Erstes Hands-on zum Samsung Galaxy S6 Edge aufgetaucht – erscheint am 10. April 2015

Falls Ihr die letzte Woche nicht irgendwo im tiefsten Sibirien ohne Internet-Verbindung verbracht haben solltet, habt Ihr sicherlich die zahlreichen Leaks aus dem Hause Samsung mitgeschnitten. Als ob dies alles nicht schon Partybremse genug wäre, haben die Kollegen von PhoneArena.com einige Stunden vor dem offiziellen Presse-Event von Samsung bereits ein mehr als ausführliches Hands-on zum Samsung Galaxy S6 Edge rausgehauen. Zwar ist der Bericht mittlerweile nicht mehr online, wir konnten jedoch noch rechtzeitig das Wichtigste aus dem Artikel auswerten.

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Wie die Gerüchteküche es vorhersagte, bringt Samsung in diesem Jahr tatsächlich zwei Modelle seiner Galaxy S-Serie auf den Markt. Während das Samsung Galaxy Note Edge (Testbericht von uns hier) noch ein einseitiges, abgerundetes Display besaß, so findet Ihr beim Samsung Galaxy S6 Edge nebst Zungenbrecher zwei abgerundete Kanten vor, die als Zusatzdisplay genutzt werden können.

Ja, das Samsung Galaxy S6 Edge hat einen Aluminium-Rahmen und ja, das Smartphone besitzt in der Tat eine Rückseite aus Glas. Sowohl die Rückseite, als auch das kurvige Front-Display bestehen aus Gorilla Glass 4, was schnelles Zerkratzen so gut wie möglich vermeiden soll. Jedenfalls soll das Samsung Galaxy S6 Edge laut PhoneArena ein reiner Handschmeichler sein – leicht und durch seine Rundungen gut in der Hand liegend, wenn auch durch die Glasflächen ein Fingerabdruckmagnet. Zudem soll das Gerät wasserdicht sein. Welche IP-Zertifizierung das S6 Edge innehält, gibt der Autor leider nicht preis. Das Samsung Galaxy S5 war ja durch IP67-Zertifizierung als Staub- und Wasserdicht angepriesen, doch ein Süßwasserbad länger als 30 Minuten konnte das Smartphone dann doch nicht aushalten. Und das auch nur in bis zu einem Meter Tiefe.

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Das Display des Samsung Galaxy S6 Edge misst erneut 5,1 Zoll, diesmal jedoch mit Quad-HD-Auflösung bei 1440 x 2560 Pixeln und einer sagenhaften Pixeldichte von 576 ppi. Und wie man es gewohnt ist, setzt Samsung bei der Display-Technologie erneut auf Super AMOLED. Die abgerundeten Seiten des Displays sollen hierbei funktional nicht den gleichen Mehrwert bieten wie das Samsung Galaxy Note Edge. Zwar kann man einige Funktionen wie Schnellkontakte oder Benachrichtigungen wie beim Note Edge abrufen und Informationen von Apps abrufen, jedoch sollen andere Funktionen vom Note Edge fehlen. Welche genau, lässt der Artikel von PhoneArena leider offen. Man fügt lediglich eine Funktion hinzu, die neu ist: Bei eingehenden Anrufen leuchtet eine der beiden Seitendisplays in einer vorher festgelegten Farbe auf, um den Anruf visuell anzukündigen.

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Wie ebenfalls zu erwarten war, erhalten wir mit dem Samsung Galaxy S6 Edge und wohl auch mit der regulären S6-Variante eine neue Version von Samsung TouchWiz-Ui. Diese läuft auf Android 5.0 Lollipop und soll um einiges aufgeräumter daherkommen. Das App- und das Notification-Panel sollen größtenteils unberührt bleiben, dafür hat man sich für ein paar neue Animationen und einer cleaneren Schriftart für die zahlreichen Widgets von Samsung entschieden. PhoneArena ließ jedoch durchblicken, dass die multiplen Benutzerprofile, die mit Android 5.0 durch Google eingeführt wurden, beim Samsung Galaxy S6 Edge entfernt wurden. Samsung begründet das Entfernen damit, dass es „kaum einer nutzen würde und eher für Tablets relevant ist“. Dennoch sind die bekannten Software-Features von Samsung auch im Galaxy S6 Edge wieder inbegriffen, wenn auch nicht default. Um den Nutzer nicht mit Funktionen wie AirView und Co. zu erschlagen, hat Samsung diese Features standardmäßig deaktiviert.

