Einführung des E-Rezeptes auf unbestimmte Zeit verschoben

Das E-Rezept (hier erklären wir es) ist fast schon eine unendliche Geschichte und mal wieder ein Paradebeispiel der deutschen Digitalisierung – aber nicht im positiven Sinne.  Das E-Rezept sollte Anfang 2022 verpflichtend werden. Das Problem: In den Testregionen gab es Probleme und nur extrem wenige E-Rezepte wurden ausgestellt, 41 statt 1000. Schon Ende September wurde klar, dass sich der bundesweite Test verzögern wird. Nun gab man offiziell im Bundestag bekannt, dass die Einführung des E-Rezeptes auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

Die bundesweite Testphase sei offen verlängert worden, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Sabine Dittmar (SPD). Maßstab für einen späteren flächendeckenden Roll-Out sei die technische Verfügbarkeit gemessen an den mit der Selbstverwaltung vereinbarten Qualitätskriterien. „Sobald diese erfüllt sind, sollte auch die Umstellung auf das E-Rezept erfolgen“, machte Dittmar deutlich.

Dass es aktuell noch Probleme beim E-Rezept sowie bei der Ausfertigung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt, machte die Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Petra Reis-Berkowicz, vor den Abgeordneten deutlich. Sie sprach auch davon, dass die Einführung des E-Rezeptes „im Schweinsgalopp und mit der Brechstange“ kontraproduktiv und ausgesprochen besorgniserregend im Hinblick auf künftige Digitalisierungsmaßnahmen  verlaufen sei.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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49 Kommentare

  1. Die Nachwehen der vier Jahre Spahn werden uns die nächsten Jahre noch begleiten.
    Leider.
    Wir könnten schon so viel weiter sein!

    • Volker Stark says:

      Viel wird sich nicht ändern… Deutschland wird „von hinten“ durch Lobbyisten regiert. Da geht es doch nur ums Geld! Schaut doch mal, wie die Kumpels der Laborlobby von Spahn (Lauterbach hat genauso viele Lobbyisten, die er bedienen muss…) abkassiert haben und dadurch verhindert haben, dass wir bei Covid testen können, wie die das in Wien vorgemacht haben… In der Medizin gibt es so viele „wichtige“ Interessenvertreter aus Pharma, KVs, Krankenkassen, Krankenhäuser, …

  2. Läuft in Deutschland!

  3. Deutschland 2022

  4. Wen wunderts? Die kriegen es einfach nicht hin und die Welt lacht sich schlapp! Das ist inzwischen einfach nur noch peinlich was da in Deutschland läuft. Gewerbeanmeldung persönlich erledigen 15 Minuten, online erledigen 1 Woche und so geht es weiter. Steuernummer in Deutschland für eine Firma beantragen, 2 Kilo Papier und 6 Wochen für einen Vorgang der 10 Minuten dauert. Man schämt sich, wenn man mit Gesprächspartnern in anderen Ländern über solche Fragen spricht.

    • Hallo?
      Dafür haben wir 100% grünen Strom!
      Nicht alles so negativ sehen

    • Warum schämst du dich? Uns geht’s doch ziemlich gut hier. Möchtest du weg?

      • Hä? Micky hat doch nur geschrieben, dass es in Deutschland was behördliche/staatliche Digitalisierung angeht einfach unter aller Sau ist und man sich deshalb bei Gesprächspartnern aus Ländern (quasi alle), in denen es DEUTLICH besser läuft, schämen muss.
        Kein Wort davon, dass es uns hier schlecht geht und/oder er weg möchte.
        Ergo: Das einzige, was weg kann ist dein Kommentar.

    • Wer sind die? Die CDU?

