iPad Pro 2018: Mein erster Eindruck

Das neue iPad Pro wurde neulich von Apple vorgestellt. Kommt in zwei Größen, nämlich 11 und 12,9 Zoll und hat quasi alles unter der Haube, was sich ein Mensch wünscht, der seine Arbeiten mit dem iPad erledigen kann. Nicht nur an der Optik hat Apple ordentlich gefeilt, auch an und unter der Haube hat sich einiges getan.

Neues Lautsprechersystem, um die Bauform zu realisieren, USB-C-Anschluss, ein leistungsstarker A12X Bionic Chip mit 64-Bit Architektur, weggefallener Homebutton, der aber durch Face ID ersetzt wurde. Kein kleines Upgrade, sondern ein großes. Und eben jenes konnte ich in den letzten Tagen ausprobieren und gebe euch mal meinen Eindruck der letzten Tage hier in Textform wieder.

Das neue iPad Pro ist kompakter als sein Vorgänger. Ich habe die 11 Zoll-Variante und habe ein iPad Pro mit 10,5 Zoll zum Vergleich. Durch den Wegfall des Homebuttons ist Platz entstanden, den Apple nun für das Display nutzt und der Rahmen mit der Kamera ist auch schmaler geworden. Es ist hochkant also minimal kleiner, dafür aber auch etwas breiter.

Das 11″ iPad Pro-Display hat gerundete Ecken, die den Kurven des Designs folgen und sich innerhalb eines normalen Rechtecks befinden. Als Standardrechteck gemessen hat das Display eine Diagonale von 11″ (27,96 cm). Der tatsächlich sichtbare Displaybereich ist kleiner. Ihr schaut quasi nicht mehr, wie beim Vorgänger, auf zwei breitere Rahmen oben und unten, sondern auf einen durchgängiges Design.

Die Verarbeitung des iPad Pro 2018 ist so, wie man es erwarten würde. Passt mir alles. Ich selber mag das neue Design mehr als das alte, nicht nur aufgrund des schmaleren Rahmens, sondern so generell. Auf den neuen Besitzer eines iPad Pro muss dies so wirken als würde man von einem älteren iPhone mit dickem Rahmen auf ein iPhone XS umsteigen.

Sofern man das iPad Pro im Landscape-Modus so hält, dass die rückseitige Kamera oben ist, dann habt ihr in der Draufsicht die Front-Kamera sowie Face ID auf der linken Seite. Face ID richtet ihr beim Start des neuen iPads ein, das funktioniert wie beim iPhone. Paar Mal das Gesicht scannen lassen, fertig. Das Entsperren klappt im Hoch- sowie Querformat und ist rasend schnell.

So schnell, dass man beim Hochwischen und Freischalten gar nicht merkt, dass das iPad Pro überhaupt gesperrt war. Der Bildschirm ist quasi instant da. Dies allerdings nicht, wenn man das iPad im Landscape-Modus, also quer, so hält, dass man mit der Hand die Sensoren für Face ID abdeckt. Dann weist euch aber ein kleiner Pfeil auf die Kamera hin, des Weiteren erscheint die Code-Eingabe nebst Text, dass die Kamera verdeckt ist. Dann nimmt man die Hand weg und ist quasi gleich drin.

Ist man drin, dann schaut man also auf das Display. Kein OLED, sondern der Marketing-Begriff „Liquid Retina“ – dahinter verbirgt sich ein Display mit LED Hintergrund-Beleuchtung und IPS Technologie sowie einer Auflösung von 2388 x 1668 Pixeln bei 264 ppi. Das Display bringt alle Features des Vorgängers mit (True Tone, ProMotion & P3-Farbraum), verfügt durch die Bauform aber über eine höhere Auflösung als das 10,5 Zoll große iPad Pro bei gleichbleibender ppi (Pixel per Inch). (Weitere Unterschiede zum iPad Pro 10,5: simultanes Dualband (2,4 GHz und 5 GHz), Bluetooth 5.0, Gigabit fähiges LTE und zusätzlich zu GPS und GLONASS noch Galileo und QZSS und die Unterstützung einer eSIM.

Wer die Pro-Reihe nicht kennt, der kennt vielleicht auch nicht True Tone oder Pro Motion: Das Angezeigte soll bei aktiviertem True Tone wesentlich natürlicher wirken – und dies wird durch die Analyse der Umgebung realisiert. Das ist wahrscheinlich eine Funktion, die Konsumenten kaum wahrnehmen, wer allerdings mit dem Gerät arbeitet, speziell im Bereich der Farben, der wird es zu schätzen wissen, wie auch die Abdeckung des kompletten DCI-P3-Farbraum und die Unterstützung von HDR.

