Spotify: Apple soll iOS-Update aus Konkurrenzgründen ablehnen

Spotify Artikel LogoWer länger Nutzer von Spotify auf iOS ist, weiß, dass der schwedische Musikstreaming-Dienst häufig Updates über den Apple App Store verteilt. Hier und da ein Bug gefixt, da noch ein neues Feature oder eine Design-Änderung – Spotify ist da recht fleißig unterwegs. Doch seit einigen Wochen ist Funkstille. Seit über einem Monat – seit dem 26. Mai um genau zu sein – gab es kein Update mehr. Grund dafür ist laut Spotify, dass Apple aus purem Egoismus die aktuellste Version der Spotify-App konstant ablehnt.

Warum Apple das tut? Laut Anwaltsschreiben von Spotify an Apple, weil Apple sich durch den Konkurrenten bedroht fühlt – schließlich ist Apple bekanntlich seit 2015 mit dem eigenen Musikstreaming-Dienst Apple Music am Start. Man wirft Apple Wettbewerbsverzerrung vor und dass das Unternehmen gezielt Schaden an Spotify und deren Kunden provoziert.

Apple, so heißt es weiter, soll das Update der Spotify-App aufgrund von „Business Modell-Reglements“ abgewiesen haben. Man fordert von Spotify zudem, dass sie auf Apples Bezahlsystem (In-App-Bezahlung via App Store) setzen, sofern man „weiterhin die App nutzen möchte, um neue Kunden zu gewinnen und Abonnements zu verkaufen“.

Spotify hat bereits ein Anwaltsschreiben an Apple zum Vorfall übersandt. Der Anwalt konnte es sich nicht nehmen lassen zu betonen, dass man Apple „bei solchen erpresserischen Maßnahmen nicht einfach tatenlos zusehen kann“. Zudem wurden Kopien des anwaltlichen Schreibens an einige Kongressmitglieder in Washington, D.C.  gesendet. Senatorin Elizabeth Warren kritisierte daraufhin sowohl Apple, als auch Amazon und Google für ihre sogenannten antikompetitiven Praktiken. Ihrer Meinung nach würde Apple bereits häufiger iOS als Machtinstrument ausgenutzen, um die Musikkonkurrenz kaputt zu machen. Spotify lässt dies unkommentiert, Apple schweigt ebenfalls.

Der Knackpunkt bei der Sache ist jedoch, dass Spotify sehr wohl In-App-Abonnements über den App Store anbietet, doch diese sind dank Apples Gebühren ganze 3 Euro teurer im Monat (12,99 Euro via Apple anstatt 9,99 Euro via Spotify direkt). Daher hatte Spotify immer wieder Kunden vom In-App-Abo abgeraten und ihnen empfohlen ein Abo außerhalb von Apple abzuschließen.

Dies machte Spotify vor allem schmackhaft, indem man erneut die Kampagne wiederbelebte, bei der Neukunden in den ersten drei Monaten nur 0,99 Euro bezahlen, sofern sie sich über Spotifys Webseite anmelden. Apple schmeckte das wohl gar nicht und so soll Apple, laut Aussage von Spotifys Anwalt, gedroht haben, man solle Kampagne einstellen oder man würde die App aus dem App Store entfernen. Spotify gab wohl nach, stellte allerdings die App Store Bezahlung ein (obwohl aktuell in Deutschland noch anwählbar), was uns zum aktuellen Disput führt.

(Quelle: Recode)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

52 Kommentare

  1. Das ist so typisch Apple. Und das sage ich als Apple Nutzer.

  2. Hmm… Kindergarten lässt grüßen…

  3. Drecksladen.

  4. Albern ist es und das sage ich als Apple Nutzer…aber wer nun denkt das sei neu sollte vielleicht mal etwas rumgucken in unserer Welt, nicht nur Apple macht aus Mücken Elefanten sei es mit dem Anwalt oder sonst wie… da würde man sich wundern wie viele „Drecksläden“ da zum Vorschein kommen… ¯\_(ツ)_/¯

  5. Ebenfalls hier: „typisch Apple“

    Geschrieben vom iPhone

  6. Tja, da ist es dann auch kein Wunder, dass es keine Prime Video-App von Amazon für’s Apple TV gibt, wenn Apple andere Zahlungsmöglichkeiten außer In App-Käufe mit solch zweifelhaften Maßnahmen torpediert. 🙁

