E-Mail: So geht es mit Mozilla Thunderbird weiter

Noch immer gehört Mozilla Thunderbird zu den beliebtesten Mail-Clients da draußen. Und es gab eine Zeit, in der es gar nicht so rosig um seine Zukunft bestellt war. Dies scheint Schnee von gestern, denn die Pläne lesen sich gut. So habe man neue Stellen für die Entwicklung schaffen können, was bedeutet, dass man 14 Entwickler in Vollzeit am Projekt hat.

Diese befassen sich bereits mit der Codebasis von Thunderbird. Die neuen Mitarbeiter werden sich auch mit Problemen der Benutzerfreundlichkeit und der allgemeinen Leistung in der gesamten Anwendung befassen.

Man habe beträchtliches Feedback erhalten, nachdem die Thunderbird-Entwickler Nutzer zu Verbesserungen im Bereich Design und Nutzerfreundlichkeit befragt haben. Daran wolle man 2019 arbeiten.

Ein Bereich der Nutzbarkeit, den man für 2019 plane, sind beispielsweise Integrationsverbesserungen in verschiedenen Bereichen. Ein großer Punkt sei Googles Gmail als größter Mail-Anbieter.

Man prüfe, ob man sich mit der Unterstützung der Gmail-Labels befassen soll und ob andere Gmail-spezifische Funktionen in Thunderbird umgesetzt werden können. Auch Benachrichtigungen in den jeweiligen Systemen sollen besser umgesetzt werden. Durch die Arbeit an dieser Funktion wird sich Thunderbird auf jedem Desktop „nativer“ fühlen und die Verwaltung von Benachrichtigungen aus der App heraus erleichtern.

Ebenso wird das Benutzererlebnis rund um Verschlüsselung und Einstellungen überarbeitet. Ob all diese Arbeit es in die nächste Version schafft oder nicht, ist eine offene Frage. Eine komplette Liste der Planungen findet man hier.

Obwohl ich seit vielen Jahren nur noch Mail im Web benutze am Desktop: Thunderbird war lange Zeit mein Begleiter und ich hoffe, dass sich da noch einiges tut.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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72 Kommentare

  1. Email benutze ich (privat) fast nur noch am Handy mit K9 Mail. Wenn es denn mal Desktop sein muss, dann dort nur noch über Browser.
    Aber auch ich mag Thunderbird und benutzte ihn davor ausschließlich. Eine Rückkehr wird es bei mir aber nicht geben, da ich den PC zu Hause kaum noch einschalte. Zu bequem ist es inzwischen mit Handy und Tablet geworden.
    Interessant würde es für mich werden, wenn es ihn wieder als Firefox Addon geben würde. Back to the Roots quasi.

    • Berufliche E-Mails machst du auch nur am Handy?

      • Wer lesen kann… Warum habe ich denn wohl extra das (privat) eingefügt?

      • Wer benutzt beruflich Thunderbird? Das kann man vllt als Selbstständiger für sich selbst einrichten, aber sobald eine richtige IT vonnöten ist, wars das eigentlich für TB.

        Ich hab bisher immer mit Outlook und Groupware mit Email wie Tobit David arbeiten müssen.

        • Rainer R. Friedrich says:

          Ich nutze es beruflich seit über 10 Jahren an einer Bildungseinrichtung.

        • Eigentlich ist es doch heutztage umgekehrt: Mit BYOD stellt die IT nur noch die GMail-Business oder Online-Office Logincredentials zur Verfügung, und nutzen kann das dann jeder Mitarbeiter, wie er Bock hat: Weboberfläche, Privathandy, Mailclient. Ab und zu kommt per Rundmail die neue Signatur, die sich bitte alle einstellen sollen.

          „Wir bestücken zentral alle Rechner mit unserer Standardlösung“ ist glaubich nur noch bei Banken und Versicherungen, aber die haben ja auch noch Drucker, Leitz-Ordner und Faxgeräte.

