Nanoleaf Remote ausprobiert

Ich hatte mir seinerzeit für das Blog die Nanoleaf-Lichtlösung angeschaut. Vielseitig verknüpfbar und unabhängig vom Preis betrachtet eine schöne Spielerei, wenn man aus den einzelnen Panels etwas bauen mag und unterschiedliche Effekte zaubern will. Uneingeschränkt kann ich Nanoleaf aber dennoch nicht empfehlen, denn bei uns ist mittlerweile das zweite Set eingetroffen, welches einen Fehler hat.

Es flackert nämlich leider auch dann, wenn die Lichter eigentlich ausgeschaltet sein sollen. Großer Mist, denn eines der Panels hängt im Kinderzimmer und mein Sohn Max wachte bereits mehrere Male vom Geflacker auf, sodass wir uns entschlossen, Nanoleaf über eine Schaltsteckdose nur zu bestimmten Zeiten aktiviert zu haben. Das darf nicht sein und ich würde jedem Käufer empfehlen, dass mal im Auge zu behalten – wenn der Fehler auftritt, sollte man das Panel zurückgeben. Ist ja teuer genug und solch ein Fehler nicht akzeptabel.

Jetzt habe ich mir auch einmal die Nanoleaf Remote angeschaut – eine Möglichkeit, 12 vorgefertigte Dinge auszuführen, auch mit vielen anderen Smart-Home-Geräten. Ich habe mir das einmal im Verbund mit Apple HomeKit angeschaut.

Das Ganze ist eigentlich recht flott erklärt: Dreht man den Würfel mit einer Zahl nach oben, dann wird die hinterlegte Aktion durchgeführt. Wer beispielsweise festlegt, dass auf der 1 die Szene „Lampen an im Wohnzimmer“ ausgeführt wird, der bekommt diese ausgeführt, wenn man die Nanoleaf Remote mit der 1 nach oben legt.

Das funktioniert nicht nur mit Nanoleaf-LLichtlösungen, sondern allen, was man in HomeKit vorfindet – entweder man aktiviert Szenen oder eben Geräte oder Gruppen. So einfach. Das kann man in der gar nicht mal so guten Nanoleaf-App machen, oder man greift zu HomeKit. Setzt natürlich immer voraus, dass ihr euch merken könnt, auf welcher Nummer was ist.

Und in der Realität? Mit der Nanoleaf-App ist das ganze System schwergängig sofern man etwas über HomeKit macht – man sieht schlichtweg nicht, was an Geräten in Szenen eingestellt ist. Man sieht nur, da liegt etwas, mehr nicht. Von daher ist man immer gezwungen, auch einen Blick in HomeKit zu werfen – oder man kennt seine Szenen alle.

Anders sieht es aus, wenn man eine Nanoleaf-Szene aufruft, diese ist dann in der App zu sehen. Von daher würde ich jedem empfehlen, die HomeKit-App zu nutzen, um die Remote zu justieren. Was kann man machen? Quasi alles, was man in HomeKit machen kann. Diverse Geräte an- und ausschalten, Szenen und Gruppen ansprechen. Der Anwender muss also nicht mehr in der App rumfummeln oder mit Siri sprechen, er nutzt die Remote und dreht Zahlen.

Die Nanoleaf Remote sieht schon ganz cool aus und wird sicher ein Gesprächsthema bei Leuten, wenn ihr sie das erste Mal vor anderen nutzt – aber ansonsten? Flashte mich nur wenig. Ich rufe von mir Festgelegtes mittels Würfel auf. Mehr nicht. Ich habe mir Zahlen zu merken und im schlechten Fall kann ich gar nicht 12 Möglichkeiten der Remote nutzen, sondern weniger. Warum? Vielleicht will ich ja Zustände nicht nur auslösen, sondern Geräte auch ausschalten.