  7. Naja, „typisch Apple“ kann man plump einfach aber ich kann Apple da schon verstehe. Und das sage ich als Android Nutzer. Wenn ich eine App über den AppStore vertreibe, muss ich „Provision“ an den Betreiber er zahlen. Ohne iPhones, iOS und den AppStore wäre Spotify bestimmt nicht dort, wo sie gerade sind. Von daher soll natürlich über InApp-Käufe das Abo verkauft werden, wenn man die Vertriebsplattform AppStore verwendet. Ist doch in der Wirtschaft nicht anders. Wer einem Geschäftspartner ein Geschäft vermittelt, bekommt Provision…

  8. Fuck you Apple. 🙁

  9. Würdet ihr euch auch die Produkte eurer Konkurrenten in den Laden stellen?

    Amazon verkauft keine Apple TV und bietet aus verständlichen Gründen keine Video App für iOS an.

    Und das Apple ein direktes Konkurrenz-Produkt nicht hofiert, dürfte auch klar sein. Am Ende wollen die mit ihrer Plattform Geld verdienen.

    Das ist aus Kundensicht alles unschön, aber durchaus verständlich.

  10. Das Geschäftsmodell von Apple basiert eben auf Bevormundung und Unterdrückung. Wenn man die Leute erst mal eingesperrt hat, kann man sie nach Belieben auspressen.

    Apple’s Zensur ist sogar so ängstlich gegenüber der Konkurrenz, dass Entwickler noch nicht mal erwähnen dürfen, dass sie auch eine Android-App anbieten. Apple hat schon mehrere Entwickler gebannt und deren Apps aus dem App Store geworfen, nur weil sie auf ihre externe FAQ verlinkt haben, in denen auch Android erwähnt war:

    https://twitter.com/mulligan/status/553236253663969282

    „Our iOS app was rejected from the App Store because a support link
    goes to a web based FAQ where we mention having an Android app
    available.“

    https://twitter.com/tylerhall/status/553353044172492801

    „To clarify. My iOS app was rejected because I linked to an FAQ which
    had a header which linked to my site which had a non-MAS OS X App.“

  11. @Andre:
    Es gibt keine Prime Video App fürs Apple TV. Ja. Aber für iOS sehr wohl.

  12. Liebe Apple-Opfer, ihr seid einfach selber schuld.

    Erst lasst ihr euch in ein proprietäres System eines einzigen Herstellers einschließen, in dem ihr keine freie Wahl habt. Weder bei der Hardware noch bei der Software.

    Und dann schluckt ihr jede Kröte: Kein Kopfhöreranschluss, kein Spotify mehr, und so weiter. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

    Aber das schlimmste: Statt die Konsequenzen daraus zu ziehen, belohnt ihr euren Diktator noch für sein Geschäftsmodell, indem ihr ihm weiter Geld gebt und ihm weiter zujubelt. Bei Meldungen wie dieser (oder heute bei der fehlenden Kopfhörerbuchse im kommenden iPhone) gibt es hier immer wieder tatsächlich noch ein paar Fanboys, die das alles auch noch verteidigen und schönreden müssen.

    Ihr tut euch damit keinen Gefallen.

  13. @jayjay

    Du hast vollkommen Recht. Ich meinte Apple TV. Die iOS-App nutze ich fast täglich 😉

  14. Sebastian says:

    Es gibt ja soetwas wie ein Kartellamt bzw. eine europäische Wettbewerbsbehörde und Spotify ist Kaliber, dass den Kampf aufnehmen kann. Apple Google und Co. bieten mittlerweile mächtige Plattformen und dürfen den Markt nicht einseitig verzerren.

  15. Manchmal muss man eben alte Zöpfe abschneiden. Durch freie Auswahl werden die Nutzer nur verwirrt und überfordert. Apple weiß schon was gut für sie ist.

  16. Das passt doch zu der Meldung, dass Apple beim nächsten iPhone den Kopfhörerausgang weglassen. Das ganze steht in direktem Zusammenhang. Hier ist der Grund:

    http://www.geekculture.com/joyoftech/joyarchives/2293.html

  17. hoschimoschi says:

    @Sebastian: Microsoft ist mit seiner Cloud sogar gescheitert.

  18. F*ck you Apple! Just do it!

    geschrieben von meinem Mac, verbunden mit dem iPhone.

    hypocracy at its best. I know.