      • Ich nehme an, „die da oben“. Da lange die CDU die Regierung gebildet hatte, ist sicher die gemeint. So schnell kann die Ampel das ja auch wieder nicht richten 😀

      • Du hast zwar nicht mich gefragt, aber meine generelle Meinung, wer „die“ sind:

        Wir haben inzwischen ÜBERALL so ein ein Konglomerat aus Vorteilsnehmern a la FDP, Bedenkenträger a la Krötenschützer, Egoisten a la „Jedes Windrad in meinem Landkreis mindert den Wert meines Hauses“, Angstpatienten (Handystrahlung, Pharma-Mafia, Impfschaden), Traditionalisten (Handy ab 18! Jugendliche brauchen nur Stifte, Papier und selber-singen!), Datenschützern (Haarfarbe muss geheim bleiben!), Jugendschützern (Penisse nur ab 3 Uhr morgens in totaler Dunkelheit abbilden!), Rentnern (Wir brauchen ein Anrecht auf Wählscheibentelefone!) und Inklusionisten aller Art (Der Wanderweg durchs Moor ist nicht rollstuhlgerecht! Frauenquote für Hodenkrebs!),…

        …dass es schon gar nicht mehr möglich ist, „die“ zu benennen. Es gibt viele „die“s.

        Wer nicht mehr auf Arbeit sitzt, kann ja mal googeln, was ein „Rattenkönig“ ist (Triggerwarnung, NSFW). Besser kann man das gar nicht bebildern.

  5. Schuster, bleib bei deinem Leisten!

    No drama. Dann halt ein andermal

    Woran liegt das immer? Ich sehe soviel Kreative in Deutschland. So viele Fachleute. Doch irgendwie werden die immer von Menschen über ihnen gehindert sich zu entfalten.

    • Die Leute „über ihnen“ werden gewählt von „allen Leuten“, und da muss ich leider den Staat mal in Schutz nehmen: Er macht da tatsächlich mal, was die Leute so denken,…

      …und das sieht in Deutschland so aus:
      Papier, Stifte, Haptik. Handystrahlung. Streetview leer. Bargeld. Keine Windräder bitte, keine E-Autos. Handies machen dumm. Präsenzunterricht. Münzautomaten. Die armen Senioren. Die armen Kinder. Stadtplan aus Papier. Uhr mit Zeigern. Schreibschrift in der Schule. SMS, Fax, Kohlepapier. Schalterbeamte für Papiertickets. Parktickets passend zahlen, keine Geldrückgabe. Keine Videokonferenz wegen Datenschutz, Blocklist im Router wegen Jugendschutz, jede Ampel Behindertengerecht, jeder Bus Rollstuhltauglich, jede Veranstaltung inklusiv-divers-accessible (Details siehe PDF-Download auf einer nicht Handy-gerechten Website im Behördennetz).

      • 🙂 da ist was dran… könnte man noch erweitern. Aber schon sehr, sehr gut

      • Ich muss echt sagen, dass in deinen Kommentaren sehr oft sehr fragwürdige Verhaltens- und Gedankenmuster erkennbar sind. Solidarisch und sozial bist du auf alle Fälle nicht eingestellt.

      • Bin bei fast allem bei dir. Bei manchen Punkten muss man aber schon differenzieren.
        Beispiele:
        Schreibschrift in der Schule kann die Hand-Augen-Koordination fördern und lässt Lehrer, Eltern und Kinder früh erkennen, ob ihnen so etwas gefällt.
        Keine Videokonferenzen wegen Datenschutz sehe ich jetzt nicht, eher leider das Gegenteil. Es gibt so gute Software zur Datenschutzgerechten Videokonferenz, aber genutzt wird Software der Datenkraken. Meine Meinung: Wer bei Datenschutz aufheult ist kein echter Techie und hat’s einfach nicht verstanden.

        Nur mal so als Denkanstoß. Aber wie gesagt, im Großen und Ganzen bin ich bei dir.

      • Beim lesen deines Kommentars wollte ich dir erst zustimmen aber dann sind da einige Beispiele dabei, wo ich nicht sehe was daran schlimm oder behindernd sein soll.
        Was ist zum Beispiel an Datenschutz schlecht? Ist natürlich eine tolle Ausrede wenn’s woanders hakt.

        • Ich bin nicht gegen Datenschutz, sondern gegen die Heilige Deutsche Kirche von St. Datenschutz.

          Als Corona losging, durften wir erstmal keine Videokonferenzen machen: Man hätte die Wand des Wohnzimmers sehen können. Bei solchen Sachen denke ich dann immer: Leute, räumt halt eure Porno-DVDs weg, sonst halt Pech gehabt.