Aktiviert ihr ProMotion, so arbeitet das Display dynamisch. Maximal erreicht das iPad Pro hier 120 Hertz, der Vorgänger schafft nur die Hälfte. Diese Darstellung kann sich aber negativ auf den Akku auswirken und so sorgt die Dynamik dafür, dass die Bildwiederholfrequenz angepasst wird. 120 Hertz braucht man sicher nicht, wenn man E-Books liest. Wer allerdings ein gepflegtes Spiel macht, der wird den Unterschied vielleicht sehen können. Schnelle Bewegungen können runder ablaufen.

Top-Display jedenfalls, wenn auch kein OLED. Fehlt mir aber auch nicht und würde den Preis wahrscheinlich noch wesentlich höher treiben. Zum Zeitpunkt meines Tests hat das Format aber auch so seine Probleme, wobei diese nicht bei Apple zu suchen sind, sondern bei den Apps. App-Entwickler können die neuen Auflösungen in ihrer Entwicklungsumgebung unterstützen.

Nicht optimierte Gmail-App von Google

Sie müssen es aber eben machen und ihre Apps aktualisieren. Ist bei zahlreichen Apps noch nicht geschehen und so kann es vorkommen, dass eine geöffnete App eben nicht den kompletten Bildschirm nutzt, sondern man sieht schwarze Balken. Mal weniger – oder im Falle von Gmail mal mehr. Das war so ein Punkt, der mich etwas störte – aber so ist das halt als Early Adopter. App-Entwickler werden sicherlich kurz nach Verfügbarkeit des iPad Pro 2018 ihre Apps anpassen.

Und wo wir beim Display sind, gehen wir auch mal gleich zum Sound über. Denn wenn man auf dem Display Video schaut, dann kommt da womöglich auch Sound aus dem iPad. Es gibt wahrscheinlich nur wenige Filme, die man ohne Ton schaut. Der Sound ist überraschend gut, man kann auch ordentlich laut hören – ich bin aber subjektiv der Meinung, dass das iPad Pro 10,5 mit seinem anderen Lautsprechersystem eine leicht bessere Dynamik bei manchen Songs hat.

Die Leistung des iPad Pro 2018 ist nicht in Worte zu fassen. Einfach deshalb, weil ich es mit nichts in die Knie zwingen konnte. Apple setzt auf einen A12X Bionic Chip mit 64-Bit Desktop­architektur und den integrierten M12 Coprozessor. Spiele, Apps, Dienste – alles rockte das iPad Pro 2018 weg. Großes Aber: Die normalen Nutzer sind wohl auch nicht die Zielgruppe.

Wer hier und da mal eine Runde spielt, die gängigen Apps nutzt, der braucht wahrscheinlich kein iPad Pro. Der kann das normale iPad kaufen, welches es ab 349 Euro gibt, hier sollte man allerdings mehr investieren und die Version mit mehr Speicher holen.

Für die Pros ist eben das iPad Pro. Hier gibt es zahlreiche Applikationen, die das Gerät fordern – und mit Photoshop kommt 2019 noch ein echter Klopper auf die Plattform. In New York konnte ich mit Entwicklern von Adobe sprechen, mir auch einen Eindruck von Photoshop auf dem iPad einholen. Riesige Bilder, unzählige Ebenen – alles mit einem Fingerschnipp da, ohne Geruckel – auf Wunsch auch auf einem via USB-C angeschlossenem Monitor mit 5K-Auflösung.

Natürlich gab es auch Spiele zu sehen, teilweise auch mit AR-Unterstützung. Von Lego gab es da feine Sachen zu sehen, aber auch Lern-Apps, die beispielsweise Pflanzen und ihre Bestandteile in AR visualisieren und so alles greifbarer machen. Ebenso gab es klassische Business-Apps zu sehen, darunter welche für Ingenieure, die Flugzeugtechnik ihre Passion nennen. Sie können in AR innerhalb einer App jedes Teil detailliert betrachten, komplette Turbinen auseinander nehmen und Einzelteile mit Notizen versehen.

