Telefónica und Deutsche Telekom: Partnerschaft soll Netzausbau vorantreiben

Dass die Mobilfunkanbieter in Deutschland manchmal auch gemeinsame Sache machen, ist kein großes Geheimnis. Manchmal von Regulierungsbehörden gedrängt, manchmal aber auch ganz freiwillig. Wie jetzt im Fall von Telefónica und der Telekom. Die beiden haben eine neue Vereinbarung getroffen, die vor allem für Telefónica vorteilhaft sein dürfte, beschleunigt sie doch den Netzausbau.

Über 5.000 Mobilfunkstandorte von Telefónica in Deutschland werden an die Glasfaserinfrastruktur der Telekom angebunden. Dies bedeutet einen beschleunigten Netzausbau für Telefónica, allerdings auch eine gute Vorbereitung auf 5G, der nächsten Generation des Mobilfunknetzes. Telefónica setzt bei diesem Ausbau eben auf bestehende Infrastruktur, geht Partnerschaften mit der Konkurrenz ein, um den Ausbau voranzutreiben.

Damit soll auch gezeigt werden, dass die Mobilfunkanbieter auch ohne regulatorische Eingriffe die Zusammenarbeit suchen. Diese Zusammenarbeit sorgt nun dafür, dass für 5G beste Voraussetzungen geschaffen werden, aktuelle Antennen (LTE) werden in den nächsten Jahren um 5G erweitert. Logischerweise ändert sich für Kunden der Telekom und von Telefónica nichts, beide Mobilfunknetze sind getrennt voneinander. Die Telekom ist lediglich für den Glasfaser-Part verantwortlich, der eben von Telefonica genutzt wird.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Peter auch Lustig says:

    20 Jahre Viagra-Interkom.
    Es kommt nüx.

  2. Wird sicher nicht billig für Telefonica. Ich wüsste sonst nicht, welche Vorteile die Telekom daraus ziehen könnte (abgesehen vom Marketing).

  3. Da scheint sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen zu haben
    – „Über 5.000 Mobilfunkasdtandorte von Telefónica“

  4. Ist doch gut, wenn Telefónica endlich gemerkt hat, dass ein LTE Mast nur Sinn macht, wenn dieser mit dem Internet verbunden wird. 🙂

  5. Die Regulierungsbehörden verhindern doch bis jetzt den Netzausbau, da die Provider nur passive Komponenten ihrer Sendeanlagen gemeinsam nutzen dürfen. (Ich habe keine Quelle dafür, ausser das Clemens Schrimpe das mal im freakshow podcast erwähnt hat, bei dem gehe ich aber davon aus, dass er weiß was er erzählt)

  6. Nun ja – setzt lediglich die bereits dahingehende bestehende Partnerschaft in der Netzkooperation (Blackhaul) von 2011 fort, für die Telekom rechnen sich damit natürlich weitere Standorte bzw. der kapazitive Ausbau der bestehenden.
    Für beide eine gute bewährte Sache, aber nicht eben neu…

  7. Rainer Zufall says:

    Mobilfunk gehört wie jede andere Infrastruktur in die Hände des Staates. Es ergibt keinen Sinn, das drei Firmen machen zu lassen, die keinerlei Anreiz haben, außerhalb der Städte das Netz auszubauen.

    • Da hat ja einer von Markt–und Planwirtschaft so richtig Ahnung. Gratuliere! Gymnasium und dann irgendwas mit Gender oder Medien in der Zukunft vermute ich mal. Ich empfehle die Humboldt Uni. Da lagert Deutschland normalerweise die mit speziellen Begabungen. Reicht halt nicht bei jedem für was ordentliches wie Mechatroniker oder Einzelhandelskaufmann. Mach dir nichts draus.

      • Rainer Zufall says:

        Ja habe ich. 🙂 Es hat nichts mit Markt- und Planwirtschaft zu tun, dass Infrastruktur in privater Hand noch nie positiv war, eben weil es hier keinen Markt gibt. Der persönliche Angriff anstatt auch nur ein Argument nennen zu können, spricht für sich. Und zur Info, ich bin Ingenieur.

  8. Warum sollte die BNetzA das gemeinsame Nutzen aktiver Mobilfunkkomponenten untersagen? M. W. werden z. B. Tunnelstrecken bei ÖPNV-Unternehmen wie U- und S-Bahnen genau auf diese Weise für den Mobilfunk erschlossen: einer baut aus oder mehrere bauen je ein Teilstück des Tunnel-Streckennetzes aus und alle netze können auf die Infrasturktur zugreifen . Bewährt und sinnvoll. Ich bin schon lange für ein nationales Roaming im Mobilfunk. Mehr netz , weniger Kosten. Weniger Doppelversorgung . Autobahnen werden ja auch nicht parallell gebaut .

  9. mblaster4711 says:

    Da O² seine Stationen grundsätzlich neben der Konkurrenz aufgebaut hat, ist der Weg der Glasfaser vom Telekom- zum O² -Kasten selten länger als 20 Meter.

  10. Was heißt hier Partnerschaft? Telefonica bestellt bei der Telekom Internet? Das macht Telefonica doch nicht zum Partner, die sind halt jetzt Kunde bei der Telekom.

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