Google bringt Queens „Bohemian Rhapsody“ ins VR-Zeitalter

google play logoAm 05. September 2016 wäre Farrokh Bulsara, vielen besser als Freddie Mercury bekannt, 70 Jahre alt geworden. Zusammen mit seinen Bandkollegen bei Queen hat der 1991 viel zu früh verstorbene Sänger, der in meinen Augen ein Ausnahmetalent sondergleichen war, mehr als nur eine Generation geprägt und ein immenses musikalisches Erbe hinterlassen. Von allen Songs, die Queen über die Jahre veröffentlicht hatten, blieb speziell „Bohemian Rhapsody“ wohl in vielen Köpfen hängen – bei dem ein oder anderen auch sicherlich unterstützt durch den Film „Wayne’s World“, bei den meisten aber als einer der wohl vielschichtigsten Songs von Queen.

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Nun hat sich Google daran gemacht, den 1975 erstmals auf dem „A Night At The Opera“-Album veröffentlichten Song in Zusammenarbeit mit Queen, Enosis VR und dem Google Play-Team auf die nächste – nämlich die mittlerweile doch recht VR-lastige – Ebene des 21. Jahrhunderts zu hieven und eine völlig neue, audiovisuelle Adaption zu schaffen.

Das Ganze kann entweder über das Google Cardboard oder aber als 360°-Video abgespielt werden und stellt laut Google eine Reise durch das Unterbewusstsein von Freddie Mercury dar. Die Art der Darstellung soll eine Mischung aus dem Gefühl, an einem Auftritt von Queen teilzuhaben und einer neuen Interpretation im Comic-Stil darstellen, visualisiert und vertont mit den Mitteln unserer heutigen mobilen Technik. Dabei geht auch 41 Jahre später der Charakter des Songs, der ja – zugegeben – in Sachen Struktur bis heute immer noch teilweise verwirrend, teilweise genial daherkommt, nicht verloren.

Über die Nachhaltigkeit der App, die zukünftig auch für iOS erscheinen soll, darf indes gestritten werden. Meiner Meinung nach zeigt Sie aber auch die Möglichkeiten, die neben den „üblichen“ klassischen Musikvideos in der heutigen Zeit möglich sind und bringen vielleicht dem ein oder anderen, der Queen altersbedingt verpaßt hat, die Musik der englischen Band und der Ikone Freddie Mercury wieder näher. Made In Heaven!

Bohemian Rhapsody Experience
Bohemian Rhapsody Experience
Entwickler: Marketing @ Google
Preis: Kostenlos
  • Bohemian Rhapsody Experience Screenshot
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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

11 Kommentare

  1. Henry Jones jr. says:

    Auch wenn Queen eigentlich vor „meiner Zeit“ war, bin ich dennoch fasziniert von deren Werken. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass entweder die Beatles oder die Rolling Stones als „die“ Band des 20. Jahrhunderts angesehen wird. Für mich ist und war die Musik von Queen sehr viel wegweisender, imposanter und auch einfach qualitativ besser als die von den anderen beiden. Aber das ist ja eben auch Geschmackssache.
    Das neue Video kann ich mir mangels VR-Equipment leider nicht ansehen, kommt ja aber vielleicht noch.
    Zumindest wird der Mann, der fragte wer denn ewig leben will, noch lange in meinen Ohren bleiben…

  2. Freddie…lover oft life singer oft songs, du wirst nie vergessen werden! Schön zu sehen wie die beiden verbliebenen Bandkollegen gedenken. Letzte Woche schon die Ernennung eines Asteroiden jetzt die Zusammenarbeit mit Google. War diese Jahr auf den Konzert in Köln und kann es jeden empfehlen, auch wenn Freddie auf Wolke 7 wird er sicherlich zufrieden mit seinen derzeitige Vertretung sein, auch dort wird immer wieder an Freddie gedacht und zusammen aufgetreten.

