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Neuer Algorithmus: Google straft Seiten mit illegalen Links ab

Wenn der Suchmaschinen-Gigant Google an dem Algorithmus für seine Websuche schraubt, werden immer viele Leute hellhörig. Schließlich hängt davon ab, ob man mit seiner Seite leicht gefunden wird oder nicht. Taucht man bei Google nur auf den hinteren Ergebnis-Seiten auf, findet man im Internet kaum statt.

Dieses Schicksal droht jetzt so mancher Torrent-Seite oder anderen Angeboten mit illegalen Links. Google kündigt nämlich an, ab nächster Woche Seiten weiter hinten einzusortieren, bei denen es viele Anfragen wegen Urheberrechtsverletzungen gibt.

Google möchte dadurch dafür sorgen, dass illegale Inhalte nicht mehr so gut gefunden werden können – eine Forderung, mit der die US-Musik- und Filmindustrie seit Jahren auf taube Ohren seitens Google gestoßen ist. Klar, dass diese Industrie den Schritt nun absolut begrüßt.

Natürlich lassen sich die Jungs dabei nicht in die Karten blicken, wie exakt dieser Algorithmus modifiziert wurde, Google erklärt aber, dass die beanstandeten Seiten nicht komplett aus dem Index genommen werden, sondern nur auf die hinteren Ränge verschoben werden. Der Inhaber einer Seite kann sich natürlich bei Google melden, falls er der Meinung ist, dass er zu Unrecht abgewatscht wurde. Google prüft in so einem Fall das Angebot nach und korrigiert das Resultat gegebenenfalls. Wir dürfen übrigens davon ausgehen, dass Googles Video-Angebot YouTube von dieser Änderung nicht betroffen sein wird 😉

Quelle: Google Inside Search

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

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37 Kommentare

  1. @newsjunkie: so ähnlich erschien es für mich auch. fragt sich, was kommt als nächstes? so bleiben wird es denk ich nicht!

  2. Hallo newsjunkie,

    Google stellt die Seiten nicht einfach ans Ende, sondern je nach Schwere des Vergehens (Anzahl der Beschwerden) um so und so viel Plätze in den SERPs nach hinten. Generell keine schlechte Idee, wobei Google durch derartige Filter immer mehr Spielraum geboten bekommt, sich die Ergebnisse so zu stricken wie sie es wollen…

    Grüße

    Gretus

  3. @Urheber

    Fisch gefällig?

  4. hm, ich weiß nicht.
    find ich nich gut.

  5. 3lektrolurch says:

    Contentdiebe sind Verbrecher. Und gehören für ihre Taten schwer bestraft.

    @Urheber
    Warum so weich? Ich bin für die Einführung der Scharia und wäre nicht traurig, wenn deine Kinder eines Tages ohne Hände rumlaufen würden.

  6. Viele Urheber wären heute noch arme Leute, wenn es keine funktioniernde Kopierszene gegeben hätte. Metallica wären zum Beispiel ohne Tapetrading sehr viel langsamer berühmt geworden.

    Ich bin gespannt, was viele Urheber machen würden, wenn Ihren Mist keiner kaufen will.
    Als Urheber braucht man nämlich Konsumenten und die muss man erreichen, dass ist ohne Kopiererei wesentlich schwerer und teuerer. Musiker die noch aus der analogen Welt kommen, kennen das ziemlich gut.

    Viele „Urheber“ sind auch nur am klauen, ob in der Musik, beim Film oder der Wissenschaft.

    Aber im Endeffekt fände ich es gut, wenn nicht mehr kopiert wird, dann setzt sich wenigstens wieder Qualität durch und der Markt wird relativ schnell bereinigt. Und die jetzt am lautesten nach Urheberrecht krähen, gehen dann zum Jobcenter.

  7. Sehr gute Idee das zu machen. Meine Singlebörse http://www.flirt-couch.com ist leider auch nur ganz hinten zu finden und ich weiß nicht wieso…

    Lg
    Jasmin

  8. Gute Sache. Bei bestimmten -legitimen- Suchen kriegt man auf den ersten paar Seiten fast nur Treffer von Kriminellen (welchen Namen auch immer der Tatbestand trägt). Bestimmtes Buch als Epub? Da fällt es schon schwer, seine ethischen Werte aufrechtzuerhalten, wenn sie eigentlich schon gefestigt sind. Wie muss denn das auf Kinder und Jugendliche wirken? Die müssen ja glauben, dass „alles immer sofort und gratis“ normal ist.

