Facebook: Fehler hat im Mai womöglich private Beiträge von 14 Mio. Nutzern öffentlich geteilt


Es könnte dieses Jahr durchaus besser für Facebook laufen. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica, dessen Wogen Facebook immer noch zu glätten versucht, folgt nun der nächste Hammer, wenngleich nicht so weitreichend. Im Mai hat ein Fehler dafür gesorgt, dass die Post-Einstellungen der Nutzer eventuell ohne Warnung überschrieben wurden.

Bei betroffenen Nutzern war es demnach möglich, dass diese öffentlich gepostet haben, in dem Glauben ihre Einstellungen würden die Posts nur an eine bestimmte Gruppe von Freunden oder gar nicht öffentlich ausspielen. Während der Bug wohl an 14 Millionen Nutzer verteilt wurde, ist nicht klar, wie viele von diesen dann auch aus Versehen an eine andere Zielgruppe gepostet haben. Deshalb wird Facebook nun entsprechende Nutzer aktiv darum bitten, die Posts des betroffenen Zeitraums noch einmal zu kontrollieren.

Diese Überprüfung sieht dann so aus wie auf den Screenshots zu sehen. Insgesamt betrifft das natürlich nur einen sehr kleinen Prozentsatz der Nutzer. Aber man darf Facebook hier natürlich nicht in Schutz nehmen.

Wenn ein Nutzer sich schon Gedanken macht, wer seine Posts zu sehen bekommen soll, dann muss er sich auch darauf verlassen können, dass das System korrekt funktioniert. Gerad bei einem Social Network mit einer Reichweite wie Facebook. Falsch gepostete Inhalte auf Facebook können im schlimmsten Fall ernste Konsequenzen haben, wenn sie von den falschen Leuten gelesen werden. Darf nicht sein.

Postet Ihr viel auf Facebook an verschiedene Empfängergruppen oder fahrt Ihr eher die ganz oder gar nicht Öffentlichkeitsschiene?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Ich bin nur noch bei Facebook wegen meiner hunderten Bands und Musik, weil ich nur so auf dem laufenden bleiben kann. Leider gibt es keine Alternativen, da die Bands halt Facebook nutzen weil sie dort nunmal die meisten erreichen können. Würde es Alternativen geben und die Bands nutzen diese auch, dann wäre Facebook bei mir gelöscht. Privates gebe ich seit Jahren nicht mehr auf Facebook Preis.

  2. Da kann man Facebook nur wünschen, dass dieses Leck erst nach dem 25.5 offenbar wurde.

  3. Wie immer wird auch das bei den Nutzern nichts bewirken. Anstatt das man mal konsequent seinen Account löscht wird ein bisschen gemeckert und der virtuelle Zeigefinger geschwungen, sonst passiert nichts. Man könnte ja doch was verpassen……
    Ich habe schon vor ein paar Jahren meinen Account löschen lassen. Vermisse ich etwas? Nein, alles reine Gewohnheit.

    • Was soll das auch bewirken? Wegen so einem Zwischenfall einem Dienst den Rücken kehren? Sowas ist auch schon anderen passiert, und das wird auch sicherlich nicht der letzte Zwischenfall dieser Art bleiben. Sowas kann eben passieren, ganz egal, um welchen Anbieter es geht.

  4. Kein Account zu haben ist aber keine Alternative, wenn es bestimmte Info nur bei Facebook gibt. Da macht ein Fakeaccount sicher Sinn…

  5. 1892Shadow says:

    ich hatte das problem selbst normalerweise sehen nur meine Freunde mit gewissen Ausnahmen was ich Poste plötzlich war es für jeden zu lesen war nich gut

  6. Ich hatte mich letztens schon gewundert, warum ich öffentlich gepostet hatte. Tja, was kann man da machen?

  7. Grundregel: Poste nichts in sozialen Netzwerken, was nicht auch veröffentlicht werden könnte.

    Wer vertrauliches oder privates bei Facebook postet, dem ist nicht mehr zu helfen.

    • Eben. Wobei man da „Facebook/Soziale Netzwerke“ auch ganz generell gegen das „Internet“ tauschen kann. Dinge von dir, von denen du es nicht ertragen könntest, wenn sie morgen in der Bildzeitung stehen würden, solltest du einfach aus dem Netz halten. Die Gewichtung dessen, was du von dir selbst aus bereit bist mit der Welt zu teilen, kannst nur du selbst vornehmen – auch das ist nämlich Datenschutz. Natürlich sind solche Pannen blöd, aber mit ihnen rechnen solltest du schon pauschal, bevor du irgendwas ins Netz bläst – übrigens nicht nur bei FB.

  8. Thomas Müller says:

    Facebook wird den Weg von Yahoo gehen und das ist gut so.

    • Nur das es halt Knochen keine Alternative gibt, die besser ist.

      • Bessere Alternativen gibt es schon (z.B. Google+). Nur halt nicht so verbreitet. Facebook hat eine kritische Masse erreicht. Und wenn die User auf andere Plattformen abwandern, dann hat Facebook genug Marktmacht, sie zurückzukaufen und die anderen Plattformen zu schlucken. So wie z.B. WhatsApp oder Instagram.

  9. Ich habe meinen FB Account, seit es möglich ist ihn zu erstellen, jedoch noch nie etwas gepostet, es war doch von Anfang an klar, dass da etwas schief gehen kann. Warum muss man als Privatperson etwas bei FB posten? Ich verfolge verschiedenste Veranstaltungen bei FB, da die Veranstalter nur FB nutzen dann noch Bands, das reicht doch.

  10. Ich nutze das als öffentliche Homepage bzw. Visitenkarte. Von mir aus können die den ganzen Privatsphäre-Kram auch komplett abschalten.

  11. Mir stellt sich die Frage anders herum:

    Wieviel Datenschutz-Skandale seitens Facebook brauchen die Deutschen, um dieser unverantwortlichen Datenschleuder endlich den Rücken zu kehren?

    Jeder der etwas im Kopf hat und diesen schweizer Artikel kennt, hat sich schon längst abgemeldet!

    Psychemetrik & Wahlmanipulation:

    https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/diese-firma-weiss-was-sie-denken/story/17474918

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