          Oder immer dieses „Datenverarbeitung in den USA, wo der Geheimdienst Zugriff hätte“ — ich meine, schlecht und gut,aber MEIN Problem ist, dass überhaupt IRGENDEIN Tracking und Nutzerdatensammeln erlaubt ist, und nicht „Nur wenn es sauber ist nach DSGVO“.

          Und dann solche Sachen: Streetview darf nicht fotografieren. Das Fest im Kindergarten darf ich nicht fotografieren. Oldtimertreffen und Strand, überall Persönlichkeitsrechte.

          Das gibt dem deutschen Michel eine lange Brechstange in die Hand: Ich will nicht fotografiert werden, weil: Ich nicht fotografiert werden will. Ich will einfach nicht. Ich ich ich. Und Impfen will ich auch nicht, weil ich nämlich soll. Würde man Impfen verbieten, die gleichen Deppen würden Impfungen fordern. Die Deutschen sind Zicken aus Prinzip.

          Wenn ich schon sehe, dass in den Videokonferenzen jetzt viele einen unscharfen Hintergrund oder einen kompletten Raddelkantenfilter haben — Oh. Mein. Gott.

  6. Hey,
    wir haben immerhin eine Autobahn App – vermutlich kann das jede native default App auf einem Smartphone aber besser und genauer. Aber hey, wir sind digital

  7. Die Funktion „E-Rezept“ wird sicherlich neben den „E-Perso“ in der völlig vertrauenswürtigen Luca-App integriert. LOL!

  8. Lieber verschieben als ein unfertiges System verpflichten zu machen.

  9. Eventuell ist das auch der falsche Weg. Existenzielle Dinge sollten nicht digitalisiert werden. Ein flächendeckender Stromausfall oder Internetprobleme und es stehen Menschenleben auf dem Spiel. Aber vielleicht müssen die Menschen es auf die harte Tour lernen. Gelöschte Patientenakten bei Hackerangriffen auf Kliniken haben nicht gereicht.

    • Essentielle Dinge sind bereits digitalisiert.

      Kraftwerke, Ampeln, Krankenhäuser … Das hängt alles im Netz. Das Buch „Blackout“ zeigt ein tolles Szenario.

      Bei Rezepten sehe ich das Problem nicht, für Notfälle gibt es die Ambulanz, alles andere kann (notfalls) auch einen Tag warten. Medikamente kauft man ja in der Regel nicht auf die letzte Minute.

      • Wenn man chronisch krank ist, sicherlich nicht, wenn man aber ansonsten keinen Bedarf hat und gesund ist, man aber doch mal was hat, braucht man Medikamente in aller Regel von jetzt auf gleich.

      • Leider völlig falsch ! Sehr viele Rezepte werden sofort benötigt und die Ambulanzen sind für medizinische Notfälle nötig nicht für Rezeptverordnungen, die sie mangels Daten gar nicht leisten könnten – und mit welchen Kapazitäten bei Stromausfällen ? groteske Idee. Hier macht die Digitalisierung einfach keinen Sinn, da mehr Aufwand entsteht und kein Nutzen ! Gerade in D, da hier andere Anwendungen blockiert sind. Nur die Versender und Telemediziner wollten es um abkassieren zu können.

        • Ok. Also Digitalisierung dort zurückdrehen.
          Alles analog in den Praxen, Apotheken, Krankenkassen und bei den Großhändlern. Hört sich toll an.

      • Du weißt aber, das „Blackout“ ein fiktiver Science-Thriller ist?

    • Wenn wir flächendeckend Stromausfall haben, dann ist das fehlende e-Rezept das geringere Problem. Auch Papier kann Probleme bereiten – z B bei Hochwasser

    • Naja ganz so wirds ja auch nich sein. Gibt ja wohl noch weiterhin die undigitalisierte ausgedruckte Form. siehe auch den verlinkten Beitrag. Das is halt dann ein Ausdruck des digitalen Teils.
      Wäre auch komisch wenn das nich ohne Smartphone ginge. Hat ja nich jeder so n Ding ;).
      Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Apotheken das ausgedruckte Rezept (ein)lesen können ohne Computer und Strom.
      Aber denke mal schon. Die werden dann halt das ausgedruckte Ding archivieren so lange bis wieder Strom da is :D. Und wenn der mal komplett überall für viele Tage oder Wochen weg is haben wir ganz andere Probleme als kein Rezept bei der Apotheke einlösen zu können^^

