Microsoft: Stichtag für den Wegfall des Supports alter Internet Explorer-Versionen ist gekommen

IE_11_LogoIm Oktober 2015 hatten wir bereits über die Pläne Microsofts berichtet, ab dem 12. Januar 2016 den Support für ältere Version des hauseigenen Internet Explorers einzustellen. Offiziell wird dann nur noch die für das jeweilige Betriebssystem höchste verfügbare Version des Browsers unterstützt – im Falle von Windows 7, 8.1 und Windows 10 ist das der Internet Explorer 11. Dieser Zeitpunkt ist heute nun gekommen und Microsoft bietet auf der speziell dafür eingerichteten Webseite noch weiterführende Informationen zu dem Thema an.

Der Tenor ist aber: Updaten oder in die Röhre gucken, denn Sicherheitsupdates und technischen Support gibt es dann nicht mehr für die Vorgängerversionen des Internet Explorers. Heimanwender sollen über das Windows Update die letzte verfügbare Version des Internet Explorers herunterladen, Klein- bis Mittelbetriebe dürfen das freilich auch tun, haben aber laut Microsoft auch in Sachen Kompatibilität der benutzten Web-Applikationen die Möglichkeit, einen zertifizierten Microsoft-Partner mit ins Boot zu holen, um gemeinsam mit diesem eine Update-Strategie festzulegen.

Gleiches gilt für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, hier werden noch weitere technische Ressourcen und Möglichkeiten zum einfachen Verteilen angeboten und im Zweifelsfall auf die Microsoft Services oder die bereits erwähnten zertifizierten Partner verwiesen.

Aller guten Vorsätze und dem zeitlichen Vorlauf zum Trotz wird es aber reell immer noch genug Umgebungen geben, die nicht zum heutigen Stichtag auf die letzte verfügbare Version des Internet Explorers aktualisiert haben werden: Einmal, weil drei Monate in grösseren Unternehmen selten für einen Rollout ausreichen und einmal, weil es auch je nach Umgebung dauern kann, bis entsprechende Webapplikationen, die auf dem Internet Explorer fußen, komplett durchgetestet sind. Hier hat es der Heim- oder Kleinanwender deutlich einfacher, muss er doch „nur“ sein System via Windows Update aktuell halten.

Internet-Explorer

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

6 Kommentare

  1. Gerade im Enterprise-Bereich wird das ein Frauen. Wenn ich daran denke, wieviele Konzerne heute noch den IE8 im IE7-Kompatibilitätsmodus nutzen, wird mir schwindelig.
    Das wird hoffentlich für die Zukunft dahin führen, dass Browser auch dort regelmäßig upgegradet werden.

  2. Im Geschäftsumfeld ist das noch gravierender. Dort gibt es einfach zu viele Anwendungen, die nur mit einer älteren Version des Internet Explorers funktionieren. Ich bin auch immer wieder erstaunt, dass man hier sich davon nicht lösen kann. Und weil man einen älteren IE einsetzen muss gibt es immer wieder Überraschungen im Web, das moderne Webseiten einfach nicht korrekt funktionieren oder nur teilweise richtig dargestellt werden und einen neueren Browser voraussetzen.

  3. Karl Kurzschluss says:

    Das wird für ein paar verpennte IT’ler nun unangenehm. Aber es gab genug Vorwarnungen. Bei uns hängen ein paar verschnarchte Anwendungen im kuscheligen „Citrix“-Käfig. Aber es sind insgesamt nur 2. Man darf von den Anbietern sicher erwarten, daß die rechtzeitig für kompatible Updates sorgen.

  4. IE ist ja gar nicht mehr so Scheisse, aber den Strick mit dem schlechten Image hat sich Microsoft mühsam selbst gedreht. Den ganzen Müll den sie da verzapft hat ist der längste Treppenwitz aller Zeiten. Für manche Firmen ist es gar nicht so einfach mal ne Enterprise Web App umzustellen, weil sie Frameworks einsetzen die nur in einer bestimmten Version vorhanden ist. Schon der Gedanke daran ist irrsinning. Ne Web App die proprietäre Technik eines Browsers(!) einsetzt. Dann gibt’s Deppen in IT-Abteilungen die sich irgendwann mal entschieden haben, Intranets und Web Apps nur gegen IE zu testen, weil der standardmässig mit Windows kommt. Da fehlt auch oft die Manpower um das anzupassen.