    Wenn jetzt noch AC/DC aufhören, denn gibs nicht mehr viel zu hören…

  3. Danke dafür. RIP Freddy. Gut dass ihr auch sowas schreibt.

  4. Als in den späten 70ern Geborener sind die 80er Jahre für mich untrennbar mit Queen verbunden, zumindest in den Momenten, die man als Stöpsel bewußter erlebt hat. Für Beatles und Stones war ich zu spät dran, das sind für mich persönlich andere Dekaden. Aber Queen ist noch heute lebendig und der Mann, der damals dort sang, lebt irgendwie ewig – nur treibt einem dieses Lied noch heute quasi Tränen in die Augen und beschert einem eine Mords-Gänsehaut. Vielleicht arg sentimental gesehen, aber was die Band in Ihrer Schaffenszeit auf die Beine gestellt hat, ist für mich ein Monument. Freddie hat den Rock ’n Roll gelebt – mit allen Facetten und einem tragischen, viel zu frühen Ende.

    Habe mir letztes Jahr nach der Fernseh-Doku „Days of our Lives/The Definitive Documentary of the World’s Greatest Rock Band“ die Blue-Ray gegönnt und in einem Stück durchgesehen, am Ende ist man einfach nur durch und unendlich traurig über den Tod eines der charismatischsten Sänger aller Zeiten… Live habe ich Queen leider nie sehen können, dafür war ich noch zu klein – aber wenn, dann wäre Wembley 1986 DAS Konzert schlechthin gewesen… RIP

  5. Im Zeiss Planetarium Jena gabs mal ein 360 Grad Video Show von Queen. Das war schon beeindruckend vor knapp 8 oder 9 Jahren. Einige der Szenen aus dem Youtube Video waren da auch schon zu sehen.
    Ja. Das war noch Musik der Musik wegen. bands wie Cream, Led Zeppelin, Jimi Hendrix, Creedance Clearwater Revival, Frank Zappa, Deep Purple….Obwohl ich nur 30 Jahre bin. Aber diese Musik prägt und fasziniert mehr, als vieles was heute präsnetiert wird.

  6. @Henry Jones jr.:
    „Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass entweder die Beatles oder die Rolling Stones als „die“ Band des 20. Jahrhunderts angesehen wird.“
    Beatles vs. Stones war sicher eine Sache für sich… die Beatles waren eher die „Braven“ in den ersten Jahren, die Stones das Gegenteil… später relativierte sich das…

    Aber beide sind mit dem Werk von Queen nicht vergleichbar… Queen war einfach eine andere musikalische Periode. An der einen oder anderen Stelle sicher aufbauend u.a. auch auf das Werk der Beatles (Quelle finde ich grad nicht auf die Schnelle).

  7. Henry Jones jr. says:

    Ich wollte mit meinem Kommentar auch die Stones und Beatles nicht schlecht machen (obwohl ich die Musik der Stones nicht wirklich mag, aber das ist ja auch Geschmackssache). Kommerziell waren und sind Queen sicherlich die Nummer drei von den Genannten.
    Es ist nur mein persönlicher Eindruck, dass das Werk von Queen wesentlich beeindruckender und vielschichtiger ist und die Band eben manchmal unterschätzt wird.

  8. Meine VR Brille habe ich vor einigen Tagen bestellt. Da kommt dieses Angebot gereade recht. Kann’s kaum erwarten die Brille auszuprobieren.

  9. Kann man das irgendwie auch auf der Oculus schauen? Scheinbar gibt es das bisher nur als reine App für Android.

  10. Google Play Store Titel:

    „Eine virtuelle Realität Experiment von Google Play und Königin“

    Farrokh Grab rotieren….

  11. Bohemian Rhapsody ist zur Zeit im Kino ganz groß als Filmmusik zu Suicide Squad. Gespielt wird es von Panic! at the Disco, die das Lied schon länger auf Ihren Konzerten live performen. Ich habe es von Queen live in Köln im Stadion erleben dürfen… war so etwa 1989?… Oh mein Gott wo ist die Zeit bloß hin?