Google soll an Standalone Augmented-Reality-Headset arbeiten


Würden sich immer alle Gerüchte rund um technische Neuerungen der großen Unternehmen bewahrheiten, könnte ich mir diesen Artikel sparen, dann gäbe es von Google nämlich bereits ein VR-Headset, das ohne PC oder Smartphone auskommt. Ein solches wurde Google erstmals 2016 nachgesagt, seither wurde es aber recht ruhig. Nun gibt es Hinweise auf neue Hardware, allerdings soll es sich diesmal um ein Wearable mit Augmented Reality handeln, ähnlich Microsofts Holo Lens.

Details sind auch an dieser Stelle rar, es soll sich jedoch ausdrücklich um ein AR-Headset handeln, also anders agieren als Daydream oder Cardboard, die ja im Bereich VR anzusiedeln sind. Und dieses AR-Headset soll als Standalone-Device kommen. Also keine Kabel, keinen PC und auch kein Smartphone benötigen.

Als Google A65 wird das Gerät unter anderem intern bezeichnet, als Partner hat man sich bei Google wohl erneut Quanta, der schon für das Pixel-C-Tablet verantwortlich war, ausgesucht. Zur Ausstattung ist nicht allzu viel bekannt, Komponenten wie Mikrofone oder Kameras sind ja mehr als logisch, wenn es um ein Standalone-AR-Headset geht.

Konkreter wird es da im Fall des verwendeten SoC. Ein QSC603 von Qualcomm soll zum Einsatz kommen, dieser wurde erst kürzlich vorgestellt und ist optimiert für jegliche IoT-Geschichten. Er bietet zwei Kerne mit 1,6 GHz und zwei Kerne mit 1,7 GHz. Interessant hier: Offenbar war zu irgendeinem Zeitpunkt auch ein QSC605 angedacht, der wesentlich leistungsstärker ist, acht Kerne mit 2,5 GHz taktet. Neben dem QSC603 ist auch noch ein Chip namens SRX1 zu finden, allerdings ist völlig unklar, was dessen Aufgabe ist.

Übrigens nicht das einzige Headset, an dem bei Quanta gearbeitet wird. Unter der Bezeichnung A66 wird wohl auch eines für Meta gefertigt. allerdings zur Nutzung am PC, also verkabelt und nicht selbstständig. Zu sehen oben auf dem Bild.

Wie auch immer, wann ein etwaiges Standalone-AR-Headset von Google auf den Markt kommen könnte, ist völlig unklar. Auch sind natürlich noch Änderungen möglich, so weit fortgeschritten soll das Projekt noch nicht sein. Ich bin gespannt, ob man in diese Richtung demnächst etwas sehen wird. Google ist ja auch recht gut darin, Dinge wieder verschwinden zu lassen, bevor sie überhaupt einmal da waren.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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