    • Frank Ingendahl says:

      Der Thunderbird kann bleiben wie er ist. Er holt Mails, man kann Mails beantworten, kann Ordner mit Filter anlegen, Kann RSS Feeds abonnieren, Pop3/Imap. Optik schlicht einfach gut.
      Ich frage mich was die da verschlimmbessern wollen oder welche Funkion fehlt? Außer Sicherheitdspatches ist nichts nötig..

      Handy E-mail Webbrowser E-mail, da würd ich wahnsinnig. Webmail zu langsam, Teilweise mit Werbung voll.
      Wenn ich meine Mails am Mac/MacBook über Browser holen müsste, dürfte ich mehrmals täglich 8 Webseiten abgrasen. Handymail nur zur not im Urlaub und da auch nur die 3 wichtigsten…..

    • Handhabe ich auch so. Private Mails am PC nur im Browser.
      Thunderbold habe ich bei mir nur drauf für die die Spam Adressen, und wird daher selten genutzt.

  2. Hab selbst jetzt gefühlte Ewigkeiten Inbox im Einsatz, mit dem baldigen Ende stellen sich mir die Nackenhaare auf. Bislang hab ich noch keine Lösung für das Problem, mit Gmail komme ich derzeit überhaupt nicht klar.

  3. Liest sich gut. Mir fehlt noch die bessere Integration in macOS, aber das liegt ja eher an Apple. Aber weiter so, klingt doch nach langem Leben für den Vogel.

  4. Ich benutze seit ca. 2 Jahren nur noch mailbird als Desktop-Client. Erst in der Free Version, und irgendwann als es mal ein super günstiges Angebot gab auch als pro Version.
    Ist für mich der bei weitem bessere Client, da die Oberfläche wesentlich aufgeräumter ist als es Thunderbird je seien wird.

    • Wie sieht es denn mit CalDav und CardDav Anbindung aus sowie, PGP Unterstützung? Wieviele Accounts können in der light Version genutzt werden? Virlen Dank für Antworten

  5. Webmail kommt für mich nicht in Frage. Zu unhandlich, zu eingeschränkt. Ich finde das Mailprogramm von macOS eigentlich ganz OK, wenn man das Design wieder auf „klassisch“ zurückstellt.

    Diese ganze serverseitige Sortiererei mit Labeln etc. finde ich extrem nervig. Ein Mailprovider soll bitte IMAP zur Verfügung stellen und fertig. Sortierung ist Clientsache.

    • Martin Deger says:

      Warum Client-Sache? Wenn ich mit mehreren Clients auf den Server zugreife, ist es doch praktisch, wenn auch die Sortierung synchronisiert ist.

      • Dafür nutze ich IMAP-Ordner. Das Problem bei dieser „intelligenten“ Sortierung, wie GMail sie vornimmt, ist, dass das miteinander kollidiert. Ich nutze ein klassisches Regelwerk wie „Absender ist xxx, Betreff enthält BLABLA“, und dann grätscht der Mailhoster da rein und findet, von der Adresse kommt jetzt zum 27x mal eine Mail, die kriegt jetzt mal die Etiketten „Wichtig“ und „Kumpel“, packt das in IMAP-Ordner und grätscht mir in die IMAP-Struktur rein.

        • GooglePayFan says:

          Man kann in GMail praktisch alle Funktionen der intelligenten Sortierung ausschalten, sodass es sich fast wie ein normales IMAP-Postfach verhält.

  6. Ich frage mich ob Mozilla als Advokat freier Software nicht lieber einen guten Web Client entwickeln sollte. Punkte wie Integration ins Betriebssystem werden immer der Hersteller besser können – wie Apple mit seinem „Mail“.

    In meinen Augen hat da in der klassischen Open Source Community noch ncht genügend Umdenken stattgefunden, dass die Zukunft nicht mehr auf Windows und MacOS stattfindet, sondern im Web und auf iOS und Android.

