Pushbullet startet bezahlte Pro-Variante, schränkt Features des kostenlosen Angebots ein

artikel_pushbulletNeue Dienste lassen immer wieder eine Frage aufkommen, vor allem, wenn sie kostenlos und ohne Werbung angeboten werden. Zwei Möglichkeiten gibt es hier in der Regel. Entweder der Dienst bleibt nicht länger kostenlos oder man wird mit Werbung bespaßt. Auch eine dritte Möglichkeit, die Übernahme durch ein anderes Unternehmen ist heutzutage ein beliebtes Mittel, um Kosten für den Nutzer zu vermeiden. Einen dieser drei Wege geht nun Pushbullet, die Schnittstelle zwischen Smartphone und PC. Nach rund zwei Jahren entschied man sich für ein Bezahlmodell, dieses ist allerdings optional, es wird auch weiterhin eine völlig kostenlose Variante von Pushbullet geben.

pushbullet_pro

Um den Nutzern einen Pushbullet Pro Account schmackhaft zu machen, hat man einfach ein paar beliebte Features genommen, die nun nicht mehr in der kostenlosen Variante vorhanden sind. Will man diese weiter nutzen, muss man ab dem 1. Dezember bezahlen. Hier gibt es zwei Modelle, bei monatlicher Zahlung kostet Pushbullet Pro 4,99 Dollar pro Monat. Bezahlt man jährlich 39,99 Dollar, ergibt sich ein Monatspreis von 3,33 Dollar.

Während man sich bereits für einen Pro-Account registrieren kann, erfolgt die erste Bezahlung zum 1. Dezember, zu diesem Zeitpunkt werden dann auch die entsprechenden Funktionen für Free-Accounts nicht mehr verfügbar sein. Dabei handelt es sich unter anderem auch um Universal Copy & Paste. Außerdem können Nutzer des kostenlosen Angebots nur noch 100 Nachrichten pro Monat verschicken (gilt für SMS, WhatsApp, Kik, etc.).

Einen Unterschied gibt es auch bei den Dateigrößen, die versendet werden können. Free-Nutzer können auch weiterhin Dateien mit bis zu einer Größe von 25 MB verschicken, für Pro-Nutzer wird die Größe auf 1 GB erweitert. Speicher gibt es hingegen 2 GB im kostenlosen Angebot, 100 GB bei Bezahlung der Pro-Gebühr. Folgende Unterschiede ergeben sich für Free- und Pro-Nutzer:

pushbullet_pro_vergleich

Für Pushbullet ist dies sicher ein großer und auch wichtiger Schritt. Kann so ein Dienst nicht finanziert werden, ist das zwar schade, aber besser als wenn Nutzerdaten zu einem anderen Anbieter abwandern oder diese vielleicht sogar verkauft werden. Pushbullet positioniert sich hier sehr deutlich und sagt den Nutzern, dass sie kaufen müssen, wenn der Dienst weiter bestehen soll. Gleichzeitig bleibt ein kostenloses Angebot, wenn auch etwas eingeschränkt, bestehen. Hat man schon unglücklicher gelöst gesehen.

Von Euch nutzen ja auch einige Pushbullet, werdet Ihr dem Dienst treu bleiben? Als Pro- oder als Free-Nutzer? Ich selbst nutze Pushbullet gar nicht mehr, aber selbst zur Zeit als ich es noch nutzte, wäre es mir persönlich wohl keine 5 Dollar pro Monat wert gewesen. Falls Ihr Pushbullet Pro-Nutzer werden wollt, könnt Ihr Euch an dieser Stelle dafür anmelden.

(Quelle: Pushbullet)

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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43 Kommentare

  1. @maatik: Mirrored notification action support sind die Buttons, die unter den Benachrichtigungen angezeigt werden. Also z.B. der Dismiss-Button bei Kalendererinnerungen. Die Anzeige der Benachrichtigung selbst klappt auch gratis noch.
    Zum Artikel: Finde es ok, dass sie jetzt Geld verlangen. Aber definitiv zu teuer. Denke bis 24$ pro Jahr würde eher akzeptiert.

  2. gerade deinstalliert. wirklich schade

  3. @markus: Danke dir.
    @all: da bin ich soeben beruhigt das meine Hauptfeatures noch unterstützt werden, kostenlos (Notification anzeigen, ab und zu auf sms antworten).

