Samsung Exynos 990 & Exynos Modem 5123 für Premium-Smartphones vorgestellt

Bei Samsung ist was los, was neue Prozessoren betrifft: Stellte man im September erst den Exynos 980 vor, welcher ein 5G-Modem integriert, so reicht man nun den Exynos 990 nach, welcher noch mehr Leistung bieten und im 7-Nanometer-EUV-Verfahren entstehen soll. Parallel enthüllten die Südkoreaner auch ihr neues 5G-Modem, das Exynos Modem 5123.

Während beim Exynos 980 noch die ARM Mali-G76 als GPU dient, so setzt der 990 mit der Mali-G77 noch eins drauf. Die Mali-G77 ist die erste Premium-GPU für das mobile Segment, welche auf der neuen Valhall-Architektur basiert. Dadurch soll die Grafikleistung oder wahlweise die Effizienz um bis zu 20 % steigen.

Was die CPU-Leistung betrifft, so stellt Samsung ebenfalls Steigerungen um bis zu 20 % in Aussicht, auch wenn man nicht sagt, womit man da nun direkt vergleicht. So wird der Exynos 990 als Octa-Core zwei Custom-Kerne, zwei ARM Cortex-A76 für viel Leistung und vier Stromspar-Kerne der Reihe ARM Cortex-A55 verwenden.

Für On-Device-KI soll ein Neural Processing Unit (NPU) mit zwei Kernen zuständig sein. Auch den Digital Signal Processor (DSP) habe man verbessert. In Kombination will man da natürlich etwa auch für die Kamera allerlei Features bieten, wie eine verbesserte Motiv- und Gesichtserkennung.

Das neue Exynos Modem 5123 für 5G entsteht ebenfalls im 7-nm-EUV-Verfahren und soll im Grunde alle 5G-Netzwerke unterstützen. Es bietet bis zu 8-Carrier-Aggregation (8CA) und maximale Downlink-Geschwindigkeiten von 5,1 Gigabit pro Sekunde im Sub-6-GHz-Modus, 7,35 Gbps bei mmWave oder bis zu 3,0 Gbps in 4G-Netzwerken mit QAM. Klar, dass Samsung das Modem in Tandem mit dem Exynos 990 bewirbt.

So stellen die Südkoraner da auch heraus, dass der SoC LPDDR5-RAM unterstützt und Displays mit bis zu 120 Hz betreiben kann. Ebenfalls integriert: ein verbesserter Image Signal Processor (ISP), welcher nun Kameras mit bis zu sechs einzelnen Sensoren ermöglicht und die Aufnahmen von drei Sensoren parallel verarbeiten kann. Klingt so, als ob damit dann etwa auch parallele Kamera-Aufnahmen wie an dem Apple iPhone 11 Pro möglich wären.  Der neue ISP soll dabei mit Sensoren mit bis zu 108 Megapixeln klarkommen.

Samsung spricht ebenfalls von einer besonderen Eignung des Exynos 990 für Foldables, sodass es wohl keine allzu gewagte Spekulation ist, dass wir den Exynos 990 im nächsten faltbaren Smartphone des Unternehmens sehen dürften – da hat man ja für 2020 ohnehin schon große Pläne.

Sowohl der neue Exynos 990 als auch das Exynos Modem 5123 sollen Ende 2019 in die Massenproduktion gehen. Erste Smartphones mit den beiden Komponenten werden wir also wohl schon auf dem Mobile World Congress 2020 erblicken.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Helft mir mal gerade! Ich dachte Samsung will keine eigenen ARM Prozessen mehr bauen?

    • Doch, doch. Die Meldung besagte, dass sie nur die Entwicklung der Custom Cores (Mx) eingestellt hätten. Hier im 990 soll ein neuer M5 drin sein. Einen M6 gibt’s dann wohl nicht mehr.

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