    • Quatermass says:

      Gilt vielleicht für private Korrespondenz. Im Geschäftsbereich geht es weiterhin nur mit Clients. Und für mich als Freiberufler geht auch nichts ohne Outlook. Viel praktischer als Webmail. Außerdem auch in Situationen verwendbar, wo keine Internetverbindung besteht. Wobei: Private Korrespondenz findet doch fast nur noch über Messenger statt.

      • Nö. Wir sind schon seit vielen Jahren bei Google Business, andere Firmen bei Online-Outlook. Auch Office etc. ist durch seine Browser-Varianten komplett ersetzt worden.

      • @Quatermass
        „Außerdem auch in Situationen verwendbar, wo keine Internetverbindung besteht.“ Ohne Internet geht relativ wenig, aber Einbildung war schon immer das Steckenpferd der der möchtegern Bürohenkel.

        • Also ohne temporäres Internet geht sehr gut, der Client lädt nämlich vor Unterbrechung einigrs herunter, was dann offlinr beantwortet werden kann.

    • Also ich find es auch gut wenn mann seine ganzen Mails mal in Ruhe im Reginalexpress ohne vernünftige Internetverbindung offline lesen kann..

      Aber ich nutze schon seit Jahren den EMclient.. Mutter nutzt gern den Thunderbird..

      „Jeden Tierchen sein Pussierchen“ sag ich nur.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Bisher habe ich noch keinen Web Client gesehen, der von den Möglichkeiten (z.B. Erweiterungen), Handling und Performance mit dem Desktop Client mithalten kann.
      E-Mail auf Mobilgeräten ist für mich ein ergonomisches Problem: kleine Bildschirmfläche, dadurch deutlich unübersichtlicher, Bildschirmtastatur zu unhandlich, … Es ist deutlich mühsamer, so dass meine Mails von den Mobilgeräten einen extra Footer mit dem Hinweis „knapp gehalten, da mobil gesendet“ enthalten.

      Am schnellsten und produktivsten bin ich am Desktop Client. Ich plädiere daher absolut gegen eine Einstellung der Desktop Clients.

      Nebenbei: als Windows User würde ich nie behaupten, dass die Microsoft App besser in das System integriert ist 😉 Mir ist auch nicht klar, wodurch Apple Mail besser als andere Apps integriert sein soll. Außer dem Schlüsselbund gibt es doch nix zu integrieren, oder?

      • Das geht schon bei „Senden als los“ 😉 Hier erlaubt es MacOS nicht unbedingt, Dateien direkt an den TB (oder andere aus Mail) zu übergebenm, die Trickkiste muss etwas helfen. Außer man nutzt LibreOffice. Da kann man das dann direkt einstellen, hilft mir sehr 😉

  7. Für mich kommt auch nur noch Webmail in Frage und da ist Zoho schon lange einfach die bessere Wahl gegenüber Gmail.
    Thunderbird sollte sich mal mit LibreOffice zusammentun und sich an einen Outlook Ersatz heranwagen. Das ist, was wirklich fehlt.

  8. Bernhard Huber says:

    Ich verwende TB gerne, um sämtliche Mail-Accounts zu bündeln. Was mich beim Arbeiten am Meisten stört: die Programm-Architektur kennt keinen Multiprozess (wie Firefox inzwischen erhalten hat), d.h. wenn es zB meine Kalender synchronisiert, kann ich so lange keine Mail schreiben, was ziemlich nervt. Das hätte für mich bei einer Codeüberarbeitung oberste Prio.

  9. benutze schon lange thunderbird als portable version. wird auch so bleiben. nur schade, das es seit dem letzten grossen update keine vernüpftige möglichkeit mehr gibt, das das programm in der tray angezeigt wird, wenn es im hintergrund läuft. vorher ging das mit einem keinen addon, aber die meisten laufen ja nicht mehr. ich hoffe da kommen in zukunft keine weiteren verschlimmbesserungen hinzu.

