Google Camera 5.3 bereitet Korrektur von Wide-Angle-Verzerrungen vor

Wer schon einmal mit einer Wide-Angle-Linse gearbeitet hat, kennt das Problem: Es entsteht der sogenannte Fischaugen-Effekt. Das bedeutet, zu den Rändern hin gibt es starke Verzerrungen der Proportionen. Das fällt je nach Motiv mal mehr und mal weniger auf. Via Software lässt sich dieser Effekt, der auch an Actioncams stets auftritt, recht gut korrigieren. Und genau so eine Korrektur bereitet Google nun bereits in seiner Kamera-App in der Version 5.3 vor. Zumindest deuten Strings im Code darauf hin, dass Google eine entsprechende Software-Korrektur plant.

Die Strings fanden die Kollegen von XDA Developers im Code der Google-Kamera-App 5.3 aus der Beta 3 (Developer Preview 4) von Android P für das Pixel 2 XL.  Im Code ist die Rede davon „Gesichter anzupassen, damit sie natürlicher aussehen, wenn der Kamerawinkel zu Verzerrungen führt“ bzw. davon „Wide-Angle-Verzerrungen an Gesichtern zu korrigieren„.

Dabei arbeitet Googles Smartphone, anders als etwa das LG G6 mit seiner separaten Wide-Angle-Linse, nur mit einer Linse und einem speziellen Modus. Dabei setzt die App im Wide-Angle-Modus im Grunde mehrere Fotos zusammen. Da sehen natürlich gerade Gesichter unschön aus, wenn das wegen Verzerrungen nicht komplett richtig klappt. Zu finden ist der Wide-Angle-Modus in der Kamera-App von Google im Untermenü für „Panorama“.

Man darf gespannt darauf sein, wie der Fix sich auswirkt bzw. wie dramatisch die Unterschiede zu den bisherigen Ergebnissen ausfallen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Wide-Angle < Weitwinkel ;-).

    Das Kuriose an der Geschichte ist, dass Google keine Kamera mit Weitwinkel im Einsatz hat. Ebenfalls soll das Pixel 3 auch über keine solche Kamera besitzen. Warum man also Fehlerbehebungen für ein Produkt bereitstellt, für dessen Verwendung es eigentlich keinen Einsatz im grundlegenden Sinn gibt, muss man sich nun wirklich fragen.

    Oder hat Google endlich vor, die Kamera-Applikation grundlegend für mehr Geräte anzubieten? Das wäre für mich eine sehr freudige Nachricht, denn der Algorithmus der Google Kamera App ist den meisten anderen überlegen. Wenngleich kein Pro-Modus existent ist, so werden Fotos mit HDR immer etwas, und auch die Lichtausbeute ist bemerkenswert. Anscheinend ist die HAL3-Ansteuerung (Camera2 API) besser als bei der Konkurrenz.

  2. Da sollte mal Samsung einkaufen – die Verzerrung bei Selfies (vor- und rückkamera) war bei meinem S7 Edge eine Katastrophe…

  3. Beim querlesen dachte ich schon es sei eine Lösung für das G6…
    Kennt jemand ein post processing tool für die Weitwinkel Linse beim G6 welches die deutliche Verzerrung automatisch korrigieren kann?

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