Facebook plant neue App für Gruppenchats

Facebook soll eine neue App für Gruppenchats planen: Dabei sollen Elemente aus der Konkurrenz von „Houseparty“ einfließen – jene Videochat-Anwendung ging damals aus Meerkat hervor. Die neue App von Facebook soll intern unter dem Namen „Bonfire“ rangieren. Angeblich soll die Standalone-App dann im Herbst erscheinen. Aktuell werde Bonfire intern getestet. Facebook selbst enthält sich zu der potentiellen Anwendung für Gruppenchats jedoch eines Kommentares.

Houseparty ist speziell bei Teenagern beliebt, so dass Facebook natürlich gerne ein Stück vom Kuchen, sprich der Nutzerbasis, abhaben will. Der Clou von Houseparty ist, dass Nutzer benachrichtigt werden, wenn einer ihrer Freunde online ist. So regt die App quasi dazu an gemeinsam in Videochats herumzugammeln. Für Facebook ist das ein interessanter Bereich.

Denn gerade bei Jugendlichen will Facebook seinen Status gerne verbessern, gibt es dort doch enorme Konkurrenz durch eben Apps wie Houseparty oder natürlich Snapchat. Was genau Facebook bei Houseparty für Inspirationen gesucht hat, ist aktuell offen. Anonyme Quellen berichten aber, dass Bonfire auf dem aktuellen Status ein ziemlich direkter Klon von Houseparty sei. Ob Facebook Houseparty damit ins Aus drängen könnte, ist aber offen.

So versuchte Facebook z. B. mit den Apps Slingshot und Bolt auch Snapchat anzugreifen, scheiterte aber in beiden Fällen. Ob Bonfire also Houseparty den Rang ablaufen könnte, müsste dann die Zukunft zeigen. Allerdings passt eine App nach dem Schema von Houseparty durchaus zu Facebooks Prinzip Freundeskreise enger zusammen zu rücken. Zumal Facebook sich immer mehr für Videoinhalte begeistert und jene stärker ins Zentrum rücken will.

Neben Bonfire für Video-Gruppenchats soll Facebook an einer weiteren App namens „Talk“ werkeln. Hier soll es dann wohl um eine Nische gehen: Die App soll sich speziell an junge Menschen und deren Großeltern richten, damit quasi generationsübergreifende Videochats über die Anwendung stattfinden. Weitere Details fehlen aber noch.

(via The Verge)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Es kann natürlich sein, dass ich mit meinen 23 Jahren nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, trotzdem ist für mich Facebook innerhalb der letzten 3 Jahre von „Essentiellem Kommunikationstool“ zu „Hab wegen zwei Leuten noch den Account“ geworden. Mit der WG und ein paar anderen bin ich inzwischen auf Telegram umgestiegen, die letzten paar erreiche ich auf Whatsapp (was natürlich auch besser auf anderen Plattformen wäre aber na gut)

  2. Noch eine App? Wofür? Die App von Facebook wiegt mittlerweile unter Android über 50 MB. Und dann noch ein Messenger mit 30 MB. Warum denn jetzt noch eine App?

  3. Bei mir unter Android 7 belegt die Facebook App 180 MB (Gesamt 361 MB) und der Messenger 143 MB. Klar bei bei einem Telefonspeicher von 64 GB ist das zu vernachlässigen, aber noch eine weitere App die ständig im Hintergrund aktiv ist und den Akku entleert!?
    Ein Teil meiner Freunde nutzt halt ausschließlich FB zur Kommunikation, der Rest Whatsapp und Telegram. Ansonsten könnte ich auf FB verzichten, da der Feed schon seit langer Zeit fast nur noch aus „der ist jetzt mit dem befreundet“ und „vorgeschlagenen Beiträgen (Werbung)“ besteht. Interessante Posts gehen bei der Menge öfter unter und die Zeit danach zu suchen hab ich nicht. Manchmal vermisse ich die gute alte SMS 🙂

  4. Houseparty scheint bei uns noch keiner zu nutzen…

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