  19. Naja, „typisch Apple“ kann man plump einfach aber ich kann Apple da schon verstehe. Und das sage ich als Android Nutzer. Wenn ich eine App über den AppStore vertreibe, muss ich „Provision“ an den Betreiber er zahlen. Ohne iPhones, iOS und den AppStore wäre Spotify bestimmt nicht dort, wo sie gerade sind. Von daher soll natürlich über InApp-Käufe das Abo verkauft werden, wenn man die Vertriebsplattform AppStore verwendet. Ist doch in der Wirtschaft nicht anders. Wer einem Geschäftspartner ein Geschäft vermittelt, bekommt Provision…

    @klee

    Sorry nein. Wer gibt Apple das Recht, bei Spotify grundsätzlich an jedem Aboabschluss mitzuverdienen? Das wäre ja, wie wenn ich im Aldi einkaufe und dem Lidl Provision zahlen müsste. Einfach lächerlich.

    Es ist kein Problem, wenn Apple an In-App-Käufen innerhalb der iOS-Welt mitverdient, aber einem Milliardenkonzern wie Spotify vorzuschreiben, dass er nicht dafür werben soll, dass man den Dienst auch ausserhalb dieser Welt nutzen und das Abo abschliessen kann, ist einfach lächerlich und auch gesetzeswidrig.

    Für mich ein Grund, dass mein nächstes Phone kein iPhone ist.

  20. Nie wieder Apple. Was für ein Asi-Laden. Ich bin weg.

  21. Ich bin iPhone-User seit 2008. Aber mittlerweile habe ich auch keine Lust mehr, mir von Apple immer wieder vorschreiben zu lassen, welche Hardware und Software ich benutzen soll. 🙁

    Andere Mütter haben schönere Töchter. Und freiere. Tschüss Apple.

  22. Das ist der Grund wieso ich kein einziges Apple Gerät habe.

  23. Holyspeed says:

    Nie wieder Apple. Das ist das Letzte!

  24. Besucherpete says:

    @Martin: Schönere vielleicht, leider aber auch nicht unbedingt zweckmäßigere. Und seit dem SE gibt es im Grunde auch keine Alternative mehr für die, die Wert auf gute Performance im handlichen Format legen.

  25. @Klee

    ich sehe das auch ein wenig anders. Klar wird die App über den Apple App Store angeboten. Aber selbst wenn Apple nicht (mal von den diversen Entwickleraccounts abgesehen) direkt daran verdient, bereichert jede (vernünftige) App auch iOS und den AppStore.
    Ohne fremde, teilweise ja auch kostenlose Apps wäre der Appstore aber ziemlich leer und iOS hätte es nie zu dem gebracht, was es heute ist.

    Ich finde es eh erstaunlich, dass es überhaupt kostenlose Apps dort gibt, wo doch jeder einzelnen Entwickler eh schon jährlich dafür bezahlen muss, dass er seine App dort anbieten kann.

  26. Das ist halt so bei geschlossenen Systemen, basierend auf Monopolgehabe, Kundengängelung und Bevormundung.

    Da das Fallobst immer weniger mit der Qualität der Konkurrenzdienste und -produkte mithalten kann, versucht es halt diese auf unfaire Weise zu behindern, da es panische Angst vor der Konkurrenz hat.

    Ich hoffe stark, dass Apples illegales Verhalten geahndet und mit einer Milliardenstrafe belegt wird.

    Das ist die einzige Sprache, die dieser geldgierige Verein versteht.

  27. Apple sollte zerschlagen werden und Google gleich mit!

  28. Besucherpete says:

    @Marek: Ok, den 1. Teil mag man ja noch als Kritikpunkt stehen lassen können, aber den 2. Teil sehe ich anders. Mit meiner Entscheidung, ein iPhone zu nutzen, habe ich mich noch lange nicht dafür entschieden, mich schlachten zu lassen.
    Eine gewisse Bindung an das jeweilige System gehst Du immer ein, auch bei Android. Und letztlich hindert mich ja niemand, beim nächsten Mal zu einem anderen System zu greifen.

  29. Apple wird immer unerträglicher. Da setzt man einen grottenschlechten Musikdienst – Jahre zu spät- auf und wenn der dann nicht richtig läuft, wird die Konkurrenz gemobbt. Das wars jetzt für mich! Ich habe einfach keine Lust mehr, mich von diesem Laden ausnehmen und bevormunden zu lassen. Ihr könnt euer amazing IPhone 6SS behalten.