  10. Wer mal Thunderbird anders erleben will, sollte Postbox eine Chance geben.

    Was mich an Mail / Thunderbird / Postbox unter macOS nervt, man kann keinen Hotkey einrichten / nutzen um externe Inhalte zu laden.
    Falls da jemand einen Workaround hat, gerne her damit. Meine, dass es früher unter Windows mal ging, oder es zumindest eine Extension gab, die mich das einrichten lies.

  11. Infos finde ich gut. TB nutze ich privat auf Windows und Mac.

    Aussage von Quatermass, dass privat nur Messenger ist für mich nicht nachvollziehbar. Auch im Privaten tausche ich mich mit Versicherungen, Shops, etc. per Mail aus. Messenger ist gerade mal 0,01 % (haben -aus Prinzip- auch kein WA in der Familie).

    Was ich vermisse, ist Wiedervorlagen in TB, dafür nutzte ich aktuell ToDoist.

  12. Moin
    ich weiss nicht wie die Entwicker hier arbeiten – vermutlich haben die ihren Client jeden Tag den ganzen Tag vor sich. Vielleicht um sich selber zu der tollen Arbeit zu bewundern und sich selber zu beweihräuchern. Ich bin kein Mozilla-Entwickler bin minimiere ich Thunderbird gerne in den Systray.

    Aber nachdem Sie mit dem Update auf 60.* mit einem Federstrich und ohne Ankündigung so gut wie alle Plugins deaktivert haben kotzt mich das ich erst mal auf die alte Version zurückgeganen bin und im Moment auf der Suche nach einer alternative bin. Da ich debianer bin scheidet Outlook hier aus.

    Wenn ich nun höre dass Sie sich google vollkommen unterwerfen….

    Ich versuche es auch gerade mit webmail, habe aber noch keine Lösung gefunden welche mir Filter/Regeln so erlaubt wie ich es möchte. Bei einem lokalen Client mag ich es ehrlich gesagt auch dass ich eine/mehrere Dateien habe um ein Backup zu erstellen. Bei webmail muss ich mich auf andere verlassen.

    Mal sehen

  13. Enrico Hahn says:

    Am Desktop nutze ich die Windows Mail App, seit dem man da auch beim Kalender Google integrieren kann, reicht mir das vollkommen. Am Smartphone nutze ich Aquamail. Aber trotzdem schön das da bei Thunderbird noch was kommt. War ja durchaus auch schon von Einstellung die Rede …

  14. Thunderbird ist doch nur so beliebt weil es keine Alternative auf dem PC gibt. Auf dem Mac sieht es ganz anders aus. Spark Mail z.B. zeigt wie eine zeitgemäßes Mailprogramm funktionieren sollte.

  15. Ich nutze schon ganz lange nur noch privat und beruflich EINEN Webmail Client, nämlich Gmail. Ja zugegeben, das Design ist in der Zwischenzeit fragwürdig und ich schlage unter Anlehnung an meinen Vorredner vor, dass Google mal mit Spark in die Klausur gehen sollte, was Design angeht. Die können das. Ich habe nur keine Lust, dass meine Logindaten bei Amazon liegen. Oder Google legt endlich mal den Schalter um und gibt mal ein neues frisches Design für alle Client (Web und App) frei. Ich bin mir sicher, da ist was in der Pipeline…

  16. Wie schafft ihr es eigentlich, Email auf dem Handy überhaupt zu nutzen? Ich habe das seit Jahren nicht mal mehr eingerichtet. Da kommt einfach viel zu viel Menge rein für den kleinen Bildschirm, jede Antwort per Bildschirmtastatur dauert Minuten, zum Kürzen eines Zitats benötigt man einem Professor-Doktor-Titel in Cursorsteuerung, und jeder Hansel hat an seine HTML-Mail unsinnige Signaturen ohne Trenner dran.

    Wer mich auf dem Handy erreichen will, muss WhatsApp oder Telegram verwenden.