Dafür braucht es Leistung und diese Anwendungsgebiete sind nicht zu vergleichen mit dem Nutzer, der hier und da mal ein bisschen surft. Das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Aber: Das hat natürlich seinen Preis, den man für sich argumentieren muss. Spare ich mit einem Gerät Zeit und verdiene damit mein Geld, dann rechne ich das in eine Anschaffung mit ein. Laut Benchmarks hat das iPad Pro 2018 die Leistung, die einem aktuellen MacBook in wenig nachsteht.

Ein Zeichen, wohin die Reise für Apple hingehen könnte. So einen Prozessor stampft man nicht eben aus dem Boden. Setzt natürlich voraus, dass man mit dem iPad das alles machen kann, was man auch will. Ich bin da recht einfach gestrickt: Meine Arbeit kann ich nicht komplett mit dem iPad machen, will es auch gar nicht. Auf der einen Seite würde mir das Mehr an Platz fehlen, des Weiteren gibt es auch nicht alle Apps und Workflows, die ich benötige. Ich könnte wohl vieles machen, das iPad würde mir aber keine Zeitersparnis bringen.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich Menschen, die ihre Arbeit auf dem iPad (Pro) erledigen können und dementsprechend ihre Workflows haben. Sie bekommen eine absolut leistungsstarke Kiste, die sie höchstwahrscheinlich auch in den nächsten Jahren mit ausreichend Leistung versorgt, sodass man Zeit bei der Arbeit sparen kann.

Und zum Thema Zeit sparen: Da kommt auch der neue Apple Pencil ins Spiel. Der verfügt nun über eine Doppelfunktion. Mit ihm kann man schreiben oder zeichnen, allerdings können App-Entwickler auch eine Zweit-Funktion für den Nutzer auswählbar machen. Einfaches Beispiel: Funktion 1 ist das Zeichnen und Funktion 2 das Radieren – auszuführen per Doppel-Tap auf den vorderen Bereich des Apple Pencil. Klingt nach wenig Zusatz-Funktionalität? Mitnichten, wenn ich zwei statt einem Werkzeug schnell erreichen kann, dann bin ich echt flott unterwegs.

Ebenfalls gut: Der Apple Pencil wird über einen Magneten am iPad Pro befestigt und so auch geladen. Ich konnte in meinem Test rütteln und schütteln und er blieb fest. Kritik? Gibt es. Denn der alte Pencil ist nicht mehr mit dem neuen iPad Pro koppelbar. Auf der anderen Seite ist der neue Pen nicht mit dem alten iPad kompatibel. Bedeutet, dass man zwingend einen neuen Pencil kaufen muss – und man könnte einen neuen Pencil in einem Haushalt oder Büro nicht „mal eben“ verleihen.

Neben dem Pencil gibt es natürlich weiteres Zubehör, welches man sich bei Bedarf auch neu kaufen muss. USB-C-Adapter, wenn man irgendwo andocken möchte und das entsprechende Kabel vielleicht nicht vorhanden ist (wobei USB-C ja eben dafür sorgen könnte, dass man vielleicht was vorrätig hat, Stichwort: Industriestandard). Mein USB-C-Kartenleser wurde so einwandfrei erkannt, sodass ich Fotos importieren konnte. Ein Zugriff auf den Reader war aber nicht via Dateien-App möglich.

Auch ein neues Smart Keyboard Folio hat Apple im Angebot. Auf diesem tippt es sich erstaunlich gut – und man hat nun auch endlich zwei Positionen im Angebot, was eigentlich schon lange fällig war. Gehalten wird dieses übrigens auch magnetisch. Das sitzt fest, ist aber auch einfacher zu entfernen, wie die Klipp-Lösungen, die man von den älteren Generationen kennt. Zahlreiche Magnete sind verbaut, um den Spaß zusammenzuhalten.

Obwohl ich selber kein iPad zum Fotografieren nutzen würde, so gibt es Menschen, die dieses tun – und wenn ich kein anderes Gerät zur Hand habe, dann würde auch ich das iPad nutzen. Das macht bekanntlich schon länger gute Fotos und mit dem neuen iPad Pro 2018 kommen auch neue Funktionen hinzu. Frontseitig sind dies weiterhin 7 Megapixel, der Name ist nun aber nicht mehr FaceTime HD Kamera, sondern TrueDepth Kamera. Ihr bekommt somit den Porträtmodus, das Porträtlicht, Animoji und Memoji sowie Smart HDR.

