Google und MIT entwickeln Foto-Algorithmus zur nahezu perfekten Entfernung von Reflexion

Jeder von uns kennt sicherlich die Situation, in der man beispielsweise in einem Zoo vor einem Gehege steht und versucht den Tiger dahinter zu fotografieren, ohne den blöden Zaun im Bild zu haben. Hand reinstecken ist da eher die blödeste Wahl. Anderes Beispiel: Man steht abends im 20. Stock eines Hotels mit Blick über den wunderschönen Hafen Hamburgs und möchte ein Foto davon machen. Blöd nur, dass es regnet und die Reflexion der Zimmerlampe in der Fensterscheibe das ganze Bild ruiniert.

Es gibt sicherlich zig anderer Situationen wie diese und bislang musste man leider mit den Umständen leben und seinen Instagram-Followern ein semi-optimales Bild präsentieren. Oder auch nicht, denn Google und Forscher des Massachusetts Institute of Technology – kurz MIT – haben kürzlich einen Algorithmus präsentiert, der solche Elemente beinahe komplett wegretuschieren kann.

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Auf der SIGGRAPH-Konferenz in Los Angeles hat das Forscher-Team ein entsprechendes Papier vorgelegt und den Algorithmus präsentiert. Um den Algorithmus sein Wunderwerk machen zu lassen, muss man eine kurze Videosequenz aufnehmen und die Kamera dabei ein wenig nach links und rechts bewegen. Hierin erkennt der Algorithmus dann die verschiedenen Elemente, die das eigentliche Bild blockieren und spielt den Photoshop-Philipp.

Beeindruckend ist, wie gut der Algorithmus bereits funktioniert – zwar noch nicht hunderprozentig exakt, aber sehr nahe dran. Doch so faszinierend der Algorithmus auch arbeitet, er ist auch ganz schön beängstigend. Er kann nämlich nicht nur Zäune, Reflexion oder sogar Regentropfen aus dem Bild retuschieren, sondern sogar die Hintergrundreflektion als einzelnes Bild in sehr guter Qualität darstellen. Eigentlich ein gefundenes Fressen für CSI-Fans. Wer sich das Papier zum Algorithmus des MIT und Google genauer anschauen möchte, kann dies auf einer speziell eingerichteten Seite einlesen.

(Quelle: TechCrunch)

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8 Kommentare

  1. Die Nachricht ist doch schon über 3 wenn nicht gar 4 Monate alt. (irgendwie wurde mein letzter Kommentar nicht veröffentlicht. Sorry also wenn der doch noch auftaucht).

  2. Das MIT ist das Massachusetts Institute of Technology und liegt im (US-Amerikanischen) Cambridge nahe Boston und direkt am nicht weniger bekannten Harvard. Michigan ist doch eine ganze Ecke weg.

    • Pascal Wuttke says:

      @Philipp: Danke für den Erdkunde-Unterricht. Ist mir natürlich bewusst. Warum ich Michigan im Kopf hatte weiß ich auch nicht. Ist jedenfalls korrigiert.

  3. Haha! Photoshop-Philipp. Danke für den Lacher! 😀

  4. Es gibt zwar auch in Michigan ein MIT, die Verlinkungen auf der genannten Seite führen allerdings zum Massachusetts Institute.

  5. In Michigan gibt es kein MIT. Das Michigan Institute of Technology heißt „MIIT“

  6. tatsächlich, jetzt seh ich’s auch…