    • Das mit dem Handy ist reine Gewohnheitssache. Und einen (für mich) großen Vorteil hat es. Jede neue Mail bekomme ich direkt angezeigt und kann sie bei Bedarf auch gleich löschen oder beantworten (abgerufene Mails bleiben auf dem Server, gelöschte werden auch vom Server gelöscht).
      Nur das Sortieren, ja das mache ich ab und an am großen Bildschirm.

    • Mir als alter Sack ist dies auch ein Rätsel wie man am Smartphone bei 5″ + 0,5″ oder 1″ eMails bearbeiten kann. Okay eine eMail ansehen geht ja noch. Wenn aber Anhänge im Spiel sind (Zeichnung oder Kalkulation) wird es interessant…

  17. Das Masterpasswort sollen sie endlich mal absichern. Seit Thunderbird 60 sind (in bester Mozilla tradition) alle Erweiterungen rausgeflogen die mit Keepassxc was anfangen konnten. Natürlich ersatzlos.

    Statt dessen befürchte ich schon man wird dem User wieder die leacacy erweiterungen ersatzlos streichen. Damit wäre z.B. der Carddav Sync via Cardbook Erweiterung geschichte. Wäre auch „bewährte“ Mozilla Tradition.

    Wie die Brüder denken sieht man ja in Sören’s Blog und seinen Kommentar Antworten. „das würde ja kaum jemand nutzen“ bla bla bla

  18. Schmöding says:

    Erstaulich wie oft hier gmail als Mailprovider vorkommt. Wo es doch unendliche Alternativen gibt. Haben wir nicht seit Snowden gelernt „don´t use a US- or Five Eyes-based service“?
    Von daher sind Arbeiten an leichterer Verschlüsselung nur zu begrüßen.

  19. Korrektur:

    > So habe man neue Stellen für die Entwicklung schaffen können, was bedeutet, dass man 14 Entwickler in Vollzeit am Projekt hat.

    Insgesamt 14 Mitarbeiter, aber nicht 14 Entwickler. Das ist ein wichtiger Unterschied. Und noch hat man keine 14 Mitarbeiter am Projekt, das ist der Plan für Anfang des Jahres.

    @logg sar:

    > Vielleicht um sich selber zu der tollen Arbeit zu bewundern und sich selber zu beweihräuchern. Ich bin kein Mozilla-Entwickler bin minimiere ich Thunderbird gerne in den Systray.

    und

    > Wenn ich nun höre dass Sie sich google vollkommen unterwerfen….

    Thunderbird wird nicht von Mozilla entwickelt. Mozilla ist juristisches und fiskalisches Zuhause von Thunderbird, stellt Infrastruktur bereit und ist Eigentümer der Marke Thunderbird. Aber weder ist Mozilla in die Entwicklung von Thunderbird involviert noch erhält Thunderbird Geld von Google. Vielleicht prüfst du mal deine Quellen, denn deine Quellen scheinen ziemlichen Käse zu erzählen…

    • @Sören Hentzschel bezüglich @logg sar:
      Haben sie solche Entgleisungen echt nötig?

      …und mit Google unterwerfen wurde nicht das von ihnen beschriebene Firma-Produkt-System gemeint. Ich für meinen Teil warte jedenfalls seit langem auf die Integration der Mail-Labels nach Google-Art. Dann macht Thunderbird-portable endlich wieder richtig Sinn auf dem Desktop, wenn man mit mehreren Systemen auf denselben Mailbestand zugreift.

      • Rainer R. Friedrich says:

        Habe via TB „IMAP-Ordner“ angelegt, die kann ich via GMail befüllen (mit Filtern). Klappt ganz gut und reicht bei mir.

