Erneut Spionage-Vorwurf: Huawei-Verkaufsleiter in Polen festgenommen


Nächster Rückschlag für Huawei. Nachdem im Zuge der 5G-Aufrüstung seitens der USA schon heftig vor Spionage gewarnt wird und es zwischen zeitlich sogar schon zu einer Festnahme in Kanada kam. Der nächste Hammer kommt aus Polen, dort wurde nun der Verkaufsleiter des lokalen Büros festgenommen. Der Vorwurf: Spionage auf hoher Ebene. Der Festnahme folgten auch Durchsuchungen der Geschäftsräume von Huawei.

Bei der festgenommenen Person soll es sich um einen Absolventen einer der höchsten Spionageschulen in China handeln. Gleichzeitig soll er bereits für das chinesische Konsulat in Gdansk gearbeitet haben, wie das Wall Street Journal berichtet.

Im Zuge der gleichen Untersuchung wurde auch ein Mitarbeiter des polnischen Geheimdienstes festgenommen, der früher Kopf der IT-Sicherheitsabteilung war. Beiden Männern wird Spionage in Polen vorgeworfen, was ihnen 10 Jahre Gefängnisstrafe einbringen könnte.

Ein Huawei-Sprecher äußert sich unterdessen kurz und knapp dazu:

“Huawei is aware of the situation, and we are looking into it.“

Für Huawei dürften solche Vorfälle alles andere als willkommen sein. Letztendlich muss man aber abwarten, inwieweit sich der Vorwurf der Spionage bestätigt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Oha, nur gut das Polen so ein guter Kumpel der USA ist, sonst müsste man wohl auch Google und Co in Polen festnehmen.

  2. Gibt es eigentlich zwischenzeitlich mal irgendeinen Beweis für die angeblich in Routern verbaute Spionagehardware? Man liest immer nur von Anschuldigungen. Hier scheint man nur die Konkurrenz verdrängen zu wollen.
    Welche US-Bürger wurde nach dem Ausspähen des Handys der Kanzlerin festgenommen? Ach so, das sind ja unsere Freunde.
    Meist lese ich solche Artikel überhaupt nicht mehr. Aber hier erhoffe ich mir mehr Hintergrundinformationen. Mal abwarten, was die Kommentare bringen.

  3. Kann mir schon vorstellen, dass die in den USA total sauer sind:
    a) kein Zugriff mehr auf die Hardware zur Spionage von NSA, MI6 und BND
    b) dafür können die Chinesen nun das machen, was vorher nur NSA, MI6 und BND konnte
    c) und dann sind die Chinesen auch noch wirtschaftlich erfolgreich.

    Also das geht ja gar nicht!

  4. Wenn´s um Spionage geht, dann könnte doch jedes Land irgendwen einsperren. Spionieren macht doch jedes Land!!

  5. Kommt mir vor als wolle man da „nur“ politisch getrieben Konkurrenten loswerden.
    Und wie kann man das besser in dem man auf die bestens Vernetzten Geheimdienste zurückgreift…

  6. safety first says:

    Man muss sich wohl für das kleinere Übel entscheiden 😉
    China Produkte incl. vollen Datenzugriff des chinesischen Geheimdienstes (kommunistisches totalitäres System)
    oder NSA 😉
    Google und Co.
    Die Amis sind ja Mitglied der Nato 😉
    ergo das kleinere Übel 😉

  7. Mir kommt das ein wenig putzig vor, diese komischen Versuche der Chinesen, an Daten aus dem Westen zu kommen. Ich kenne keine Behörde auf irgendeiner Ebene, die Smartphones von HUAWEI verwendet. Oder Android-Smartphones. Meistens sind es Apple-Geräte, die sich leichter administrieren lassen. Was also bekommen die China-Onkels, außer Urlaubsfotos von Privatbürgern? Sicher, HUAWEI ist auch Netzwerkausrüster. Auch bei der Telekom. Aber wie sicher oder unsicher ist das? Die meisten Websites verschlüsseln den Datenverkehr doch ohnehin. An einen geheimen Chip, der den Datenverkehr automatisch entschlüsselt, glaube ich nicht.

    • Einige Behörden und Großunternehmen können sich schützen. Mittelständler und kleinere Unternehmen sind schon seit langem Ziel von Wirtschaftsspionage. Man braucht gar nicht die Chefs ab zu hören um an wichtige Details zu kommen, die Führungsebene hat immer auch zuarbeitendes Personal.
      Darüber hinaus ist es äußerst angebracht, bei Anbietern von Netzwerkinfrastruktur 100% sicher zu sein, das sie auch im politischen Krisenfall zuverlässig funktioniert. Ihr Zusammenbruch kann einen erheblichen ökonomischen Schaden bewirken.

    • Hi Quartermass, wo werden die iPhones noch zusammengelötet? Chinesische Behörden haben keine Berührungspunkte zu meinem Leben , wenn sie mich ausspähen ist mir das egal. BND, BKA und das deutsche Finanzwesen oder die AOK oder Schuf(t)a und Co. sind da viel schlimmer und näher an meinem Leben , das stört mich viel mehr. Die geht nicht an was ich mache . Also gern alles nach China telefoieren da ist es vor den inländischen Diensten sicher … grinsbreit

  8. Häää? Was gibts in Polen zu spionieren? Die wollen den USA nur in den A….kriechen.

    • Man kann von einem Land aus auch in anderen Ländern spionieren… Schrecklich, dass man mit dem Internet jetzt so flexibel ist, oder? 😀

      Auch Polen kann mitunter Dinge haben, die für andere Staaten von Interesse sind. Das Land mag zwar klein sein, aber wirtschaftlich unbedeutend ist Polen nicht. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind sie das achtstärkste Land in der Europäischen Union (EU).

  9. Huawei, Honor und Co, die Wanzen in unseren Taschen. Werde nie verstehen warum so viele Leute den Rotchinesen vertrauen. Es gibt sogar Menschen die sich diese billig Wifi Cams in die Bude hängen und dann alles in die China Cloud streamen. Es ist erstaunlich wie hohl manche Mitmenschen sind.

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