eben noch den Luftgütesensor besitzt. Bei Einbruch alarmieren und Fluchtwege beleuchten kann das günstigere Gerät auch.

(Werbung) Und nun kommen wir zur Verlosung. Wir bieten drei Gewinnern jeweils die Möglichkeit, ein „Sicherheit Starter-Paket“ von Bosch zu bekommen. Wie könnt ihr an das Set von Bosch kommen? Einfach unten in der Gleam-Box mitmachen. Voraussetzung ist die Beantwortung der Frage: „Was setzt ihr bisher im Smart Home ein?“ Antwortet bitte ausdrücklich im Gleam-Widget, nicht in den Kommentaren dieser Seite! Andernfalls nehmt ihr nicht teil. Dafür gibt es 5 Lose. 2 optionale Lose bekommt ihr, wenn ihr diesen Beitrag über Gleam zusätzlich via Twitter teilt.

Verlosung: Smart-Home-Hardware von Bosch

Die Gewinner werden automatisch gelost und via Mail informiert, wenn der Eintrag valide ist. Wir fragen dann die Adresse ab, damit die Bosch-Hardware durch Bosch an den Gewinner oder die Gewinnerin verschickt werden kann. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Der Gewinn wurde durch Bosch zur Verfügung gestellt. Ihr könnt das Thema Smart Home auch gerne in den Kommentaren – unabhängig von Gleam – besprechen. Das ist aber kein Muss.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Sehr ausführlicher, informativer und gut geschriebener Artikel / Produkt-Test

    @Cashys-Team: Weiter so !

    Das Bosch SmartHome System (habe bereits einige Komponenten) ist zwar nicht das günstigste, aber da stimmt die Optik, Funktion und Produktqualität , sowie das Preis-/Leistungsverhältnis

    Jetzt heisst es abwarten und Daimendrucken, dass die Glücksfee mich zieht, damit ich mein smarte „Bosch-Ökosydtem“ bald erweitern kann.

  2. Guten Morgen,
    die Frage die für mich bleibt: Kann ich das Teil an meinem bestehenden Bosch Smart Home-Controller anmelden oder brauche ich das Extra-Gateway für Twinguard?

  3. Noteuf-Schnellwahl: Wählt die App einfach nur 112 oder kann ich Länder- und Ortvorwahl mit angeben, sonst macht das bei mobilem Einsatz kein Sinn?

  4. Moin,

    wieso an die Wand? Das Teil hängt bei mir an der Decke. 🙂

  5. Info zu den Werten der Luftqualität: 400ppm entsprechen der Aussenluft, ab 1000ppm sollte gelüftet werden, aber ist noch akzeptabel, ab 1600ppm ist die Luftqualität schlecht und ab 2000ppm sehr schlecht und es sollte dringend gelüftet werden. Ich nutze die Netatmo Wetterstation und so wird das dort vorgegeben, solte ja dann sinngemäss auch für die Messwerte des Twinguards gelten.

    • Ich nutze Netatmo und habe auch einen Twinguard. Ich hatte sie mehrere Tage nebeneinander liegen und musste erhebliche Abweichungen zwischen den Geräten feststellen. Luftfeuchtigkeit war mit ca. 1 – 1,5% ok. Temperatur tlw. 1,5 Grad unterschied. Bei PPM war es überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, da der Twinguard (3.000 – 3.500) gerne das dreifache von Netatmo (um die 1.000) zeigte. Manchmal sind sie auch nur 200-300 auseinander. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

  6. Manfred Rakers says:

    wäre ideal für den Boden,weil mit smart-home habe ich schon Erfahrung ,z.B. Gigaset,
    da aber Bosch speziell mit Dämpfe ideal ist und der Boden gerade im Herbst/Winter durh Umweltzeinflüsse z.B. Gewitter immer extrem gefähdet ist wäre der Twinguard speziell besser.

  7. Wieso kommentieren alle wieder hier unten? ??
    Er hat doch geschrieben im Gleam Widget!

  8. Wir nutzen smart home überwiegend für die Beleuchtung. Fangen gerade erst an

  9. Utta Hoffmann says:

    Wir nutzen bisher nur smarte Stecker für Steckdosen

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