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Kommen wir zu den Innereien. Die Internationale Version des Samsung Galaxy S6 Edge soll  mit einem neuen 14nm 64-bit Samsung Exynos Octacore-Chip, 3 GB LPDDR4 RAM und 32 GB, 64 GB oder 128 GB Speicherkapazität beinhalten. Und ja, die Gerüchte sind wahr, die neue S-Serie von Samsung wird keinen erweiterbaren Speicher via MicroSD-Karte mehr haben. Dies wird durch die nahtlose Verarbeitung des Gehäuses gerechtfertigt, ähnlich wie wir es damals bei der Nexus-Serie von Google mit dem Nexus 4 erlebt haben.

Auch im Samsung Galaxy S6 Edge findet sich erneut eine 16 Megapixel Kamera auf der Rückseite wieder, die eine ƒ/1,9 Linse besitzt. Optische Bildstabilisierung ist mit an Bord sowie ein IR-Weißabgleich, der für neutralere Bilder sorgen und Übersättigung vermeiden soll. Auf der Vorderseite findet sich eine neue 5 Megapixel-Kamera wieder (beim Galaxy S5 wurde noch eine 2,1 MP Kamera verbaut).

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Die bekannten Hardware-Features wie der IR-Sensor sind wieder mit dabei, dafür aber auch der vorher durchgesickerte, echte Herzschlagsensor auf der Rückseite. Auch der Fingerabdruck-Sensor auf dem Home-Button ist wieder mit an Bord des Samsung Galaxy S6 Edge, jedoch hat PhoneArena leider nicht durchsickern lassen, ob dieser erneut durch Streichen mit dem Finger aktiviert wird, oder durch Auflage.

Preise gab Samsung dann leider noch nicht bekannt, dafür aber eine Verfügbarkeit ab dem 10. April 2015. Das Samsung Galaxy S6 Edge soll in den Farben White Pearl, Black Sapphire, Gold Platinum und Green Emerald erscheinen.

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16 Kommentare

  1. Auf den austauschbaren Akku könnte ich verzichten. Aber ein Gerät ohne Möglichkeit für eine SD-Karten… Nie und nimmer!

  2. Auf den SD-Karten kann man doch nur Fotos/Videos speichern, mehr lässt eine aktuelle Android-Version doch nicht mehr zu, oder? Ist es wirklich so schlimm ab und zu seine Bilder auf dem Computer zu sichern oder seine Fotos in die Cloud zu laden?

  3. Nicht jeder will alles in der Cloud ablegen.
    Unter Android 5, sollte da eigentlich wieder mehr mit der SD-Karte zu machen sein.

  4. Für mich ist beides wichtig und immer einer der wichtigsten Gründe gewesen statt Apple Samsung zu kaufen.
    Eigentlich wollte ich mein S5 gegen das S6 Edge ersetzen, aber mit dieser Nachricht hat sich das erledigt.

    Das S7 wird garantiert wieder einen austauschbaren Akku und die Möglichkeit der SD-Karten Erweiterung haben.

    Samsung stellt sich damit selber ein Bein im Verkauf der S6 Reihe.

    Dumm ….

  5. markussimo says:

    für mich ist eher die glasrückseite der abturner .
    auf den sd slot kann ich verzichten, wenn der trend nicht so wäre, dass man für 32gb mehr 100 euro abdrücken müsste.. obwohl der speicher spotbillig ist..

  6. @iZerf: Das dachte ich auch mal und Geräte ohne SD-Card-Slot waren für mich immer ein NoGo… Jetzt habe ich doch eines ohne und vermisse den SD-Card-Slot überhaupt nicht, da mir die 32GB meines LG G2 vollkommen ausreichen und das obwohl ich auch ein paar Gameloft-Games darauf installiert habe 😉
    Zuvor hatte ich ein Galaxy S2 und dort nervte mich die Trennung von internem, externem und SD-Speicher extrem, vor allem weil dort der interne Speicher nur 2GB (von den 8GB) hatte und das Sys dort immer ein Teil der Apps legte, auch wenn diese auf die SD-Card verschoben wurden.

  7. @BlockIT Mein Nexus7 hast auch keinen SD-Support und das stört mich mittlerweile ganz schön. Fast der ganze Speicher wird von Spotify belegt. Niemals mehr. In meinem Z3C habe ich 64GB drin. Fertig.