 

Auf der anderen Seite ist aber auch etwas abhanden gekommen, offensichtlich bisher recht unbeobachtet. Die Hauptkamera hat wie beim Vorgänger 12 Megapixel und eine ƒ/1.8 Blende, das Objektiv setzt nun auf 5 statt 6 Elemente, verfügt aber nicht mehr über eine optische Bildstabilisierung. Inwiefern das nun extrem nachteilig ist, muss jeder für sich selber bewerten, der professioneller mit der Kamera für Foto und Video arbeitet.

Letzten Endes zaubert das iPad Pro 2018 überraschend gute Fotos hervor, die sich nicht hinter anderen, mit manchen Smartphones geschossenen Fotos, verstecken müssen. Eine kleine Auswahl an Bildern habe ich hier hochgeladen (einige mit Motion). Übrigens: Videoaufnahmen sind mit 30fps oder 60fps möglich – so wird das iPad Pro auf Wunsch noch zur Videokamera.

Apple selber gibt beim iPad Pro 2018 eine Laufzeit von bis 10 Stunden an. Ich habe in den letzten Tagen wirklich viel gemacht und bin der Meinung, dass man da keine leeren Versprechungen gegenüber dem Vorgänger macht. Man kann das iPad natürlich vorher schon klein bekommen, je nachdem, wie man unterwegs ist. Ich habe beispielsweise momentan den Football Manager 2019 Touch am Start, da werde ich nicht auf 10 Stunden kommen und Filmschnitt wird ebenfalls seinen Tribut einfordern.

Aber damit wären wir auch beim Thema des Aufladens. Wird natürlich auch via USB-C gemacht. Hier habe ich mal geschaut. Ich habe für das flotte Aufladen meiner Geräte eine tizi Tankstation 5x MEGA in meiner Schreibtischschublade verbaut. Bietet pro Port je 2,4A bei einer Gesamtleistung von 40 Watt. Passiert quasi nichts beim iPad. Kann man anklemmen, zeigt eine Ladung an, passiert aber ewig nichts, Schneckentempo, 10 Minuten für ein Prozent Ladestatus.

Logo, da muss USB-PD ran, dann rennt das auch. Könnt ihr also an das Mac-Netzteil hängen, sofern vorhanden – alternativ nutzt man den mitgelieferten 18W USB-C Power Adapter. Da hätte man vielleicht auch mal mehr Watt mit reinpacken können bei diesem Anschaffungspreis – aber vielleicht würde das Netzteil mit mehr Watt nicht mehr in die Verpackung passen. Nettes Beiwerk: Das iPad kann – wenn es denn mal wirklich eng werden sollte – euer iPhone aufladen. Habe ich das mit einem Android-Smartphone auch ausprobiert? Logo, klappte sogar.

Eine Art Fazit nach den ersten Tagen? Für Menschen, die die Leistung auch zukünftig benötigen, die mit diesem Formfaktor arbeiten können oder wollen, ist das iPad Pro 2018 ein fantastisches Gerät. Ich habe nur wenig zu murren. Und selbst das liegt weniger an Apple, sondern an der Tatsache, dass ich das Gerät früh in die Finger bekam und „meine“ Apps noch nicht angepasst sind. Das wird aber sicher nach der Veröffentlichung für den freien Markt ratz-fatz geschehen und verpflichtend ist das Ganze eh bis März 2019, da müssen aktualisierte Apps angepasst werden.

Und man darf auch den Preis kritisieren, der in einen Bereich geht, der Notebooks der ganz oberen Klasse eigentlich vorbehalten ist. Bedeutet für das Modell mit 11 Zoll und 64 GB Speicher: 879 Euro für die WLAN-Ausgabe, nimmt man 256 GB Speicher, dann ist man schon bei 1.049 Euro. Und da schneller Flash-Speicher wohl teuer ist, kann man auch 1.269 Euro für 512 GB ausgeben sowie 1.709 Euro für 1 TB. Und für LTE legt man eben noch einmal 160 Euro drauf. Sehr viel Geld, diese Ausgabe muss man für sich rechnen können.

Wie ich eingangs bereits erwähnte: Das iPad Pro 2018 richtet sich an professionelle Nutzer, die damit arbeiten und die Leistung brauchen. Als nice to have ist dieses iPad Pro zu viel des Guten, einfach überdimensioniert.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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56 Kommentare

  1. Für Grafiker, die digital Zeichnen ist das iPad Pro immer noch ein absolutes Schnäppchen. Ein Wacom Pen Computer kostet direkt noch mal 1000€ mehr.