  9. 3lektrolurch says:

    Und warum sollten die Eltern das nicht ihren Kindern klar machen können? Sie wissen nicht Bescheid? Warum dürfen die Kinder das dann überhaupt?

  10. Was, das Internet nutzen?

  11. @Jens: Eigentlich: Ja. Kein Provider macht Verträge mit Minderjährigen.
    Wenn die Eltern den Kindern dann Zugang zum Internet ermöglichen, ist das im Prinzip nicht das Problem der Content-Macher dort. Wenn Eltern nicht freigegebene Filme offen rumliegen lassen, können sie schließlich auch Probleme mit dem Jugendamt bekommen…
    Dann müsste selbiges theoretisch auch für das Internet gelten 😉

    Zum Thema: Ich finde es nicht schlimm. Diejenigen, die es unbedingt wollen, werden die illegalen Seiten auch weiterhin finden und wenn bei Eingaben wie „free music“ dann CC-Musik und werbebasierte Streamingdienste ganz oben stehen, ist das auch nicht verkehrt.

  12. marco tullnyMarco Tullney says:

    Halo, finde es gut, dass du jetzt auch SEO-News mit drin hast, weiter so!

  13. 3lektrolurch says:

    @ Jens
    Die wirksamste Maßnahme gegen illegale Downloads sind wachsame Eltern, wollte ich damit sagen.

  14. naja, das wird dumme user von ergebnissen trennen, aber der erfahrene sucht solche sachen auch gar nicht mit google

  15. Jugendschutz und Verhinderung von Kriminalität sind ja noch zwei verschiedene Sachen. So ist es kein grundsätzliches Problem, seinen Kindern indiziertes Material zugänglich zu machen – untersagt ist der Verkauf an Minderjährige. Illegale Downloads hingegen sind vom Alter unabhängig illegal. Und dazu auch noch Konkurrenz für Google selbst. Es gibt keinen Grund, warum so etwas nicht gefiltert werden sollte.

    Ich finde es grotesk, wenn manche mit „Freiheit“ argumentieren, wo es nur um kriminelle Machenschaften und Geschäftemacher geht. Damit erweist man denen, die sich wirklich um die Freiheit des Internets sorgen, einen Bärendienst. Die gehen ja im Geschwaller der „Freiheit für Kriminelle“-Rufer unter und müssen sich ständig von diesen absetzen, was allzu oft kaum gelingt. Und dad nur, weil einige meinen, dass alles, was technisch möglich ist, auch legalisiert werden muss. Von wegen neue Zeit und so. Irre.

  16. Animejunkie says:

    Das ist eigentlich alles andere als egal, im Schnitt wird wohl 25 – 50 % des Besucherstroms über Google kommen, insbesondere neue Nutzer werden meist über Google gewonnen.

    Aufgrund der riesigen Anzahl an Warez Seiten wird der Schlag die Szene aber nicht so herbe treffen wie man denken mag, vor allem wird diese Entscheidung Auswirkungen auf die Hoster haben.

    Bsp: Share-online.biz, im letzen Monat wurden 3.200 Urls entfernt. Wird man wohl in Zukunft ein paar Stellen weiter unten im Ranking finden.
    Den ganzen Report findet man wenn man mal kurz nach Transparency Report googelt.

    Auf kurze Sicht also kaum Auswirkungen, wenn die Contentmafia schlau wäre würde sie jetzt ordentlich das anschwärzen bei Google anfangen und die Warez Seiten in den Abgrund der Google Rankings katupultieren, aber die kriegen ja nicht einmal ein ordentliches Contentportal auf die Beine gestellt.

  17. Irgentwie,irgentwo ist das gar nicht so schlecht,wenn nicht ein aber?
    Torrent seite oder einfache Blog, zur 99,99999% gibts nichts alles legales.
    Und wenn einer sagt das der noch nichts ilegales gezohgen hat,der lügt.
    Vergleich:Durschnitliche Blog Seite hat pro Tag 500 Besucher.
    Torrent oder Warez zehnfache mehr.Also für wem soll das gut sein?

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