Neue Produkte von Ikea für Gärtnerei direkt in der Küche

ikea logoIkea hat 2015 eine Umfrage unter 8.500 Bewohnern in acht Metropolen rund um die Welt durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, was Menschen heute in ihren Küchen so treiben. Als spannendes Ergebnis kam heraus, dass ca. 60 % der Befragten in ihren Räumen selbst Pflanzen anbauen. Speziell im asiatischen Bereich, etwa in Shanghai, stieg der Anteil sogar auf 75 % der Befragten. Um auf den Bedarf nach Indoor-Gärtnerei zu reagieren, will Ikea nun eine neue Reihe entsprechender Gardening-Kits raushauen.

Wenig verwunderlich, stammt die Idee dann auch Shanghai bzw. vom dort ansässigen Senior-Produktentwickler Ronnie Runesson. In Asien sind derlei Hydrokultur-Kits extrem verbreitet. Das sieht in unseren Breitengraden noch anders aus. Zumindest in Europa sind Ikeas Indoor-Gardening-Kits namens Krydda / Växer aber ab sofort zu haben. Die USA sollen Anfang 2017 folgen. Für Deutschland listet Ikea als Neuheiten mehrere Varianten ab Preisen von 26 Euro für einzelne Pflanzelemente. Wer bis zu 274 Euro auf den Tisch legen mag, erhält vollständige Anzucht-Sets mit Töpfen, Samen, LED-Beleuchtung, Keim-Sets mit Deckel, Dünger und allem drum und dran.

ikea indoor gardening 2

Laut Ikea sollen die ersten Blätter bereits nach einer Woche sprießen. Bis man die reifen Pflanzen ernten kann, soll es ca. sieben Monate dauern. Unter den angebotenen Samen sind z. B. Mangold, Weißkohl, Endivie, Radicchio, grüner und roter Romanasalat, Koriander, Basilikum, Petersilie und Co.

ikea indoor gardening

Ich persönlich habe leider keinen grünen Daumen: Die einzige Pflanze, die mich bereits durch mehrere Umzüge begleitet hat, ist ein mittlerweile ca. sechs Jahre alter Ficus. Meine Versuche eine Chili-Pflanze am Leben zu erhalten, trugen im wahrsten Sinne des Wortes wenig Früchte. Doch die Kits von Ikea sollen möglichst simpel gehalten sein, damit jeder Käufer Erfolge erzielt. Zudem könnte der eigene Anbau von Pflanzen in Zukunft tatsächlich eine immer größere Rolle spielen.

(via Wired)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Ich war das letzte mal vor über 7 Jahren bei Ikea und sehe auch keinen Bedarf da nochmal hinzugehen, dass mal vorab.

    Für Kräuter mag das ja noch funktionieren oder auch für das vorziehen von Setzlingen im Winter, aber Pflanzen wie Mangold, Weißkohl oder Endivie benötigen für ein vernünftiges Wachstum mehr als nur 5 cm tiefe Erde 😉

    Es verwundert auch nicht, dass der Trend aus Asien bzw. den großen Städten (dort) kommt. Wohnraum wird dort immer knapper und Gärten gibt es fast gar nicht mehr. Dazu kommt noch der aktuelle Öko- und Bio-Trend. Alles in einen Topf und schon hat man Argumente für einen neuen Wohntrend: Wohnst du noch oder gärtnerst du schon?

    Wie gesagt zum Vorziehen vielleicht ganz nett, aber wenn man keinen Garten hat, dann sollte man das Geld – meiner Meinung nach – besser in Bio-Produkte investieren!

  2. Was ein Schwachsinn.

    Kräuter wachsen auch ohne so einen Zirkus in der Wohnung, wenn man die nicht direkt ans Fenster in die prallen Solle stellt, da braucht es nicht so einen High-End Teil mit LED-Licht.
    Wer etwas kreatisch ist, baut sich einen Indoor-Garten mit Baumarktprodukten selber.

  3. @st
    Soll ich jetzt jedes Unternehmen meiden, das Dreck am stecken hat? Ob bekannt oder (noch) unbekannt? Dann kann ich mich gleich nackt in den Wald setzen und warten bis ich verhungert bin.