  30. Ich denke einige Leute vergessen hier das zuvor Spotify jede Abo-Möglichkeit aus seiner iOS-App entfernt hat. Die ganz eindeutig gegen die TOS verstoßen. Es geht um % die jeder Anbieter zurecht, egal ob Google oder Apple, haben möchte. So ein Ökosystem zu betreiben kostet richtig Geld und Man-Power. Das ist auch der Grund wieso so viele gescheitert sind.
    Ich habe übrigens vor einiger Zeit Apple Music gekündigt und bin sehr zufriedener Spotify Nutzer

  31. Nein, Apple ist nicht wie Google, und Android ist viel freier als iOS:

    1. Mit Google hat Spotify offenbar keine Probleme, obwohl der Konzern wie Apple ein eigenes Abo für Musikstreaming anbietet, das ebenfalls 9,99 Euro im Monat kostet. Auch Google behält im Play Store einen Anteil der Einnahmen, die eine App erwirtschaftet. Dennoch können Android-Kunden von Spotify den Premium-Dienst aus der App heraus zum Standardpreis von 9,99 Euro buchen. Dazu umgeht Spotify Googles Play Store und wickelt die Buchung über eine Webseite ab. Google ist auf diese Weise nicht an den Spotify-Einnahmen beteiligt. Trotzdem wird die Spotify-App im Google Play Store regelmäßig aktualisiert und erweitert.

    2. In Android kann der Nutzer frei entscheiden, ob er Apps aus dem Google Play Store installiert – oder auch aus anderen Quellen

    3. Android ist hersteller-unabhängig: Ein Android-User hat die freie Auswahl von Geräten und Herstellern, und kann sich das optimale Smartphone für seine individuellen Bedürfnisse aussuchen. Ein iOS-Gefangener bekommt dagegen z. B. noch nicht mal ein iPhone in der beliebten 5-Zoll-Größe.

  32. Das gleiche dumme Gelaber wie seit Jahren immer mal wieder. Amazon hat das Drama vor Jahren mit der Kindle App versucht und ist gescheitert (und ist jetzt beleidigt und verkauft keine Apple TVs mehr). Spotify wird genau so scheitern. Der Grund für das Drama von Spotify jetzt: sie haben bisher jedes Jahr miese gemacht und ein schlechtes Business Model.

    Die Leuten tun schon wieder so als ob der 70/30 Split was neues wäre. Die Regularien existieren seit Beginn des App Stores und wird von Google, Amazon oder Microsoft in ihren App Stores genau so gehandhabt. Sie haben nichts mit Konkurrenz zu tun. Sie sagen lediglich aus dass Subscriptions in der App direkt über iTunes Billing gehen müssen. So muss ich meine Kreditkartendaten nicht irgendwelchen Dritten anvertrauen. Und das hat ebenfalls nichts mit Spotify zu tun. Und es verhindert auch nicht dass ich bei Spotify direkt auf der Website ein Abo abschliesse.

  33. Und das Schaf macht Määääh, die Wolle hängt ihm ins Gesicht, dabei produziert es mit dämlichem Blick nichts als Dünnschüss.

    No shit… true story.

  34. [Hier, weil’s so wahr ist, und sich ein Tippfehler eingeschlichen hat, nochmals korrekt:]

    Und das Schaf macht Määääh, die Wolle hängt ihm ins Gesicht, dabei produziert es mit dämlichem Blick nichts als Dünnschiss.

    No shit… true story.

  35. Das ist doch Bullshit, Spotify verkauft kein Abo aus der App heraus, man kann nur ein vorhandenes Abo nutzen. Da müsste Apple bei jeder App die einen anderswo bezahlten Service nutzt den Hahn zudrehen. Die Apps für c’t und iX z.B. erfordern ein Bezahlabo, obwohl ich das nicht über Apple kaufe.

  36. Oh Gott… Was ein Kindergarten!

  37. Das kannste laut sagen, fknisel, crApple verhält sich immer mehr wie ein kleines verzogenes Kind im Kindergarten, das die anderen anspuckt, weil sie die schöneren Klamotten tragen und mehr Freunde haben.

  38. Henry Jones Jr. says:

    @Kalle, in einigen Punkten hast du sachlich sicherlich recht. Dennoch eine sehr einseitige und realitätsferne Sichtweise. Spotify würde nicht (bzw. noch weniger) funktionieren, wenn Apple 30% der monatlichen Gebühren bekommen würde. Das weiß Apple (und du sicherlich auch). Das Apple jetzt Spotify aus konkurrenz Gründen gängelt sollte jedem iOS Nutzer zu denken geben. Spotify ist ja nicht der einzige Anbieter, der nicht die 30% bezahlt. Kaufe ich bei Ebay oder Amazon über die App ein, bekommt Apple auch nicht 30%. Apple bekommt auch nicht 30% der Prime Gebühren.
    Apple sollte sein eigenes Produkt (Apple Music) eingach besser machen. Stattdessen macht man die Konkurrenz künstlich schlechter
    Welch ein Armutszeugnis.