      • Geht leider durch die groteske Politik nicht mal mehr. Durch das tolle digitale Securpharm, das schon etwas 2,5 Milliarden gekostet hat, aber noch keine einzige Fälschung aufgedeckt hat, muß der für jede Packung einzigartige Code eingelesen worden sein, sonst kann es nicht mehr abgerechnet werden. Geht bei ein paar Packungen, aber nicht für Tage , dann ist die existentielle Vernichtung der Existenz vor der Türe.

    • Sorry Lars, aber was ist das für ein Argument? Demnach wären Rauchzeichen sicherer als telefonisch die 112 im Notfall.

    • Du bist das Problem. Genau Du, und Leute wie Du.

      Es sollte doch jeder Erwachsene langsam mal die Erfahrung gemacht haben, dass bei Stromausfall eh nix mehr geht: Kein Licht, kein Fahrstuhl, kein mechanisches Aktenarchiv. Das man digitale Daten BACKUPPEN kann, im Gegensatz zu Papierakten, die abfackeln oder absaufen. Ja, dass man Leitungen überhaupt nicht mehr zeitgemäss anbieten kann auf diesen verdammten Holzscheibchen, in die die altmodischen Deutschen so unsinnig verliebt sind. Für jeden Scheiss Angelschein muss ich mit Bargeld in eine Behörde fahren, bei der ich einen Termin in 3 Monaten bekomme, und der mit meiner Arbeitszeit kollidieren wird. Warum? Ich kann online ein Auto kaufen, eine Wohnung mieten, ein Konto eröffnen, alles machbar in der freien Wirtschaft.

  10. Na mal schauen, ob das so ein Rohrkrepierer wie der e-Perso wird.

  11. Dann sollten wir das gute Fax auch noch bis auf eine unbestimmte Zeit behalten!

    Hat irgendwer meinen Pager gesehen? Ich glaube, ich habe eine SMS bekommen….

  12. Naja ganz so ises ja nich. Gibt ja noch die ausgedruckte undigitaliserte Form, siehe auch den zweiten verlinkten Beitrag. Is halt dann das Digitale Ding einfach ausgedruckt. Wäre ja schön blöd wenn das nich ginge und man immer n Smartphone braucht…wies ja leider aktuell mit dem komischen impf/testdings is. Wobei es da ja gsd auch diese komische karte samt qr code gibt. ws könnte man den auch selbser ausdrucken und in Geldbeutel tun. Da bin ich noch gar nich drauf gekommen^^.
    Naja zurück zum Thema. Ich bin mir nur nich sicher ob die Apotheken das Ding ohne Strom einlesen können. Ws. machen sie es so dass sie das ausgedruckte Teil archivieren so lange bis der Strom dann wieder da is :D. Wobei wir ws ganz andere Probleme haben wenn der Strom für viele Tage ausfällt als in der Apotheken n Rezept einzulösen :D.

  13. Gleiches bei der ePA. Wir versuchen Sie seit 5 Monaten zum Laufen zu bringen. Wir als Praxis haben ne Top IT Infrastruktur und exzellente ITler, aber selbst die schlagen nur die Hände über den Kopf!

    • Und ich als Patient habe etwas über zwei Monate gebraucht bis meine ePA überhaupt fehlerfrei funktioniert hat. Ein hin und her.
      Da gibt doch jeder andere vorher auf.
      Und benutzerfreundlich ist die ePA auch absolut nicht. Bei den Spezifikationen müssen Patienten, Mediziner u.a. mit an Bord.

  14. Ich fände sowas durchaus sinnvoll.
    Es ist ein erheblicher Aufwand Krankschreibungen vom Arzt zum Arbeitgeber zu transportieren wenn das klassisch per Post zu geschehen hat.
    Auch ist es ätzend Rezepte in Person abzuholen wenn die Praxis ungünstig liegt in Relation zum eigenen Zuhause.
    Wenn man das kombiniert mit einer Videosprechstunde und eventuell einer Online Apotheke sind für einfache Fälle die keine vor Ort Diagnose brauchen, dann haben wir eine zeitsparende Verbesserung für alle Parteien.