  4. Ergänzung noch: ( früher gabs hier mal ne Editor-Funktion )
    Wer sich an Steuersparmodellen stösst, sollte lieber mal nicht die Konzerne dafür verantwortlich machen, sondern die Politik, auch unsere Bundesregierung. Den die haben solche Steuerschlupflöcher durch Gesetzelücken möglich gemacht. Die Konzerne machen nichts anderes, als das auszunutzen – und so hart es klingt, das ist vollkommen legal – jeder private Steuerzahlner frisiert seine Steuererklärunge das mehr und vor allem illegal.

    Mein Arbeitgeber macht es übrigens auch, Amazon, Apple, Google, Microsoft, ebenso, die Liste liesse sich beliebig erweiter, auch mit deutschen Unternehmen.

  5. Die übliche Kritik an ikea… Alles nur Billigzeug und im Möbelhaus ist alles hochwertiger.

    Zu der Idee: das wird auch ohne das Zeug gehen. Kräuter sind einfach zu züchten

  6. smart home grown? jetzt noch mit app zur blütenkontrolle, automatischen Wasser- und düngerzufuhr und seichte propellerbelüftung 😉

  7. gabs in der tat damals schon 😉
    rechner zur steuerung von belüftung, düngung, bewässerung und licht.
    chaja, damals 😀
    2t: wenn ich ne ikeakladde lesen will, geh ich zur altapierkiste.. -.-

  8. André Westphal says:

    @ Tom Erde wird bei Hydrokulturen gar nicht benutzt. Die Pflanzen ziehen die Nährstoffe direkt aus dem Wasser. Daher wachsen sie unter anderem schneller.

  9. Leider sind die Elemente ziemlich hässlich, aber von der Idee her find ich das schon gut und ich glaube auch, dass es einen Markt dafür gibt.

  10. Küchengärtner says:

    Das ist eine hervorragende Möglichkeit, die in meiner Küche Einzug halten wird. Damit bin ich in der Lage im Winter, wenn alle auf ihrem Balkon oder Garten Frost und Schnee bestaunen, Salat, Kräuter und anderes wachsen zu lassen. Sicherlich sind diese Gerätschaften nicht für Tomaten, Zucchini oder Gurken geeignet, aber Salat, Mangold und anderes frische Grün lässt sich durch die Hydrokultur gut großziehen. Ein Samen weiß übrigens nicht, dass es November ist, er keimt einfach und das Licht lässt die Pflanze dann wachsen, so what.

  11. Karl Kurzschluss says:

    Solange da keine Rindersteaks wachsen ist das eher nichts für mich.

  12. Wolfgang Denda says:

    Was für Gedöns für einen Salatkopf, der im Laden in besserer Qualität 0,80-1,50€ kostet. Meine Kresse zum auf’s Brot schneiden bekomme ich auch mit Samen, Baumwollwatte und einer Untertasse mit etwas Wasser hin.

  13. Wolfgang Denda says:

    @Küchengärtner
    So stellen sich Leute das Gärtnern vor, die im Notfall dann wegen Mißernten verhungern.

  14. interessant ist nur welche LEDs dort eingesetzt werden

  15. ja… ein wenig Kresse, ein paar Keimlinge (Zwiebeln, Linsen, whatever) gehen auch locker so
    und wer glaubt, dass er Tomaten, Kürbis, Kohl und Gurken in so wenig Substrat zur Ernte bringt: Herzlichen Glückwunsch!! – so was geht nur im Garten (und sehr eingeschränkt auf dem Balkon)
    Greetz

  16. Mithrandir says:

    Krass, was für eine Nörgelkultur mittlerweile in den Kommentaren herrscht. Da möchte man ja direkt brechen. 😉

  17. Wolfgang Denda says:

    @Mithrandir
    Geh doch in die Türkei, da darf man nur jubeln.

  18. Ikea ist mit der Steuervermeidung nicht alleine. Die großen spielen eben das große Spiel. Inwieweit das verwerflich muss jeder für sich selber entscheiden. Für den Standort Deutschland ist dies aber definitiv nicht sehr vorteilhaft.

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