Google Chrome: Erweiterungen sollen in Zukunft nur noch über den Web Store installiert werden können

Nutzer von Googles Browser Chrome können seit jeher nicht nur über den Chrome Web Store, sondern auch über sogenannte Inline-Installationen auf externen Webseiten Erweiterungen für den Browser installieren. Laut Google gab es aber seitens der Nutzer immer wieder Beschwerden, dass sie bei letzterer Variante nur in den seltensten Fällen erkennen konnten, was sie sich da eigentlich genau installieren.

Das Resultat waren in der Vergangenheit dann oft frustrierte Anwender, deren Chrome-Erfahrung sich durch die Erweiterungen teils drastisch geändert habe. Handelt es sich dann auch noch um technisch nicht ganz so versierte Nutzer, dann stellt sich auch schnell mal Verzweiflung ein, andere Browser werden dann als Alternative herangezogen.

Damit es zukünftig deutlich weniger Beschwerden über undurchsichtige Berechtigungen und Funktionen von Chrome-Erweiterungen gibt, informiert das Unternehmen nun, dass jene fortan ausschließlich noch über den Chrome Web-Store installierbar sein sollen. Dort erwarten den Anwender dann auch alle notwendigen Informationen zur Software, bevor er jene installiert. Die Umstellung erfolge dabei in drei Phasen:

  • Ab sofort werden alle neu veröffentlichten Erweiterungen nicht mehr die Möglichkeit erhalten, über Inline-Installationen verteilt zu werden. Alle Erweiterungen, die ab dem 12. Juni 2018 erscheinen und versuchen auf die Funktion „chrome.webstore.install()“ zuzugreifen, werden automatisch auf den Store umgeleitet, wo der Rest der Installation dann stattfinden muss
  • Ab dem 12. September 2018 wird die Inline-Installation dann auch für alle bereits existierenden Erweiterungen eingestellt. Auch hier erfolgt ab dem Zeitpunkt die Umleitung zum Store
  • Ab Anfang Dezember dieses Jahres wird dann auch die entsprechende API, die die Inline-Installation bisher ermöglicht, aus Chrome 71 entfernt werden

Mit den genannten Änderungen soll am Ende für alle Benutzer sichergestellt werden, dass sie ausführlich darüber informiert sind, wie sich die Benutzererfahrung in Chrome mit einer Erweiterung ändern wird, noch bevor sie auf den Button zur Installation klicken.

via Chromium Blog

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Jeve Stobs says:

    Betrifft das eigene, selbst programmierten Erweiterungen?

  2. -> Chromium.

  3. Bevormundung durch Google. Damit Google volle Kontrolle hat, welche Erweiterungen der Nutzer installieren darf und welche nicht.

  4. Wird dann etwa über den Chrome Store kein Müll oder Malware mehr verteilt?

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