Facebook Jobs geht in Deutschland an den Start

Facebook Jobs prescht nach seinem Start in den USA nun auch in Deutschland vor: Arbeitssuchende können sich via Facebook Jobs direkt über das soziale Netzwerk bei Unternehmen auf Stellenausschreibungen bewerben. Laut Facebook reagiere man damit auf den Bedarf. Denn eine Studie von Morning Consult habe ermittelt, dass rund 17 % der deutschen Facebook-Nutzer schon einmal auf der Plattform nach Jobs gesucht hätten. Auch Unternehmen aus dem Mittelstand sollen Interesse haben: 45 % gaben an durch ihre Präsenz auf Facebook mehr Mitarbeiter eingestellt zu haben.

Zielgruppe der Facebook Jobs sind deswegen auch weniger große Konzerne, sondern mittelständische und handwerkliche Betriebe, die regional etwa Auszubildende oder Praktikanten suchen. Hier wolle Facebook eine Lücke schließen, da auf  gängigen Jobportalen und Karrierenetzwerken zumeist überregionale Unternehmen oder Konzerne sowie flexible, nicht ortsgebundene Bewerber im Mittelpunkt stünden. Facebook Jobs biete aber gerade kleineren Unternehmen und lokalen Stellenausschreibungen eine Plattform.

Für Arbeitssuchende ist Facebook Jobs kostenlos. Jobangebote findet ihr ab sofort im „Entdecken“-Bereich der App, im Marketplace, auf Facebook-Seiten von Unternehmen sowie unter www.facebook.com/jobs. Ihr könnt dann einfach auf „Jetzt bewerben“ klicken, das jeweilige Formular ausfüllen und ab geht die Post. Persönliche Informationen aus eurem Facebook-Profil werden automatisch übernommen, können aber natürlich angepasst werden. Nach der Bewerbung könnt ihr via Messenger mit dem jeweiligen Unternehmen kommunizieren.

Die Firmen sehen aber nur die Angaben über euch, die ihr in der Bewerbung genannt bzw. öffentlich bei Facebook verfügbar gemacht habt. Für Unternehmen soll der Vorteil in Facebook Jobs darin liegen „schnell, einfach und kostengünstig neue Mitarbeiter zu finden„. Als Admins einer Facebook-Seite könnt ihr die Job-Profile mit Beschreibung der Tätigkeit, der Art (Vollzeit/Teilzeit/Ausbildung o.ä.) sowie Bezahlung der Beschäftigung direkt teilen. Der Post erscheint dann auf der jeweiligen Facebook-Seite des Unternehmens, im Jobs-Bereich im Marketplace und auch im News Feed. Die Job-Posts können wie andere Posts einer Business-Seite beworben werden.

Und was sagt ihr zu Facebook Jobs? Irgendwie ist es ja spannend zu sehen, in wie viel Kommunikation sich das soziale Netzwerk mittlerweile unter dem Motto der Hilfestellung einklinkt – nun also auch in die Dialoge zwischen Arbeitssuchenden und Unternehmen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Hoffentlich scheitert das

  2. Seit vorgestern Facebook gelöscht, mittlerweile völlig überflüssig…offtopic: wieso bekomme ich ständig hier die Info, dass ich Kommentare zu schnell schreibe, was ist das für ein Schwachsinn?!

  3. Wie sieht das ganze denn aus Unternehmensuntersicht aus? Kosten? Wie erstellen?

  4. Also ich hätte das damals als junger Teenie großartig gefunden denn ich hatte nie Bock auf diesen ganzen Firlefanz mit Bewerbung/Lebenslauf schreiben (natürlich alles in korrekten Maßen). Einfach eine Bewerbung zusammenklicken und gut ist, das wäre mein Traum gewesen.

    • Kannst Du immer noch machen, nur ist halt das Niveau der Arbeitsstellen die einem auf den Weg offen stehen tendenziell gering.

      Ein Bewerber der sich nicht einmal grundlegend die Mühe macht eine saubere, vollständige Bewerbung bei einem Unternehmen abzugeben, wird auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei seiner täglichen Arbeit nicht gerade gewissenhaft und strukturiert vorgehen.

      • phrasemongerism says:

        Wenn man sich in irgendeiner Hipsterklitsche bewirbt muss es sicherlich nicht korrekt sein, für alle anderen Firmen empfiehlt sich schon eine gewisse Form..

      • Das ist eine ziemlich antiquierte Ansicht. Man kann auch sagen, dass Bewerber die moderne Kanäle verwenden können auf der Höhe der Zeit sind und bereit sind sich auf neue Dinge einzulassen. Alles eine Frage der Perspektive.

        • Das kommt wohl stark auf die Branche an. Wenn Du Dich als Medienmensch irgendwo bewirbst, oder in einem kleinen Startup mag das stimmen. Aber in sehr vielen anderen Firmen nicht.

  5. Also wenn ich mir die Bewerbungen ansehe, dir hier so eintrudeln (weder Hipsterklitsche noch Startup), dann fällt auf, dass die „Standard“-Bewerbungen zwar formell allen Anforderungen genügen aber schlicht und einfach total langweilig und austauschbar sind. Die meisten halten sich an alle Checklisten und Vorlagen aus Bewebertrainings und Empfehlungen, aber es kommt meistens nur 08/15-Suppe raus. Ein bisschen Pepp schadet sicher nicht, um nicht gleich auf den „Lese-ich-vielleicht-später-oder-auch-nicht-Stapel“ zu wandern

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