  39. Henry Jones Jr. says:

    Wie sieht es denn bei Deezer, Google Music, Tidal und co aus? Ist es da das gleiche Spiel?

  40. Ich warte seit Jahren auf ein Einschreiten der Wettbewerbsbehörden. Nur noch eine Frage der Zeit…

  41. @Henry Jones Jr.

    Vergleiche mal
    https://play.google.com/intl/de/about/monetization-ads/payments/
    mit dem hier (Paragraph 3.1)
    https://developer.apple.com/app-store/review/guidelines/

    Die Richtlinien für Entwickler stimmen bei beiden zu 99% überein.
    In-App-Käufe in Apps und Spielen müssen über den Play Store oder iTunes Store abgewickelt werden. Google und Apple bekommen jeweils 30%.
    Das gilt nur für digitale Güter, nicht für physische Produkte. Wenn man in der Amazon oder eBay Apps einkauft werden bei beiden keine 30% fällig.

    Unterschied ist folgender: wenn man in einer Android App ein Abo abschliesst das sich auch auf anderen Plattformen benutzen lässt (und nur dann, z.B. für Musikstreaming oder Clouddienste) kann die App auf einen anderen Bezahldienst setzen.
    In einer iOS App geht das nicht. Die Zahlung muss über den iTunes Store abgewickelt werden. Oder man verweist auf die Webseite. Google Music macht das so (in der App steht „Registriere dich auf unserer Website“). Dropbox nutzt IAP über iTunes Store zum gleichen gleichen Preis wie auf der Website. Deezer und Spotify nutzen IAP und schlagen jeweils 3 Euro drauf. Zumindest bis jetzt. Was sie anders gemacht haben wissen nur Spotify und Apple.
    Mit Konkurrenz hat das überhaupt nichts zu tun. Erstens gelten die Regeln von Anfang an unverändert und für alle. Zweitens hat Apple bis vor kurzem alle gängigen Streamingdienste auf der Startseite des App Store gefeatured, auch Spotify.

  42. Antwort von Apple gibt’s übrigens hier:
    https://www.buzzfeed.com/johnpaczkowski/apple-fires-back-at-spotify-for-asking-for-preferential-trea

    Buzzfeed nur weil’s die originale Quelle ist.

  43. @iKalle: Wie immer wirfst du nur Nebelbomben, um vom wirklichen Problem abzulenken. Hier nochmal der Reality Check mit den Fakten, die du ignorierst und verschweigst. Es gibt hier zwei grundsätzliche Unterschiede zwischen Android und iOS:

    1. Mit Google hat Spotify offenbar keine Probleme, obwohl Google wie Apple ein eigenes Abo für Musikstreaming anbietet, das ebenfalls 9,99 Euro im Monat kostet. Auch Google behält im Play Store einen Anteil der Einnahmen, die eine App erwirtschaftet. Dennoch können Android-Kunden von Spotify den Premium-Dienst aus der App heraus zum Standardpreis von 9,99 Euro buchen. Dazu umgeht Spotify Googles Play Store und wickelt die Buchung über eine Webseite ab. Google ist auf diese Weise nicht an den Spotify-Einnahmen beteiligt. Trotzdem wird die Spotify-App im Google Play Store regelmäßig aktualisiert und erweitert. Zuletzt am letzten Wochenende.

    2. In Android kann der Nutzer frei entscheiden, ob er Apps aus dem Google Play Store installiert – oder auch aus anderen Quellen.

  44. Zu 1. habe ich schon was geschrieben. Hast du das überlesen? Nochmal in simpel: Google kassiert die 30% nur dann nicht nicht wenn es sich um Abos für Streamingdienste handelt die auf anderen Plattformen genutzt werden können. Dann, und nur dann, kann die App einen eigenen Bezahldienst verwenden. Alles andere muss über den Play Store gehen.
    Auf iOS muss auch das Abo über den iTunes Store erworben werden. Oder das Abo wird an einem anderen Ort abgeschlossen. Im Browser zum Beispiel.
    Spotify, Deezer und andere lösen das ganz erfolgreich indem sie einfach die 30% auf den Preis draufschlagen. Andere wie Google Music verweisen auf die eigene Website.
    Das ist keine Nebelbombe um von irgendwelchen Problemen abzulenken sondern ein simpler Fakt.

