iPhone XS: Frontkamera macht euch schöner

Apple hat mit dem iPhone XS wieder ein sehr gutes Smartphone abgeliefert, welches aber sicher nicht perfekt ist. Einige Nutzer berichten im Netz bereits über ein merkwürdiges Verhalten der Frontkamera. Diese legt anscheinend eine Art Beauty-Filter über das Bild und nimmt somit Details aus dem Foto um eure Haut weicher und jünger aussehen zu lassen. Ob es sich hierbei um einen Fehler in der Software handelt oder um Absicht, ist nicht klar.

Eine offizielle Kommunikation zu diesem Phänomen gibt es von Apple nicht und man sieht den Unterschied auch erst, wenn man den direkten Vergleich der Selfies zwischen iPhone XS und einem anderen Gerät anstellt. Auf dem neuen XS sind die Ergebnisse jedenfalls wesentlich weicher und „verbessern den Hautton“, so einige Nutzer.

Auch Kollege Knobloch hat den Test gemacht und sich XS Max und das iPhone X geschnappt. Beide mit iOS 12, aktuelle Version, keine Beta. Hierbei zeigt sich: Ob im Hellen oder im Dunkeln, das iPhone XS versucht sich an helleren Bildern. Links jeweils das XS und rechts das X:

In dunkler Umgebung sorgt dies dafür, dass versucht wird, das beste Ergebnis zu erzielen, allerdings wird versucht die Körnung rauszuziehen, was sich auf alle Aspekte des Bildes auswirkt. Nicht bestreiten lässt sich deshalb, dass das iPhone XS anders Selfies aufnimmt als der Vorgänger. Eine Galerie mit weiteren Vergleichen haben wir euch hier einmal angehangen – und die Unterschiede ergeben sich nicht aufgrund der Nutzung von HDR oder nicht.

Der Beauty-Modus ist auf anderen Smartphones bereits Standard, kann dort meist ohne Probleme ausgeschaltet werden. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob es sich um Absicht oder um einen Bug handelt. Im Falle des iPhone X und des iPhone XS meint jedenfalls die Frau von Kollege Knobloch, dass die Bilder des X wesentlich natürlicher wirken, zudem auch die Augen passender sind, da weniger Highlight gesetzt wird. Hier sollte Apple vielleicht an der Software schrauben. Denn offenbar greift Smart HDR ohne den Screen Flash, was dann den ISP und Algorithmen zu solchen Bildern bringt.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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25 Kommentare

  1. Ich finde die Bilder nicht schlecht, wirkt jedenfalls nicht unnatürlich, nicht so als hätte man die Bilder mit Facetune oder so aufgemotzt.

    • Ne, sind auch gut, zeigen aber nicht die nackte Wahrheit. Mein Gesicht haste ja nun oben ein paar Mal gesehen – und hier haste es noch einmal, da war es die Tage etwas schummeriger. Ich mein, ja, sieht knorke aus – aber eben zu schön um wahr zu sein 😉 (Glatze und Rasur stimmt schon einmal, aber n paar Makel habe ich sicher) https://d.pr/i/CrjsRC

  2. Also ich konnte da keine Verschönerung feststellen 🙂

    SCNR…

  3. Nur ein Spiegel der heutigen Gesellschaft.
    Es gilt nunmehr immer und überall: mehr Schein als sein.

    Willkommen in der [Apple-]Glitzer-Welt.

  4. Ich finde die „Verschönerung“ krass und ne ganze Ecke too much.

  5. Es ist eh erschreckend, was die aktuellen iPhones für eine Bildbearbeitung „on the fly“ beim fotographieren machen. Und das hier zeigt genau das, was ich mir am Abend der Keynote gedacht habe. Es ist halt einfach kein echtes Bild mehr, sondern eins das so aussieht, wie Apple der Meinung ist, dass es aussehen müsste….

    • Solange du nicht in RAW fotografierst, ist jedes Bild von der Software verfälscht egal welchen Hersteller du nimmst.

      • Ist richtig. Aber meiner Meinung nach filtert man bereits seit dem iPhone 6 ein bisschen zu viel Grundrauschen heraus. Ein Effekt wie dieser hier sollte abschaltbar sein. Selfies im RAW-Modus zu mache ist nicht praktikabel.

  6. Das sind zu viele Bilder von diesem alten Mann
    Da hätte es doch sicher ein junges hübsches Model in der Redaktion gegeben.

    Wer braucht schon Verschönerungs Filter, altes Fleisch muss auch nach altem Fleisch aussehen.

  7. Bilder vom XS sehen etwas weichgebügelt aus, die vom X, als wenn Andrzej Dragan ein bisschen die Finger drin gehabt hätte. Die Mitte zwischen beiden wäre wohl optimal.

  8. Ich brauche kein 1000.-€+ Gerät von Apple um mich schöner zu machen. Ich sehe so aus wie ich aussehe. Was will ich mit getunten Selfies wenn mich in der Stadt keine Sau mehr anschaut? Nebenbei gibt es auch von Android einiges was sich beim Selbst-Tuning deutlich günstiger machen lässt. Wer es braucht?!
    Ja Cashy, du schaust halt in echt so aus wie du in echt halt aussiehst. Glaube mir; ich werde auch älter und sah mich heute beim Friseur im Spiegel während um mich herum junge Leute herum hüpften. Ich fühlte mich beschissen als ich erkannte: Oh, my God. Wie alt schaue ich inzwischen aus. Da hilft leider auch kein Apple, höchsten MakeUp (ggg)

  9. Das wäre für mich ein No-Go! Es darf gerne einen Verschönerungsfilter geben, aber den will ich dann bewusst ein- oder ausschalten können.

  10. Frank Ingendahl says:

    diese Beauty-Filter sind der größte mist aller Zeiten, damit bekommt man keine Realistische Selfies hin. Somit ist die Cam völlig unbrauchbar.

    Bei meinem Huawei P20 pro kann man es zwar etwas entschärfen, das der nicht ganz so gnadenlos im Gesicht rumbügelt, aber komplett deaktivieren geht nicht.

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