  8. bei T-Mobile gibt’s schon preise für das s6 edge…die haben es in sich.
    128er: https://www.t-mobile.de/shop/handy/0,,2963-_391611-0-12779;CNC-0,00.html
    64er: https://www.t-mobile.de/shop/handy/0,,2963-_391618-0-12779;CNC-0,00.html
    32er: https://www.t-mobile.de/shop/handy/0,,2963-_391615-0-12779;CNC-0,00.html

  9. @HO
    welchen Tarif empfiehlst du um tief gestapelt 10gb im Monat Mobil aus der Cloud zu holen, sollte aber nicht mehr wie 30€ Unkosten in 2 Jahren sein sonst keine Alternative!

    Vor allem wenn man sieht das eigentlich so nichts gegen einen SD Slot spricht, das ist mehr oder weniger Gewinnoptimierung das zu entfernen.
    Zusätzlich das man den Akku nicht tauschen kann und die tolle Rückseite, dafür das Samsung alles richtig machen wollten haben die sich aber viele schlechte Beispiele herausgesucht. Gut das es genug alternativen gibt 🙂

  10. Savantorian says:

    5.1″, kein SD Slot, die Preise. Tschüss, Samsung.

  11. Ich sags vorraus: S6->Reinfall
    -Glasrückseite?! Einmal heruntergefallen und das Ding ist unbenutzbar (Glassplitter…)
    -das neue TouchWiz hat nichts mit Material Design am Hut, sieht immer noch wie Jelly Bean und ein wenig Holo-UI aus
    -kein SD Kartenleser? Wenn die Preise für mehr GB nicht übertrieben ansteigen, wäre es evtl. sogar okay
    -wenn Samsung (evtl?) noch mehr root/modifizierungsmöglichkeiten unterbindet, wird das S6 auch nichts für Android-Developer/Custom-Rom-Freunde werden…

  12. Ach, geh doch fort….Jahrelang war ich Samsung-Nutzer, S2, S3, S4 & S5. Nun findet die Serie ein Ende, denn ich persönlich werde definitiv nicht auf ein S6 umsteigen. Auch andere Hersteller basteln tolle Handys. Mal schauen, was sich da als S6-Killer entpuppen wird.

  13. Nochmal nen Monat warten, dann sehen wir was Huawei so in der Pipeline hat. Die Grüchte um das P8 klingen vielversprechend.

  14. Finde das S6 Edge garnicht mal so schlecht.
    Habe aktuell ein Nexus 4 welches ja Quasi das gleiche ist.
    – die Glasrückseite liebe ich
    – SD Kartenslot vermisse ich beim N4 schon, aber nur weil es das nur mit 16 GB gab, 32GB würden mir reichen
    – Akku läuft bisher auch noch ganz gut, wenn es zu einem defekt läuft wird man den sicher auch wieder mit etwas Geschick tauschen können, warte da nur auf den iFixit Bericht
    – einzig der Preis ist was hoch dafür

  15. Ein normaler User benutzt nie im Leben mehr als 32 GB. Das sollte mehr als reichen. Der Akku sollte die 2 Jahre überstehen und deshalb sollte es für den Großteil ebenso ausreichend sein.
    Endlich mal kein Plastegehäuse und als Besitzer des Z2 kann ich sagen, es geht nicht sofort kaputt, sollte es mal herunterfällt. Nur weils Glas ist, ist es nicht instabil. Meins hat jetzt knapp 6 ordentliche Stürze hinter sich(auf Holz, Stein und Fliese)- kaputt ist es nach wie vor nicht.
    Was also jetzt schon wieder das ganze Gemaule. Die Preise sind typisch für Samsung, stürzen aber auch schnell wieder ein. Wenn man also mal von dem deutschen „Qualitätsunternehmen“ T-Mobile abrücken würde, sind die Smartphones und Tarife auch erschwinglich.
    Erst schreien alle nach Veränderung, nun ist es mal was anderes und alles ist wieder scheiße oder was?
    Die nicht entnehmbare SD-Karte und Akku, kann man auf die Verarbeitung zurückführen und der Schritt in Richtung IP68- Zertifizierung sein. Mit einem Plastikdeckel und einer Dichtgummilösung, kann man IP68 nicht lösen, aber soweit denken einige einfach nicht.
    Wenns euch nicht gefällt, dann lasst ihr es eben sein. Die Verkaufszahlen von Samsung zeigen, es wird kein Flop.

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