    Zu 2. Ja, vielleicht. Wenn man Sicherheitsfunktionen abschaltet und Apps aus dritten Quellen erlaubt. Wozu das führt sehe ich bei Kids von der Verwandtschaft und Freunden. Aber das ist ein anderes Thema.
    Relevanz zu der Sache mit Spotify hier?

  45. Na da arbeitet Apple fleißig am eigenen Grab.

  46. Ich finde die Geduld von allen, die sich wirklich die Mühe machen, auf der Ebene der Vernunft mit iKalle und Fallobst-Konsorten zu diskutieren zu versuchen, bewundernswert.

    Aber langsam sollte die Hoffnungslosigkeit dieses Unterfangens doch jedem bekannt sein.

    Es ist wie auf der grünen Schafweide. Wenn man zu einem Schaf etwas sagt, kommt nicht mehr zurück wie ein Määäh und ein dämlicher Blick.

    Man darf sich nicht erwarten, dass das Gesagte verstanden und reflektiert wird, weil die kognitiven Fähigkeiten des Schaf-Hirns dafür einfach nicht ausreichen.

  47. Henry Jones Jr. says:

    @Kalle: wie geschrieben, ich stimme dir sachlich zu. Das ändert in meinen Augen aber nichts daran, dass dieses Bezahlsystem von Apple scheiße und völlig realitätsfern ist. Wie man ja sieht, funktioniert es so einfach nicht.

  48. Henry Jones Jr. says:

    PS: Ich muss aber auch zugeben, dass es fair wäre, wenn Apple und Google daran mitverdienen. Denn ohne Plattformen wie Android oder iOS wäre Spotify sicher nicht so beliebt.

  49. Henry Jones Jr. says:

    PPS: mit der Meinung stehe ich wahrscheinlich relativ alleine da, aber ich denke, dass die Musikstreamingdienste zu günstig sind. Ich würde definitiv mehr für Spotify zahlen, wenn ich müsste…

  50. Zusammengefasst:

    Spotify wird unter iOS als Konkurrent von Apple finanziell abgewürgt und ausgeschlossen. Apple betätigt sich in seinem geschlossenen System als Türsteher und lässt keine Updates mehr durch. Weder die Spotify-Entwickler noch die zahlenden Kunden haben eine Wahl. Den Schaden haben ausserdem die Musiker, weil das geringere Einnahmen für die Musiker bedeutet.

    Kalle, du leidest unter einem Stockholm-Syndrom und brauchst professionelle Hilfe. Ein guter Psychotherpeut sollte dir helfen können:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom

  51. @Maria

    Stockholm-Syndrom obwohl ich nicht mal betroffen bin? Jo is klar. Lies besser den Wikipedia-Eintrag bevor du Bullshit laberst.

    Ich frage mich auch ob du den Artikel hier gelesen und verstanden hast worum es geht. Spotify wird weder finanziell abgewürgt noch ausgeschlossen. Entweder sie wickeln den Kauf für das Abo über den iTunes Store ab und Apple kassiert 30%, oder sie wickeln den Kauf für’s Abo auf ihrer Seite ab und Apple kassiert nichts. In den vergangenen Jahren hat das 160 Millionen mal ganz gut geklappt. Was das für Spotify finanziell bedeutet kann sich jeder selbst ausrechnen.

  52. Henry Jones Jr. says:

    „Entweder sie wickeln den Kauf für das Abo über den iTunes Store ab und Apple kassiert 30%, oder sie wickeln den Kauf für’s Abo auf ihrer Seite ab und Apple kassiert nichts. In den vergangenen Jahren hat das 160 Millionen mal ganz gut geklappt.“
    Zum einen hat Spotify keine 160 Mio zahlenden Abonennten und zum anderen ist es ja genau der Knackpunkt, dass es geklappt HAT, Apple das jetzt so aber nicht mehr will. Wer so „doof“ war und drei Euro im Monat mehr bezahlt hat um Apple zu unterstützen, konnte das ja tun. Laut dem Bericht, wollte Apple aber nicht, dass Spotify damit wirbt, dass man es auch günstiger haben kann. Im Grunde hat Spotify also nach Apple Spielregeln gespielt, aber Apple hatte nichts davon. Das Ergebnis daraus steht ja im Artikel…

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.