Ring: Speicherdauer der Videos wird halbiert

Das Unternehmen Ring stellt Sicherheitsprodukte her. Smarte Kameras und Klingeln. Das machte man in der Vergangenheit so gut, dass Amazon den ganzen Laden im April 2018 übernahm, sich aber entschloss, Ring erst einmal autark agieren zu lassen. Amazon selber hat smarte Überwachungskameras in den USA am Markt, hierzulande sind eben Ring und das ebenfalls zugekaufte Blink am Werk.

Wie fast alle Firmen bietet Ring auch ein Cloud-Abo an. Das kostet 30 Euro im Jahr oder eben 3 Euro im Monat pro Kamera. Der Mehrwert ist das Speichern der Überwachungsvideos in der Cloud.

Allerdings gibt es da jetzt doch schon große Einschnitte.

60 Tage war bisher der Zugriff auf Videos aller Klingel-, Bewegungs- und Live-Video-Ereignisse möglich. Damit ist ab dem 1. Januar 2019 Feierabend. Ring wird das Ganze ändern, Videos maximal 30 Tage speichern, dann direkt löschen. Interessant dabei: Zwar halbiert man die Vorhaltedauer, aber der Preis, der bleibt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. 😀
    Ich lach mich schlapp.
    Nepper, Schlepper, Bauernfänger…
    Ist man erst mal im Netz gefangen, kommt man nicht so einfach raus.
    Ne ne, wenn Smart, dann ohne Cloudzwang, wer weiß, wie lange die Halbwertszeit von solchen Services ist oder wann an der Preisschraube gedreht wird.

    • Das ist doch schon zigfach passiert, dass Dienste für vernetzte Geräte hinterher eingeschränkt oder ganz eingestellt wurden, teils auch entgegen gegenteiliger Versprechungen.

      Was die Industrie in einem gesättigten Markt eines Industrielandes will ist eben die Nutzungsdauer möglichst zu verkürzen und künstlichen Bedarf für Neuanschaffungen zu erzeugen. Siehe Smartphones, die technisch schon noch ausreichen würden, aber kein Update bekommen und dadurch mittelfristig unsicherer Elektroschrott werden.

      Ich traue mich zu wetten, dass diese Firma hier irgendwann nächstes Jahr, nach einer kurzen Schamfrist, ein Superpremium-Cloudabo für mehr Geld anbieten wird, mit einer längeren Speicherdauer.

      Aber all das scheint ja super zu funktionieren, die Masse macht es mit.

      • Martin Deger says:

        „Diese Firma hier“ ist übrigens Amazon (die haben Ring für viel Geld gekauft).

      • Früher hat man aus Fehlern gelernt. Heutzutage ist das nur noch ein kurzes konsumieren, wenn es nicht mehr geht, weg damit, was neues her. Und schon wird den nächsten klebrigen Versprechungen ohne jegliches Hinterfragen geglaubt.

        Nur noch Konsumzombies. Langsam werde ich zum Kommunisten, ach Mist, das hat ja für die Gesellschaft auch nicht funktioniert. Aber der Gedanke ist schön daran. 😉

  2. Martin Deger says:

    Weiß jemand eine gute WLAN-Türklingel wie die Ring oder die Nest Hello, die man anstelle der alten Klingel montiert, und wo auch weiterhin der alte Türgong funktioniert, die aber ohne Cloud funktionieren? Auch wenn ich prinzipiell nichts gegen die Cloud habe, lese immer wieder von Verzögerungen von 10-20 Sekunden zwischen dem Klingeln und der Videoanzeige. Ich vermute, dass das durch die Cloud hervorgerufen würde, und es ist für mich ein No-Go. Höchstens eine Sekunde Verzögerung zwischen Klingeln und Anzeige des Videos halte ich für akzeptabel.

  3. Habe mit den 30 Tagen kein Problem. Wenn irgendwas wichtiges ist, kann man sich die Videos ja speichern.

    Wichtiger wäre mir, dass die Video 60 Sekunden statt 30 Sekunden aufgezeichnet werden.

  4. zumindest als Kamera (ohne Türklingel) geht Netatmo mit der Welcome einen guten Weg wie ich finde:
    – Aufnahmen werden lokal auf MicroSD gespeichert
    – UND zusätzlich (Optional) extern – das kann dann ein eigenes NAS, Dropbox oder auch ein eigener FTP-Server sein!

  5. Ich hab mir mal erlaubt die Firma anzuschreiben und zu fragen wieso man den Kunden nicht beim Preis entgegen kommt.
    Erhalten habe ich daraufhin folgende Antwort:

    „Because we are adding a lot of expensive features to it. Should have been in the email you received.

    Jamie

    Jamie Siminoff, Chief Inventor and

    Da musste ich dann doch schmunzeln.

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