DSGVO: Google stellt durchgeführte Maßnahmen vor und arbeitet an umfangreicherem Daten-Export-Tool


Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bereitet aktuell nicht nur kleinen Webseitenbetreibern Kopfzerbrechen, auch die großen Unternehmen müssen diverse Anpassungen vornehmen. Seit 18 Monaten arbeitet Google nach eigenen Aussagen daran, die Einhaltung der DSVGO sicherzustellen. Daraus resultieren einige Änderungen, die Google nun noch einmal vorstellt.

Grundsätzlich geht es um eine vereinfachte Darstellung Nutzungsbedingungen, die leichter verständlich gestaltet sind. Dafür bedient man sich auch Videos und Illustrationen – Google ist der Meinung, eine visuelle Darstellung sei leichter zu verstehen als reiner Text. Auch sind die Datenschutzeinstellungen direkt in der Datenschutzerklärung verlinkt.

Ich will Euch an dieser Stelle nicht den ganzen Blogpost von Google wiederkäuen, der ist super (auf Deutsch) geschrieben und sollte durchaus von Euch einmal gelesen werden. Aber einen Hinweis auf den verbesserten Datenexport möchte ich Euch dennoch noch mitgeben, Google wird dies nämlich vereinfachen und erweitern.

Mit dem Data Transfer Project möchte Google Nutzern nicht nur die Möglichkeit geben, Daten von einem Dienst abzuziehen, sondern diese auch gleich bei einem anderen Dienst wieder zu nutzen. So kann zum Beispiel ein Umzug von Google Fotos zu einem anderen Foto-Dienst vereinfacht werden.

Gleichzeitig wird Google aber auch weitere Dienste einbinden, von denen sich die persönlichen Daten dann so herunterladen lassen wie es heute von Google Fotos, Drive, Kalender, Google Play Musik oder Gmail schon möglich ist.

Aber wie gesagt, lest Euch den Blogpost von Google durch, das sind zwar viele Informationen, aber auch alle gar nicht so unwichtig.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Naja, da wird wieder groß erklärt warum Daten gesammelt werden und welchen Nutzen das für einen das bringen soll. Dann wird erklärt das man sowas auch einschränken kann indem man es abstellt.
    (Vorausgesetzt der User findet diese Einstellungen und macht sich die Mühe das abzuarbeiten)
    Mit Werbepartnern sich abzusprechen und Tools zur Genehmigung/Einwilligung zu entwicklen die dann irgendwas machen was evtl. nach Datenschutz aussehen könnte ist zwar nett geschrieben aber noch nicht im Detail ausformuliert.
    Ansonsten Absichtserklärungen u. Blabla was Otto-Normal-User eh kaum überschaut bzw. nachforschen wird.
    Wenn eine Datenkrake sowas schreibt (dazu gehören auch FB und CoKG) dann weiß ich jetzt schon, dass sie sämtliche Lücken des DSVGO voll ausschöpfen werden solange sie können.

    • Sehe ich ganz genauso.

      • Die DSGVO hat so gut wie keine Lücken. In der Regel stützen sich derartige Konzerne eher auf Verfahrensschwächen bzw. Fehlern aus den Abkommen der EU-Kommision. Ganz prominent das Privacy-Shield, das übrigens seit dem Kippen des Iran-Abkommen auch nichts mehr wert ist. Nichtsdestotrotz ist Google mit dem Export und Import im System tatsächlich einer der wenigen Unternehmen, die das überhaupt können (steht übrigens so in der Direktive). Die meisten deutschen DAX-Giganten sind davon noch Jahre entfernt. Also Datenkranke hin oder her…

  2. Martin Feuerstein says:

    Nur mal kurz in die Runde gefragt… es soll ja nach DSGVO möglich sein, Dienste nutzen zu können z. B. auch ohne Einwilligung in irgendwelche Werbemaßnahmen, Cookies, Tracking oder ähnliches (richtig verstanden?).

    Wenn ich nun einen Google-Account habe (z. B. wegen Play Store fürs Android-Telefon) und damit (weil es halt ab und zu nötig ist) auch im Browser angemeldet bin, kann ich dann der Nutzung des Accounts für einzelne Dienste widersprechen? Sagen wir: Anmeldung im Play Store, aber z. B. KEINE automatische Anmeldung in Google MyBusiness oder Youtube?

    • Theoretisch ja. Es darf aber eine Angemessenheitsprüfung des Unternehmens folgen. Das bedeutet, wenn der (wirtschaftliche) Aufwand zu hoch ist im Vergleich zum Risiko des Betroffenen, darf abgelehnt werden. In der Realtität wird Dir Google vermutlich nicht antworten.

  3. Was mir fehlt sind Angaben zur GMap API

  4. Ich frage mich bis heute: Wenn ich den Verlauf von „Web- und App-Aktivitäten“ sowie „Sprach- & Audioaktivitäten“ deaktiviere, wieso kann ich dann weder Google Home noch den Assistant auf dem Handy nutzen? Eigentlich eine Frechheit… da bleibt nur wöchentliches Verlauf-Leeren per Hand übrig, echt ätzend. Mit dem Browser bin ich eh schon zu Vivaldi und DuckDuck-Go gewechselt, hat sich gelohnt

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