LG G8 ThinQ: Time-of-Flight-Frontkamera wurde mit Infineon entwickelt

Das LG G8 ThinQ soll zum bald stattfindenden Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden, wir wissen bereits, wie es aussieht. Einige Details zur Hardware sind jedoch noch unbekannt, LG und Infineon lüften nun aber das Geheimnis um die Frontkamera. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Time-of-Flight-Kamera. Doch was genau ist das denn?

Die Kamera leuchtet das Bild mittels eines Infrarot-Lichtimpulses kurz aus. Das Licht wird vom Objekt – in dem Fall euer Gesicht – reflektiert und tritt dann wieder in den Sensor ein. Die Kamera misst die Zeit zwischen Sendeimpuls und Wiedereintritt und kann damit die genaue Distanz zwischen Kamera und jedem einzelnen Bildpunkt eines Objekts errechnen.

Das Ergebnis ist eine 3D-Karte eures Gesichts. Im Gegensatz zu anderen Scanning-Verfahren können ToF-Kameras das Bild auf einmal erfassen, es findet kein Abtasten statt. Dadurch ist die Erkennungsgeschwindigkeit und -genauigkeit sehr hoch und durch den eigenen Infrarot-Impuls ist man auch nicht von externen Lichtquellen abhängig. Die genannte Arbeit übernimmt der von Infineon entwickelte REAL3TM -Bildsensor.

LG erhofft sich durch den Einsatz dieser Technologie eine besonders sichere Entsperr-Methode in puncto Gesichtserkennung und einen Einsatz für Porträt-Selfies und AR/VR-Anwendungen. Wie genau LG das Ganze dann in seiner Kamera-App umsetzen wird, werden wir wohl erst zum MWC zu sehen bekommen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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5 Kommentare

  1. Jetzt fehlt nur noch der native Support in Android. Soll ja mit Android 10 kommen: https://stadt-bremerhaven.de/android-q-hinweise-auf-native-unterstuetzung-von-hardware-zur-gesichtserkennung-entdeckt/#

    Bisher wird zumindest beim Mate 20 Pro das Gerät nicht vollständig durch die Gesichtserkennung entsprerrt. Dies äußert sich dadurch, dass bei Google Pay immer noch mal der PIN eingegeben werden muss – beim Unlock mit dem Fingerabdruck jedoch nicht.

    Vermute mal, dass Android derzeit nicht zwischen einer „echten“ Gesichterkennung und der „Gesichtserkennung“ alleine über die Frontkamera differenzieren kann.

  2. LG Hardware oft hui Software immer schon Pfui..

    • WORD!
      Ich erinnere mich noch sehr klar: Android Major Update wurde fürs LG G4 versprochen und wir in Deutschland kuckten in die Röhre. In Osteuropa wurde das Major Update aber ausgeliefert.

      Dann beim G5: Für Europa 32GB mickrigen Speicher und für andere Länder 64GB.

      Hab mich seit dem G4-Debakel von der Company verabscheidet und dabei mochte ich das Handy sehr.

      • Hatte auch das G4 eigentlich schönes Gerät aber einmal LG niewieder LG nicht ein Sicherheitspatch ist in dem einen Jahr wo ich es hatte gekommen.

        • verd….t! und ich häng immer noch an meinem G4 und finde nichts wirklich besseres mit austauschbarem Akku und ordentlicher Hardware was mich reizen würde. Habe jetzt mal mit dem XA2 Ultra samt Sailfish OS experimentiert aber die Android App-Unterstüzung ist noch im Beta. Vielleicht noch ein bisschen mehr warten? Bis dahin läuft evtl. Ubuntu Touch mit Anbox?

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