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Suchmaschine Qwant startet in Deutschland durch

Die Suchmaschine Qwant ist nun offiziell auch auf deutsch verfügbar bzw. will deutsche Nutzer für sich gewinnen. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, wirbt man mit Datenschutz und Privatsphäre. Deswegen verwende Qwant laut Aussagen des Teams keine Cookies und verschlüssele die IP-Adressen. Qwant versteht sich in erster Linie als europäische Suchmaschine und richtet sein Geschäftsmodell sowie seine Nutzungsbedingungen entsprechend nach diesem Markt aus.

Qwant ist ab sofort nicht nur in deutscher Sprache verfügbar, sondern hat auch die mobile Version überarbeitet und für hiesige Nutzer angepasst. Um in Deutschland Fuß zu fassen, hat Qwant auch ein Büro in Berlin eröffnet. Mitbegründer und CEO von Qwant ist der Franzose Eric Léandri. Jener versichert: „Wir gewährleisten den Schutz der Privatsphäre, indem wir Suchanfragen verschlüsseln, nicht speichern und nicht an Dritte weitergeben. Wir erstellen und verkaufen keine persönlichen Profile unserer Nutzer.

Qwant setzt auf einen eigenen Index und durchsucht das Web auch selbst. Es werden also nicht die Ergebnisse größere Mitbewerber gefiltert oder umgeleitet. Laut Qwant zeige man dann auch alle gefundenen Ergebnisse an und filtere nicht „nach wirtschaftlichen, politischen oder moralischen Interessen„. Auch auf Mikrotargeting verzichte man. Die Suchergebnisse werden also nicht je nach Nutzer individualisiert, sondern jedem Suchenden in identischer Form angezeigt.

Habt ihr Qwant schon einmal ausprobiert bzw. würdet der Suchmaschine eine Chance geben? Erreichen könnt ihr Qwant direkt hier. Die Prinzipien des Unternehmens klingen erst einmal gut und mehr Datenschutz ist immer willkommen. Ich persönlich finde die Oberfläche aber etwas überladen mit den drei Reitern für Normale Web-Ergebnisse, News und Social, die alle nebeneinander angezeigt werden. Ist vielleicht aber auch einfach Gewöhnungssache. Links befindet sich dann ein Menü, mit dem ihr z. B. zu den Ergebnissen in der Bildersuche wechseln könnt.

Ich werde die Entwicklung von Qwant auf jeden Fall im Blick behalten und bin gespannt, wie die nächsten Schritte in Deutschland ausfallen werden.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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26 Kommentare

  1. Ich benutze lite.qwant.com seit Monaten als Standardsuchmaschine in Firefox mit einigermaßen akzeptablen Ergebnissen und werde es auch noch ein bisschen länger versuchen.
    Weiß jemand, wie ich die Such-URL in Firefox auf deutsch umstellen kann, damit die (für mich besseren) deutschen Ergebnisse gezeigt werden?
    Ich habe zwar in keyword.URL“lite.qwant.com/?l=de“eingestellt, „“l=de“ wird aber leider verworfen. 🙁
    Die Ergebnisse – z.B. für Restaurant, Onlineshops, etc. sind in der nicht-deutschen Variante leider kaum zu gebrauchen.
    (Firefox 54 unter Linux, 64bit)

  2. @Niranda Wieso denn? Bei DuckDuckGo ist mir das ja bekannt (Standort USA, AWS etc.). Bei StartPage ist mir ähnliches nicht bekannt – ich bin da aber auf jeden Fall interessiert, weil wenn es da was gibt würde ich mir das mit StartPage auf jeden Fall nochmal überlegen!
    @jemand Irgendwelche Tracking/Cookie Blocker installiert?

  3. Die anderen Suchen müssen ja schlechter sein. Nein nicht weil ich Google Fanboy bin sondern weil Google Daten sammelt.

    Wenn ich Madonna suche weiß Googel ob ich die Sängerin meine oder die Heilige Madonna.

    Oder mit Nero das Brenner Programm oder der wo Rom abgefackelt hat.

    Startpage ist ganz gut kommt aber eben lange nicht an Google ran. Weil Startpage eben die Daten fehlen. Wenn man dann eben nicht so bekanntes Sucht merkt man das sehr schnell. Bin also immer wieder zu Google zurück.

    Wer nur bekanntes Sucht kann aber mit Startpage oder auch DuckDuckGo durchaus sehr gut auskommen. Schlecht sind die Suchen nicht.

  4. Auch wenns mir hier eigentlich zu viele Google Fanboys gibt,muss ich dennoch mal meinen Kommentar abgeben…
    Ich hab mal kurz nach etwas unbekannteren Seiten in Qwant gesucht.
    Zu meiner Verwunderung wurden alle gefunden.
    Laengerfristig werde ich es wohl nicht einsetzen,da bleibt Yandex meine erste Wahl.
    Die legen zwar keinen Wert auf Privatsphaere,aber die Ergebnisse stimmen und das ist mir am wichtigsten.
    Ich werde Qwant wahrscheinlich trotzdem weiterempfehlen,denn ich bin anscheinend der einzige,der mit der englischen Yandex Oberflaeche zurechtkommt und diesen tracking Saftladen von Google kann und will ich nicht guten Gewissens empfehlen.

  5. NanoPolymer says:

    Die Startseite macht direkt alles falsch was Google richtig macht.

  6. Datensammeln von persönlichen Suchergebnissen geht gar nicht.

    Qwant.com aus Frankreich ist zur Zeit mein Favorit. Alternativ kommen für mich noch metager.de, swisscows.com und startpage.com in Frage.
    Bei swisscows bekommt man auch viele Seiten mit *.at oder *.ch

    Nur eine Frage der Zeit, bis die ganzen personalisierten Daten z.B. im Darknet zum Kauf geboten werden. Und die Nutzer haben der Verwertung und Weitergabe an Dritte auch noch brav zugestimmt.

    Hoffentlich schaffen es immer mehr die vorgewählte Suchmaschine abzuwählen.

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