        • Neue Ordner anlegen, geht unter Android mit der aktuellen Gmail-App entweder leider nicht mehr oder ich habe nur noch nicht den Weg dahin wieder gefunden. Verschiebt man Mails in TB mit Filtern, bekommen diese kein Label und sind darüber dann auch nicht mehr in der Gmail-App auffindbar.
          An der Stelle kann ich dann entweder rein IMAP betreiben, was zumindest mit der Gmail-App mit teilweise gelabelten Mail mir zu nervig war/ist. Weil reines Verschieben habe ich irgendwie nicht gefunden und mit Label werden Mails in einem Zug automatisch gelabelt und in den jeweiligen Ordner verschoben. Letzteres muß im Webbrowser beispielsweise auch wieder als 2-Satz mit Labeln plus Verschieben abgearbeitet werden, wenn die Ansicht in der Gmail-App nachher wieder stimmen soll.
          Oder mein eigentlich bevorzugter, weil Plattform-unabhängiger Mail-Client lernt dazu und erhält dadurch überhaupt wieder einen Einsatzzweck, weil für reines IMAP gibt es in meinen Augen deutlich schickere und funktionsreichere Clienten als den TB.

          • Rainer R. Friedrich says:

            Komisch, ich filtere serverseitig und tlw. noch clientseitig (da nicht alle Filter umgestellt auf online) und habe gerade mal geschaut, da fiel mir nichts auf. Habe mir einen Ordner „Sortiert“ angelegt darunter Einzelordner.

  20. Ich bin überrascht, über die Resonanz. Arbeiten doch noch einige mit eMail und nicht alle mit dem WhatsApp&Co.

    • Rainer R. Friedrich says:

      Man kann ja beides nutzen, nutze selbst TB, emClient, ab und zu Claws für Windows, WhatsApp/Telegram am Handy und am PC in RamBox, dazu noch Slack und FB-Messenger in RamBox. Und noch SMS 🙂 old skool 😀

  21. Das Exchange Protokoll (EWS heißt das seit 2007 wenn ich nicht irre) fehlt TB. Würde ihn gerne nutzen, aber unsere IT bietet nur Outlook-Online und keinen IMAP-Zugang.
    Outlook finde ich wirklich mit Abstand den unintuitivsten Mail Client, den es gibt, und gleiches gilt für die Outlook-Webversion. Da war ja selbst GMX vor 10 Jahren schon intuitiver und übersichtlicher, trotz Werbekram. Ach was wäre es schön mit TB!

    • Das Exchange/EWS-Protokoll ist meines Wissens nicht kostenlos. Google bietet bzw bot das nur noch in seiner bezahlten Business-Version an, keine Ahnung wie dort der Stand ist.
      Bei TB wird sich das daher auch nur per kostenpflichtigem Plugin realisieren lassen und wird jetzt sogar einer kompletten Überarbeitung bedürfen, weil auch im TB die Legacy-Funktionen wie schon zuvor im FF rausfliegen werden.

      Oder hat dazu jemand genauere Informationen?

      • Also zumindest ist es unter Linux mit Evolution möglich, damit hatte ich seit Jahren keine Problem , weder mit dem alten Exchange 2007 Server, noch mit den neuen Office 365 Mailboxen . Dass das ilelgal ist oder irgendwer Drittes dafür Lizenzen bezahlt, kann ich mir kaum vorstellen, weiß es aber auch nicht.

        Mich auf ein Plugin für ein dann für mich essentielle Funktion zu stützen, würde ich nicht machen wollen. Nacher ändert TB etwas im Code und alle Plugins müssen angepasst werden. Oft genug erlebt, und irgendwann hat das Plugin auch wieder funktioniert, aber bei Zusatzfunktionen kann man mit einem kurzfristigen Ausfall leben, bei Protokollen eher nicht.

    • Rainer R. Friedrich says:

      Davmail als Proxy, falls von der IT nicht verboten, löst das. Kann man auch portabel konfigurieren. Momentan sollte auch noch Exquilla funktionieren.

  22. Wolfgang D. says:

    Wenn TB tatsächlich diesen proprietären Label-Mist von Google einbauen sollte, gehört dieser Client endgültig in die Tonne. Wahrscheinlich gibt es dafür Geld von Google, und die Werbefuzzis haben sich beim letzten brauchbaren Multi-Plattform Mailprogramm endgültig durchgesetzt, genau wie beim Firefox. Danke, Sören und Co.