Wenn ich beispielsweise fünf Zahlen für diverse Zustände der Nanoleaf benötige, dann bleibt wenig Rest für meine anderen Geräte. Und dafür muss man als Nutzer dann 60 Euro zahlen. Dennoch ganz nett: Wenn man das Rhythm-Modul an der Nanoleaf nutzt, dann kann man den Würfel auch nach links oder rechts drehen um die Intensität zu regeln. Unabhängig von meinen beschrieben HomeKit-Geschichten: Wer kein HomeKit nutzt, aber Nanoleaf als Licht-Panel, der kann natürlich auch die Remote für diverse Zustände seines Panels nutzen.

Ein Fazit? Trotz meiner Kritik: Wer sich seine 12 Schaltflächen belegt hat und für sich meint, dass er damit klarkommt: Nett. Die Nanoleaf-App ist unfassbarer Murks (und mit Murks meine ich Schrott) für die Konfiguration, sofern man mehr als eine Nanoleaf hat, der Würfel aber dennoch im Haushalt gut angenommen worden: Mein Sohn Max kommt gut damit zurecht, findet das alles sehr spektakulär.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Lass mich schnell nachsehen…. Ah da ist es… Nanoleaf steht bereits auf der Liste der Dinge, die meine Welt nicht braucht.

  2. Das Nanoleaf Remote war mal bei Amazon als IFTTT kompatibel beworben, zu dem Zeitpunkt als ich es kaufte. Aber dem ist nicht so, man kann keine IFTTT Receipts damit aktivieren. Leider. Der Punkt IFTTT wurde auch wieder bei Amazon entfernt. Schade, das wäre ein Mehrwert gewesen. Habe mir das Rhythm Modul noch geholt, damit man wenigsten durch Drehen des Würfels die Helligkeit einstellen kann. Geht auch nur beim Aurora selbst, nicht bei Hue leuchten.
    Was die Konfiguration betrifft, wirklich sehr umständlich. Als das Rhythm Modul kam, war danach schon zweimal die ganze Konfiguration verschwunden. Nervig.

  3. Alexander Lauster says:

    Hmm… seit wann schreibt man LLichtlösungen mit drei L? 😉

  4. @Caschy: Hier kannste mal probieren die einzelnen zwischenkontakte zu tauschen, denn zu anfang hatte ich auch dieses Problem mit dem flackern gehabt. Jetzt ist das flackern komplett verschwunden, ab und an schaltet sich eine Fläche erst später ab, aber das ist selten und dauert meist nur 5min. An sonsten danke für dein Beitrag, nur wegen dir hab ich das teil hier zuhängen 🙂 Hab nicht aufgeräumt xD –> https://abload.de/img/img_8705u8eja.jpg

    • Meinste das hilft? Wir haben das Ganze nun schon bei 2 Panels, die wir auch schon untereinander vertauscht und verbaut haben…. btw: Cooler PC Ecke!

      • @Caschy: auf jeden fall probieren, das teil muss so oder so ab von der Wand. Wenn es dann immer noch nicht richtig funzt, umtauschen. Ich finde die Kontakte dazwischen spielen mit dieser Störung irgendeine rolle. So und hier nun noch ein Bild von meiner Caschy-Leser-Ecke, ist aber immer noch nicht aufgeräumt dafür höllisch bunt hier xD –> https://abload.de/img/img_8468-3wnewu.jpg

        PS: Falls noch nicht gewusst, Origins aufs Haus gibt es nicht mehr. Das Programm wurde eingestellt weil die Games alle in Origin Access jetzt reinlaufen.

  5. Dieser Schrott ist doch nur deswegen so „populär“, weil er bei YouTube bzw. von den üblichen Technik-YTbern so gehypt wurde. Dank kostenloser Samples…

  6. Ich kann den „Hype“ auch nicht verstehen. Ich finde, es ist die hässlichste Lichtlösung, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Es wirkt in keinster Weise gemütlich auf mich. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten 😉

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