Google: Zukünftige Android-Versionen sollen sich mit Hörgeräten verbinden lassen können

Gemeinsam mit GN Hearing arbeite Google laut eigener Aussagen derzeit an einer neuen offenen Spezifikation für zukünftige Android-Versionen, mit Hilfe derer sich etwaige Hörgeräte von Nutzern mit dem Smartphone verbinden und auch überwachen lassen können. Nach dem Pairen mit dem Gerät lässt sich so beispielsweise über das Smartphone der Akkustand des Hörgeräts im Auge behalten.

Gleichzeitig soll dank der neuen Spezifikation namens ASHA (Audio Streaming for Hearing Aids) jedes Audiosignal vom Smartphone mit möglichst geringer Verzögerung und ohne Qualitätsverlust im Hörgerät ankommen, so dass Personen mit entsprechender Behinderung im Grunde keinem Unterschied gegenüber anderen Android-Nutzern ausgesetzt sind. Auch der Akku beider Geräte soll dank Low Energy-Standard nicht sonderlich mehr Belastung ausgesetzt sein. Laut Google kann schon jetzt jeder Hersteller entsprechender Hörhilfen damit beginnen, seine Geräte mit ASHA auszustatten.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. sehr gut…war überfällig. bisher mussten wir für betroffene personen immer ios empfehlen….

    • phrasemongerism says:

      Ja. mit so der Grund, warum in meiner älteren Verwandschaft immer iPhones bevorzugt werden, sobald es um hochwertigere Hörgeräte geht.

  2. Das wäre zu schön um wahr zu sein. Allein Streaming wäre ein Segen, um komfortabel telefonieren zu können. Apple ist in dieser Hinsicht Android meilenweit voraus.

  3. auch wenn die Hörgeräte-Hersteller den neuen Google-Standard implementieren, werden die das nicht umsonst tun. Für die Kostenpauschalen der gesetzlichen Sozialversicherungsträger wird so etwas auf absehbare Zeit nicht zu kriegen sein. D.h. es wird bei deutlichen Zuzahlungen bleiben. Dennoch hat sich in den letzten Jahren bei der Hörgeräte-Technik viel getan, so dass auch früher unerschwingliche Hörgeräte inzwischen für niedrigere Kostensätze zu haben wären. Nur werden diese Geräte selten von den Akustikern dem Hörgeschädigten zum Testen mitgegeben, wenn die Gewinnmargen bei „teureren“ Geräten, oder bei billigen Geräten (ohne jedwede Features) zum Kassensatz höher sind.

    • Frank Ingendahl says:

      Man muss dem Akustiker schon sagen, was man testen möchte…..
      Woher soll er sonst wissen, was du brauchst und haben möchtest.
      Ich gebe meinem Akustiker immer exakt vor was er besorgen soll zum Testen.

    • Frank Ingendahl says:

      Kassengeräte kannste knicken, die taugen durch die Bank nix. Das merkst du aber erst, wenn du bei einer Testreihe auch mal Hörgeräte nimmst wo die Kasse nix zu zahlt.

      • „… Hörgeräte nimmst wo die Kasse nix zu zahlt.“
        Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen immer den vertraglich vereinbarten Festbetrag, sofern für das zu versorgende Ohr innerhalb der letzten 6 Jahre nicht schon eine Hörgeräteversorgung bezuschusst wurde (Ausnahmen gibt es möglicherweise bei Verlust und gravierender Hörverschlechterung).
        Demnach übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen – Indikation und ggf. Verordnung vorausgesetzt – in den Fällen immer Kosten, es gibt keine Hörgeräte, bei welchen dies dann nicht der Fall wäre.
        Man muss unterscheiden zwischen Hörgeräten mit Eigenanteil, also nicht zuzahlungsfreien Hörgeräten, sowie zuzahlungsfreien Hörgeräten, den sogenannten „Kassengeräten“. Bei denen fällt – keine Befreiungskarte vorausgesetzt – lediglich die gesetzliche Zuzahlung in Höhe von 10,- € pro Gerät an.

        • Frank Ingendahl says:

          Ok, habe mich etwas undeutlich ausgedrückt. Ich meinte mit Kassengeräte, wo die Kasse komplett zahlt. Meine HG Starkey Muse, liegen bei etwas über 3000 euro pro Ohr…Und die hören in einer ganz anderen Liege.
          Kassengeräte sind für mich Hörverstärker, aber keine wirklichen Hörgeräte.

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