Samsung C-Lab schickt drei neue Start-ups ins Rennen: darunter die Agwart Plantbox

Das Samsung C-Lab ist bei den Südkoreanern ein internes Inkubationsprogramm, das eher ungewöhnliche Projekte fördern soll. Tatsächlich hatte Samsung 2018 auf der CES in Las Vegas einige neue Ergebnisse präsentiert. Darunter ist auch S-Ray gewesen, eine Technik, die direktionalen Sound ins Zentrum rückt.

Sprich, die tragbaren Richtlautsprecher verteilen den Ton nicht in alle Richtungen, sondern senden ihn nur direkt nach vorne ab. Somit hört nur derjenige die wiedergegebenen Audio-Inhalte, der direkt vor dem Speaker steht. Ausgegliedert hat man das Projekt nun in das Start-up Catch Flow. Mittlerweile habe man einen Lautsprecher entwickelt, der nur noch ein Zehntel der Größe eines herkömmlichen Richtlautsprechers messe.

Doch Catch Flow uns S-Ray stellt nur eines von drei neuen Start-ups dar. Ich persönlich finde Agwart mit seiner Plantbox sogar am spannendsten. Es handelt sich hier um eine intelligente Gartenlösung für den Innenbereich. Erinnert vielleicht ganz vage an die Hydrokultur-Kits von Ikea. Zumindest geht es auch bei der Plantbox darum, dass ihr Gemüse und Kräuter in einem smarten Gewächshaus auf wenig Raum selbst anbauen könnt.

Die Plantbox kombiniert dabei besagtes Gewächshaus, das eher an einen Mini-Kühlschrank erinnert, mit Samenkapseln sowie einer App. Samsung beschreibt das Procedere: „Der Anwender sucht sich eine Samenkapsel aus und setzt sie in das Gewächshaus ein. Die PLANTBOX erkennt automatisch die Art des Saatguts und optimiert entsprechend die Umgebung für die Pflanze, z. B. die Beleuchtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und die Nährstoffe.“ Ihr könnt aber trotzdem selbst über die App die Bedingungen anpassen – klingt wirklich cool, sollte der Preis stimmen.

For Makers ist das dritte neue Start-up, das sich aus dem Samsung C-Lab entwickelt hat. Jenes konzentriert sich auf eine reine App namens „AppBee“, welche Unternehmen und Nutzer zusammenbringen soll. Klingt für mich aber auch irgendwie etwas unheimlich. Denn laut Samsung sollen mobile Nutzungsmuster als Basis dienen, um die Firmen mit ihrer Zielgruppe zu verknüpfen: „AppBee prognostiziert die Eigenschaften der Benutzer indem das Programm, nach Zustimmung der Nutzer, ihre mobilen Verhaltensmuster analysiert und diese mithilfe von KI-basierten Algorithmen automatisch passenden Unternehmen zuordnet.“ Das Ziel sei es, Umfragen zu Produkten und Dienstleistungen dank der Daten kostengünstiger durchzuführen. Für mich ist jedoch die Frage, was die Nutzer von ihrer Mitwirkung haben sollen…

Sowohl For Maker als auch Agwart und Catch Flow haben Samsung bereits am 31. Mai 2018 offiziell verlassen und agieren nun als eigenständige Start-ups. Laut Samsung spreche das für den Erfolg des C-Lab. Man wolle in dem internen Inkubator also auch weiterhin innovative Ideen fördern. 34 Start-ups mit insgesamt 130 Mitarbeitern wurden laut Samsung bereits dank des C-Labs ausgegliedert. Die jeweiligen neuen Unternehmen hätten zudem 170 weitere Mitarbeiter ohne Verbindungen zu Samsung eingestellt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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