  2. Am Wochenende musste ich eine Ausschreibung kommentieren um das im Team diese Woche zu besprechen. Mit meinem Pro 10.5 und dem Apple Pencil und PDF Expert auf der Couch gelümmelt und Handschriftlich und mit Textmarker annotiert und über Dropbox gesynct. VIEL komfortabler als mit dem Laptop. Ich liebe das Teil. So etwas kann man natürlich heute auch mit dem Ipad 2018 machen. Ich würde mal sagen, den Tablett Markt hat sich Apple gekrallt und gibt ihn nicht mehr her.

    • „…Ich würde mal sagen, den Tablett Markt hat sich Apple gekrallt und gibt ihn nicht mehr her….“

      Das ist aber eine sehr gewagte Aussage!

      • Nöö finde ich nicht, mit dem Support für den Apple Pencil für das „normale“ Ipad das es schon für 299€ manchmal im Angebot gibt, haben sie meiner Meinung nach alle Argumente ausgeräumt KEIN Ipad zu nehmen. Diese lieblos ohne Strategie zusammengefrickelten Tabletts der Androiden will doch keiner mehr. Ich glaube das wird sich langfristig sehr rächen, das einzig Interessante der letzten Keynote war Photoshop auf dem Ipad Pro. Da habe ich echt Gänsehaut bekommen.

        • Für ein bissel Agentur Arbeit mag das ja ausreichen, aber es gibt wirklich noch mehr im Professionelle Bereiche wo das noch lange nicht langt. Und wenn man sich die Verkaufszahlen von iPads und Laptops im allgemeinen anschaut dann gibt es nur eine Richtung für iPads und die ist nicht nach oben, es hat schon einen Grund warum Stückzahlen ab jetzt nicht mehr publiziert werden. Ich glaube sich immer mehr auf den Luxus Markt zu beschränken wird Apple nicht gut tun auf Dauer.

        • Die Frage ist halt immer, ob man iOS möchte.
          Auf die Mehrzahl dürfte das nicht zutreffen. Zumal, wenn sie noch nicht mal ihre USB Sticks anschließen kann.

      • An dieser Aussage ist überhaupt nichts «gewagt», sondern sie liegt sogar auf der Hand. Der Tablet-Markt gehört Apple mit Stumpf und Stiel.

        Die minderwertigen Billig-Androiden schnupfen die Krümel auf, die ihnen Apple überlässt – aber sogar diesen Geräten wird mit dem (normalen) iPad 2018 die Luft abgeschnürt.

        • mblaster4711 says:

          Das Problem ist, es gibt (offiziell auf dem Europäischen Markt) keine ordentliche Android-Tablets die bezahlbar sind.
          Sind die Geräte ordentlich ausgestattet, dann sind sie teurer als ein iPad (9,7″).
          Sind die Geräte bezahlbar, dann ist nur Schrott aus alten Flippern verbaut.
          Beispiel Samsung Galaxy A Tablet €250 und nur 16/2GB, 10″ FHD. Alles Geräte unter €200 ist dann totaler Müll.

          Was ordentliches mit gutem Preis-Leistung -Verhältnis sind dann nur noch Gerät aus China wie Xiaomi, Chuwi oder ähnliches, da bekommt man dann z.B. für €170 ein 10″ 2560 x 1600, Dual-SIM LTE (mit Band 20), 4/64GB, BT 4.2, WLAN 2,4 & 5 GHz, mit Android 8.1 und Updates für 1-2 Jahre. Kameras kann man aber bei allen nur als vorhanden werten und taugen gerade so für Videotelefonie.

        • Marktanteil von Apple am Tabletmarkt sind ca. 25 Prozent.

  3. Die Aussage „Für die Pros ist eben das iPad Pro“ ist für mich nicht ganz korrekt.
    Ich würde eher sagen: „Für die Kreativen-Pros ist eben das iPad Pro“. Denn obwohl mein aktuelles iPad Pro in vielen alltags Bereichen meinen PC ersetzt hat, so kann aus meiner Sicht leider bisher nur der „professionell“ damit arbeiten der auch die passende Software dafür vorfindet und das ist bisher leider fast nur in den Bereichen „Zeichnen/Notizen/Video/Office“ der Fall.