  4. Für mich war Pushbullet von Anfang an nur dazu da um mal fix etwas, meist kleines, auf jedes vorhandene Gerät zu pushen ohne email oder abstriche in der Qualität oder erst auf mein NAS zu laden… Alle zusätzlichen Funktionen fand ich eher nervig und sind für mich unnütz. Ich werde gut mit der Free Variante zurecht kommen und Pro wäre mir zu teuer. Ich würde aber trotzdem gerne 5€-10€ im Jahr zahlen. Das is es mir locker Wert. 5€ im Monat finde ich zu teuer. Ich nutze z.b. Evernote Plus weil es mir die 20€ im Jahr Wert ist. Vlt. sollte Pushbullet mehr Abstufungen in sein Bezahlmodell einbauen dann wäre ich auch dort bereit etwas zu zahlen.

  5. Sry ich meine natürlich $ außer bei Evernote…

  6. schade, aber irgendwie auch verständlich. Ich denke nur, dass die Preispolitik nicht sehr weise ist.
    Bei der Vielzahl an Abos die man mittlerweile so hat, summiert sich da inzwischen so einiges auf, so dass man doch sehr genau darüber nachdenkt, ob einem die paar Zusatzfeatures das Geld wirklich wert sind. Ich für meinen Teil werde wohl auf ein Abo verzichten;
    Zwar wird mir das Universal Copy & Paste fehlen, aber nur dafür ist es mir das Geld nicht wert. Um meine SMS per PC zu tippen und zu synchronisieren, habe ich bereits ein MySMS-Abo, für das ich nur 9,99 € pro Jahr zahle (macht also ca. 83 cent/Monat), und das zerrupft im Gegensatz zu Pushbullet längere SMS nicht in mehrere 160-Zeichen SMS, sondern kann die auch wieder zusammensetzen.
    Ansonsten schließe ich mich auch den Vorrednern an, dass die Featuritis das einstmals nette kleine schlanke Pushbullet inzwischen sehr überladen hat.
    Sinnvoll wäre es eher, die Features die man tatsächlich einsetzen möchte, einzeln – aber dafür für jeweils geringeres Entgelt (etwa im Preisbereich der vorgenannte SMS-App) – freischalten zu können, so dass man nur für das zahlt, was man auch tatsächlich nutzt. So würde sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Anzahl der zahlenden Nutzer eher erhöhen.
    Denn wenn nur wenige Kunden die teure Abogebühr zahlen und diese wenigen irgendwann wegbrechen, steht das Geschäftsmodell auf wackligeren Beinen, als wenn viele Kunden weniger zahlen und davon ein paar abhanden kämen.

  7. 40 USD sind keine 40 Euro, sondern ca. 37 Euro.

  8. Wer Universal Copy&Paste braucht, sollte sich Clipper Plus with Sync ansehen.
    https://play.google.com/store/apps/details?id=fi.rojekti.clipper

  9. Dann suchen wir mal Alternativen.
    Ist sowieso immer aufgeblasener und unbrauchbarer geworden.
    Also nicht so schade drum

  10. Hab Pushbullet bisher genutzt, werde es aber aller Voraussicht nach bald deinstallieren. Nachrichten auf dem PC ist grundsätzlich praktisch, aber garantiert nicht das Geld Wert. Das Copy-and-Paste-Feature ist theoretisch praktisch, aber gestern noch hatte ich da Probleme, als die App bei einem längeren Text (etwa eine DIN A4-Seite) abstürzte. Ich würde zudem sicherlich mehr als 100 Nachrichten im Monat darüber empfangen, sodass die App ohne Abo in dem Fall mitten im Monat einfach komplett streiken wird.

    Man muss sich bei der Preispolitik nur noch klar machen: Der Jahrespreis ist mehr als 40x teurer als bei WhatsApp, das aber für mich eine wesentlich höhere Nützlichkeit aufweist.

  11. Finde ich okay. Natürlich schade, dass man anstelle von neuen Features für Pro-User einfach den Nutzern der kostenlosen Variante wieder etwas wegnimmt. Die Limitierung auf 100 Nachrichten pro Monat finde ich noch in Ordnung. Ich nutze es ohnehin nur für SMS und da sind es bei mir wohl eh nur 10 pro Monat; zumal das Versenden via Pushbullet bei mir nur mäßig zuverlässig läuft. Meist muss ich dafür zumindest das Phone entsperren. Ansonsten fände auch ich 5 Euro/Dollar pro Jahr in Ordnung, aber 40 Dollar pro Jahr bzw. 5 Dollar pro Monat? Dafür nutze ich es zu wenig.