    Ich hoffe die Probleme sind zeitnah lösbar.

    • so lange man dann nicht auch die Krankenkassenkarte zu Hause per App an den Arzt übertragen kann, musst du wohl oder übel trotzdem zum Arzt, denn ohne Karte einlesen kein Rezept, weder online noch offline.

  15. Wer hat denn in den Jahrzehnten des Papierrezeptes wirklich eine _schlechte_ medizinische Versorgung erhalten die man an der Art der Verschreibung festmachen konnte? Es gibt viel wichtigere Baustellen: wer erhält welche Behandlung/medikation wann? Darf man aus Kosten-/Wirtschaftlichkeitsgründen kranken menschen eine mögliche, aber teure Veersorgung mit Hinweis auf „nur das unbedingt erforderliche wird finanziert“ verweigern und sie auf u. U. weniger effektive oder belastendere Behandlungen zurückverweisen? Menschen ohne Wohnung , wie werden sie medizinisch versorgt? Darf man menschen die nicht mehr im Arbeitsprozess sind bestimmte teurere Behandlungen verweigern? Warum gibt es immer noch Unterschiede zwischen kassen- und privaten Patienten ? _Das sind m. E drängende Fragen . oder : wie behandelt und bezahlt man Personal von Pflegenden bis zu angestellten MidizinerInnen in kommunalen Krankenhäusern? Ob ich was auf papier drucke und jemandem in die Hand drücke oder das per Leitung irgendwohin übertrage oder per WLAN – das ist dran, wenn alle anderen drängenden sozialen Fragen erledigt sind. Diese ganze digitalisierungs – und auch Öko-Diskussion sind doch Scheingefechte, die von den wirklichen Problemen nämlich der sozialen Spaltung und – gerade im Gesundheitswesen – daran anknüpfenden Selektion in mehr oder weniger Behandlungswürdig – der Gesellschaft ablenken sollen. gute und das möglichste gewährende Medizin für alle – dann kann man über „digital“ reden. Sozialstaat geht vor „Digitalstaat“.

    • Das is doch die alte Problematik.
      „Es gäbe doch X was wichtiger ist und Ressourcen braucht“.
      Richtig aber es is doch möglich das verschiedene Leute mit verschiedenen Fähigkeiten an verschiedenen Punkten GLEICHZEITIG arbeiten um Zeit zu sparen.

    • Ach, das ist mir neu das Projekte nur nacheinander angegangen werden können.

  16. Hi Kana, meine Ausgangsfrage war doch ob jemandem durch das funktionierende System „Papierrezept“ in den vielen Jahrzehnten nachteile bei der medizinischen Versorgung entstanden sind oder durch die von mir aufgezeigten echten Mängel im Gesundheitssystem. Klar kann man Dinge parallel entwicklen – warum aber Personalstunden und Geld auf dinge verschwenden die niemanden gesünder machen , sondern nur Abläufe verändern? Es kommt doch auf den Inhalt der Versorgung an nicht darauf ob sie über Papier oder Datenleitung verschrieben wird. Oder anders ausgedrückt: ob ein Buch auf einem Paperwhite , einem in Leder gebundenen Folianten mit Goldschnnitt oder einem Reclam-Schulheftchen wiedergegeben wird, ist egal. ob es Goethes „Faust“ oder „Jerry Cotton“ ist den man in dem medium zu lesen bekommt das ist das wesentliche.

  17. Tja, das ist leider das Problem des Förderalismus, der an jeder Stelle durchbricht und den Brei durch zu viele Köche verderben lässt. Der Förderalsimus wurde ja aber genau deshalb eingeführt, um ein neues 1-Mann-Regime zu vermeiden, was auch gut ist. Leider spüren wir aber auch an jeder Stelle (und insbesondere bei der Digitalisierung) die Nachteile mit den ganz vielen kleinen Königen und Königinnen, die jegliche Projekte lähmen.

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