Microsoft stellt Support für ältere Internet Explorer-Versionen ein

15. Oktober 2015 Kategorie: Internet, Windows, geschrieben von:

IE_11_LogoJahrelang hat er uns begleitet, teilweise auch auf sehr spektakuläre Weise – man denke einmal an den Browserkrieg mit Netscape Ende der Neunziger Jahre. Zugegeben, seitdem Chrome, Firefox und Co. die Bühne betreten haben, ist der Internet Explorer zumindest auf den heimischen PCs deutlich ins Hintertreffen geraten und mit dem Erscheinen des Nachfolgebrowsers Edge erwartet man nun eigentlich seinen öffentlichen Abgesang: Mitnichten, ist der Browser doch speziell im Unternehmensumfeld noch oft gesetzt. Nun – genauer gesagt am 12. Januar 2016 – läuft der Support für ältere Versionen des Internet Explorers aus, Microsoft setzt dann somit nur noch auf Edge bzw. den Internet Explorer 11. Im Klartext heisst das, Support wird nur für die jeweils letzte Version des Internet Explorers gegeben, der für ein unterstütztes Betriebssystem zur Verfügung steht. Genau das ist jeweils der Internet Explorer 11, der bei Windows 8.1 und 10 ja sowieso serienmässig dabei ist, während Anwender, die noch mit Windows 7 unterwegs sind, zeitnah das Upgrade auf Version 11 durchführen sollten, um wieder im Supportlifecycle zu landen.

IE_Supportende

Warum man das so genau betont, liegt auf der Hand – im privaten Sektor sollte der Internet Explorer mittlerweile eine untergeordnete Rolle spielen: Ich kenne niemanden, der sich nicht irgendwann mal Firefox, Chrome oder Opera heruntergeladen hat und einen dieser drei (oder der entsprechenden weiteren Alternativen) nicht als Standardbrowser nutzt.

Windows 8.1- bzw. Windows 10-User sind eh schon fein raus, ist der IE 11 doch schon direkt mit an Bord. Interessant wird es für Unternehmenskunden, die aufgrund von Vorgaben (beispielsweise einzelner Hersteller) eine ältere Version des Browsers aus Redmond einsetzen: Ich selbst kenne den Fall, dass diverse Anwendungen erst seit letztem (!) Jahr mit dem Internet Explorer 9 funktionieren – der ein oder andere Hersteller  hat seine browserbasierten Dienste beispielsweise sogar erst Ende 2014 vom Internet Explorer 7 auf Version 8 umgestellt und das Ganze quasi noch gefeiert: Hier muss natürlich auch einmal der logische Schritt in Richtung aktuellster Browser erfolgen, will man nicht etwaigen Sicherheitslücken Tür und Tor öffnen oder einfach Webstandards von heute schlichtweg „verpennen“.

Das solche Änderungen natürlich speziell im Unternehmensumfeld Zeit brauchen (es dauert halt, bis ein grosser deutscher Automobilkonzern samt Tochtermarken die internen Händlerportale auf einen Browserstandard adaptiert hat!), liegt auf der Hand und ich bezweifele, dass das in drei Monaten zu schaffen ist.

Der Ball liegt an der Stelle aber nicht mehr bei Microsoft, sondern an den jeweiligen Entwicklern, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Anwendungen und Routinen noch nicht auf einen neuen Browser adaptiert haben. Der Schritt, aus Sicherheitsgründen aber alle älteren Versionen (die im vorliegenden Fall ja eh nur Windows 7 betreffen), über den berüchtigten Jordan zu schicken, kann man nur begrüßen: Er ist meiner Meinung nach doch schlichtweg nur logisch und eliminiert auch den konzerneigenen Browserwildwuchs seitens Microsoft, da nur noch der Internet Explorer 11 und Edge gepflegt und supportet werden müssen.

Die jeweiligen Updates für Euren Internet Explorer findet Ihr wie gewohnt über das Windows-Update oder aber – sofern Ihr noch mit Windows 7 unterwegs seid – auf der separaten Downloadseite bei Microsoft.

via Microsoft


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Über den Autor:

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