Kickstarter: Cyberith Virtualizer lässt euch in Spiele eintauchen

In Zeiten von Kickstarter und Co. ist es für jedermann möglich, seinen Traum zu verwirklichen. Die einen bauen sich eine Kühlbox mit Bluetooth Lautsprecher, während ein anderer sich wünscht noch tiefer in Spielwelten eintauchen zu können. Diesen Wunsch möchte jetzt der Österreicher Tuncay Cakmak mit dem Projekt „Cyberith Virtualizer“ verwirklichen. Das Projekt erinnert an Omni, das seinerzeit bereits sehr erfolgreich war.

Virtualizer

Der „Cyberith Virtualizer“ besteht aus einer speziell beschichteten Plattform, auf der ihr ohne auszurutschen mit Socken laufen könnt. In der Plattform sind Sensoren eingebaut, welche eure Bewegungen registrieren. Außerdem sind in der „HT“ Version des „Cyberith Virtualizer“ Vibrationsmotoren verbaut, welche für haptisches Feedback sorgen.

Ein spezielle Konstruktion, die euch an Beinen und den Hüften festhält, wird an einer Schiene geführt, welche eure Bewegungen aufnimmt. Für Shooter benutzt man derzeit noch eine Wiimote als Waffe.

Sobald ihr also auf dem „Cyberith Virtualizer“ los rennt, rennt eure Spielfigur ebenfalls los. Wenn ihr in die Hocke geht, geht eure Spielfigur ebenfalls in die Hocke. Ihr bekommt somit also ein ganzheitliches Virtual-Reality Spielerlebnis. Denn laut Tuncay ist die Oculus Rift alleine noch nicht realistisch genug, um wirklich in Spielwelten abtauchen zu können.

Wenn ihr Fan von Virtual Reality seid, könnt ihr euch für 749 Dollar die Standard Version des „Cyberith Virtualizer“ bestellen, ab 999 Dollar könnt ihr den „Cyberith Virtualizer HT“ bestellen, welcher um das bereits erwähnte Force Feedback erweitert wurde. Ihr spürt beim „Cyberith Virtualizer HT“, wenn eine Bombe neben euch detoniert. Bei den Preisen müsst ihr allerdings noch einmal 95 – 120 Dollar für den Versand nach Deutschland, 79 Dollar für „The Arm“ – einer Kabelhalterung für eure Oculus Rift – und natürlich noch den Preis für die Oculus Rift oder Sony Morph mit dazu rechnen.

Die Frage ist natürlich, ist wirklich so ein großer Aufwand nötig, um Virtual Reality realistischer zu machen oder werden Kinect und Co. nicht auch immer besser und können den „Cyberith Virtualizer“ in seiner Funktion ersetzen. Denn eine Platz- und Geldfrage ist der „Cyberith Virtualizer“ definitiv, zumindest für den normalen Spieler.

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

5 Kommentare

  1. Da habe ich neulich gerade drüber nachgedacht.. sieht aber unbequem aus, das „Laufen“.. müsste man sicher einmal ausprobieren

  2. Ich habe das ganze schon auf der Gamescom testen dürfen und war jetzt nicht so begeistert:
    1. Es ist wahnsinnig teuer, also wird es sich kaum verbreiten => Die SDK wird nur wenig Einsatz finden und ohne optimierte Spiele braucht man das Ding auch nicht. So wird z.B. halt ohne SDK logischerweise nur WASD übertragen, man hat keinerlei Einfluss auf Laufgeschwindigkeit.
    2. Das ganze war mehr als hakelig. Man hing an jeder zweiten Ecke fest (war ein Labyrinth-Horror-Spiel als Demo) und irgendwie hatte ich das Gefühl die Kamera wäre so einen halben Meter zu weit vorne.
    3. Man hat immer die ganzen Geräte um sich herum und zumindest ich hatte nach gute 5 Minuten spielen immer noch das Gefühl ich steh in einem Gestell und nicht in der VR. Außerdem hat man halt immer noch ne Wii-Fernbedienung oder ähnliches in der Hand und muss Tasten drücken zum Interagieren, man konnte bspw. nicht seine Hand betrachten, indem man seine echte vor sich hält, was das ganze VR Gefühl bei mir nicht aufkommen lässt.
    4. Das Laufen hat zumindest mich mehr gestört, als geholfen. Es ist natürlich erstmal ungewohnt und man muss erstmal die Technik finden, sich so in den Gurt zu hängen, dass man überhaupt mal laufen kann. Dann huscht der Ring halt immer nach oben und unten, was es schwer macht auf der Stelle zu laufen und auch noch die gleiche Höhe zu halten und nicht sozusagen mit dem Gesicht aufm Boden zu landen, weil man nach vorne umkippt. Und flüssig waren die Bewegungen, wie oben erwähnt auch nicht gerade. Die Erkennungssoftware der optischen Sensoren in der Platte sind meiner Meinung nach verbesserungswürdig.

    Insgesamt muss ich sagen, dass ich lieber ein fesselndes Spiel vor einem normalen Bildschirm mit Tastatur Spiele und darin eintauch, als so ein riesen Gerät und eine nicht ganz Leichte Brille aufzuhaben, die trotz guter Technik halt immer noch nicht so toll aussieht wie ein PC-Monitor. Ich würde das Ding nicht kaufen, nicht einmal für 1/4 des Preises, das ganze ist halt einfach zu unausgereift und eine Kinect erkennt wenigstens meine Körperbewegungen, auch wenn ich auf der Stelle stehen bleibe und das Laufgefühl fehlt.

  3. Irgendwie muss ich Jonathan schon zustimmen – Lieber nen breiten (21:9) Monitor, der unter Umständen das ganze Blickfeld einfassen kann und passende Spiele, die eben auch mit dieser Auflösung klar kommen.
    Da sehe ich eher in den ganzen Curved TV Sachen mehr Profit für die Firmen als in VR – zumindest im Spiele-Bereich…

  4. Virtueller Museumsbesuch ja, Games spielen nein. Spätestens nach 1 Min. wird jeder Battlefield-Spieler wieder absteigen, weil die Gerätschaft völlig ungeeignet ist. Wer will schon ständig laufen und in die Hocke gehen.

  5. Aber ein virtueller Museumsbesuch für weit über 1000$? Sehr teure Geschichte 🙂

    Eher etwas womit Museen Platz sparen können: Einmal im Studio die Aufnahmen gemacht und dann nur noch ein kleiner Ausstellungsraum mit ein paar von den Dingern. Das würde wider rum echt sinn machen.