  12. Schade, der Dienst war mal richtig gut. Genial fand ich die Synchronisation der Benachrichtigungen zwischen Android Geräten. Wurde auf dem einen Gerät eine Benachrichtung entfernt, war sie auch auf den anderen Geräten entfernt. Genial. Das Feature ist ja leider schon vor einiger Zeit entfernt worden.

    Ich komme zum Glück weiterhin mit der Kostenlosen Version klar. Nutze es nur ab und an um Texte oder Links auf andere Geräte zu schicken. Aber bei weitem keine 100 pro Monat.

    Den Preis, den sie für die Pro Version haben wollen, finde ich auch etwas zu heftig. Wirklich kein schöner Trend, dass immer mehr nur noch im Abo angeboten wird. Mir sind Einmalzahlungen da deutlich lieber. Wird halt immer mehr mit den Abos.
    Ich finde 5$ stehen auch in keinem Verhältnis zu z.B. 10 EUR für Musik oder IPTV Dienste wie Netflix. Selbst das Adobe CC Abo für 12 EUR, wo man Photoshop und Lightroom + Clouddienste bekommt ist ja spott billig dagegen.

  13. Eigentlich will ich nur Links vom Browser auf meine Tablets und Smartphones schicken. Früher konnte PushBullet das wirklich gut. Mittlerweile hat Pushbullet eine große Verzögerung. Außerdme öffnen sich Links nicht mehr im Systembrowser sondern in Push Bullet, das finde ich total doof. Ich will ja nicht in Pushbullet bleiben sondern mit dem normalen Browser dort weitermachen wo cih stoppen musste. In meinen Augen nimmt sich Pushbullet hier viel zu wichtig. Ich wollte schön länger eine Alternative suchen (Chrome to Phone wäre genial, aber ich nutze auch Firefox)…

  14. @HerrTaschenbier

    im Firefox kannst Du Fox to phone nutzen. Das ist die Chrom to Phone variante für Firefox

  15. @zinullamobile vorhin auf die Schnelle und ohne Geduld ausprobiert => Ging nicht… 🙁 Bist du dir sicher das das noch funktioniert? Sieht veraltet aus..

  16. ja, gerade nochmal ausprobiert. Funktioniert wunderbar.

  17. Aha. Wer hätte es gedacht.
    Also das Universal-Copy&Paste hatte mich gleich viel zu sehr genervt, das habe ich deaktiviert. SMS verwende ich (nach Möglichkeit) gar nicht.
    Dateien (z.B. Fotos) versenden dauert ewig.
    Das einzige ist Text oder Links, dafür war Pushbullet leidlich geeignet. Leidlich, weil die Mac-Version zu primitiv ist und die PC Version immer hängen bleibt und ewig braucht bis sie öffnet. Der Support reagiert übrigens überhaupt nicht mehr.
    Also mir reicht die kostenlose Version zwar, aber sobald ich was besseres finde um Text global rüber zu schicken, wird Pushbullet vom PC, Mac und SGS4 entfernt.

  18. …. also wenn 5 Mio. Nutzer 99 Cent im Jahr zahlen würden, wären das 5 Mio. $
    … wenn vielleicht 100.000 Nutzer 40 Euro im Jahr zahlen würden wären das 4 Mio $

    … Jedoch werden das wahrscheinlich nicht einmal 10.000 Nutzer sein die 40 Euro im Jahr zahlen werden. Somit wären wir gerade einmal bei 400.000 $ und viele werden Pushbullet den Rücken kehren.

    Langsam wie es echt teuer die ganzen Monats-Abos:
    50 Euro Internet
    40 Euro Mobile
    4 Euro
    1 Euro Lastpass
    7,99 Euro Google Music
    10 Euro Netflix
    2 Euro DNS-Service
    5 Euro openVPN
    2 Euro Evernote
    2 Euro Google Coud 100GB
    8 Euro MS Office 365
    = ca. 135Euro im Monat
    = ca. 1600 Euro im Jahr

    Hier muss ich langsam aufpassen, das wir nicht den Überblick verlieren. Da ich ja nur meine Kosten eingerechnet habe, obwohl wir 4 Personen sind möchte ich hier wirklich nicht weiterrechnen 🙁

    ps
    Achja, Cyberghost (40 Euro) und anderes (Amazon Prime) fehlen hier ja auch noch 🙁

  19. Sorry, diese verdammte Auto-Rechtschreibung war eingeschaltet 🙁
    Gott sei Dank muss man hier „noch“ kein Abo für Swiftkey abschließen :))

  20. Michael Raab says:

    Jetzt nutze ich dafür KDE-Connect.

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