    Stattdessen sollte die Exchange Anbindung endlich mal „ab Werk“ so gestaltet sein, dass man nicht bei jedem Programmupdate um die Funktion dieses wichtigen Add-Ons (und der von anderen) fürchten muss. Das Adressbuch ist schon ewig ungepflegt, Export/Import von Mails und Kontakten z.B. aus dem ollen Windows/Live Mail sind eine echte Strafarbeit. Maildir, ist das endlich Standard? Aber egal, schmeissen wir uns lieber an Google ran, unzuverlässig wie die sind…

    Echt schade, dass es keinen anderen wirklich gut einstell- und bedienbaren Exchange Client für Linux gibt, und aktuelles Outlook nicht mehr einzeln verkauft wird. Webmail… das ist doch eine Strafe. Allein die Menüwechsel bei GMail Web, Einstellungen, das laggt häufig ohne Ende. Oder geht mal überhaupt nicht, wie neulich. Zum Dank wird man noch mit Werbung vollgemüllt? Ne, echt nicht mein Ding.

    • > Echt schade, dass es keinen anderen wirklich gut einstell- und bedienbaren Exchange Client für Linux gibt, und aktuelles Outlook nicht mehr einzeln verkauft wird.

      Wie hast du Outlook unter Linux genutzt?

    • Was stört es dich denn, wenn ein paar proprietäre Features unterstützt werden, der Rest aber beim alten beleibt? Deshalb werden doch weder Multi-Platform noch andere Features eingestampft?

      Mit der Exchange-Anbindung stimme ich dir aber absolut zu! Das wäre toll, das hätte ich auch gern.

      Ich nutze unter Linux Evolution. Das funktioniert sehr gut (sowohl Exchange 2007-Protokoll als auch das neure EWS via Office 365-Mailboxen), 100x besser als Outlook 2016 (ich weiß nicht wie so ein unintuitives Programm Weltstandard werden konnte) und 1000x besser als dieser furchtbare Microsoft-Webmailer (dagegen ist GMail ein Segen!), auch wenn TB mir als Multi-Plattfrom Mail Client noch lieber wäre. Von der Bedienung her ist Evolution eigentlich auch prima, ein paar Feature hätte ich gern von TB… aber man kann mir leben.

      Übrigens es gibt einen weiteren Multi-Plattform Mailer mit Exchange: Hiri. Hatte ich mir mal zugelegt, aber ich bin nicht der größte Fan von dem Bedienkonzept.

      • > Was stört es dich denn, wenn ein paar proprietäre Features
        > unterstützt werden, der Rest aber beim alten beleibt?

        1.
        Was dabei rauskommt, wenn offene Protokolle mit proprietären Features erweitert werden, haben wir im Web gesehen. „Diese Website funktioniert am Besten mit InternetExplorer 6“. Wobei „am Besten“ heisst: Auf allen anderen garnicht. Na, Danke.

        2.
        Vor einiger Zeit gab es bei macOS ein Upgrade, bei dem auch Mail.app neue Features bekam, nämlich „intelligente Sortierung“. Also nahm Mail.app eine Mail und fand, die könnte man ja mal bei „Wichtig“ einsortieren. Google hat sich dann die Mail angesehen und fand, die gehören nach „Hervorragend“. Huch, sagte Mail.app da, hier ist ja was neues in „Hervorragend“ aufgetaucht, da mache ich dem User mal eine Freude und lege es nach „Wichtig“. Huuuuch, sagte Google, wieso ist denn hier eine wichtige Mail in „Hervorragend“, da werde ich doch gleich mal…
        Mein Rechner war wochenlang heiss vom permanenten hin- und her-sortieren meiner -zig-tausend Jobmails, bis ich das in den beiderseitigen Einstellungen so gefixt hatte, das alle beiden „Künstlichen Intelligenzen“ (also: Strunzblöde Software) ihre Dreckspfoten von meinem Eingang gelassen haben. Und ich WETTE mit dir, das die diese Schwachsinns-Features beide nicht deaktiviert haben, sondern in ihrer Software tonnenweise drin stehen haben: „Wenn server=google, dann“ bzw. „wenn client=apple, dann“

        So funktioniert die Welt nicht. Man kann Briefkästen gelb, grün, blau machen, wie man will. Aber man baut sie gefälligst so, dass ein DIN C6 Umschlag reinpasst, ohne dass er zusammengerollt oder umgefärbt wird.