    Dabei hätte das neue iPad Pro doch so viel Potential wenn Apple denn mal nur endlich USB-Sticks oder externe Platten anschließen lassen würde und Daten direkt übertragen.
    Leider nutzt aber wie gesagt die ganze Performance nichts ohne die richtige Software und die fehlt mir noch ein wenig im „Pro“ Bereich.

    • “… leider fast nur in den Bereichen „Zeichnen/Notizen/Video/Office“ der Fall”.

      Also erstens sind diese Gebiete kein “nur”. Und zweitens zeigen ja fast alle iPad-Werbespots von Apple sehr spezielle, vertikale Anwendungen. Die gibt es also zuhauf.

      “Dabei hätte das neue iPad Pro doch so viel Potential wenn Apple denn mal nur endlich USB-Sticks oder externe Platten anschließen lassen würde …”

      Das hingegen ist Blödsinn. Dafür gibt es iCloud. Warum dem iPad seine Einfachheit nehmen, indem man auf “Teufel-komm-raus” Notebook-Funktionen implementiert?

      Ein iPad ist zum Glück kein Notebook – und ich bin sehr froh, dass Apple stur seinen Weg geht und das Ding durchzieht, statt auf jeden Einwand von links und rechts zu hören.

      • Ja, einfach die Daten über den halben Erdball senden, anstatt einfach den USB-Stick einstecken zum kopieren. Übrigens dank CLOUD-Act gibt es für Vollzugriff auf alle Clouds.

        Die Realität ist eben kein Apple-Werbefilm.

        • Ach deshalb sind meine Daten immer so aus der Puste, wenn ich sie lade! Die sind um den halben Erdball gerannt! Das erklärt natürlich einiges …

          • Erstmal 10 gig Daten uploaden um sie danach wieder herunterladen, damit ich sie auf ein Gerät habe, was direkt daneben liegt.

            Wenn ich das Gerät im professionellen Umfeld nutzen würde wollen, würde ich es tunlichst vermeiden Daten außerhalb meiner Kontrolle zu verlagern.

      • Wenn ich gefordert hätte ein Notebook daraus zu machen, dann hätte ich ein vollwertiges Dateisystem ohne Blackboxing bei den Anwendungen gefordert. Das habe ich aber bewusst nicht getan um solchen „blödsinnigen“ Kommentaren vorzubeugen.
        Darüber hinaus bräuchte es das aus meiner Sicht auch überhaupt nicht wenn man sich ein wenig mehr Mühe beim Dateiaustausch geben würde, so z.B. auch zwischen den Anwendungen.

        Und ergänzend zu Rosa P. ist für mich die iCloud auch keine Lösung, denn gerade im professionellen Umfeld kann ich es mir nicht erlauben manche Daten dort zu speichern.

        • „…denn gerade im professionellen Umfeld kann ich es mir nicht erlauben manche Daten dort zu speichern.“ Aber auf einem externen Datenträger?

  4. Apple muss im Consumer Bereich auch nachlegen, ich brauche diese Leistung nicht, will aber auch das neue Design, das Alte werde ich jetzt nicht mehr kaufen, außer mein Air 2 geht kaputt. Ich hoffe Apple wird im Frühjahr das iPad 2019 als Pro Light, oder R Version bringen.

    • Ich bin gespannt wie Apple sich da entscheidet, wenn sie Face ID einbauen wird es teuer, wenn es beim Homebutton bleibt werden sie verlacht. Ich bin mir fast sicher, dass sie kein neues „Consumer“ Ipad im Frühjahr bringen werden. Das Ipad 2018 ist ja auch erst nach zwei Jahren raus gekommen wenn ich mich richtig erinnere. Bin von einem Air 2 auf das 10.5Pro umgestiegen und habe es keine Sekunde bereut.

      • shapethelola says:

        Nicht ganz korrekt. Es gab natürlich auch im Frühling 2017 ein iPad 🙂 Aber eben ohne Pencil support.
        Ich bin mir fast sicher dass es kommenden Frühling auch wieder ein iPad geben wird. Aber wer weiß das schon 🙂

        • Jetzt habe ich doch mal Wikipedia bemüht. Du hast natürlich Recht, zwischen 2014 und 2017 war Sendepause mit „normalen“ Ipads da kamen nur die Pros in der Zwischenzeit. Das Ipad 2017 hatte ich gar nicht mehr auf dem Zettel.

    • In ähnlicher Situation bin ich auch.
      Meinem iPad Air 1 geht die Puste aus und es pfeift schon.
      aber >800€ ausgeben, wenn mir das normale 2018er iPad reicht?! Bin echt unschlüssig gerade auch wegen Caschys letztem Satz 😉

  5. Das iPad Pro2017 macht ProMotion auch bis 120 Hertz.

  6. Der Vorgänger hat auch 120 Hertz. Und der Einstiegspreis von 849 Euro stimmt auch nicht. Sind 879 Euro.

  7. Habe am WE mein Tab S4-Testgerät zurückgeschickt, auch weil das Ipad Pro im Vergleich echt gut aussieht – keine Glasrückseite, toller Pen und das Cover ist optisch mit Abstand das beste, was ich kenne (selbst mein geliebts Galaxy Book kommt da nicht mit). Bin ich echt neidisch, tolle Arbeit…

  8. Danke für den letzten Satz, der trifft den Nagel auf den Kopf.

    • Da bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Ja, sicher ist es von der Leistungsfähigkeit für viele überdimensioniert. ABER:

      Ich habe es mir bestellt (11er) weil ich ein Gerät haben möchte, was alles das bietet, was mir das Ipad Pro (und nur das) bietet. Das sind:

      Schlankes und schnell bedienbares Gerät
      Stifteingabe
      Stift immer einsatzbereit und immer dabei
      Wenig bis keine Wartung
      Keine Akkuentladung, wenn unbenutzt
      Unterwegs LTE
      Ein OS, was sowohl mit Tastatur als auch mit Stift/Finger gut bedienbar ist
      Portabilität
      Tastatur
      Kein extra Ladegerät

      Vieles kriege ich mit Abstrichen auch mit dem alten Ipad Pro. Aber wie gesagt nur mit Abstrichen. Das Handling und Parken des alten Apple Pencil war ein Graus. Das hat Microsoft mit dem Surface Pen 100 Mal besser gelöst. Allerdings binde ich mir hier Windows ans Bein. Und das ist wirklich nicht gut auf Tabletbedienung ausgelegt. Vom Virenscannern und dem Appstore will ich gar nicht anfangen. Explorer mit Finger bedienen? Bitte nicht.

      Natürlich gibt es auch bei iOS/Ipad Pro einige Dinge, die mir fehlen.
      Video Playback für alle Apps
      Kickstand vom Surface (neidisch)

      Aber das sind eher Sachen, die für mich „Nice to have“ sind. Ich brauche die Power des Ipad Pro sicher niemals, aber die Benefits neben Folio Keyboard, Magnetischer Stift, etc. machen es zum nahezu perfekten Gerät für meine Bedürfnisse. Überdimensioniert, sicher. Aber leider alternativlos.

  9. Entertain Hans says:

    Bei mir wird es demnächst ein Surface. Da iPad sieht gut aus aber ich kann ios einfach nicht bedienen. Zudem brauche ich ein richtiges Dateisystem, Adobe Illustrator, Photoshop (nein auf des iPad kommt nicht das volle Photoshop), Premiere, After Effects, FTP, SSH, Atom und vieles mehr. Eben ein richtiges Grät mit richtig Leistung.

    • Eine Managerin von Adobe sagte auf der Apple Keynote, dass auf das iPad das echte und ganze Photoshop kommt. Wem werde ich wohl mehr vertrauen? Der Managerin oder einer wagen Behauptung eines Fremden? Hmm

  10. Kennt ihr das Buch „Innovators Dilemma“ von Clayton Christensen? Eventuell wird in ein paar Jahren das iPad als „disruptive Technology“ in einer Neuauflage genannt werden. Ich glaube wir stehen sehr kurz davor das das iPad einen echten Rechner ablösen kann. Ich bin jetzt schon seit Jahren mit diversen iPads unterwegs, aber das Pro das ich jetzt habe mit den Apple Pencil, good Notes, Sketches und pdf Expert (und natürlich Office 356) mach es einem eigentlich schon vor wo die Reise hingeht. Wenn jetzt noch so Knaller wie Photoshop kommen die ja nach einer Stiftbedienung lechzen und das iPad die richtige Performance hat, kommt die Lawine ins rollen.

  11. Kann mir jemand sagen, ob der Strich unten immer zu sehen ist? Also insbesondere wenn man Videos schaut (Twitch, Youtube, Netflix, etc.)