    • Mal in den Text und auf die Links darin schauen 😉 Hier die geplanten Änderungen: http://lists.thunderbird.net/pipermail/maildev_lists.thunderbird.net/2018-October/001317.html geht Echt nicht nur um G-Labels. Exchange ein Thema, ICS und caldav, irgendwo habe ich auch gelesen, dass das Adressbuch z.B. durch die Integration von CardBook – was wirklich gut ist – verbessert werden soll. Da ist eine Menge auf dem Zettel.

      • Wolfgang D. says:

        @Frank „Da ist eine Menge auf dem Zettel“
        Wie es so schön heisst, Papier (und das Internet) sind geduldig. Ich weiss ja nicht wie lange Du schon dabei bist, aber die Baustellen sind schon länger offen und unbearbeitet. Wenigstens gibt es für Exchange und diversen anderen Sync Hoffnung (tbsync soll integriert werden), und das Adressbuch wird dadurch ebenfalls gleich aufgewertet. Mal abwarten, es gibt ja mittlerweile kaum Alternativen.

  23. Mit Thunderbird verwalte ich alle Konten (POP3, IMAP), da alle Funktionen angeboten werden. Morgens Rechner eingeschaltet und als erstes startet der Feuervogel automatisch und holt die Mails aus den diversen Postfächern. Gefiltert nach Relevanz wird gleich sortiert und angezeigt. Unter Linux ist er jedoch wirklich etwas träge und könnte eine Schlankheitskur vertragen. OpenGPG ist kompliziert einzurichten, nicht alles ist wirklich für den Durchschnittsnutzer nachvollziehbar. Hoffentlich tut sich noch etwas zum positiven, der Thunderbird kann es brauchen.

  24. Outlook was sonst!

    Bin vor x Jahren entnervt von Thunderbird auf Outlook gewechselt.

    • Sobald du mehr als ein IMAP-Konto und unterschiedliche Mailadressen verwendest, bist du mit Outlook aufgeschmissen….. Die Integration von Adressbuch und Kalender(n) ist in Outlook sicherlich eleganter gelöst, aber in Bezug auf Mail ist Outlook relativ mau aufgestellt IMHO.

      Bisher habe ich noch keine Alternative zu TB gefunden, die viele IMAP-Konten mit vielen Mailadressen parallel und transparent verwalten kann und zusätzlich auch Verschlüsselung (S/MIME) mit unterschiedlichen Schlüsseln unterstützt.

  25. Freu mich, dass da ein wenig mehr passiert. Nutze seit Ewigkeiten TB und bin wg. dessen Übersichtlichkeit auch sehr zufrieden. Tatsächlich nutze ich Outlook auch – aber nur für meinen Exchange Kalender. Und beruflich halt.

    Ich weiß gar nicht wieso alle bei solch einer Ankündigung immer gleich in BILD Mord-und-Totschlag verfallen: „…unterwirft sich google…“, „…verschlimmbessert“, „…dann bin ich weg!!!“.

    Bin recht zuversichtlich, dass sich Thunderbird seines Wertes bewusst ist und die vielen kleinen Baustellen angehen kann die offen sind. Meine größte Sorge ist tatsächlich, dass die Oberfläche so gräßlich aufgepustet wird (für die Touch-Bedienung), dass man einen 50″ Monitor braucht um den gleichen Inhalt wie jetzt zu sehen. Aber selbst dann bin ich sicher wird es Einstellungen und Skins geben, die das wieder egalisieren.

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