  12. „… speziell im Bereich der Farben, der wird es zu schätzen wissen, wie auch die Abdeckung des kompletten DCI-P3-Farbraum und die Unterstützung von HDR.“

    Ist das so? Bei den Spezifikationen steht bei den neusten Modellen nichts mehr von HDR. Bei den alten Modellen ist das explizit aufgeführt.

    • Ich denke mal im Text ist die Kamera gemeint, die nimmt in HDR auf. Wenn das Display erweiterten Farbraum hat dann kann das Gerät HDR10 und Dolby Vision. Ausschlaggebend ist hier iOS 11 oder höher.

  13. Stimmt es nun, dass nur das 1 TB Modell 6 GB RAM hat?
    Bei dem Prozessor wären eigentlich 8 GB das minimum für alle Modelle.

  14. Hast Du Zubehör gesehen, der die Klinkenbuchse ersetzt? Die ist ja wohl erstmals nicht mehr dabei. Was machen die ganzen Leute, die damit Musik machen? Bei mir kommt das Midi-Keyboard in (altes iPad Pro) in den Lightning-Anschluss und der Kopfhörer in den 3,5 er Klinkenanschluss (Bluetooth scheidet wegen Latenzen aus). Bin ja mal gespannt, wie Apple das lösen wird.
    Gerne gelesen, Dein (P)Review. Grüße.

  15. Bei all dem Hype und gejubel um die neue Generation bin ich doch etwas enttäuscht;
    der Rand ringsum ist breiter als beim alten 10,5er (also von wegen randlos)
    und die Tastatur zu beleuchten haben Sie immer noch nicht hingekriegt.
    Meinen alten Stift kann ich auch nicht Nutzen, ein Adapter USB-C Lightning kommt sicher nicht.
    Auch ist das Gerät z.Z. nur mit schwarzer Front erhältlich; weis wurde weg rationalisiert.
    Für viele nur Kleinigkeiten, für mich jedoch genug Gründe weiter mein 10,5er zu nutzen
    und af einen verbesserten Nachfolger in 2019..

    • Weiß bei einem iPad ist einfach schlecht, der Kontrast leidet enorm. Ich vermute mal die haben sich einfach nicht mehr verkauft. Das erste iPad meiner Holden war auch weiß echt gruselig.

  16. Ich habe immer noch das erste iPad im Flur zu hängen, das ich per Browser für die Haussteuerung nutze. Seit Jahren warte ich darauf, dass Apple endlich Qi auch fürs iPad anbietet oder zumindest einen Ladeanschluss an der Rückseite, mit dem man es unauffällig (fast) dauerhaft an der Wand nutzen kann.

    Schade, dass das neue iPad Pro dies immer noch nicht bietet. Mal sehen, was das nächste Jahr dann bringt. Beim iPhone X nutze ich Qi sehr gerne.

  17. Da für mich nie mehr ein anderes ipad als das 12.9 (als reines Tablet) in Frage kommt, bleibt eben nur das IPAD Pro.
    Das DinA4 Format ist einfach unschlagbar, das neue ist außerdem kleiner, leichter, dünner. Für mich ein absolutes Muß.
    Pencil und Tastatur sind für mich überflüssig.

    • „Pencil und Tastatur sind für mich überflüssig“ Tastatur ACK, aber ohne Pencil geh ich nicht aus dem Haus. Ich schreibe mittlerweile in Meetings alles auf dem Ipad mit, ist wesentlich besser und akzeptierter als auf das Notebook zu hämmern, außerdem geht die Aufmerksamkeit nicht so verloren wie beim Tippen auf der Tastatur (ist nachgewiesen).

  18. Vielen Dank cashy, für die ausführliche Schilderung Deiner ersten Eindrücke. Sehr hilfreich!

    Eine Frage hätte ich zur Tastatur: Mich begeistert das Zubehör mehr als die Änderungen am Gerät selber. Als Zehn-Finger-Schreiber liebe ich schon die Tastatur an meinem jetzigen 10,5er Pro. Beim neuen Tastatur-Cover gefällt mir deutlich besser, dass es nun auch die Rückseite schützt. Allerdings scheinen im zugeklappten Zustand jetzt die Tasten auf dem Display aufzuliegen. Wie schätzt Du das ein? sind die weich genug, damit das Display nicht über die Zeit hinweg zerkratzt?

    Ich transportiere mein iPad jeden Tag 34 km in der Fahrradtasche am Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Da wird es natürlich ordentlich durchgeschüttelt. Beim alten Cover ist das kein Problem, da eine weiche Fläche auf dem Display aufliegt.

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